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Bericht der "New York Times": Trump soll mit Firmen Milliardenverlust gemacht haben
ERIK S LESSER/EPA-EFE/REX

Der "New York Times" liegen eigenen Angaben zufolge bisher unbekannte Finanzunterlagen von Donald Trump vor: Demnach machte er für seine Firmen zwischen 1985 und 1994 mehr als eine Milliarde Dollar Verlust geltend.

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vaikl 08.05.2019, 11:33
70. Die Konsequenzen sind relativ klar

Zitat von Elrond
Ich meine mich zu erinnern, über die steuerlichen Verluste schon einmal gelesen zu haben. Das macht die Sache natürlich nicht besser, nur was bedeutet das für Trumps Steuererklärungen nach 1994 bis heute? Man kann jetzt viel mutmaßen, aber wissen tun wir es tatsächlich nicht. Welche Konsequenzen drohen Trump, wenn er die Steuerunterlagen zurückhält? Oder besser gesagt, welche juristischen Druckmittel hat der Kongress, um ihn zur Herausgabe zu zwingen?
Trump kann sich bis zum Ende seiner 1. und vielleicht auch noch einer 2. Amtszeit als Präsident auf seine Immunität berufen. Sobald er das Oval Office räumt, werden sich (nicht nur) die Finanzbehörden wie die Geier auf ihn stürzen, um all die bekannten und noch unbekannten Betrügereien aufzudecken, seine ach-so-dollen Unternehmen zwecks Steuernachzahlungen zu zerschlagen und ihn für Jahrzehnte in den Bau zu schicken.
Dies ist für ihn ja Antrieb genug, auf jeden Fall eine zweite Amtszeit zu gewinnen und mit seiner Macht zu versuchen, ihn evt. später treffende Gesetze zu streichen, abzuändern oder neue, ihn entlastende Gesetze einzuführen. Das wird aber auch die Chance für ein erfolgreiches Impeachment enorm erhöhen, wenn man ihn und/oder seine Mischpoke dabei erwischt.

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Schartin Mulz 08.05.2019, 11:36
71. Seltsam,

Zitat von annoo
Also erstens: SPON ist nach wie vor das reichweitenstärkste Nachrichtenportal Deutschlands - das zu Ihren angeblich sinkenden Leserzahlen. Und sinkende Zahlen - sind das diese Alternative Fakten von denen immer alle reden? Oder die von Ihnen so titulierten "Unbestätigten Meldungen"?. Dass sinkende Print(!)zahlen nichts mit der Qualität der Formate zu tun hat wissen Sie (hoffentlich). Und ob sich Medien halten hängt ganz sicher nicht davon ab, ob diese IHRE Meinung teilen. Es gibt nämlich Menschen die Trump nicht unterstützen (eutlich mehr als die Unterstützer https://projects.fivethirtyeight.com/trump-approval-ratings), die zum Beispiel nicht freudig feiern, dass ein Präsident sich damit brüstet, dass er keine Steuern zahlt (die Milliardenverluste passen da wunderbar. Und es ist ja auch nur die Allgemeinheit (Bildungssystem, Infrastruktur) die von Steuern provitiert. Da aber Trump Reiche reicher werden lässt, die sich zum Beispiel eigene Privatschulen bauen interessiert ihn das Wohl der Gesellschaft auch einen feuchten Kehricht. Wenn Sie also diesen Mann so vehement verteidigen sagt das eher was über SIE und Ihre (unsoziale) Einstellung als über die Qualität von Medien.
ich ahbe in dem beantsandeten Komemntar keine einzige Verteidigung des Herrn Trump gelesen.
Sondern lediglich Kritik an der Art und Weise der Berichterstattung.
Die ich übrigens absolut teile. (Und nein, ich bin kein Trump-Anhänger)
Seit Trump angetreten ist, vergeht kein Tag ohne Negativberichterstattung über diesen Herrn. Keine sachlichen Beiträge über seine Politik, das wäre ja das, was für uns relevant wäre, sondern Mutmaßungen, Gerüchte etc. über seine Geschäfte, angebliche Wahlmanipulationen, sein Privatleben.
Und in jedem Konflikt ist natürlich immer Trump der Böse, selbst wenn die Gegner iranische Islamisten oder nordkoreanische Diktatoren sind.
Da ist m.E. schon lange eine Grenze überschritten.

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HeisseLuft 08.05.2019, 11:38
72. Nee...

