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Berlin: BGH bremst Profitgier von Vermietern
DPA

In Berlin ist die Nachfrage nach Wohnungen groß. Damit die Mieten nicht so rasant steigen, hat die Stadt eine Verordnung erlassen. Die hat der Bundesgerichtshof nun gebilligt.

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meine_foren 04.11.2015, 20:31
30.

Zitat von sprechweise
Immobilien erfahren in der Regel kaum Wertsteigerung, aber Erhaltungsaufwand muss trotzdem geleistet werden.
Richtig. Die durchschnittliche Wertsteigerung in Deutschland liegt nach Abzug der Inflation bei genau 0. Nachlesbar in Gert Kommers Buch ,,Mieten oder kaufen". :-)

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xlabuda 04.11.2015, 20:44
31. erklärn Sie doch mal wo weniger als % pro Jahr PROFITGIER sind ?

Zitat von keksguru
so stehts im Grundgesetz. Speziell da wo es um Wohnraum geht, ist der Profitgier nun mal eine Grenze gesezt worden. Ansosnten gibts in Berlin Münchner Verhältnisse - wo Wohnungen im Stadtbereich für Normalverdiener mittlerweile unbezahlbar geworden sind.
Was ein Hausbesitzer zahlt sind z.B alle Arbeiten am Haus - die zahlt ein Mieter, obwohl er der Nutzer ist.

Und Löhne sind im Schnitt mit 3 % schoal an den

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chb_74 04.11.2015, 21:15
32. @meine_foren, Beitrag #30

Im Durchschnitt verdient der deutsche Angestellte auch soundsoviel Euro, nur fragen sich die Friseurinnen und Wachmänner immer, wo in ihrem Konto genau das Loch ist, durch das das Geld verschwindet, so dass es nicht bei ihnen ankommt. Wenn man Ostvorpommern und Starnberg mittelt, kommt sicher was Uninteressantes an Wertsteigerung heraus, nur ist der Wert fiktiv. Die Investoren in Freiburg, Stuttgart und andéren Boomgegenden dürften seit ein paar Jahren Champagnerparties ohne Pause feiern, so wie die Immobilienpreise da gerade durch die Decke gehen. Pech für die Leute im Bayerischen Wald oder auf dem Dorf, deren Häuschen halt nicht so wertsteigert wie erhofft, weil der Trend weg vom Land in die Stadt geht...

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rageagainstthemachine 04.11.2015, 21:30
33.

Zitat von meine_foren
Ich bin zwar kein Vermieter, habe aber mal gelesen, dass die wenigsten privaten Vermieter eine nennenswerte Rendite nach allen Kosten erzielen. Die Überschrift finde ich etwas hart. :-)
Mit einem guten Händchen, Aufwand und Glück, also wenn man nicht gerade an einen Mietnomaden oder anderweitig unverschämten (solche gibt`s auch, nicht nur unter den Vermietern) oder einen Mieter kommt, der die Immobilie rücksichtslos runterwirtschaftet, kann man in etwa die Inflation kompensieren. Natürlich nur sofern man die Immobilie nicht (zu) teuer gekauft oder schlecht finanziert hat.
Das war`s aber schon auch.
Gewinn durch Wertsteigerung ist möglich (sofern man verkauft, bzw. verkaufen will), das Gegenteil ebenfalls.
Reich wird man damit jedenfalls nicht, ausser vielleicht man besitzt Dutzende von Immobilien. In dem Fall war man das aber schon vorher.

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woswoistndu 04.11.2015, 21:45
34. @ragegainstthemachine

Das dürfte in den begehrten Innenstadtlagen von Berlin anders sein. Zudem: Wer sich ein Mehrfamilienhaus beispielsweise im Prenzlberg kauft will damit nicht reich werden - er ist es schon. Irgendwo muss das viele Geld doch hin, oder? Mein Mitleid für die ach so gebeutelte Anlegerschaft hält sich in Grenzen.

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tizian 04.11.2015, 21:56
35. Wahrer Wert

Zitat von iffelsine
in Berlin und München an Eigennutzer, wenn sie frei werden. Ich bekomme beispielsweise 390€ warm für 50qm 500m weg vom Berliner Ku-Damm - dank des Berliner Mietspiegels. Verkaufe ich diese, bekomme ich 200.000€ - so what ? Kein privater Vermieter wird bei dieser Gesetzgebung seinen Bestand behalten.
Na und wer kauft dann? Und warum kämpft die Vonovia(Ex-Deutsche Annington) gerade darum, der größte deutsche Vermieter zu werden?

Wenn Ihre Wohnung 500m entfernt vom Kudamm laut Mietspiegel (also inklusive der Sondermerkmale und wohnwerterhöhenden Merkmale) und +15% Überschreitung des Mietspiegels nicht mehr als 390 € Miete pro Monat bringen kann, dann kann die eigentlich auch keine 200.000 € wert sein. Es geht Ihnen genau darum, was in der Überschrift steht: "Gier". Was Sie haben wollen, steht doch anscheinend in keinem Verhältnis zum wahren Wert des Objektes.

