Forum: Wirtschaft
Berichte von Telekom-Kunden: Web-Flatrate für Seniorin ohne PC

Rechnungen für nie erbrachte Leistungen, Hotline-Chaos - oder einfach gar keine Reaktion: SPIEGEL-ONLINE-Leser haben mit dem Service der Deutschen Telekom schon einiges erlebt. Hunderte reagierten auf einen Leser-Aufruf - und nur wenige hatten Positives zu berichten.

Seite 2 von 14
FrankH 06.02.2008, 18:22
10.

Eines der Extrem-Beispiele möchte ich doch zum besten geben:

Meinem 84jährigen Vater wurde telefonisch ein DSL-Anschluss aufgeschwatzt, "natürlich" mit Rückgaberecht. Hat er dann nach Rücksprache mit mir umgehend veranlasst, "natürlich" wurde trotzdem abgebucht, es brauchte so irgendwo zwischen 30-40 Telefonate, um die Abbuchungen zu stoppen und eine Gutschrift zu erwirken. Als er die dann selbständig mit der nächsten Rechnung verrechnete, gabs Mahnungen - telefonische Beschwerden wurden beantwortet mit: "ja, Sie haben ja recht, ich kümmere mich darum" - was dann zu weiteren Mahnungen und letztlich zur Anschlusssperrung führte, der Telekom liebstes "Werkzeug". Dauerte dann nochmal 2 Wochen mit Anwaltsdrohung, um das wieder freizubekommen und endlich (!) zu verrechnen.

Eien Entschuldigung der Telekom??? Ich glaube, die hätte ich eingerahmt; ich denke, die haben keine Textvorlagen für soetwas...

Beitrag melden
FrankH 06.02.2008, 18:25
11.

Zitat von HuFu
Kann mich tatsächlich NICHT über die Telekom beschweren. DSL läuft seit etlichen Jahren problemfrei. Gab es mal einen Ausfall (kann ich an einer Hand abzählen) dann wurde das ansich immer recht fix geregelt (inkl. Technikeranruf NACH den üblichen Geschäftszeiten und am Samstag!)! Allerdings hörte ich von Arcor recht dubiose Dinge in Bezug auf Kundenservice und auf Zensur! Gerade die Zensurgeschichte ist in meinen Augen um einiges interessanter als die einzelnen Problemchen der einzelnen User liebe SPON! DA solltet ihr mal von berichten!
Wow, DSL läuft, da ist die Telekom ja richtig klasse. Es geht ja auch weniger um die Technik als um den sogenannten Service drumherum. Entweder gehören Sie zu den o,x% Ausnahmen oder sind Telekommitarbeiter. Würde mich überhaupt nicht wundern, wenn die sich hier zuhauf mit Lobliedern melden - statt Reklamationen zu bearbeiten.

Beitrag melden
tragigcomix 06.02.2008, 18:27
12.

Vor einigen Wochen wurde ich von einer Dame der Telekom (oder eines von der Telekom beauftragten Call-Centers) angerufen, die mir eine Ermäßigung meiner monatlichen Grundgebühren vorgeschlagen hat.
Zunächst habe ich arglos einer geringeren Grundgebühr zugestimmt (da hat ja normalerweise keiner was dagegen), dann aber realisiert, dass dies einem mündlich neu abgeschlossenen Vertrag bzw. einer Veränderung des bestehenden Vertrages gleich kommt, mit allen Konsequenzen wie neue Kündigungsfristen usw., wovon diese Dame allerdings kein Wort gesagt hatte.
Diese Art der „Bauernfängerei“ fand ich zutiefst widerlich. Dies beinhaltet für mich auch den Antrieb zur Neuorientierung bezüglich meiner Telefonversorgung, was nach Auskunft meines Internet - Providers (nicht Telekom) in Kürze für mich möglich sein wird.
Entsprechende Schritte werden von mir in die Wege geleitet.
Der Telekom laufen nach Medienberichten die Kunden in Scharen davon – wen wundert das?

Beitrag melden
mo-ma 06.02.2008, 18:28
13.

