Forum: Wirtschaft
Berliner Mietendeckel: Einstiegsdroge in die Planwirtschaft
Wolfgang Kumm/DPA

Der geplante Mietendeckel in Berlin hat etliche Nebenwirkungen. Einige davon werden erst auftauchen, wenn man ihn wieder absetzt - dann müssen sich Mieter auf drastische Steigerungen gefasst machen.

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pharcyde 28.09.2019, 09:58
20. Polarisieren ist in

Mietdeckelung mit Planwirtschaft gleichzusetzen ist schon etwas reisserisch. In einer neuen Welt wo die ökonomischen Gesetze täglich widerlegt werden, sollte man nicht man nicht so binär - gut / schlecht - urteilen. Ja wahrscheinlich ist in Berlin nicht so richtig alles durchdacht. Aber in Zeiten zügellosem Kapitalismus sollte man etwas offener gegenüber Regulierung sein. Gerade in Deutschland welches durch ordo-liberale Marktwirtschaft so erfolgreich geworden ist! Vielleicht sollte man sich darauf zurückbesinnen und nicht nur Lobbyisten den Platz überlassen, Politiker sind doch nur ein Spielball für die gegnerischen Interessengruppen... bitte wieder mehr Staat aber wie früher dezent und nicht totalitär. Man darf ja wohl noch träumen, oder?!

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utfcmac 28.09.2019, 09:58
21.

Zitat von burlei
Dann machen Sie doch einmal konstruktive Vorschläge, was man statt des "Sozialismus-Ding" anders machen könnte. Also etwas vernünftiges, etwas, was Allen hilft. Nur gegen irgendetwas zu mosern, was einem nicht in den Kram passt aber keine Lösung (und sei sie noch so simpel) anzubieten ist so was von .... na, CDU-mäßig.
Es mangelt an Wohnungen... Berlin könnte also drei Dringe tun: bauen, bauen, bauen!

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thorsten11 28.09.2019, 09:58
22. Erinnert Euch. DDR1989

Es ist höchst bedenklich wenn die SED Nachfolgepartei hier mit ähnlichen Programmen an die Miete geht wie vor 30 Jahren. Das ist damals schon schief gegangen und das in einem total regulierten Markt. Dies führt zu weniger Investitionen, verfallenen Wohnungen im die nur das nötigste investiert wird und am ende komplett staatlichen Wohnungsbau. Lösung kann nur marktwirtschaftlich erfolgen. Rückkauf verkaufter Sozialwohnungen dur den Staat und dort Regelungen. Lasst die gutverdienenden doch Zahlen was der Markt verlangt und schützt den Niedriglohnsektor.

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garfield53 28.09.2019, 10:00
23. mmm

Werter Michael Kröger, es ist immer belustigend, wenn die Sache nicht so existenziell ernst wäre, wieweit sie und ihre "Kollegen/ innen publizistisch gehen, um den Konzernen und Profiteuren zu gefallen.
"Zahlen" die Lobbyistenverbände wirklich so gut, das sie auf jeden "Vorortzug" der Wirtschaft aufspringen müssen.
Naja, vielleicht "droht" bei medialen "Erfolg" ihrer "literarischen" Ergüsse eine lukrative "Anschlußverwendung".
Wohnen ist ein Menschenrecht, genauso wie umfassende "barrierefreie" Bildung für Alle und Arbeit, von der Mann/ Frau leben können.
Kein Wort der "Empörung", das die Mehrheit der Bevölkerung Spekulanten, Großkonzernen und "gewöhnlichen" Wirtschaftskriminellen fast schutzlos "ausgeliefert" sind und die Regierenden und die federführenden Lobbyisten immer noch alles tun um maximalen Profit bei geringsten Einsatz zu generieren und kommunalen und genossenschaftlichen Hauseigentümern alle möglichen Steine in den Weg gelegt werden.
Wem trifft denn überwiegend der s.g. "Mietendeckel", welcher nicht mals der Bezeichnung wert ist?
Doch denen zuerst, welche spekulativ und aus reinen Profitgründen riesige Wohnungsbestände sich "angeeignet" haben, wenig investieren oder mit vorgeschobener "Luxussanierung" weite Teile der hart arbeitenden Bevölkerung im Sinne des Wortes "verdrängen"!
Irgend welche "Schamgefühle" ihrerseits, ich kann bei ihnen und der Mehrheit ihrer "Kollegen/innen" erkennen.
Und das betrifft ja mittlerweile alle Bereiche unseres täglichen Lebens.
Marode und schlechte Bildungseinrichtungen, fehlende Lehrer und Erzieher, katastrophale Bildungspläne, verschärft durch den förderalen politischen Wahnsinn zwischen den Bundesländern.
Zunehmende Privatisierung des Gesundheits- und Betreuungssystems und fortschreitende Überalterung der ärztlichen Versorgung vor Ort, wegen der steigenden Bürokratiserung, kaum Anreiz für junge Mediziner/innen, sich "niederzulassen"!
Trotz ständiger "Erfolgsmärchen", kein sichtbarer Fortschritt, außer regierungsamtlicher "warmer" Worte und Vollzugstermine der Besserung, welche irgendwo Mitte oder Ende des Jahrhunderts legen.
Und bis dahin, Augen zu, aussitzen und Profit, bis alles in "Scherben" fällt oder im Wasser der Klimaerwärmung "versinkt"!
"Und dann wagen sich doch ein paar Querulanten und verkappte Linke, unseren "Eliten" zu drohen, das geht nun gar nicht!
( Satire aus! )

