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Berlin: Wahlkampf mit der Wohnungsnot
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In Deutschland fehlen rund eine Million Wohnungen - was die sozialen Spannungen im Land verschärft. In Berlin stritten Parteienvertreter, wie das Dilemma nach der Wahl gelöst werden kann.

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karl-felix 22.06.2017, 23:58
1. Laut

Spon stehen 2 Millionen Wohnungen lehr und zehntausende völlig intakter Wohnungen werden im Jahr weggesprengt um die Mieten hoch zu halten, die seit 20 Jahren tendenziell gesunken sind, so eine Studie.
Na,ja ist Wahlkampf.

Es fehlen keine Wohnungen , es fehlen anständige Löhne . Die Leute können sich nur billige Wohnungen leisten und die fehlen . Nicht zuletzt weil der Staat den sozialen Wohnungsbau radikal zurückgefahren hat.
Mieten ist, wie man mit Ausnahme Norwegens dem Diagramm entnehmen kann nur etwas für reiche Leute, deshalb haben alle armen Länder Europas eine deutlich höhere Eigentumsquote als Deutschland. Die wissen das.
Es gibt kein Dilemma sondern nur eine politisch gewollte und geförderte Knappheit billiger Wohnungen in einer Handvoll Ballungsgebieten.
Dem Diagramm entnehme ich : Bauen für fremde Leute lohnt sich nicht. Dazu sind die Mieten einfach zu niedrig . .

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olaf.schimpulsky 22.06.2017, 23:59
2. Brutale Tatsachen

Merkel hat quasi über Nacht über eine Million ins Land geholt.
Täglich kommen neue, sie kommen einfach und bleiben, gefeiert von Grünen und unverbesserlichen Gutmenschen.
klar dass Wohnungen fehlen..jetzt wird die letzte Lücke zugebaut, Natur ohne Ende vernichtet, oft für Leute, die uns nur Verdruss , Kosten, Gewalt,Kriminalität und mafiöse Strukturen ins Land bringen.
Und jetzt werden die dafür haftbar gemacht, die die ganze zeit davor gewarnt haben
Warum lassen wir unser Land nur so zerstören.
Die Ungarn, Polen usw. sind schlauer.

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multi_io 23.06.2017, 00:06
3.

Die Bebauung des Tempelhofer Feldes haben die Berliner ja mehrheitlich abgelehnt. Und dann wundern sie sich, wenn es nicht genug Wohnungen gibt und die Mieten explodieren. Irgendwie hat man das Gefühl, in der Stadt wohnen lauter Leute, die sich selbst für hippe Avantgardisten halten, aber im Grunde stockkonservative Spießer sind. Alles soll bleiben, wie es ist, und wenn es teuer wird, sind die anderen schuld.

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Braveheart Jr. 23.06.2017, 00:37
4. Was mir auffällt ...

ist, daß die Eigentümerquote gerade in den Ex-Ostblock- und Mittelmeerländern extrem hoch ist. Rumänien führt die Liste mit 93% an, Spanien verfehlt knapp die 80% Marke, Griechenland weist auch respektable 73% auf, Italien 71% ... und bei uns weniger als 50%. Was machen wir falsch? Der Anspruch auf eine eigene Wohnung muß im Grundgesetz festgeschrieben werden!!

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smartphone 23.06.2017, 00:39
5. Enttäuschte Wirtschaft

was erwartet "die Wirtschaft" - Es ist ja nicht nur die Grunderwerbssteuer , die "weg " muß - auch die Erbschaftssteuer muß analog Österreich abgeschaft werden . Im weiteren sollte Stegner und co sich mal ausrechnen lassen , wieweit der Dämmwahn ( sauteuer und längstens alle 20 Jahre zu erneuern das Zeugs ) abgeschafft wird . Der Schlüssel ist nicht die Baulanderschließung alleine, der potentielle Mieter bzw Hauskäufer muß erst mal genug verdienen- was Agenda2010 nebst Auswüchse ja erfolgreich verhindert ....

