Forum: Wirtschaft
Bericht des Wohlfahrtverbands: 12,5 Millionen Menschen in Deutschland sind arm
DPA

Die Armut in Deutschland ist dem Paritätischen Wohlfahrtsverband zufolge sprunghaft angestiegen. Seit der Wiedervereinigung geht sie Schere zwischen Arm und Reich immer weiter auseinander.

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Here Fido 19.02.2015, 16:01
110.

Zitat von Toe Jam
Ich widerspreche Ihren Aussagen in keinem Punkt, sehe das vielleicht noch viel ärger als Sie. Ich habe nur dargestellt, dass der in D verwendete Armutsbegriff vollkommen falsch definiert ist.
Egal wie der Armutsbegriff definiert ist - unstrittig gibt es eine Steigerung der Armut bei gleicher Armutsdefinition.

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kastenmeier 19.02.2015, 16:01
111.

Zitat von censored
a ja in großen Teilen (einfach aus Selbstschutz) b ja ein Teil ist arm (25% arbeiten im Niedriglohnsektor oder in den 90er gab 3 Tafeln und heute 1000) aber hier ist es immer noch besser als in ihren Herkunftsstaaten
Menschen, die wie Sie meinen, Ausländerfeindlichkeit "aus Selbschutz" sei legitim, die sind geistig so arm, dass eine marterielle Armutsuntersuchung entfallen kann.
Das wäre ja so, als würde man bei einem schrottreifen Auto den Reifendruck messen.

Was meinen Sie denn, mit Ihrer Haltung schützen zu können.

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maitrem 19.02.2015, 16:01
112. wie immer ein Vergleich von Äpfel und Birnen

während Selbständige (die sich eher in den rechten Säulen zu finden sind) das Vermögen für die Altersicherung brauchen wird der Wert von Rentenansprüchen nicht berücksichtigt. Wer mag, kann ja mal bei http://www.ypos-fp.de/rente/ nachrechnen, was seine Ansprüche wert sind.
Beipiel: bei einem 50 jährigen mit 800€ Rentenanspruch (also nicht gerade Spitzenverdiener) liegt das rechnerische Rentenvermögen bei 86T€.
Dann sieht die Welt gar nicht mehr so ungerecht aus...
... aber es jammrt sich nicht mehr so schön ...

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QuoVadis sociedad 19.02.2015, 16:02
113.

Die Sozialpolitik mit allen ihren historischen Errungenschaften rinnt uns wie Sand durch die Finger

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Darwins Affe 19.02.2015, 16:04
114. Statistiken?

1. Zitat: „Noch nie war die Armut so hoch in Deutschland.“ Na ja, in der Nachkriegszeit und in der DDR waren sicherlich alles Krösuse. 2. Nach der Logik der Studie bleibt die Armut gleich, auch wenn man die Einkommen aller Bürger verdoppelt. 3. Komisch, dass Erwerbslose nicht das Doppelte verdienen wie Berufstätige. 4. Im Hinblick der Alleinerziehenden: Soll der Staat wieder die Ehescheidung verbieten? 5. Im Hinblick auf Bildungsabschluss: Welche Bundesländer weisen die schlechtesten Ergebnisse der Pisa Studien auf: Ja genau die sog. armen Bundesländern.

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Mans Heiser 19.02.2015, 16:08
115.

Zitat von Heinzi Heinz
Für mich ist Armut nicht weniger als 60%, sondern eben nicht genug zu haben für Nahrung, Wohnraum und Kleidung. Nicht mehr arm ist, wer zusätzlich noch genug hat für die in seiner Zeit gesellschaftliche wichtigen Dinge: Heute Fernseher, Bücher, Computer, vielleicht auch ein Handy. Der Armut komplett entronnen ist, wer sich ein Auto und gelegentlich einen Urlaub leisten kann.
Wir leben in einer Gesellschaft, und nicht mehr an ihr teil nehmen zu können ist auch arm. Dazu zählt auch, trotz Arbeit als "Verstoßener", sprich Sozialhilfeempfänger, zu darben, ohne Zukunft.

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Pfaffenwinkel 19.02.2015, 16:09
116. Und das ist erst der Anfang

Denn wenn die nächste Generation in Rente geht, wird es brutal werden.

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cabeza_cuadrada 19.02.2015, 16:09
117. Fachlageristen

Zitat von brdistmist
Ich unterhalte mich mit meinen Auszubildenen immer wieder über diese Thema. Erstens haben diese sehr viel Angst vor der Zukunft verbunden mit Resignation. Die Ausgebildeten Fachlageristen bekommen nach Ihrer Ausbildung entweder den .......
Dieser Job wurde früher von Anlernkräften gemacht. Heute gibt man den jungen Leuten das Gefühl damit einen Beruf zu erlernen. Das böse Erwachen kommt dann später wie sie beschreiben.

Gleiches gilt übrigens für viele neue "Ausbildungsberufe".

Fachmann für Systemgastronomie z.B.

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kastenmeier 19.02.2015, 16:10
118.

Zitat von humble_opinion
Und was wäre, wenn es sich "nur" um die Hälfte handelte? Ginge es den dann ~ 6 Mio Armen einen Deut besser? Was wollen Sie uns sagen?
Sehr richtiger Einwand! Egal um welche Missstände oder Ungerechtigkeiten es geht, stets hat man das Gefühl, es braucht eine "Mindestbetroffenenzahl", um relevant zu sein.
Dass jeder einzelne das Recht hat, mit seinem Wohl von Interesse zu sein, geht dabei leider oft unter.
Der Umkehrschluss ist deprimierend:
Jeder, der unter einem durch Politik oder Gesellschaft lösbaren Problem leidet, muss hoffen, dass es möglichst vielen (am besten WählerInnen) genauso scheiße geht - anderenfalls ist er verloren.

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opaschowski 19.02.2015, 16:14
119. da wird einem schlecht

wenn man die grausigen kommentare hier liest, die die kredite an griechenland für die armut in deutschland verantwortlich machen. deutschland ist immer noch eines der reichsten länder der erde. das vermögen ist nur ungerecht verteilt, nicht, weil die menschen zu faul zum arbeiten sind. sondern, weil eine ganz kleine elite horrende summen gehalt bezieht (das sie nicht ausgeben, sondern in den finanzmarkt stecken, um noch mehr knete zu machen) oder zu niedrig besteuerte erbschaften einheimst.

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