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Berichte von Telekom-Kunden: Web-Flatrate für Seniorin ohne PC

Rechnungen für nie erbrachte Leistungen, Hotline-Chaos - oder einfach gar keine Reaktion: SPIEGEL-ONLINE-Leser haben mit dem Service der Deutschen Telekom schon einiges erlebt. Hunderte reagierten auf einen Leser-Aufruf - und nur wenige hatten Positives zu berichten.

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lightyjoe 06.02.2008, 21:33
80.

Schön, dass man hier mal Dampf ablassen darf.
Meine Telekomgeschichte geht so: Es ist eigentlich gar keine Telekom-, sondern eine T.com aber vielleicht auch eher t-online-Geschichte. Mit dieser Unterscheidung fängt sie jedenfalls an.
Aber eigentlich fängt sie schon vor einem halben Jahr an. Da tauchte plötzlich die Grundgebühr für den t-online eco-tarif auf. Immerhin 4,19 monatlich. Den Vertrag hatten wir aber schon seit über einem Jahr gekündigt. War längst abgestellt und aus. Plötzlich gab es aber wieder diesen Rechnungsposten
Wir haben dann monatelang mit Telekom - ääh T-com - und t-online (die ja NICHTS miteinander zu tun haben!! - O-Ton Hotline) versucht, das Problem zu klären. Anrufe, Faxe, Briefe alles blieb erfolglos (bemerkenswert: man kann t-online keine emails schicken.)
Höhepunkt Weihnachten 24.12.2007, morgens im Briefkasten: Mahnung eines Precall-Anbieters. Dem fehlten 2 Euro irgendwas und die hat er per Inkassounternehmen eintreiben lassen. Kosten: 19 Euro. Die haben wir sofort bezahlt. Mit solchen Leuten ist ja nicht zu spaßen. Frohe Weihnachten.
Es stellte sich heraus, dass die ausdrücklich für den eco-tarif abgezogenen 4,19 plus MwSt von T-com offenbar bei beliebigen Posten verrechnet wurden und sich dadurch bei einigen Precall-Anbietern kleine, aber eben offene Summen angesammelt hatten - von denen wir nichts wussten.
Ein Anbieter hat mich wohl deswegen aus seiner Kundenliste gestrichen. Ich bin auf seiner Nummer gesperrt.
Nun aber zum guten Ende: Vorgestern, nach all den Briefen, Faxen, Anrufen, Bitten, Drohungen und Flehen erhielten wir eine GUTSCHRIFT! Über 22 Euro gabs zurück. Kommentarlos, ohne Erläuterung. Was da erstattet wurde, woher das Problem kam, welche Posten möglicherweise noch offen sind; keine Ahnung. Ich weiß nur eins: ich ruf da nicht mehr an.

Danke, dass ich das mal aufschreiben durfte. Das hilft.

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dphone 06.02.2008, 21:53
81.

Interessanterweise hab ich die Erfahrung gemacht, daß rund um diesen ominösen Telekom-Streik vieles besser wurde. Ich hatte mich für einige Bekannte um Neuanschlüsse gekümmert und bin recht schnell und unkompliziert versorgt worden.

Bestätigen kann ich aber auch den Umstand, daß es mittlerweile fast unmöglich ist, im Vorfeld eines Abschlusses Informationen zu bekommen. Jeder Bearbeiter versucht während seines Gespräches etwas vertragsrelevantes zu erreichen. Liegt wohl im Erfolgs-Provisionssystem der Call-Center.

Das führte bei Vodafone z.B. schon mal dazu, daß Vertragsänderungen ohne Kundenkennwort durchgezogen wurden

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Raysy 06.02.2008, 21:53
82.

Wenn man zu privaten Anbietern wechselt, hat man u.U. die selben Probleme (nur i.d.R. niedrigere Preise). Man liest viel von Senioren, denen was aufgeschwatzt wird, von inkompetenten Hotlinern, von bizarr langen Kündigungsfristen. Oder unerwünschte Werbeanrufe: Tele2 wurde meines Wissens schon mindestens 3 Mal zur Zahlung von mindestens 100.000 € gezwungen, weil Verbraucherzentralen sie wegen Telefon(werbe)belästigungen verklagten.

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rzufall112 06.02.2008, 21:55
83.