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gerollheimer 23.06.2017, 01:01
6. Politiker m Elfenbeinturm

Ich bin seit über dreissig Jahren mit einer alten Familienimmobilie in einer deutschen Metropole beschäftigt. Unsere Mietpreise sind dank des langjährigen Deals einhergehend mit einer gewissen Eigenständigkeit der Mieter ("der tropfende Wasserhahn") unterdurchschnittlich niedrig. Im Gegenzug ernten wir relativ wenig Verwaltungsaufwand und "Geräusch" im Haus. Das Haus wurde in den letzten dreissig Jahren gut renoviert und steht gut da. Keiner der Besitzer lebt vom Haus. Mittlerweile stehen wir allerdings in dem Dilemma, dass 1.) die Bau- und Instandsetzungspreise Dank zunehmender Bauvorschriften und Handwerkerpreise in unserer Metropole um gut 30% innerhalb von 5 Jahren angestiegen sind und z.B. ein Bau im Objekt (z.B. Dachstuhl) kaum unter 3500 bis 4500 Euro/qm zu finanzieren ist. In diesem Kontext sind günstige Mietpreise nicht möglich. 2.) Darüber hinaus steigt die steuerlich relevante Wertentwicklung der Immobilien dank Blase exorbitant (100% in 12 Jahren), was im Erbfall zur Folge hat, dass die niedrige Rendite des Hauses die dann veranschlagten Schenkungs- bzw. Vererbungskosten nicht mehr tragen kann, wenn man nicht über 300 Wohneinheiten sein eigen nennt (wohl ein Lobbyparagraph, denn diese Verwaltungsgesellschaften sind von der Erbschaftssteuer ausgenommen). Folglich wird auch unsere noch "menschliche" Immobilie dann dieser Entwicklung zum Opfer fallen und veräußert werden müssen oder die Mietpreise müssen allein aufgrund der Spekulationsblasen-bedingten Wertsteigerung massiv steigen. Die Spekulanten und den Staatssäckel wird es im ersten Fall freuen, die Mieter würden in Fall 1 und 2 in die Röhre schauen.
Wo sind politischen Anreize, z.B. mit geeigneten Absetz- und steuerlichen Bewertungsmaßstäben für Wohnraum (z.B. gekoppelt an Rendite oder durchschnittlichen Mietpreis) gesunde gewachsene Strukturen mit fairen Mietpreisen zu erhalten und nicht nur die Spekulation mit Wohnraum anzuheizen. Wo sind Politiker, die sich wirklich darum bemühen, das Baurecht zu entrümpeln, um günstiger bauen zu können. Ich höre immer nur: "Mehr Dämmung und günstigere Miete". Relativ einfache Komplexität wohl nicht verstanden!

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SperstenOnest 23.06.2017, 01:21
7. Wieder nur heiße Luft

Von den notorischen dampfplauderern. Wie sollen Sozialwohnungen der Mittelschicht helfen wieder bei ihren Arbeitsplätzen wohnen zu können? Wir brauchen massive Subvention von neuen Eigentumswohnungen. Es müssen vor allem welche mit 5-6 Zimmern für Familien entstehen. Aktuell machen wir keine kindrr wril wir mit einem Einkommen von zusammen 100k brutto im Jahr keine familientaugliche Wohnung in der Stadt finden können die und nicht nehr als der 30% unseres netto Einkommens kostet und in 20 Jahren abbezahlt wäre.

Dabei müssten einfach viele viele neue mehrstöckige Häuser mit familien wohnungen gebaut werden. Kein Wunder das die Geburtenrate so im Keller ist. Ich arbeite doch nicht nur um ein Dach und essen zu haben. Ich will auch etwas vom Leben haben und noch nur für den Vermieter oder die Bank arbeiten.

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Rosenhag 23.06.2017, 02:13
8.

Altmeier rät also dazu statt 1000 Seiten Papier anzuhäufen, 1000 Seiten Anträge durchs Internet zuzustellen, verstehe ich das richtig? Jede Wette, nichts wird einfacher. Las erst heute in der Presse das der Staat mehr Leute einstellt, die müssen dann doch auch was zu regeln und zu kontrollieren haben. Es ist schon richtig ihm vorzuwerfen, daß doch in seinen Regierungsjahren nichts geschah, aber glaubt irgendjemand daß SPD oder FDP hehe in der Regierung ...

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Actionscript 23.06.2017, 04:24
9. Analyse der Statistiken

Die Frage bei der Kauf- versus Mietpreis Statistik stellt sich hier, ob Mietwohnungen 1. den gleichen Standard wie Wohnungen zum Kauf haben und 2. sich an den gleichen Standorten wie Wohnungen zum Kauf finden. Das heisst, dass man die Wohnungen zum Kauf fast nur in den beliebtesten Wohngegenden findet aber Mietwohnungen nicht. Auch wird die Zukunft zeigen, ob der Mietpreis niedrig bleibt, wenn mehr und mehr private Wohnungen zur Miete angeboten werden.

Man sollte auch schon jetzt bedenken, sogenannte erschwingliche Kaufwohnungen in den Top Regionen zu bauen, die sich auch Familien mit weniger Einkommen leisten können. Da muss jedoch der Staat mit Regelungen eingreifen. Ansonsten wird die Ghettoisierung ganzer Bezirke mit aller Wucht vorangetrieben.

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