Forum: Wirtschaft
Bericht des Wohlfahrtverbands: 12,5 Millionen Menschen in Deutschland sind arm
DPA

Die Armut in Deutschland ist dem Paritätischen Wohlfahrtsverband zufolge sprunghaft angestiegen. Seit der Wiedervereinigung geht sie Schere zwischen Arm und Reich immer weiter auseinander.

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sagmalwasdazu 19.02.2015, 14:42
20. 12,5 Millionen Menschen in Deutschland sind arm...

Was bedeutet, dass diese 12,5 Millionen schon mal nicht an einem von der Finanzmafia zu befürchtenden
" Bankrun " mangels Masse teilnehmen werden.
Die Quote muss dringlichst gesteigert werden.


Der Stresstest der Banken ergab genau diese Vorgabe !

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brdistmist 19.02.2015, 14:48
21. Alles ist gut!

Ich unterhalte mich mit meinen Auszubildenen immer wieder über diese Thema.
Erstens haben diese sehr viel Angst vor der Zukunft verbunden mit Resignation. Die Ausgebildeten Fachlageristen bekommen nach Ihrer Ausbildung entweder den Mindestdumpinglohn...oder "vieleicht" etwas mehr. Ich frage mich, wie die sich eine Zukunft Aufbauen sollen?
Kein Geld für einen Führerschein, schon gar nicht für ein Auto...von einer Familie zu Gründen sprechen die erst gar nicht.
Die wissen schon jetzt, das die kein Geld für die Altersvorsorge haben, und wie Ihre Rente (wenn überhaupt) aussieht nach 45 oder mehr Beitragsjahren bedeutet jetzt schon für viele ein Leben in Armut.
"Die Armut in Deutschland ist sprunghaft angestiegen. Seit der Wiedervereinigung geht sie Schere zwischen Arm und Reich immer weiter auseinander."
Das Sprunghafte geht seit einführung von Hartz 4 schon los. Das Ungleichgewicht der Vermögensverteilung (welches ja da ist) führt dazu, das immer mehr Menschen am Existensminimum Leben müssen (trotz Arbeit). Es wird Zeit das Vermögen umzuverteilen. Es muss dringends das Bedinungslose Grundeinkommen (statt Wirtschaftssubventionen und Aufstocker) kommen.
Die Wirtschaft will nicht mehr für Arbeit gerecht Bezahlen, also sollte das Geld an denen gehen die damit auch umgehen können...und wie wir wissen, kann die Wirtschaft das nicht!.

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censored 19.02.2015, 14:49
22.

Zitat von Binideppert?
...man auf einen Schlag alle Einkommen in Deutschland verhundertfachen würde, wären immer noch 12,5 Mio. arm. So ist das mit der relativen Armut. Solche Berichte sind eine Verhöhnung der Milliarde Menschen, die wirklich arm sind und in Not und Elend leben!
man muss die relative Armut bei uns als Maßstab nehmen,weil arm im besonderen ausgegrenzt aus der Gesellschaft heißt und das ist eben bei 60 % des mittleren Einkommens.Wenn arm heißt zu hungern und in der Höhle zu wohnen ist unsere Gesellschaft schon längst implodiert.

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pom_muc 19.02.2015, 14:50
23.

Zitat von joG
....als 4 Köpfige Familie unter $ 23,500 Einkommen hat. Da scheint mir Deutschland nicht besonders sozial.
In D beginnt die Armut bei umgerechnet 25.622 Dollar. In den USA dürfen Sie noch 10% WENIGER verdienen bevor man Sie als arm bezeichnen würde.

Ob ein Land dann "sozial" ist hängt nach der Definition der meisten Foristen aber nicht davon ab wann man jemanden als "arm" definiert sondern welche Hilfe man ihm gewährt.

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Aguilar 19.02.2015, 14:53
24.

Zitat von alternativloser_user
Wenn die Armen immer ärmer und die Reichen immer reicher werden, dann kann die Lösung dafür eigentlich nur Umverteilung von Reich zu Arm heissen. Jedenfalls wenn man in einer Solidargemeinschaft wie Deutschland lebt. Erreichbar wäre das z.b. durch eine Anhebung des Spitzensteuersatzes und wenn alles was Einkommen ist auch wie Einkommen besteuert würde. Z.b. Einkommen aus Vermögen (Zinsen, Aktiendividenden usw.) Und die dadurch gewonnenen Mehreinnahmen an Steuern könnten über Transferleistungen dann an die Armen der Gesellschaft gelangen. Man könnte auch über ein Bedingungsloses Grundeinkommen für alle Nachdenken oder über eine Erhöhung des Mindestlohns. Und wenn man dann noch die Arbeitslosigkeit bekämpfen will, könnte der Gesetzgeber hingehen und die maximale Wöchentliche Arbeitszeit auf z.B. 30 Stunden festlegen. Unternehmen wären dann gezwungen statt 3 Leuten die was erledigen, 4 Leute dafür einzustellen. Schon wären weniger Leute arbeitslos was gleichzeitig auchnoch den netten Effekt hätte, dass die staatlichen Ausgaben für Arbeitslose sinken würden. Dank kürzerer Arbeitszeit nähmen Krankheitsbedingte Ausfälle (Stress, Burnout, etc. ) ebenfalls ab und die Arbeitnehmer wären sogar Produktiver. Die Exporte würden zwar vermutlich etwas sinken wenn die Löhne steigen, da die Produkte dann tendentiell teurer werden, aber da die armen Leute fast nichts sparen, sondern alles ausgeben, würde die Binnenkonjunktur steigen wovon alle in Deutschland profitieren. Aber umsetzbar ist das ganze vermutlich eh nicht, da man ja so die Gewinne der Reichen etwas verringern würde. Und sobald die was abgeben sollen bzw. ihr Einkommen verringert sehen, dann wird fleissig Stimmung dagegen gemacht bis die restlichen 90% der Bevölkerung denen das was nutzen würde, ebenfalls dagegen sind.
Es ist möglicherweise gar nicht notwendig, die Spitzensteuersätze zu erhöhen, wobei dies sicher die einzige legale Form der staatlichen Einflußnahme wäre. Bei Tarifverhandlungen könnten die Forderungen für die unteren Lohngruppen höher ausfallen als für die oberen Lohngruppen. Die Wirtschaft könnte einmal darüber nachdenken, ihre Manager sorgsam auszuwählen, diese - wie früher üblich - länger an die Firmen zu binden und geringere Managergehälter zu zahlen. Richtig ist der Einwand, mehr Leute einzustellen. Tatsächlich ist es gegenüber der Vergangenheit, wo jede Stelle geschätzt 1,3-fach besetzt war - heute so, daß jede Stelle geschätzt 0,9 fach besetzt ist. Und vielleicht sollte man einmal darüber nachdenken, ob weniger Wachstum, wirtschaftlich und bevölkerungsmäßig nicht eine Überlegung wert sind.