Zitat von schwerpunkt
Ich fürchte, wir haben unterschiedliche Auffassungen von "beweisen". Bewiesen ist sowas für mich erst, wenn dies in einer Gerichtsverhandlung mit Schuldspruch abgehakt ist. Und als Wissenschaftler tue ich mich hart, selbst das als "Beweis" anzuerkennen (dort ist ein "Beweis" noch mal eine ganz andere Kategorie). Solange sind das für mich "Vorwürfe". Wie begründet auch immer. Und im Fall der "Smoking gun" (wenn Trump tatsächlich einen Menschen auf der Fifth Avenue erschießen würde): wenn DAS tatsächlich nicht instant zu einem Impeachment und einer anschließenden Verurteilung führen würde, würde ich definitv anerkennen, dass die Demokratie in den USA abschließend beendet ist. Dann würde es im vergleichsweise leicht fallen auch Wahlen abzuschaffen oder diese so zu reglementieren, wie es in eben Scheindemokratien der Fall ist, und gleichzeitig noch die Begrenzung der Amtsperioden auf 2 abzuschaffen. (dieser Gedanke geht mir tatsächlich schon seit längerem nicht mehr aus dem Kopf - das würde die ferne Hoffnung, dass es spätestens 2024 nur besser werden kann, völlig vernichten).
"Bewiesen ist sowas für mich erst, wenn dies in einer Gerichtsverhandlung mit Schuldspruch abgehakt ist."

Hm, nein, das ist nicht sonderlich plausibel. Nach einem Schuldspruch - eigentlich erst nach dem das Urteil rechtskräftig ist - ist amtlich festgestellt worden, dass die Beweislage für einen ebensolchen Schuldspruch ausreicht.
Und das bedeutet nicht im Umkehrschluss, dass es vor dem Schuldspruch keine Beweise gegeben hätte. Kann es nicht, ein Schuldspruch basiert ja darauf.

Bei Trump reicht die Beweislage nun anscheinend nicht - allerdings ist die Nachrichtenlage auch so, dass ihn tatsächlich vor allem sein Amt schützt. Es bedeutet mitnichten, dass es keine Beweise gäbe. Sie reichen nur gegenüber einem US-Präsidenten nicht.

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cipo 08.05.2019, 11:39
73.

Zitat von Elrond
die schon vor der Wahl Trumps bekanntgeworden sind. Ich meine mich zu erinnern, über die steuerlichen Verluste schon einmal gelesen zu haben. Das macht die Sache natürlich nicht besser, nur was bedeutet das für Trumps Steuererklärungen nach 1994 bis heute? Man kann jetzt viel mutmaßen, aber wissen tun wir es tatsächlich nicht. Welche Konsequenzen drohen Trump, wenn er die Steuerunterlagen zurückhält? Oder besser gesagt, welche juristischen Druckmittel hat der Kongress, um ihn zur Herausgabe zu zwingen?
Ich setze da weniger auf den Kongress als auf die diversen Staatsanwälte in New York, die eine ganze Reihe von Ermittlungen gegen Trump und seine Firmen eingeleitet haben. Letitita James (Attorney General of New York) hat, soweit ich weiß, schon erste Dokumente zu Trumps Finanzen von der Deutschen Bank erhalten.

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Beteigeuze_ 08.05.2019, 12:01
74. Börse

Ich verstehe immer noch nicht, warum nicht schon längst die Börsenaufsicht ein Verfahren gegen Trump angestrengt hat. Für Trump ist es im Moment so leicht die Börsenkurse mit einem einem einzigen Tweet zu manipulieren. Es würde mich nicht wundern, wenn bei dem ein oder anderen Tweet tatsächlich Kalkül dahinter steckt und so manch einer in Trumps Umfeld davon profitiert. Man muss ja nur wissen, wann er wieder eine Kurznachricht verschickt und was der Inhalt ist. Daher verstehe ich die Leute hier nicht, die vehement Trump verteidigen, wenn es um seine Steuererklärung geht. Wie andere schon geschrieben haben, ist er im Moment der Präsident der USA. Damit er eben keine Möglichkeiten hat, persönlich davon zu profitieren, ist es absolut nachvollziehbar, wenn das Repräsentantenhaus die Herausgabe fordert und diese prüfe kann. Und wie leicht er davon profitieren kann, zeigen seine täglichen Tweets und die entsprechenden Reaktionen an der Börse. Musk wurde unlängst dafür an die Leine gelegt. Dasselbe sollte auch für den POTUS gelten.

