Forum: Wirtschaft
Berliner Mietendeckel: Einstiegsdroge in die Planwirtschaft
Wolfgang Kumm/DPA

Der geplante Mietendeckel in Berlin hat etliche Nebenwirkungen. Einige davon werden erst auftauchen, wenn man ihn wieder absetzt - dann müssen sich Mieter auf drastische Steigerungen gefasst machen.

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isabell_rose 28.09.2019, 09:37
10. Der Schaden ist noch größer

Allein die Diskussion führt dazu, das potentielle Investoren einen großen Bogen um Berlin machen/machen werden. Damit werden in Berlin weniger Wohnungen gebaut und das Geld statt dessen in anderen Städten investiert.

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marthaimschnee 28.09.2019, 09:41
11. mit Drogen kennen wir uns aus

es sei an der Stelle daran erinnert, daß ein gewisser Gerhard Schröder auch mal Drogen verteilt hat. Und zwar an die Wirtschaft in Form der Agenda 2010. Neben der Tatsache, daß diese durch die erzwungene Lohnzurückhaltung einen sehr relevanten Anteil am heutigen Zustand des Landes hat und damit auch für die Verwerfungen auf dem Miet-Markt zumindest teilweise verantwortlich ist (der andere Teil war die ebenfalls von dieser Regierung verursachte, exzessive Deregulierung des Finanzkapitals), leidet auch die deutsche Wirtschaft inzwischen an Entzugserscheinungen und will mehr von dem Teufelszeug.

Und sonst? Wie will man denn bitte eine Entwicklung des Marktes - und das was hier passiert ist definitiv keine Fehlentwicklung, sondern exakt so funktioniert der Markt, wenn man ihn läßt - durch den Markt korrigieren lassen? Das ist nicht nur sinnlos, sondern regelrecht unsinnig! Ihr wollt keine Planwirtschaft? Dann tut vielleicht endlich mal was, um euch das zu verdienen! Ansonsten könnten ganz schnell ganz viele auf die Idee kommen, daß man sich eurer Besitzdiktatur komplett entledigen muß.

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burlei 28.09.2019, 09:44
12. @minando, #8

Zitat von minando
[Sehen wir's positiv:] ...was kann in Berlin schon noch gross schlimmer werden. Sollen sie ihr Sozialismus-Ding ruhig durchziehen. Ich bin sicher, das Ergebnis wird sehr lehrreich sein.
Dann machen Sie doch einmal konstruktive Vorschläge, was man statt des "Sozialismus-Ding" anders machen könnte. Also etwas vernünftiges, etwas, was Allen hilft. Nur gegen irgendetwas zu mosern, was einem nicht in den Kram passt aber keine Lösung (und sei sie noch so simpel) anzubieten ist so was von .... na, CDU-mäßig.

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snoook 28.09.2019, 09:46
13. Ich bin auch gegen einen Mietendeckel!

Wenn die Mieten in so unfassbare Höhen steigen, weil die Zinsen so niedrig sind, dass sich nur noch Immobilienspekulantentum lohnt, gleichzeitig die Politik immer mehr Gesetze erlässt etc., dann sollten die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer alle ein Grundgehalt von 120.000 € verlangen. Dann können sie sich überlegen, ob sie für 800 € in einer Bruchbude oder für 3000 € in einer ordentlichen Wohnung leben.
"Der Markt" regelt ja angeblich alles und in Hamburg/ Stuttgart/ München ist es durchaus üblich, dass man mehr verdient, eben WEIL dort die Kosten höher sind.
Warum also nicht auch in Berlin???

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ralfsroessler 28.09.2019, 09:46
14. @2

....mag sein, aber dann wird eine ganz andere Nebenwirkung auftreten. Nämlich die, daß kein Vermieter mehr in den vermieteten Wohnraum investiert, weil es sich einfach nicht mehr rechnet.
Was dabei herauskommt kann man sich unschwer vorstellen.
Aber sicher werden die Linken dann auf die geniale Idee kommen, daß die Vermieter per Gesetz gezwungen werden, Investitionen zu tätigen usw. usw.
Wie gut die Planwirtschaft auch auf dem Wohnungsmarkt funktioniert konnte man ja exemplarisch in der DDR sehen.

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benutzer1000 28.09.2019, 09:46
15. Wohneigentum!

Wenn 70% der Wohnungen vermietet sind, dürften nur 30% der Berliner Wohneigentum haben. Warum haben nur 30% Wohneigentum. Geben die Berliner ihr Geld nur für den Konsum aus, um die Wirtschaft anzukurbeln oder liegt es vielleicht auch daran, dass steuerliche Vergünstigungen für Wohneigentum, wie Paragraph 7b und 10e, schon lange abgeschafft wurden. Das Baukindergeld ist ja eher nicht so toll für alle Bürger. Gut war die Entwicklung in der Vergangenheit für die großen Vermieter, die im Gegensatz zu Mietern bestimmt ihre Lobbyisten an den entsprechen Stellen sitzen haben.

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Knosa 28.09.2019, 09:50
16. Irrsinn

Wenn der Mietendeckel unter den hier im Artikel aufgezählten Bedingungen zustande kommt, wissen weder Vermieter noch Mieter welche Miethöhe zu zahlen ist. Wer soll das denn berechnen? 75 qm Wohnung, 65 qm mit Mietendeckel, aber mit Modernisierungszuschlägen, 10 qm freie Miete, alles zusammen plus Härtefallregelung Vermieter, abzüglich Erstattung da 30% des Mietereinkommens überschritten wurden. Bezirksamt und Gerichte sind auf Jahre mit diesem bürokratischen Irrsinn beschäftigt. Vermieter suchen sich jetzt erst recht die einkommensstarken Mieter. Nur Rechtsanwälte bekommen überhaupt keine Wohnung:)

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michibln 28.09.2019, 09:51
17. Ich kenne inzwischen einige Privatleute,...

die Wohnungen in Berlin vermieten. Keiner von denen würde nochmal einen neuen unbefristeten Mietvertrag unterschreiben, weil dies sofort den Wert der Wohnung massiv verringern würde. Muss man ja auch nicht: man kann zeitlich befristet (möbliert) vermieten oder gleich verkaufen.

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timrydel 28.09.2019, 09:55
18. Wie wäre es mit bauen?

Da wurden einfach mal 900 Mio. EUR versenkt, um ein Nullsummenspiel durchzusetzen und die Fehler der ebenfalls Rot-roten Regierung von damals auszubügeln. Und an Rot-rot bleibt nichts haften... Es gibt in der Stadt diverse Freiflächen, auf den die Stadt hätte bauen können. Aber dieser Senat blamiert sich ja schon über ein Jahrzehnt als Bauherr unseres neuen Flughafens. Peinlich, wenn ideologische Dilettanten am Werk sind...

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radius21 28.09.2019, 09:58
19. Bla,bla...

Wenn die Argumente ausgehen, wird mit Angstmache agiert. Die magischen über 300 000 müssen dann in den Umlauf gebracht werden. So war das auch beim Mindestlohn. Alles was sozial nachhaltige Wirkung erzielen könnte, ist dann eben Planwirtschaft.

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