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TangoGolf 19.02.2015, 14:57
25.

Zitat von vogel0815
Ich verstehe nicht, wieso man sich bei 892€ Monatseinkommen überhaupt morgens aus dem Bett bewegt? Also es gibt doch schöneres als Arbeit... Schön Ausschlafen z.B.
für viele Menschen ist eine Aufgabe das wichtigste. Dass Sie das nicht verstehen, lässt tief blicken.

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udo7777 19.02.2015, 14:57
26. Interessiert kein

die arbeitende Bevölkerung geht brav für ihren Hungerlohn arbeiten. Keiner regt sich auf und wählt Merkel & Co. Den Leuten gehts doch gut. Hab noch kein Demonstrieren gesehen um auf diese Misere aufmerksam zu machen. Statt dessen regt man sich über ungelegte Eier auf und rennt zur Pegida etc. Wir sind wirklich arm. Nicht nur auf dem Konto!

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btccryptocoin 19.02.2015, 14:58
27. was für ein Blödsinn...

Zitat von darkmattenergy
...in unserem Land geblieben, wäre dieser Beitrag gegenstandslos oder ganz erheblich erfreulicher für die Armen unseres Landes ausgefallen.
Es hätte sich nichts geändert. Die Armen haben numal keine Vermögen und diese dann auch noch in Griechischen Anleihen. Ferner zahlen sie auch keine Steuern und die Einkommen/ Bezüge sind festgelegt auf einem Niveau das das Leben "sichert" nicht aber um davon Rücklagen zu bilden.

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Celestine 19.02.2015, 14:59
28.

Am letzten Dienstag, also vorgestern, gab es auf arte ab 20.15 Uhr das Programm "Abstieg oder Fall? Die französische Mittelschicht" in drei Folgen, gefolgt von "Boatpeople vom Genfer See", über die französischen Grenzgänger, die pendeln, weil sie in der Schweiz arbeiten. Diese Sendungen gibt es auf arte als Video. Sehr empfehlenswert! Die untere Mittelschicht gerät immer mehr in Bedrängnis, und das Problem gibt es hier in Deutschland genau so.
Darüber redet man nicht, die Menschen schämen sich, kämpfen sich durch und/oder leben von der Substanz, in vielen Fällen noch mit Unterstützung der Eltern. Es ist keine Armut im herkömmlichen Sinne, aber wenn man nur noch die Miete und die Ernährung bezahlen kann und darüber hinaus so gut wie kein Geld noch da ist, geht es um eine essenzielle Einschränkung der Lebensgestaltung, jedenfalls nach den bisherigen Vorstellungen in verfassungsgemäß geregelten sozialen Gesellschaften wie Deutschland.

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pom_muc 19.02.2015, 15:00
29.

Zitat von mali123
Ach Quatsch! Uns geht es doch gut, sagt die Mutti. Und Mutti ist die Beste. Sie weiß schließlich wie es dem kleinen Bürger da unten geht. Mir geht es auch gut, geradezu phenomenal, weil ich nach einem fünfjährigen Studium vom Arbeitsamt in eine Maßnahme gesteckt worden bin und ein gratis Praktikum in einem privaten Betrieb mache, das der Steuerzahler bezahlt. Uns geht es gut.
Das erinnert mich an die griechische Englisch-Übersetzerin die kürzlich im TV zu sehen war.

Wir wissen seit 10 Jahren dass findige Wissenschaftler und Ingenieure an Programmen zur automatischen Übersetzung arbeiten und große Fortschritte machen.
Trotzdem haben wir allein in D noch hunderttausende Sprachstudenten auf den Universitäten die alle glauben auch in den 40 Jahre nach Studiumsabschluss von Arbeitgebern nachgefragt zu werden.

Ich studiere was mir Spaß macht und schimpfe später daß kein Arbeitgeber mich bezahlen will ist kein funktionierendes Konzept!

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