Forum: Wirtschaft
Benzinpreis auf Jahreshoch: Das Sprit-Kartell
imago images/Overstreet

Super ist in Deutschland so teuer wie seit Monaten nicht mehr - obwohl die Preise an den internationalen Rohölmärkten leicht zurückgegangen sind. Doch Benzin ist knapp. Eine kleine Gruppe von Unternehmen nutzt das aus.

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mr.nett 29.05.2019, 15:22
50. Stimmungsmache?

Der Benzinpreis steigt, während der Preis für Rohöl fällt. Na und? Seit wann sind die Kosten für Rohöl und Benzin direkt miteinendar gekoppelt? Das Benzin muss erst aus Rohöl gewonnen werden und das ich auch mit (variablen) Kosten verbunden. Und im Artikel steht dann auch, dass die Raffinerie in Vohburg seit letzten Sommer still steht und zwei andere Probleme mit Rohölversorgung haben. Dazu kommt noch die hohe Nachfrage vor den kommenden Ferien und Feiertagen. Also steigt der Preis - das nennt man Marktwirtschaft und ich habe in der Schule gelernt, dass das die beste Wirtschaftsform ist.
Solange wir nur jammern und trotzdem jedes verlängerte Wochenende wegfahren, ist das Benzin noch günstig genug.

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zudummzumzum 29.05.2019, 15:28
51. Hoch dürfen die Preise ruhig sein, ...

... aber planbar müssen sie sein. Die stündlichen Preisänderungen sind das Problem und verhöhnen die Preisangabenverordnung. Was nützt die Tank-App, wenn sich der Preis innerhalb von 20 Minuten um 10 cent / Liter ändert?
Der Gesetzgeber ist im Sinne der Preiswahrheit gefordert: Preisänderungen sind MINDESTENS 24 Stunden vorher anzukündigen - basta. Und die verkaufenden Mineralölkonzerne müssen verpflichtet werden, ein "Monatsabo" zum Festpreis anzubieten.
Die Frage ist, warum die Politik derart die Füße still hält, während sie an anderer Stelle bis zum Stehkragen reguliert.

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vo2 29.05.2019, 15:29
52. Oha

Zitat von cvdheyden
Und diese Stahlkolosse fahren durch meine Stadt und verpesten diese.
Sie besitzen eine Stadt? Respekt. Dann verbieten Sie doch einfach den Autoverkehr durch "Ihre" Stadt.

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jasper366 29.05.2019, 15:31
53.

Zitat von lifeblues
Ist der Preis hoch freut es den Staat, da klingelt es noch mehr in der Kasse??♂️ - Mineralölsteuer - Ökosteuer - MwSt Gut 70 % Steuer auf ein Liter Benzin Deutschland ist der Kraftfahrer eben die Melkkuh der Nation. Wenn man sich so die Preise außerhalb von D anschaut. Blick nach Tschechischen, der Liter ca. 1,35-1,40 Euro. In D 1.71-1,74 ??♂️
Uiuiui, Tschechien ist ja ein ganz dämlicher Vergleich.

Durchschnittliches Nettomonatseinkommen in Tschechien: 1160 EUR

https://www.radio.cz/de/rubrik/nachrichten/durchschnittslohn-in-tschechien-auf-umgerechnet-1160-euro-gestiegen

In Deutschland liegt das doch ein klein wenig drüber; 1.890 EUR waren es in 2017.
https://www.merkur.de/leben/karriere/durchschnittseinkommen-deutschland-zr-10493938.html


Zu den Steuern:

An der Mineralölsteuer verdient der Staat bereits seit 2006 keinen müden Euro, schlicht und einfach weil es diese seit diesem Zeitpunkt nicht mehr gibt.

Energiesteuer: fester Satz pro liter

Ökosteuer und Bevorratungsentgelt: dito

Umsatzsteuer: ja da verdient der Staat tatsächlich etwas mehr, aber nur auf auf den Nettoanteil der Preiserhöhung.

Das können Sie sich ja selbst ausrechnen, was das ausmacht wenn der Sprit von 121,9 auf 124,9 steigt, so wie der Diesel hier heute morgen.

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Hans-Dampf 29.05.2019, 15:31
54.

Zitat von almeo
Den Frust kann ich durchaus verstehen. Allerdings darf man natürlich nicht nur die Spritkosten gegen das Monatsticket rechnen. Da zählt ja auch der Anschaffungspreis mit rein, der Materialverschleiß, Wartung und Reparaturen. Da dürfte unter dem Strich die Monatskarte immer gewinnen.
Deswegen schrieb ich explizit, dass mir diese Kosten Recht sind, wenn ich dadurch mehr Zeit mit der Familie verbringen kann. Weitere Nebeneffekte: ich kann die Temperatur einstellen, wie ich will, die Musik hören, die ich will und mir die Mitfahrer aussuchen, die mir in den Kram passen. Und für sonstige Fahrten ist das Auto bei mir sowieso vorhanden, so dass es weitestgehend Verschleißteile sind, die höhere Kosten verursachen würden. Und über die Abschaffung des Autos braucht man mit mir nicht zu diskutieren - meine Familie und ich wollen spontan sein, was ein ÖPNV nicht zulässt. Und dafür jedes Mal ein Taxi zu rufen wäre auf Dauer verdammt teuer, ca. 1000 EUR im Monat.