Es wäre seitenfüllend, wollte ich alles wiedergeben, was uns mit der Telecom so passiert ist. Nur eines: Man hüte sich, bei dem telefonischen Angebot eines neuen, "supergünstigen Tarifs" auch nur einmal das Wort "Ja" in irgendeinem Zusammenhang, der nichts mit dem Angebot zu tun hat, in den Mund zu nehmen. Wir hatten nur schriftliches Material angefordert. Was wir bekamen, war ein neuer Tarif, den wir nicht wollten. Trotz sofortiger telefonischer Intervention wurde der neue Tarif geschaltet. Auch eine schriftliche Kündigung wurde ignoriert. Irgendwann war dann das Telefon tagelang einfach abgeschaltet. Wir haben in endlosen Warteschleifen Stunden am Mobiltelefon verbracht. Wir haben uns angehört, wie Leid es den Angesprochenen tue. Entnervt bei der Beschwerdestelle angelangt, hat man dort nach zwei, drei Sätzen einfach aufgelegt. Und das nicht etwa, weil einem die Sicherung durchgebrannt wäre, nein, einfach so. Vielleicht kommt ja doch noch der Tag, an dem auch ein Dienstleister wie die Telecom erkennt, dass Kundenpflege sehr nützlich sein kann.

Beitrag melden
szene-watch 06.02.2008, 18:29
14.

Stellen Sie sich vor, Sie ziehen in eine neue Wohnung. Glücklicherweise Telekom frei, gibt es dort einen Hansenet Internetanschluß und zusätzlich nehmen Sie Kabel Deutschland für Telefon und weiteren Internet Anschluß dazu über nicht benötigtes Fernsehkabel. Und was passiert? Genau, die Telekom sendet Ihnen eine Rechnung für einen neuen Anschluß zu. Ich kann das alles garnicht glauben.

Beitrag melden
madamef 06.02.2008, 18:30
15.

Nach der Privatisierung hat man bewährte Hierarchien vernichtet. "Spitzenmanager" von außen wurden dazugeholt, jeder bekam natürlich seine Pfründe. Gearbeitet wurde aber nicht mit- sondern gegeneinander . Ausbaden mussten es die vielen Mitarbeiter, die vorzeitig gehen mussten, schlechtere Konditionen erhielten usw. usw.
Durch Stellenabbau steigt vielleicht der Börsenkurs, aber nicht der Service! Oben wird Geld verzockt und unten werden die Mitarbeiter entlassen ( Das soll jetzt auch bei der WestLB geschen - nachdem diese Spitzenmanager circa 2 Milliarden verzockt haben

Beitrag melden
garfield 06.02.2008, 18:33
16.

Ehrlich gesagt, seitdem ich den "Service" einiger Alternativanbieter kennengelernt habe, habe ich im Stillen beim rosa Riesen zumindest teilweise Abbitte getan.
Die Konkurrenz hatte wenigstens den heilsamen Effekt, dass sich der Service der Telekom gegenüber früheren Zeiten zumindest für mich doch merklich verbessert hat (hätte vor 10 Jahren nie geglaubt, mal so was zu schreiben).
Ich hatte irgendwann keinen Bock mehr, mich bei 01805-er "Service"nummern mit teurer Hinhaltemusik berieseln zu lassen und danach nur inkompetente Leute an der Strippe zu haben und mir Zusagen anzuhören, von denen dann später niemand mehr was wußte.
Bisher klappte es bei der Telekom recht vernünftig, und wenn mal eine Servicehotline anzurufen ist, ist das wenigstens eine 0800-Nummer (eine Rarität in der Servicewüste Deutschland).
Also, Daumen gedrückt und toi, toi, toi.

Beitrag melden
schindelbeck 06.02.2008, 18:34
17.

Ich bin seit Jahren Kunde der Telekom, intensiver ISDN und später DSL-Nutzer, und habe keinerlei Grund zum Wechsel.

Wenn bisher gelegentlich Probleme aufgetreten sind, so konnten die immer flott über die technische Hotline gelöst werden. In der Regel war dort schnell jemand an der Leitung und erfreulicherweise wurde mir immer kompetent geholfen.

Wenn ich Horrorgeschichten von Mitbewerbern der Telekom höre (speziell zum Beispiel die unverschämt teuren und inkompetenten Hotline-"Hilfen" - die im Ernstfall jeden Kostenvorsprung ruck-zuck zunichte machen) oder live miterlebe, wie mir jemand sein Leid im Umgang mit Arcor klagt, weil er kafkaeske Situationen erlebte, bis er nach Wochen endlich zu seinem Internetanschluss kam ("ich weiß einfach nicht mehr, was ich noch machen soll..."), dann fühle ich mich nach wie vor bei der Telekom ausgesprochen gut aufgehoben.

