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Berliner Mietendeckel: Was Mieter und Vermieter jetzt tun sollten
DPA

Höchstens 9.80 pro Quadratmeter? Was der geplante Mietendeckel in Berlin für Mieter und Vermieter bedeutet - der Überblick.

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h370 01.09.2019, 10:40
80. Es gibt auch andere Lösungen

An sich ist das Ziel ja gut - leider die Lösung eher kontraproduktiv. Wie wäre es denn zB wenn die Stadt beim Verkauf von Grundstücken den Preis deckeln und private Initiativen wie zB Baugruppen fördern würde? Diese haben momentan kaum eine Chance gegen private Investoren und die hohen Grundstückspreise treiben die Baukosten und damit die Mieten hoch. Grunderwerbsteuer senken wäre auch eine Idee. Es gibt genug Ansätze die Baupreise und damit Mieten zu senken ohne Neubau und Sanierung komplett abzuwürgen. Leerstand von Spekulationsobjekten konsequent bekämpfen, AirBnB Vermietungen unterbinden, Zweitwohnungen höher besteuern und vor allem mehr sozialer Wohnungsbau . Alles sinnvolle Möglichkeiten die aber leider nicht angegangen werden.
Die Wohnungsnot in Berlin wird das Gesetz jedenfalls nicht bekämpfen - und wo es eine höhere Nachfrage als Angebot gibt, werden auch die Preise steigen, dann halt auf dem Schwarzmarkt.

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redwed11 01.09.2019, 10:40
81.

Zitat von pit66
auch in Namen von vielen anderen kleinen privaten Investoren. Das Ihre Beitragsflut am frühen Morgen wenig mit der Realität zu tun haben, zeigt stellvertretend (Zitat aus #64): "Da es in Deutschland große Wohnungsbestände in staatlicher Hand und im Besitz von gemeinnützigen Baugenossenschaften befinden". Nun, wenn dem wirklich so ist (Quelle ?), warum sorgen sich die Linken dann um zu hohen Mieten. Wenn Sie es aufgrund der Anzahl der in gemeinnütziger Hand verfügbaren Wohnungen in der Hand hätten Mieten zu senken? Nein, anders herum wird ein Schuh draus. Selbst die Genossenschaften sind gegen einen Mietendecken. Hier mal die Quelle zu diesem Faktum: https://www.wohnungsbaugenossenschaften.de/regionen/berlin/mietendeckel
Weil in Berlin ca. 500.000 Wohnungen von ca. 1,8 Millionen Wohnungen nur in gemeinnütziger oder staatlicher Hand sind. Das sind zwar recht viel Wohnungen die den Glücksrittern entzogen sind aber leider zu wenig.
Die Baugenossenschaften waren nicht generell gegen den Mietendeckel sondern hatten Zweifel an der Höhe des Deckels. Das war aber bei den ersten veröffentlichten Zahlen der Fall. Nach den offiziellen Zahlen habe ich bislang nur Kritik von den Mietwucherern gehört.

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spon_1873159 01.09.2019, 10:51
82. Kopfschütteln?

Kopfschüttelnd betrachten kann man nur diesen Beitrag eines „Wirtschaftsjournalisten“, dem es völlig egal ist, ob eine Gesellschaft funktioniert, solange nur eine schmale Schicht von Krisengewinnlern den Rahm abschöpfen kann.
Ich empfehle Herrn Tenhagen dringend die Lektüre einiger Geschichtsbücher, mit Schwerpunkt auf den Jahren 1925-1933.