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annoo 08.05.2019, 12:12
75. Lol

Zitat von Schartin Mulz
Seit Trump angetreten ist, vergeht kein Tag ohne Negativberichterstattung über diesen Herrn. Keine sachlichen Beiträge über seine Politik, das wäre ja das, was für uns relevant wäre, sondern Mutmaßungen, Gerüchte etc. über seine Geschäfte, angebliche Wahlmanipulationen, sein Privatleben. Und in jedem Konflikt ist natürlich immer Trump der Böse, selbst wenn die Gegner iranische Islamisten oder nordkoreanische Diktatoren sind. Da ist m.E. schon lange eine Grenze überschritten.
Und Sie meine, dass tagtäglich negativ über Trump berichtet wird hat nichts mit seinen Steilvorlagen zu tun die er via Twitter tausendfach in den Äther schickt? Kein Zusammenhang?!?

Sie haben recht, die Grenze ist längst überschritten. Aber meines Erachtens nicht bei den - durchaus aus negativ - berichtenden Medien sondern bei diesem Menschen der sich damit brüstet dass er alle "Pussys graben", dass er ohne Verlust des Ansehens Menschen erschießen kann, der Mexicaner per se als Vergewaltiger und Betrüger bezeichnet, der sich damit brüstet, keine Steuern zu zahlen... ach, die Liste ist zu lang als dass ich alles wiederholen müsste. Von den Lügen ganz abgesehen.

Wer sich in so polternder negativer Weise über andere Menschen und den Beziehungen zu ihnen äußert provoziert Gegenwind. Das ist doch das Geschäftsmodell von Herrn T. Ich frage mich ernsthaft, was das für Menschen sind, die das gut finden (sind ja zum Glück nicht so Viele in den Staaten). Die Aussage Medien seien unfair zu Trump ist doch deutlich zu trivial. Zumal er die ihm gut Gesonnenen (davon gibt es ja zahlreiche) durchaus auch nutzt um zu polarisieren. Ob absichtlich oder nicht kann man bei ihm nie so genau sagen.

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TscheffichheißeTscheff 08.05.2019, 12:46
76. Trump-Fans und -Gegner

sind sich doch zumindest in einer Sache einig: Trump ist ein Selbstdarsteller und gibt gerne ein bisschen an. Mancher mag das vielleicht sogar. Aber hier kommt die Frage: Wäre Trump ein eifriger Steuerzahler, der große Summen an den Staat überweist, hätte er das der Welt dann nicht schon hunderttausend Mal erzählt? Würde er seine Steuererklärung nicht in jede Kamera halten, die man ihm hinhält?

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Schartin Mulz 08.05.2019, 13:01
77. Die

Zitat von annoo
Und Sie meine, dass tagtäglich negativ über Trump berichtet wird hat nichts mit seinen Steilvorlagen zu tun die er via Twitter tausendfach in den Äther schickt? Kein Zusammenhang?!? Sie haben recht, die Grenze ist längst überschritten. Aber meines Erachtens nicht bei den - durchaus aus negativ - berichtenden Medien sondern bei diesem Menschen der sich damit brüstet dass er alle "Pussys graben", dass er ohne Verlust des Ansehens Menschen erschießen kann, der Mexicaner per se als Vergewaltiger und Betrüger bezeichnet, der sich damit brüstet, keine Steuern zu zahlen... ach, die Liste ist zu lang als dass ich alles wiederholen müsste. Von den Lügen ganz abgesehen. Wer sich in so polternder negativer Weise über andere Menschen und den Beziehungen zu ihnen äußert provoziert Gegenwind. Das ist doch das Geschäftsmodell von Herrn T. Ich frage mich ernsthaft, was das für Menschen sind, die das gut finden (sind ja zum Glück nicht so Viele in den Staaten). Die Aussage Medien seien unfair zu Trump ist doch deutlich zu trivial. Zumal er die ihm gut Gesonnenen (davon gibt es ja zahlreiche) durchaus auch nutzt um zu polarisieren. Ob absichtlich oder nicht kann man bei ihm nie so genau sagen.
Menschen haben den Hang, unfaire Mittel dann gutzuheißen, wenn sie gegen Menschen gehen, die sie selber nicht mögen.
Ich habe mich schon zu Wahlkampfzeiten darüber aufgeregt, und immer wieder die Frage gestellt, wie wäre das, wenn es anders herum wäre. Wie damals, als eine lebensgroße nackte Trumpfigur aufgestellt wurde, später die kleinen Trumpfiguren, die an den Stellen aufgestellt wurden, wo Hunde ihre Geschäft machen, dann der jetzt 2jährige Kampf, um Trump irgendwelche Manipulationen anzuhängen udn die Wahl rückgängig zu machen, die als Werk russischer Mainpulationen angesehen wird.
Drehen wir das um, sehen eine feiste nackte Hlillary-Figur, oder kleine Hillary-Figuren, die von Hunden bepinkelt wird, stellen uns vor, Clinton hätte die Wahl gewonnen und die Republikaner wären seitdem damit befasst, sie mit allen möglichen juristischen Mitteln aus dem Amt zu jagen, ihre Wahl als Verschwörung irgendwelcher Mächte darzustellen.
Nein, diesen Blick will keiner einnehmen. Wir sind ja auf der guten Seite und da ist alles erlaubt.