Vielleicht habe ich bisher nur Glück gehabt...

Frank Schindelbeck

Beitrag melden
Peter Payne 06.02.2008, 18:34
18.

Eigentlich dachte ich, diese Telekom-Bashing sei schon seit ein paar Jahre vorüber. Aber so irrt man sich und feiert sein Revival.

Das sind meiner Meinung nach Einzelfälle. Begründung:

1) Ich bin seit ich Internet habe, also seit Ende der 90er Jahre Telekom-Kunde und hatte selten ein technische Problem. Anderen Bekannten ging es auch so. Ich hör immer nur Geschrei wie z.B. "mein O2-DSL ist mal wieder down"...

2) Ich hatte in den Jahren (hier in München) 2 Verbindungsstörungen und einmal war die Firmware des Routers wohl veraltet und der fuhr nicht mehr hoch. In allen drei Fällen hatte ich einen freundlichen, schnelle, kulanten Service. Man sagte mir freundlich, wann genau die Störung vorbei sei und das war sie dann auch. Statt eines Firmwareupdates schickte man mir einen neuen Router.

3) Qualität: Die Leitungen sind schnell und stabil. Die ausgelieferte Hardware ist zuverlässig (natürlich mit Ausnahmen) und Markenware. Bei anderen Anbietern bekommt man Fritzboxen, die die im Artikel genannte Oma wohl zum Marmeladekochen benutzt hätte.

Qualität kostet halt hier und da etwas mehr.

4) woraus viertens folgt: wer weniger zahlen will und nur auf die böse Telekom schimpft, der darf von mir aus sehr gern zur alles im Griff habenden Konkurenz gehen. Der darf dann dort zig Euro für einen viel viel viel viel besseren Service ausgeben und dait gerne sein monatliches Gespartes wieder reinholen, die Oma wird sich freuen - bleibt weniger für die Enkel übrig.

Ich glaube einfach, in den letzten Jahren hat nieman mehr für Service etc. getan als der böse rosa Riese. Schaut euch doch Freenet, Arcor, Vodafone und den ganzen Mist an. Da ist höchstens was für die Leute dabei, die einmal im Jahr ihre Mails checken.

Diese Leute regen sich jetzt hauptsächlich auf - und haben oft keine Ahnung.

Auf ein paar weitere Jahre stabiler, leistungsstarker, freier Internetnutzung.

olé!

Beitrag melden
Bruno1st 06.02.2008, 18:38
19.

Ich habe vor einigen Monaten einen 2 Jahres Vertrag bei der Telekom abgeschlossen. Dabei hieß es, wenn ein günstiger Tarif herauskommt, kann ich in diesen wechseln. Inzwischen gibt es schon länger einen günstigen Tarif - doch der ist NUR für Neukunden, die bekommen sogar noch 50,- dazu - Ersparnis in 2 Jahren 170,- € (50,- plus (5,- * 24 Monate).

Der Telekomservice empfiehlt mir die Werbung abzubestellen, wenn sie mich ärgert - gegen die Flyer im Briefkasten hilft das auch nicht - und nach Vertragsende zu wechseln.

Das die Telekom hier die Bestandskunden vor den Kopf stößt und beweist, nichts von Marketing zu verstehen interessiert nicht. Dabei ist das Anwerben von Neukunden sehr teuer. Es sol inzwischen sogar regelrechte Kundenkreise geben, die regelmäßig wechseln, der Vermittler kassiert die Provision und dann halbe-halbe.

Zumindest ist die Struktur der Telekom die gleiche geblieben, wie früher als Post-Behörde. Keine Antwort geben, ausweichen, am Thema vorbei schreiben und dann alles aussitzen.
Für mich ist das die aktive Zerstörung des Vertrauensverhältnisses zum Kunden und damit der Geschäftsbasis der Telekom - die nur durch die letzte Meile noch das "Monopol" hat.
Das die Telekom eine eigene Billigmarke betreibt, zeigt deutlich, wie viel die Telekom einnimmt - oder wird der Billiganbieter subventioniert ?

Beitrag melden
Seite 2 von 14
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!