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NoBrainNoPain 28.09.2019, 10:02
24. Die Politik versagt und drangsaliert

den einzelnen (Wohnungseigentümer) , statt ihrer Verantwortung nachzukommen. Der Staat sollte Wohnungen kaufen bzw. bauen und zu fairen Preisen vermieten. Dann entstände eine Konkurrenz zu den teuren Wohnungen und mancher Vermieter wäre nicht so schnell mit einer Erhöhung dabei. Das ist wie mit dem Umweltschutz, wo der Staat die Verantwortung auf den einzelnen abschiebt, aber umweltschädliche Subventionen nicht angeht. Aber blödsinnige Gesetze machen, das können Sie.

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eunegin 28.09.2019, 10:06
25. individuelle Einkommensberücksichtigung?

"Diejenigen, deren Mietbelastung 30 Prozent des verfügbaren Haushaltsnettoeinkommens übersteigt, dürfen sogar eine Senkung verlangen." Welcher Vermieter ist denn so dumm, an Personen zu vermieten, die auch nur möglicherweise Verdienstprobleme haben werden? Zeitvertragskräfte, Alleinerziehende, Studenten, Arbeiter etc.
Am besten nur an Beamte und gut Doppelverdienende. Die anderen bekommen ein Zelt.

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garfield53 28.09.2019, 10:09
26. mmm

Zitat von benutzer1000
Wenn 70% der Wohnungen vermietet sind, dürften nur 30% der Berliner Wohneigentum haben. Warum haben nur 30% Wohneigentum. Geben die Berliner ihr Geld nur für den Konsum aus, um die Wirtschaft anzukurbeln oder liegt es vielleicht auch daran, dass steuerliche Vergünstigungen für Wohneigentum, wie Paragraph 7b und 10e, schon lange abgeschafft wurden. Das Baukindergeld ist ja eher nicht so toll für alle Bürger. Gut war die Entwicklung in der Vergangenheit für die großen Vermieter, die im Gegensatz zu Mietern bestimmt ihre Lobbyisten an den entsprechen Stellen sitzen haben.
Weil vielleicht die Bruttolöhne und -gehälter real doch nicht so "hoch" sind, wie uns regierungsfreundliche Statistiker mit ihren "Durchschnittseinkommen" glauben machen wollen?
Wieviel Prozent der Lohnabhängigen "verdienen" tatsächlich über 50.000 Euro im Jahr?

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Flinsenberger 28.09.2019, 10:09
27. Spannend

Es bleibt spannend in Berlin. Und so, wie sich das anhört, wird da mal wieder ein handwerklich schlechtes Gesetz gemacht, mit jeder Menge Lücken und einem Haufen Bürokratie. Wer soll das eigentlich alles verwalten in einer Stadt, in der man nicht mal einen Termin beim Einwohnermeldeamt bekommt?

Aber wo das hingeht, sieht man ja jetzt schon. Laut der Linken dürfen drei Personen nicht in Wohnungen mit mehr als 80 qm wohnen. Oder gar in einem Einfamilienhaus? Ich sage eine wundersame Vermehrung von 3 Zimmer Wohnungen mit 81 Quadratmetern voraus.

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Dustinthewind 28.09.2019, 10:09
28. Sehen wir es doch mal so:

Der Berliner Mietendeckel ist ein neuer Ansatz, um den teilweise exorbitanten Mieten in den Großstädten entgegenzuwirken, nachdem die bisherigen Instrumente der Politik nicht gewirkt haben, und dies in Zeiten einer gleichzeitig praktizierten Null-Zins-Politik, in der Kapitaleigner händerigend nach Rendidteoptionen suchen .

Persönlich bin ich daher der Meinung, dass die Grundmiete prinzipiell, aber gerade in den Großstädten, allenfalls um die Hälfte der Inflationsrate gesteigert werden dürfte, da alle wirklich kostensteigernden Faktoren durch die Nebenkosten und deren Verrechnung abgedeckt sein dürften.

Dies wäre eine längst überfällige Angleichung der Verhältnisse der Mietwirtschaft an die faktischen Verhältnisse in der Zinswirtschaft, die sich auch "staatlicher Verordnung" verdanken.

Ein alternativer Ansatz wäre eine wirksame Einschränkung der Personenfreizügigkeit.

Darüber könnte man gerade in den Großstädten auch nachdenken; dies würde aber definitiv eine Verfassungsänderung nötig machen.

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eunegin 28.09.2019, 10:09
29. Ach Berlin.

Mal von einem Berliner: hier kann man sich bei jedem Thema immer auf zweierlei verlassen. Berliner sind gegen alles gleichzeitig (gegen höhere Mieten und gegen Neubauten). Berliner Politiker versieben es treffsicher, dafür aber kostenintensiv.

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