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knorri 01.09.2019, 11:06
83. @redwed11

Sie scheinen Ihre eigene Zahlenwelt (Quellen geben Sie ja nicht an) auch in dieser Diskussionsrunde loswerden zu müssen. Eigentlich sollten Sie sich bei dem anderen Diskussionspartner für Ihre aggressive Art entschuldigen. Der Mensch hat viele Fragen aufgelistet, die vielen Menschen auf der Seele brennt und die unsere Politiker beantworten müssen. Da hilft es wenig, wenn Sie mit Ihren 10% und mehr Rendite kommen, die Sie irgendwo aus der Luft gegriffen haben und auch nicht belegen können. Das ist unseriös. Wenn Sie mal in Geschäftsberichte von Immobilienfirmen wie Deutsche Wohnen schauen, dann sehen Sie dort Renditen von 2% für 2018. Also wer konkret bekommt denn diese 10% und mehr. Sie sollten aber eigentlich als zivilisierter Mensch noch einmal genauer in die neuen Gesetzesentwürfe schauen und dann vielleicht an anderer Stelle einmal laut aufschreien. Nämlich bei der 30% Regelung. Hier scheint unser Staat die Errungenschaften einer zivilen Gesellschaft einfach mit Füßen zu treten, nämlich dass im Falle, dass jemand in einen sozialen Notstand gerät, die Gemeinschaft für diesen sorgt (also der Staat) und nicht eine einzelne Person (in diesem Fall der Vermieter). Dafür zahlen wir alle Steuern und Sozialabgaben. Und sollten diese nicht reichen, müssen sie für alle erhöht werden und nicht für eine einzelne Person, unabhängig von seinem Einkommen. Das ist ebenfalls soziale Ungerechtigkeit und da sollten wir alle als Gemeinschaft gegen vorgehen. Der Staat hebelt hier diese Grundprinzipien einer zivilen Gesellschaft aus!
Ach so, Sie kennen sich ja mit allen Zahlen so gut aus. 500.000 Wohnungen in öffentlicher Hand bzw. Genossenschaften. Wie viele gehören den Kleinvermietern und wie viele Kleinstvermietern? Dann wissen wir auch, wie viele aus unserer zivilen Gesellschaft entlassen wurden.

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knorri 01.09.2019, 11:07
84. @redwed11

Sie scheinen Ihre eigene Zahlenwelt (Quellen geben Sie ja nicht an) auch in dieser Diskussionsrunde loswerden zu müssen. Eigentlich sollten Sie sich bei dem anderen Diskussionspartner für Ihre aggressive Art entschuldigen. Der Mensch hat viele Fragen aufgelistet, die vielen Menschen auf der Seele brennt und die unsere Politiker beantworten müssen. Da hilft es wenig, wenn Sie mit Ihren 10% und mehr Rendite kommen, die Sie irgendwo aus der Luft gegriffen haben und auch nicht belegen können. Das ist unseriös. Wenn Sie mal in Geschäftsberichte von Immobilienfirmen wie Deutsche Wohnen schauen, dann sehen Sie dort Renditen von 2% für 2018. Also wer konkret bekommt denn diese 10% und mehr. Sie sollten aber eigentlich als zivilisierter Mensch noch einmal genauer in die neuen Gesetzesentwürfe schauen und dann vielleicht an anderer Stelle einmal laut aufschreien. Nämlich bei der 30% Regelung. Hier scheint unser Staat die Errungenschaften einer zivilen Gesellschaft einfach mit Füßen zu treten, nämlich dass im Falle, dass jemand in einen sozialen Notstand gerät, die Gemeinschaft für diesen sorgt (also der Staat) und nicht eine einzelne Person (in diesem Fall der Vermieter). Dafür zahlen wir alle Steuern und Sozialabgaben. Und sollten diese nicht reichen, müssen sie für alle erhöht werden und nicht für eine einzelne Person, unabhängig von seinem Einkommen. Das ist ebenfalls soziale Ungerechtigkeit und da sollten wir alle als Gemeinschaft gegen vorgehen. Der Staat hebelt hier diese Grundprinzipien einer zivilen Gesellschaft aus!
Ach so, Sie kennen sich ja mit allen Zahlen so gut aus. 500.000 Wohnungen in öffentlicher Hand bzw. Genossenschaften. Wie viele gehören den Kleinvermietern und wie viele Kleinstvermietern? Dann wissen wir auch, wie viele aus unserer zivilen Gesellschaft entlassen wurden.

