Forum: Wirtschaft
Bericht der "Washington Post": Amazon soll keine Steuern auf Multimilliarden-Gewinn g
AP

Amazon soll einem Medienbericht zufolge prozentual weniger Steuern als die ärmsten 20 Prozent der US-Amerikaner gezahlt haben. Das Unternehmen kann sich das zweite Jahr in Folge über einen negativen Steuersatz auf Gewinne freuen.

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enfield 17.02.2019, 10:13
40. Sehrsehrgeil

Bezos scheint nun wirklich entschlossen, eine Rolle einzunehmen. Sein Blatt schreibt (kritisch) über sein Unternehmen. Sein Unternehmen kommt dabei nicht so gut weg aber noch weniger die Steuerpolitik Trumps bzw. der US-Regierung. Amazon wird die WP wohl nicht mit Klagen überziehen. Läuft bei Bezos und ich freue mich auf mehr davon.

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pmeierspiegel 17.02.2019, 10:14
41.

was für ein reißerischer artikel, ganz im claas r. stil.

vielleciht sollt eman sich mit grundzügen von bwl , steuerrecht (hgb, steuerbilanz oder wegen mir gaap) beschäftigen`
vielleicht sollte man auch einmal von keywörts wie verlustvorträgen, abschreibungen gehört haben. von ebit oder ebitda.

zuviel verlangt?

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effing 17.02.2019, 10:15
42. Das Problem ist nicht Amazon

Das Problem sind Länder wie Luxemburg, die Schweiz aber auch die Niederlande, Irland usw. Diese kleinen Steueroasen machen es in Europa unmöglich einen härteren Kurs in der Steuerpolitik zu fahren, da die Firmen dann eben dorthin abwandern. Diese Zwergstaaten sanieren sich dabei vortrefflich, auf Kosten der anderen Länder. Wie bereits viele andere Foristen bemerkt haben ist der kleine Bürger deshalb der Dumme und die Melkkuh der Nation. Den kann man viel einfacher greifen, er hat viel weniger (fast keine) Möglichkeit Steuern zu vermeiden und kann auch nicht so einfach seinen Wohnsitz (heißt: Leben) ins Ausland verlegen .

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herwescher 17.02.2019, 10:18
43. Heutzutage gibt es keine Umsatzsteuer mehr?

Zitat von hansgmueller
Früher gab es mal eine Umsatzsteuer, die könnte ja mal für Online-Handel wieder eingeführt werden. Aber wer das Geld hat, hat die Macht. Da wird sich auch in 100 Jahren nichts tun. Dem Normalbürger kann man am leichtesten Steuern und Abgaben aufbürden.
Vielleicht kennen Sie nur das Wort nicht:

Umsatzsteuer firmiert meist unter Mehrwertsteuer und beträgt für die meisten Produkte 19% ...

Der Endkunde zahlt also 19% auf den reinen Warenwert mehr und die Firmen führen diese an den Staat ab. Macht auch Amazon ...

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frenchie3 17.02.2019, 10:25
44. Amazon boykottieren ??

Ich kaufe viel bei Amazon. Noch vor zwei Jahren hab ich endlose Runden gedreht um bestimmte Artikel zu finden aber heute findet man nur noch Einheitsmampf oder es kostet ein Vermögen. Beispiel Rollladenmotor: in 50 km Umkreis der günstigste 165 Euro, Fernbedienung hoch/runter. Bei Amazon 85 und programmierbare FB, dazu hätte man für über 300 eine "Zentrale" zum Baumarktprodukt kaufen müssen. Ende vom Lied: den Sprit den ich auf der Suche verpulvern würde lasse ich vom Lieferdienst verbraten. Der Verkäufer war übrigens NICHT Amazon. Was also bringt es Amazon zu boykottieren, es trifft eh den falschen. Und so lange die Staaten Steuerschlupfkrater lassen handeln diese Firmen legal. Bin ich der Rächer der nicht bezahlten Finanzämter? Wer spürbar boykottieren will sollte seine Steuern nur unter Vorbehalt zahlen und wegen steuerlicher Ungleichbehandlung klagen. Und wer CDU wählt sollte sich auch bewußt sein daß er zum Wohlstand karaibischer Inseln beiträgt.

