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Berliner Flughafen-Misere: Muss Tegel bleiben, weil BER zu klein ist?
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Problem-BER und kein Ende: Weil sich bereits abzeichnet, dass der noch zu eröffnende Hauptstadt-Flughafen zu klein geplant ist, wird nun laut einem Medienbericht über den Erhalt von Tegel diskutiert.

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100034.47 16.07.2017, 07:08
20. Dass BER zu klein ist, kann für niemand überraschend kommen.

Auch nicht für Spiegel-Journalisten. Er ist kleiner als Tegel, hat weniger Fahrgastbrücken und so viel ich das übersehen kann auch weniger Standplätze für Maschinen. Und wer sieht, wie übervoll Tegel ist, kann sich nicht vorstellen, dass BER auch nur einen Tel des Betriebs übernehmen kann. Die langen Verzögerungen hätten genug Zeit erlaubt, um statt der 4001. Brandschutzanlage auch den Satelliten zu bauen und unterirdisch anzubinden, der in BER angedacht war, um das Kapazitätsproblem zu lösen. So wie es jetzt ist, ist BER ein Provinzflughafen bestenfalls auf dem Niveau von Hannover - gerade Mal doppelt so groß wie Münster Osnabrück.

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warkeinnickmehrfrei 16.07.2017, 07:08
21. Der BER war primär immer als Heimatflughafen

für Air Berlin beplant worden. Und die chronisch defizitäre Air Berlin wird in absehbarer Zeit auseinander fallen. Es gibt, entgegen allen Aussagen, immer weniger Grund den BER überhaupt noch zu eröffnen. Von den politisch Verantwortlichen traut sich nur keiner das offen auszusprechen. Davon abgesehen wird sich der Steuerzahler die versteckte Subventionierung von Flugreisen irgendwann nicht mehr leisten können oder wollen und mit steigenden Preisen sinkt das Fluggastaufkommen.

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laermgegner 16.07.2017, 07:18
22. Die Politik des Markes straft der Politik täglich Lügen

Der BER ist seit 2.5.2015 in Betrieb, wer etwas anders behauptet- ist blind. An diesem Tag um 5,55 Uhr landete die erste Lininenmaschine auf der Südbahn. Danach zählte die 6 monatige Schließungszeit von Tegel. Und alle haben still gehalten - also was soll dieses Theater !
Heute um 5,29 Uhr wurde wieder die Südbahn in Betrieb genommen, und wieder hat sich nichts geändert.
Und was uns zur Weißglut bringt - diese verlogenen Politiker heulen Krokosdielstränen, dass Sie ihr Versprechen nicht eingehalten haben, den Menschen von Pankow bis Falkensee den Fluglärm zu nehmen. Ihr Versprechen, das in einem Gesetz gegossen ist, bis zur Inbetriebnahme des BER den besten Schallschutz der Welt umzusetzen - das gibt es keine Gewissen, da werden die Herren Müller und Woitke zu den Schwerbetroffenen von Schönefeld richtig komisch.

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Actionscript 16.07.2017, 07:21
23. Das Problem mit Tegel ist,

dass es keine öffentlichen Verkehrsmittel ausser Flughafenbus gibt. Auch gibt es keine Verbindung zwischen Tegel und BER. Beide sind sehr weit von einander entfernt, wenn es um Anschlussflüge geht. Das kann man keinem zutrauen. Oder es muss eine direkte U- S-Bahn Linie gemacht werden. Doch die Kosten wären viel höher. Es ist ein immenser Skandal und hier müssen Köpfe rollen. Berlin soll eine Hauptstadt sein, wenn nicht einmal ein vernünftiger Flughafen existiert?

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ursulalissen 16.07.2017, 07:30
24. muss Tegel bleiben

Beim Spiegel scheint man schlecht informiert zu sein. Der Erhalt von Tegel ist in Berlin seit langer Zeit ein grosses Thema. Es wurden bereits letztes Jahr Unterschriften gesammelt, die ein Referendum zur Folge haben, das am 24 September gleichzeitig mit der Wahl stattfindet. Es ist also kein "Witz", wie in Ihrem Artikel angedeutet wird. Auch die Berliner Politik ist schon sehr lange an diesem Thema.