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pit66 01.09.2019, 11:15
85. Auch Baugenossenschaften müssen sich rechnen

Zitat von redwed11
In Berlin sind ca. 500.000 Wohnungen in staatlichen oder gemeinnützigen Besitz. Einige Baugenossenschaften hatten zwar Bedenken aber diese lassen sich bestimmt ausräumen.
Warum liefern Sie nicht die Quellen zu den Zahlen, die Sie hier publizieren? Können Sie so ihre Argumente besser verkaufen? Ich hole das mal für Sie nach: https://www.ibb.de/media/dokumente/publikationen/berliner-wohnungsmarkt/wohnungsmarktbericht/ibb_wohnungsmarktbericht_2018.pdf Und hier Seite 47. Da sieht man sehr schön, das Ihre Zahl von ca. 500.000 zwar stimmt (299.749 städtische Wohnungen plus 184.628 Wohnungen der Genossenschaften, Stand 2018). Aber man sieht auch, das fast 157.500 genossenschaftliche Wohnungen preislich nicht gebunden sind. Soviel zum finanzierungsmodell der Genossenschaften.
Und jeder interessierte Leser kann sich den Link anschauen, den ich einen Beitrag vorher veröffentlicht habe, wo der Verband der Wohnungsbaugenossenschaften zu dem Mietendeckel Stellung genommen hat. Aber Sie glauben, diese Bedenken lassen sich bestimmt ausräumen. Nun ja, man soll ja jedem seinen Glauben lassen. Was man feststellen kann: Sowohl die Genossenschaften als auch viele kleine privaten Vermieter sind alles andere als gierig. Sie vermieten sozial verantwortlich. Diese Vermieter haben zu Zeiten, als die Baupreise noch im Rahmen waren, mehr Rendite erwirtschaftet als in der Gegenwart, wo die Kaufpreise den Mieteinnahmen immer mehr davon galoppieren. Jetzt, mit weniger Rendite werden ALLE Vermieter als gierig an den Pranger gestellt. So löst man keine Probleme.

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markus_wienken 01.09.2019, 11:19
86.

Zitat von redwed11
Spekulieren Sie mit anderen Anlageformen. Die Berliner Mieter werden es Ihnen danken. Auf dem Berliner Wohnungsmarkt tummeln sich schon viel zu viele Glücksritter, windige Geschäftemacher und weitere obskure Subjekte herum. Also nochmals Danke zu Ihrem Entschluss.
Nicht gebaute Wohnungen sind also gut für den Wohnungsmarkt...ja ist schon klar.

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rumburg 01.09.2019, 11:21
87. Rückgang beim Neubau

Der Autor hat erkannt, was jeder Privatmensch und jeder Bauträger sofort realisiert hat: derzeit kann man eigentlich mangels Planungssicherheut keinen Neubau in Berlin planen.
1) Neubau wird zurückgehen in Berlin
2) Anzahl freier Mietwohnungen wird zurückgehen
3) Chancen auf Mietwohnungen für Geringverdiener werden zurückgehen

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marcanton80 01.09.2019, 11:22
88. Da hat die SPD

Sich mal wieder in die Hose gemacht,das sind mir Genossen haha ......ein einfach trauriger rückgratloser Haufen .......euch braucht in so einer Verfassung echt keiner mehr

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markus_wienken 01.09.2019, 11:27
89.

Zitat von spon_1873159
Kopfschüttelnd betrachten kann man nur diesen Beitrag eines „Wirtschaftsjournalisten“, dem es völlig egal ist, ob eine Gesellschaft funktioniert, solange nur eine schmale Schicht von Krisengewinnlern den Rahm abschöpfen kann. Ich empfehle Herrn Tenhagen dringend die Lektüre einiger Geschichtsbücher, mit Schwerpunkt auf den Jahren 1925-1933.
Durch die Mietpreisbremse wird das Funktionieren der Gesellschaft sicherlich nicht gefördert, ganz im Gegenteil.
Das einzige was hilft ist: Bauen, mehr Bauen und noch mehr bauen, bauen attraktiv zu machen und Genehmigungsverfahren verkürzen.
Bauen von privaten Investoren und auch seitens des Staates/Kommune.
Alles andere geht in die Hose:
https://www.n-tv.de/wirtschaft/Francos-Erbe-macht-Wohnen-teuer-article21128212.html

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