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draco2007 08.05.2019, 13:05
78.

Zitat von schwerpunkt
Ich fürchte, wir haben unterschiedliche Auffassungen von "beweisen". Bewiesen ist sowas für mich erst, wenn dies in einer Gerichtsverhandlung mit Schuldspruch abgehakt ist. Und als Wissenschaftler tue ich mich hart, selbst das als "Beweis" anzuerkennen (dort ist ein "Beweis" noch mal eine ganz andere Kategorie). Solange sind das für mich "Vorwürfe". Wie begründet auch immer. Und im Fall der "Smoking gun" (wenn Trump tatsächlich einen Menschen auf der Fifth Avenue erschießen würde): wenn DAS tatsächlich nicht instant zu einem Impeachment und einer anschließenden Verurteilung führen würde, würde ich definitv anerkennen, dass die Demokratie in den USA abschließend beendet ist. Dann würde es im vergleichsweise leicht fallen auch Wahlen abzuschaffen oder diese so zu reglementieren, wie es in eben Scheindemokratien der Fall ist, und gleichzeitig noch die Begrenzung der Amtsperioden auf 2 abzuschaffen. (dieser Gedanke geht mir tatsächlich schon seit längerem nicht mehr aus dem Kopf - das würde die ferne Hoffnung, dass es spätestens 2024 nur besser werden kann, völlig vernichten).
Ok, da gehe ich tatsächlich mit. Juristisch (nicht wissenschaftlich) ist es erst mit Gerichtsurteil bewiesen. Dann nennen wir es konkrete Indizien. Und seine Immunität schützt ihn vor jedem Gerichtsprozess

Ihre Hoffnung würde ich, wenn auch ungern, zumindest soweit in Frage stellen, dass 2024 Ivanka, Eric oder Trump Jr. an der Reihe wären die Trump-Dynastie weiterzuführen...
WENN Trump 2020 wiedergewählt wird, wird das meiner Meinung nach die Folge sein. Dann werden wir seine Kinder und Kindeskinder erleben, solange bis der amerikanische Wähler aufwacht.

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draco2007 08.05.2019, 13:08
79.

Zitat von HeisseLuft
"Bewiesen ist sowas für mich erst, wenn dies in einer Gerichtsverhandlung mit Schuldspruch abgehakt ist." Hm, nein, das ist nicht sonderlich plausibel. Nach einem Schuldspruch - eigentlich erst nach dem das Urteil rechtskräftig ist - ist amtlich festgestellt worden, dass die Beweislage für einen ebensolchen Schuldspruch ausreicht. Und das bedeutet nicht im Umkehrschluss, dass es vor dem Schuldspruch keine Beweise gegeben hätte. Kann es nicht, ein Schuldspruch basiert ja darauf. Bei Trump reicht die Beweislage nun anscheinend nicht - allerdings ist die Nachrichtenlage auch so, dass ihn tatsächlich vor allem sein Amt schützt. Es bedeutet mitnichten, dass es keine Beweise gäbe. Sie reichen nur gegenüber einem US-Präsidenten nicht.
Doch sie reichen, wie hunderte Ex-Staatsanwälte aussagen...
Nur muss erst impeached werden und das wird mit den Republikanern niemals machbar sein. Also bleibt er unanklagbar, egal was er macht.

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