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wolfi55 16.07.2017, 07:33
25. Nicht wirklich neue Meldung

Dass BER zu klein ist, das war doch schon gemeldet worden, bevor die Eröffnung zum ersten Mal abgesagt wurde. Dass man in Berlin dennoch keine Konsequenzen daraus zieht, trotz nun vieler Jahre, das ist der eigentliche Skandal.

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bengel771 16.07.2017, 07:35
26.

Das Problem war bereits vor dem Bau des BERvorherzusehen, das ist nen auch keine Besserwisserei. Der ursprüngliche Alternativstandort zu Schönefed war Sperenberg. Die Planer sahen hier, Aufgrund dedr Lage, deutlich geringere Lärmbelästigungen, bessere zukünftige Ausbaumöglichkeiten und einziges Problem war die geringe Nähe zu Berlin. Der Standort Sperenberg war damals von Brandenburg favorisiert und von Berlin akzeptiert, nur der Bund drohte mit totalem Ausstieg und bestand auf den Standort Schönefeld. Den Schuh muß sich die Bundesregierung anziehen, Bewrkin-Brandenburg hätte die zukunftsfähigere Entscheidung getroffen.

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jujo 16.07.2017, 07:52
27. ....

Wenn das alles nicht so traurig wäre, könnte man ja amüsiert sein.
Das ist ein kollektives Versagen der Politik und deren Entscheider über alle Parteigrenzen hinweg!
Ich sehe mich jedenfalls nicht in der Lage dieses Desaster an einzelnen Personen festzumachen.
Ich verstehe einfach nicht die Probleme um die Entlüftungs- bzw. Entrauchungsanlage. Man scheint zu wissen wie diese ausgelegt sein muss, denn die gebaute erfüllt die Vorgaben ja nicht. Ja warum zum Teufel wird denn nicht gemäß den Vorgaben geändert?, das muss doch möglich sein und müßte nicht jahrelang dauern!
Das die prognostizierten Passagierzahlen im Verlaufe der Planung sich so erhöhen war vielleicht nicht vorherzusehen. Ist denn aber eine vermulich notwendige spätere Erweiterung nicht in der Planung berücksichtigt worden?

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schneidp 16.07.2017, 08:04
28. Bereits abzeichnet?

Diese Formulierung war 2012 angebracht, als es zum Ersten mal in Zeitungen stand, aber wir haben inzwischen 2017. Dass der BER zu klein geplant sein könnte, wurde schon von Anfang an befürchtet. Der gewählte Bauort ist das Ergebnis von gandenlosem Versagen der Planer. Egal ob man die Fluggastprognozen hätte erahnen können, einen Flughafen in ein Gebiet zu stellen, dass keinerlei Erweiterungspotential hat ist schlicht völlig absurd.

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haresu 16.07.2017, 08:04
29. Die BILD macht Politik

Und Dobrindt ist bekanntlich längst zurückgepfiffen worden. Brandenburg wird auf der vertraglich zugesicherten Schließung des ohnehin maroden Flughafen Tegel bestehen und die aktuelle Berliner Regierung will das auch. Es ist auch vernünftig, ein innerstädtischer Flughafen ist Unsinn, das Gelände kann hervorragend für den Wohnungsbau genutzt werden und bei Bedarf muss eben der BER erweitert werden. Nur weil die Berliner FDP mit ihrer Kampagne für Tegel so erfolgreich war hat sich die CDU auf dieses Thema gestürzt und sich auch noch den Rückweg mit einer Mitgliederbefragung vorhersehbaren Ausgangs abgeschnitten. Selbstverständlich kommt da Schützenhilfe von den Springerblättern, die vor Jahren ja auch schon für den unsinnigen Weiterbetrieb von Tempelhof getrommelt hatten. Das ganze ist vor allem Berliner Folklore.

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