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mr.nett 29.05.2019, 15:31
55.

Zitat von killing.time
Benzin ist teuer. Und wo ist das Problem? Hat Deutschland nicht erst vor 3 Tagen genau das gewählt? Und jetzt schon wieder jammern.
Puuh... Zum Glück habe ich am Sonntag O - Teures Benzin nicht angekreuzt!

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Fxxx 29.05.2019, 15:32
56. Der ADAC empfiehlt hoffentlich bald...

...wählen Sie eine andere Regierung, damit jemand etwas unternimmt gegen dieses Kartell. Alles was aktuell fehlt ist der politische Wille der Union, etwas zu unternehmen.

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mr.nett 29.05.2019, 15:38
57. Merkwürdig?

Zitat von MioMioMimi
Merkwürdig auch, dass solche "Engpässe" immer an Feiertagswochenenden oder zum Beginn der Schulferien entstehen.
Es ist nicht merkwürdig. Es ist normal und auch so gedacht: steigende Nachfrage treibt den Preis nach oben. Wenn dann dazu noch das Angebot sinkt...
So funktioniert unsere Wirtschaft. Es ist irrelevant, wie viel das Produkt in der Herstellung tatsächlich kostet. Wichtig ist nur, wie viel ist der Kunde bereit dafür zu bezahlen. Und es gibt anscheinend genug Menschen, die bereit sind >1,50EUR für einen Liter E10 auszugeben.

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g_bec 29.05.2019, 15:39
58. Ein üblicher?

Zitat von Hans-Dampf
Nur weil ein notwendiges Produkt teurer ist, wird es weniger gekauft? Was ist denn das für ein Marktmechanismus? ...
Ein üblicher Mechanismus? Es gibt ja beim Spritverbrauch etliche Stellschrauben: Weniger fahren, vorausschauender fahren, langsamer fahren, schneller hochschalten, öfter den kleineren Zweitwagen nehmen, weniger Kavalierstarts hinlegen, das Fahrrad öfter nutzen....
Ich habe noch gut in Erinnerung, dass beim letzten Dieselpreishoch um 2010 (Liter Diesel fast 1,60 EUR!) auf der Autobahn gewaltig ruhiger und langsamer gefahren wurde. Da war 160 das neue 200. Da fuhren großvolumige Audis und BMWs durchaus auch mal rechts und Tempolimits von 130 wurden auch mal eingehalten, auf der Bundesstraße wurde auch nicht zwanghaft riskant überholt.
Der Mechanismus existiert also, da spart, gerade bei langen Arbeitswegen, jeder halbe Liter weniger bares Geld.

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derleibhaftige 29.05.2019, 15:39
59.

Zitat von jackbubu
Es ist wie mit allem, Angebot und Nachfrage und solange wir Lemminge die Preise zahlen, ändert sich nichts und das gilt in vielen Bereichen. Klar jetzt kommt wieder das Geheule, ich bin auf das Auto/Bahn angewiesen , was soll ich bewirken!? Ich würde mal schätzen das 80% der PKWs auf den Straßen nur mit dem Fahrer besetzt sind. Würden sich viele mal für nur 2 Wochen solidarisieren und Fahrgemeinschaften bilden und damit auf die Bahn verzichten ( unpünktlich, dreckig, hohe Preise) oder auf eine hohe Anzahl von Autos die nicht mehr betankt werden müssen, dann hätte dies eine hohe Signalwirkung. Aber dafür müsste man aus seiner über alles motzen und schimpfen aber nichts ändern wollenden komfortzone gehen, sich organisieren und auf Bequemlichkeiten verzichten. Das ist für den deutschen Michell zuviel, dann lieber nur motzen
Fahrgemeinschaften gehen doch auch an der Realität vorbei. Ich arbeite für ein Unternehmen mit europaweit über 5000 Beschäftigten. Trotzdem kann ich auf meinem Arbeitsweg davon keinen einzigen Kollegen in meinem PKW mitnehmen oder umgekeht, mich mitnehmen lassen.

Die nächsten 1-2 Kollegen in Reichweite wohnen so, dass sich mein Arbeitsweg dann verdoppeln würde.
Und wer bezahlt das Auto bei Fahrgemeinschaften? Doch immer der, der es bereitstellen würde.

Das ist alles vielleicht theroretisch möglich, in der Praxis im Regelfall zu 99% aber gar nicht machbar, sonst würde es nämlich gemacht.

Wenn ich jeden Tag 50 Kilometer zur Arbeit mit dem Rad fahren könnte, würde ich es natürlich auch tun. Nur leider bin ich nicht zum Spass auf der Welt und mein Tag hat auch nur 24 Stunden.

Aber warum werden für Pendler nicht wieder Einsitzer-PKW gebaut? Soetwas würde ich gerne nehmen, wenn der Komfort bei Sicherheit und Geschwindigkeit beibehalten werden könnte.

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