Forum: Wirtschaft
Berliner Pannenflughafen: Zu ehrliches Interview - BER-Pressesprecher gefeuert
DPA

"Versenkte Milliarden", "zu viel verbockt", "scheiße gelaufen": In einem Interview hat der BER-Pressesprecher Klartext gesprochen - wohl zum letzten Mal in dieser Funktion. Er wurde umgehend freigestellt.

Seite 22 von 22
ironpolem 12.04.2016, 10:34
210. Das tut man nicht.

Nehmen wir den Pressesprecher der kanzlerin, den Herrn Seibert. Der war viele Jahre beim ZDF und hat sich dabei wohl um die CDU verdient gemacht. Deshalb wurde er zum Sprecher der Kanzlerin ernannt - und nicht gefeuert. Jedes mal wenn ich den höre, wenn er wieder die Politik der Kanzlerin verteidigen muß, tut er mir fast leid. Der darf nie die Wahrheit sagen. Gut, daran gewöhnt man sich mit der Zeit vielleicht - manche können sich aber nie daran gewöhnen. Die werden dann gefeuert.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Steve.Joe 12.04.2016, 14:28
211. Unprofessionell

Ein Pressesprecher kann nicht einfach unabgestimmt seine Meinung äußern.

Unprofessionell, vielleicht auch etwas mutig ... aber auf jeden Fall auch eine Möglichkeit seine Kündigung aktiv anzustreben.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
rainerdavidw.früh 12.04.2016, 15:06
212. Ich erklär's Ihnen gerne nochmal!

@187 cum infamia:
Mit dem Begriff "Loyalität" können Sie nichts anfangen, oder? Macht nix, da sind sie in diesem Lande in bester Gesellschaft.
Wo das Geld letzten Endes herkommt, ist in diesem Falle auch zweitrangig. Ich wiederhole deshalb: Er ist (na gut, war!) Pressesprecher des Unternehmens. In dieser Funktionen hat er Sch*** als Gold zu verkaufen, das steht so in seiner Stellenbeschreibung und die ist Teil des Arbeitsvertrages.
Kann und will er das nicht, sondern er fühlt sich zum investigativen Humorjournalismus hingezogen, kann er machen, aber nicht auf der Gehaltsliste des BER!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
bonobo2 12.04.2016, 15:37
213. die aufgabe von

besteht also in verschweigen, bagatellisieren, herunterspielgen - und damit letztlich: in nibelungentreue zwecks aufrechterhaltung von intransparenz. und dsa ganze nicht zuletzt zur rettung der eigenen haut oder anders formuliert: zum verbleib an den fleischtöpfen. sehr interessant, dass sich die anderen medienprofis so oder so ähnlich zum fall abbou äußern. spätestens nun weiß der geneigte leser, wie es um offenheit, ehrlichkeit und gradlinigkeit der medien und ihrer vertreter bestellt ist. das sollte jeden leser, der noch an eine offene, transparente und ehrliche berichterstattung glaubt, sehr sehr nachdenklich machen...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
urknallmarinchen@yahoo.de 13.04.2016, 03:42
214. Sorry, aber wollen diejenigen, die sich jahrelang auf Kosten der Steuerzahler ungeniert die Taschen gefüllt haben überhaupt ein Ende dieses Zustandes?

Hier spricht einer mal die Wahrheit aus und was passiert - er wird einfach kaltgestellt. Dies scheint symptomatisch für den BER zu sein, denn offenbar ist man inoffiziell gar nicht an einer Fertigstellung des Flughafens interessiert. Die Anwohner nicht (wegen der Lärmbelästigung) und die am Bau beteiligten Firmen offenbar schon gar nicht (wegen der ungehindert fließenden Steuergelder). Traut sich den Keiner mal dieses ganze mysteriöse Geflecht offenzulegen? Offensichtlich nicht, man sieht die Reaktion... Einfach nur traurig - armes Deutschland...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
regula2 13.04.2016, 09:47
215. Ausnahmen

Zitat von wind_stopper
"Milliarden versenkt" heisst eigentlich: da wird sich an oeffentlichen Geldern bereichert.
Bei Budgetüberschreitungen gibt es, abgesehen von wenigen Ausnahmen, nur zwei mögliche Erklärungen: Inkompetenz oder Veruntreuung.
Da unser Beamtenadel kompetent und ehrlich ist und nur das Volkswohl, nicht das eigene, im Sinn hat, gelten besagte Ausnahmen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 22 von 22