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herwescher 17.02.2019, 10:27
45. Von den Rieseninvestitionen, die Amazon tätigt ...

... fällt gleich ein Anteil an Abschreibungen ab. Das ist klar: Sobald ein Investitionsgut in Betrieb genommen wird, ist es weniger Wert und nutzt sich im Laufe der Zeit ab.

Wenn der Spiegel - wahrheitswidrig - von einem "Gewinn" schreibt, so ist das eigentlich ein "Überschuss auf Geschäftstätigkeit".

Von diesem werden die Verluste auf Abschreibungen abgezogen, so dass sich netto also ein Betriebsverlust ergibt. Auf Verluste noch Steuern zu zahlen, wäre hirnrissig ...

Das läuft hier so, in den USA und überall sonst auf der Welt ...

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kunibertus 17.02.2019, 10:29
46. In einem Urteil des BGH von 1965

heißt es: "Wer die Pflicht hat, Steuern zu zahlen, hat das Recht, Steuern zu sparen!" Die Sparmöglichkeiten werden von den politisch Handelnden bestimmt. Da brauchen wir uns gar nicht weiter aufzuregen. Das ist alles gewollt. Und wenn dann noch bekannt wird, dass sich die Ministerien externen Sachverstandes bedienen (müssen), um ihre eigenen Aufgaben zu lösen - für die sie ja angeblich hochqualifiziertes Personal besitzen - dürfte es kein Wunder sein, wenn die legalen Steuervermeidungsmöglichkeiten in die Gesetze eingebaut werden. Damit die externen Berater nicht so auffallen, werden sie manchmal auch als zeitweilige Mitarbeiter des Ministeriums geführt. Anschließend reisen sie dann durch die Lande und informieren in Seminaren, wie die von ihnen mit verfassten Gesetze zur Steuervermeidung ausgenutzt werden können.

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jj2005 17.02.2019, 10:31
47. Mehrwertsteuer differenzieren

Zitat von touri
Sie werden das Sterben der Einzelhändler nicht verhindern können, außer sie tun diese massiv subventionieren. Das Geschäftsmodell ist einfach nicht konkurrenzfähig zum Onlinehandel.
Eine höhere MWSt für Onlineverkäufe würde das Sterben der Einzelhändler effektiv (oder zumindest verlangsamen, ja nach Höhe der Differenzierung), denn die "Offliner" würden konkurrenzfähig. Gleichzeitig müssten die Onlineverkäufer kleinere Gewinnmargen akzeptieren, um wettbewerbsfähig zu bleiben.

Das Schöne an diesem Konzept: Es ist legal! Die EU verbietet uns recht viel, aber die Bundesregierung dürfte tatsächlich an dieser Schraube drehen, wie SPON eindrucksvoll dokumentiert hat ("Von Brot über Kinokarten bis zu Mauleseln gilt in Deutschland für zahlreiche Waren der ermäßigte Mehrwertsteuersatz von sieben Prozent", 2.8.17, http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/mehrwertsteuersenkung-die-vergessene-reform-a-1161095.html)

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singularitaet 17.02.2019, 10:31
48. Schuldige(r) gefunden

Zitat von touri
Weil ich über Amazon einfach und bequem einkaufen kann, das Bewertungssystem so ziemlich jede Kaufberatung im Laden schlägt und ich guten Support erhalte, wenn mit dem Produkt etwas nicht in Ordnung ist? Warum sollte ich Amazon die Schuld geben, wenn es unsere Politiker nicht schaffen wasserdichte Steuergesetze zu produzieren?
Genauso eine solche Einstellung ist es, die diese Auswüchse zunehmend ermöglicht: Hauptsache MIR geht es JETZT gut.
Und bloß keine gesellschaftliche Verantwortung übernehmen.

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outsider-realist 17.02.2019, 10:32
49. Zweck?

Was bezweckt Bezos mit dieser groß aufgemachten Meldung? Bezos gehört ja mehr oder weniger die Washington Post und hat wohl selbst entschieden, das Steuerschlupflöcher thematisiert werden.

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