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tizian 04.11.2015, 22:01
36. Subventionen

Zitat von rageagainstthemachine
Willkommen im real existierenden Sozialismus. Ach übrigens, wann wird eigentl. die "Profitgier" der Bäcker gebremst? Die 6,38€ die ich für einen halben Laib Brot gestern bezahlen musste, finde ich eindeutig zu hoch. Das gehört umgehend staatl. geregelt. Wobei....womöglich ist es ja der Staat selbst, der für diese Preise verantwortlich ist...... Hmm, u. wenn das so ist..... das würde ja bedeuten..........na ja, lassen wird das.
Wenn Lebensmittel nicht massiv subventioniert werden würden, dann wären die Preise schon längst jenseits von gut und böse. Und Glückwunsch, ein halbes Brot für 6,38 kann sich nicht jeder leisten.

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bratwurst007 04.11.2015, 22:05
37.

Zitat von thomas_d_barth
ich habe ein Einfam Haus ca 250 qm Wfl. Nähe Stuttgart um ca € 1000.--mtl. für zehn Jahre vermietet, in der Zeit keine Miete erhöht, nun zieht der Mieter aus, die anfallenden Renovierungskosten belaufen sich auf ca € 30.000.-- Während der Mietzeit wurde nichts renoviert. Da kommt Freude auf
Haben Sie mit dem Mieter mal gesprochen?

Ansonsten: Da können Sie sicher was machen, außer Sie hatten einen "Besenrein"-Vertrag. Mindestens die Schönheitsreperaturen sollten Sie durchbekommen. Das mag nicht viel sein, aber immerhin.

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spiegelleser987 04.11.2015, 22:07
38. Profitgier????

Zitat: "Damit die Mieten nicht so rasant steigen, hat die Stadt eine Verordnung erlassen. "
Das habe ich nicht verstanden. Gestern kam in einer Zeitung die Information, dass in Berlin der Mietpreis bei Sozialwohnungen bei 5,91 Euro/m2 liegt und bei den nichtsozialen "Wohnungen des freien Marktes" nur bei 5,48 Euro.

Berlin hat jetzt die Mieten stark erhöht. Da wurden Sozialwohnungen vor 15 Jahren ganz privat gebaut und auch subventioniert. Die Subventionen wurden jetzt gestrichen und die Vermieter sind verpflichtet, jetzt die sogenannte "Kostenmiete" bis zu 21 Euro pro m2 für Sozialwohnungen zu verlangen. Die Kosten sind durch den Bau der Wohnungen entstanden und durch Kreditaufnahmen noch nicht abbezahlt. Das lohnt sich für die Kommune Berlin. Subventionen streichen und dann noch mehr gewerbliche Steuern auf die Mieten abkassieren. Wie sollen da die Mieten noch konstant bleiben?

Ein Wohnungseigentümer musste Insolvenz in Berlin anmelden. Der neue Eigentümer ist dazu verpflichtet, als neue Miete auch die max. 21 Euro pro m2 zu verlangen. Das hat die soziale Kommune Berlin so festgelegt und erlaubt.

Und hier kann man die Mieterhöhungen durch die Steuererhöhungen beobachten:
"Bei Immobilienbesitzern geht der Staat auf Raubzug"

http://www.welt.de/finanzen/immobilien/article134261406/Bei-Immobilienbesitzern-geht-der-Staat-auf-Raubzug.html

Dazu kommen noch die Mietsteigerungen durch die Wärmeisolierung. Da darf und muss der Vermieter zusätzlich zugreifen.

Ist schon eigenartig immer von Profitgier zu sprechen. Dann fällt nicht auf, wer für die Mietpreisexplosionen auch verantwortlich ist. Die Mieterhöhungen durch Anteilseigner an Immobilienunternehmen aus Griechenland und anderen EU-Ländern lasse ich hier mal weg.

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tizian 04.11.2015, 22:08
39. Kalkulation etc.

Zitat von thomas_d_barth
ich habe ein Einfam Haus ca 250 qm Wfl. Nähe Stuttgart um ca € 1000.--mtl. für zehn Jahre vermietet, in der Zeit keine Miete erhöht, nun zieht der Mieter aus, die anfallenden Renovierungskosten belaufen sich auf ca € 30.000.-- Während der Mietzeit wurde nichts renoviert. Da kommt Freude auf
Also wenn Sie ein Haus für 4 € pro Quadratmeter (kalt oder warm?) vermieten, dann brauchen Sie sich nicht zu wundern, wenn Ihre Kalkulation nicht aufgeht. Das passt doch überhaupt nicht zum Thema Mietpreisbremse oder Wohnungsmangel, etc. Hier in Berlin gibts dafür so gut wie keine 80-90qm Wohnung (kalt).

Im Übrigen: Die Miete beinhaltet nötige Instandsetzungen des Vermieters (dafür bekommt er die u.a.). Vertraglich zulässig können Schönheitsreparaturen auf den Mieter abgewälzt werden. Wenn Sie das nicht gemacht haben, sollten Sie sich besser beraten lassen. Im Übrigen, ein Instandsetzungsbedarf nach 10 Jahren von 30.000 € spricht für eine schadensersatzauslösende übermäßige Beanspruchung des Objektes durch den Mieter, da droht allerdings sehr schnelle Verjährung.

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