Bei meine verrenteten Vater war der DSL-Zugang außer Gefecht, das Telefon funktionierte noch.
Ich habe die Störung via web-Formular gemeldet. Eine viertel Stunde später hatte ich einen Mitarbeiter der Telekom am Telefon der sich erkundigte ob er jetzt jemanden vorbei schicken könnte. Leicht überrascht habe ich zugestimmt, aber Bescheid gesagt das der Mitarbeiter ein wenig Geduld nach dem Klingeln haben sollte, da mein Vater nicht mehr so gut zu Fuß sei. Weitere 15 Minuten später war der Mitarbeiter vor Ort, hat zuerst den DSL Router geprüft (der war in Ordnung) und dann Bescheid gesagt das er einen Verteiler auf der Straße prüfen müsste. Ca. 10 Minuten später war er wieder da und hat sich noch davon überzeugt das alles funktioniert und fertig.

Alles in allem, super Service, klasse Koordination (Internet-Callcenter-Außendienst) und schnell. Was will man mehr?

PS: Ich haben meinem Vater danach vom Wechsel zu 1 und 1 abgeraten :-)

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chesster 06.02.2008, 22:09
84.

Zitat von sysop
Rechnungen für nie erbrachte Leistungen, Hotline-Chaos - oder einfach gar keine Reaktion: SPIEGEL-ONLINE-Leser haben mit dem Service der Deutschen Telekom schon einiges erlebt. Hunderte reagierten auf einen Leser-Aufruf - und nur wenige hatten Positives zu berichten.
Oh wie langweilig!
Télekom-bashing kommt immer wieder gut an.
Dabei ist die Sache doch ganz einfach.
Heutzutage kann jeder jederzeit zu einem diese großartigen
Wettbewerber wechseln.
Glückwunsch allen die es ausprobieren. Ich habe es übrigens auch getant und durfte feststellen, daß die auch nur mit Wasser kochen. Einige von denen höchsten mit lauwarmen Wasser.
Unterm Strich scheint mir diese Geschichte genau so auszugehen wie Privatfernsehen. Wer es sich antut hat schon verloren.

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helgegroßklaus 06.02.2008, 22:13
85.

Ich kann den Bericht nur bestätigen. Ich habe die Anschaffung eines DSL-Anschlusses genutzt, um der Telecom endgültig "tschüss" zu sagen. Der Platz hier reicht nicht, um zu beschreiben, wieviel Chaos ich mit der Telecom erlebt habe. Nach vier Umzügen, im Telecom-Sprachgebrauch als Standortwechsel bezeichnet, kann ich nur eins sagen: NIE WIEDER TELECOM!
Als Beleg sei nur eine Absurdität genannt: Wenn ich in meinen alten T.-Rechnungen blättere, was ich gerade tue, stoße ich auf folgenden Text: Überschrift: Ihre Rechnung, darunter: Datum 20.12.06, darunter in großer Schrift: Ihre Rechnung für Januar 2007. Dazu kann ich nur eins sagen: Hä??? Die T. schreibt mir am 20.12.06 eine Rechnung für Januar 2007??? Geht's noch, Herr Obermann? Oder sollte man doch lieber mal die freundlichen Herren mit den weißen Kitteln vorbeischicken?

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alzaimar 06.02.2008, 22:14
86.

Zitat von renek85
Ein Kunde ist verpflichtet die Rechnung zu prüfen! Wenn er das jahrenlang nicht macht ist er selbst schuld!
Stimmt, es bleibt aber dabei, das die Telekom eine Leistung in Rechnung stellt, die es erstens nicht gibt und zweitens nicht erbracht wurde.

Kann passieren?
Erste Frage: Wie? Wenn es die Artikelnr gar nicht gibt?
Zweite Frage: Warum? Wenn die TCom so gut ist?

Die TCom hat eine Abrechnungssoftware, die fehlerhaft ist und imho einer ernsthaften Prüfung nicht standhält. Oder wie erklären Sie sich die Fehler?

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don-berlin 06.02.2008, 22:15
87.

