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Berliner Pannenflughafen: Zu ehrliches Interview - BER-Pressesprecher gefeuert
DPA

"Versenkte Milliarden", "zu viel verbockt", "scheiße gelaufen": In einem Interview hat der BER-Pressesprecher Klartext gesprochen - wohl zum letzten Mal in dieser Funktion. Er wurde umgehend freigestellt.

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boeserjunge 11.04.2016, 15:54
170. Danke

und zeigt sich mal wieder, wer im politischen Umfeld die Wahrheit ausspricht, lebt auf dünnem Eis.
Und wo Pilitiker managen herrscht das Chaos

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albert schulz 11.04.2016, 15:56
171. Realismus darf sein

Zitat von fatherted98
Ich vermute mal der Mann hat das nicht getan weil er naiv ist...sondern weil ihm ein besseres Angebot winkt und er jetzt die Abfindung/Auflösungsvertrag kassieren kann...nur so eine Idee. Das Märchen vom aufrechten Pressesprecher...naja...wers glauben will kanns gerne glauben.
Es gab wohl zu viele Quertreiber, die das Projekt im Auftrag sabotiert haben. Vermutlich sind eine Menge Firmen leer ausgegangen, die sonst einen schönen Reibach gemacht hätten. Neben den von ihnen bezahlten Steigbügelhaltern, Zuträgern und Helfershelfern. Dummerweise hatten sie die identisch gleichen Interessen wie all diejenigen, die aus dem Projekt eine beschäftigungstherapeutische Dauerveranstaltung machen wollten.

Die vermeintliche Ehrlichkeit dieses subalternen Sprachpanschers erscheint allerdings auch sehr naiv.

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mwroer 11.04.2016, 15:56
172.

Zitat von RainerWahnsinn
seine Hut nehmen und gehen ohne Abfindung und Boni. Wenn so mit Steuergeldern umgegangen wird, alles verschleiert wird und dann einer der ein herzerfrischendes offenes Interview gibt geschasst wird stimmt in unsere Demokratie einiges nicht - Derart unfähige Personen haben auf dem Chefsessel nichts zu suchen!
Immer langsam. Der mann, so symphatisch ich persönlich seinen Auftritt auch finde, ist letztlich Angestellter und hat eine gewisse Verpflichtung.

Oder was würden Sie zu einem Angestellten sagen der Ihren Kunden erzählt 'Der Chef ist unfähig, kommt vom saufen, und kauft immer das falsche Material ein darum wird alles ewig rausgezögert und teurer'.

Loben Sie den auch wenn er damit Sie meint, Hauptsache es ist die Wahrheit oder lassen Sie dann Demokratie lieber Demokratie sein?

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Immanuel K. 11.04.2016, 16:00
173. Dass die Fehlerkultur...

...des BER gegen Null geht, ist ja nichts Neues.
Es gab ja - wenn ich mich richtig erinnere - mal einen technikaffinen Manager beim BER, der die ganzen gemachten Fehler kleinteiligt zerlegte, um sie nacheinander abzuarbeiten - der wurde aber schnell entlassen, da die verantwortlichen Herrschaften lieber einen haben wollten, der Ihnen viele Versprechungen machte und ständig über das "Große Ganze" schwadronierte - der hieß dann Mehdorn...

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x_Vendetta_x 11.04.2016, 16:09
174. Soviel zum Thema

Transparenz bei der "Verwendung" von Steuergeldern.
Die Wahrheit ist nicht erwünscht.
Gut gemacht, Herr Abbou!
Ich wünsche mir mehr Leute mit Courage...viel mehr!

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heidtke51 11.04.2016, 16:19
175. Der Flugbetrieb wurde aufgenommen

Herr Daniel Abbou hat die Ehre als erster vom neuen Flughafen geflogen zu sein. Ist wie mit der Mondlandung, ob da noch jemals wieder einer oder was fliegt, steht in den Sternen.
Wenigstens sieht man den guten Willen des Managements. Wenn schon keine Flugzeuge fliegen, dann wenigsten Mitarbeiter.
Ich plädiere dafür nicht mehr vom "Pleiteflughafen" zu reden, sondern das ganze als "Großbaustelle mit indifferenten Problemstrukturen" zu bezeichnen.

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Wooster 11.04.2016, 16:19
176.

"was würden Sie zu einem Angestellten sagen der Ihren Kunden erzählt 'Der Chef ist unfähig, kommt vom saufen, und kauft immer das falsche Material ein darum wird alles ewig rausgezögert und teurer'."
.
Gut gemacht; dieser "Chef" muss ungehend weg. Wer kann's besser?

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rainerdavidw.früh 11.04.2016, 16:47
177. Presse(ver)sprecher!

Alles schön und recht mit den Solidaritätsbekundungen hier. Aber der Mann wird als Pressesprecher bezahlt und da darf, nein, man muss von ihm verlangen, dass er das Unternehmen und die Geschäftsleitung ordentlich nach außen verkauft.
Wenn er denn der (berechtigten) Meinung ist, dass er da für einen Saustall arbeitet, bleibt ihm eben nur die Kündigung; aber vielleicht war das ja auch sein cleverer Plan, um von dem Saftladen noch eine Abfindung heraus zu holen, was bei einer Kündigung seinerseits immerhin nicht möglich gewesen wäre!

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wo_ist_all_das_material? 11.04.2016, 16:55
178.

Zitat von Tiberias
Mit dem Endlosdrama "Flughafen Berlin" blamieren wir Deutschen uns gerade vor aller Welt. "Made in Germany" wird bald als Warnung wahrgenommen werden, statt als Qualitätsmerkmal, wenn das so weitergeht. Dass jemand, der mal Klartext spricht, gefeuert wird, ist leider auch typisch. Sehr sehr schade drum...
"Made in Germany" war eigentlich eine Warnung und ein Zeichen für qualitativ minderwertige Arbeit.
Ist bei der üblichen Nationalbesoffenheit in Vergessenheit geraten, ebenso der Ursprung des Wortes vom "Land der Dichter und Denker"...

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schlawa 11.04.2016, 17:16
179.

""Made in Germany" war eigentlich eine Warnung und ein Zeichen für qualitativ minderwertige Arbeit. Ist bei der üblichen Nationalbesoffenheit in Vergessenheit geraten"

Es hat sich zuerst in Großbritannien zu einem Zeichen für Qualitativ hochwerte Produkte entwickelt, nicht im angeblich "Nationalbesoffenen Deutschen Inland".

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