Zitat von Boone
Ich persönlich glaube, dass es die untere bis mittlere Managementebene ist, die den Konzern ruiniert.
Oh wie recht du doch hast !!!
Kämpfe schon seit Jahren gegen diese Nichts- und Niemandem-nutzende graue Masse, die nicht den blassesten Schimmer von täglichen Kundensorgen, perfekt funktionierenden Abläufen und qualitativ hochwertiger Arbeit haben, es ist zum KOTZEN !!! Und dabei gibt es noch eine grosse Anzahl wirklich engagierter, hochqualifizierter und immer alles versuchender Mitarbeiter, nur: die Demotivation steigt und steigt von Jahr zu Jahr, von Tag zu Tag möchte man bald sagen. Und daher werden diese o.g. Mitarbeiter immer weniger, doch man ist so ohnmächtig gegen diese geltungsbedürftigen, dem Unternehmen nichts bringenden Selbstdarsteller, die als "Führungskraft" oder BlaBlaBla-Manager ein vielfaches an Gehalt ohne grosse Gegenleistung einsacken.
Dennoch gilt: weitermachen bis zum bitteren Ende, das ist man seinen Kunden, ob Groß - oder Privatkunde, einfach schuldig !

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Olaf 06.02.2008, 22:21
88. DSL-Geschwindigkeiten checken

Zitat von E. Bär
Hotline ist fast immer ein Nerven-Erlebnis, schon vom hierzulande offenbar gängigen Grundkonzept her. In irgendeinem "Call-Center" irgendwo in der Pampa sitzen schlecht bezahlte, begrenzt kompetente Mitarbeiter, denen der Kunde ein Mal und nie wieder begegnet. Wenn der zu besprechende Fall nicht in ein ganz enges Schema paßt, muß man sich als Kunde die nächste Stufe in der Warteschleife erbetteln, um dort hoffentlich auf Gesprächspartner zu stoßen, deren Horizont systembedingt weniger eingeschränkt ist. Das passiert bei der Telekom, und das passiert bei weitaus kleineren und feineren Unternehmen. Im meinem professionellen Umfeld geht durchaus viel teure Arbeitszeit dadurch verloren, daß ich mich erst einmal an ständig wechselnden Mitarbeitern in "Call-Centern" vorbeitelefonieren muß, um schließlich mit den Fachleuten sprechen zu können, mit denen ich sprechen will und muß. Die Grausamkeiten der Musikberieselung in den Warteschleifen *vor* den "Call-Centern" will ich hier erst garnicht erwähnen. Was T-Online betrifft, mein privater DSL-Anschluß funktioniert verläßlich, und - durchaus nicht zu verachten, weil bei anderen Anbietern nicht immer selbstverständlich - im wesentlichen läßt sich die Angebotspalette auch von Linux-Betriebssystemen aus verwenden, ohne daß ich mir beim Konfigurieren den Wolf hole.
Im wesentlichen sind das auch so meine Erfahrungen. Meine Firma hat sich auf einen Provider festgelegt, privat habe ich Telefon und Internet über die Telekom.

Ich würde auch nicht wechseln. Callcenter sind überall ein Krampf, bei der Telekom habe ich aber die Chance irgendwann mal einen kompetenten Techniker an die Leitung zu bekommen. Ist zwar nicht einfach, habe ich aber schon geschafft. Bei der Konkurrenz ist das unmöglich.

Eins noch. Ich teste die DSL-Anschlüsse auch auf die angegebenen Geschwindigkeiten. Bei der Telekom kommt es eigentlich immer hin. Bei der Konkurrenz komme ich kaum mal an die angegebenen Werte heran.

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rarp 06.02.2008, 22:46
89.

Zitat von Sir_Horatio
Übrigens, ich spreche aus der Praxis, da ich das höchst zweifelhafte Vergnügen hatte, ein halbes Jahr für diesen Dienstleister im Callcenter zu sitzen. Von daher kann ich auch die Geschichte mit der Oma ohne PC, dafür aber mit Internetflat, nur bestätigen. Und das ist definitiv kein Einzelfall.
Letztes Wochenende habe ich meinen Vater besucht. Er ist 72 und tippt Telefonnummern per Hand ein; die Speicherfunktion ist ihm zu kompliziert. Für ihn ist jeder, der an einem Rechner arbeitet, ein Programmierer. Nach dem Anruf eines Telekom-Callcenters hat er plötzlich - statt der besprochenen Tarifsenkung - eine DSL-Flatrate. Splitter und Modem hat er auch schon. "Kannst du was davon gebrauchen?"
Naja, nun kümmert sich sein Anwalt drum.

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