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Berliner Start-up: Handwerker-Website "Käuferportal" expandiert nach Europa
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Einen Treppenlift oder Wintergarten bauen sich die meisten nur einmal im Leben ins Haus - das Start-up "käuferportal.de" verspricht, nur geprüfte Handwerker zu vermitteln. Jetzt startet der Internet-Marktplatz in fünf europäischen Ländern.

quidquidagis1 24.07.2015, 12:12
1. Erfolg zweifelhaft..

..zumindest für die Handwerksbetriebe.Jede Kunden Anfrage wird an mindesten 3 weitere Betrieb verkauft.Pro Anfrage muss der Betrieb ca.50,- EURO zahlen;und dann geht das hauen und stechen unter den Wettbewerbern los.

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svizzero 24.07.2015, 12:34
2. In der Schweiz gibt es das seit Jahren

Unter renovero werden Kunden und Anbieter von handwerklichen Dienstleistungen seit Jahren zusammengebracht. Meine Erfahrungen sind zwiespältig. Die Offerten liegen extrem weit auseinander. Und gewisse Angebote können einfach nicht stimmen. Mit etwas Internetrecherche erfährt man zudem, dass die eine oder andere Firma schon ein- oder mehrere Male Konkurs machte. Da frage ich lieber bei Bekannten nach und freue mich, wenn die Firma bei allfälligen Mängeln noch existiert.

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DDR20 24.07.2015, 12:37
3. Das ist eine gute Idee

In England sind die Preise für Handwerksleistungen drastisch gefallen, viel einheimische Handwerker sind pleite oder stehen vor der Insolenz. Der EU sei Dank. Zumindest die Bürger können sich freuen, jetzt wieder normale Preise zu bezahlen und nicht weiter hohe Hanwerksrechnungen zu bekommen. Die Pleitewelle des Handwerks in Deutschland wird weiter dafür sorgen, dass sich die EU endlich nach und nach abschafft.

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brepus 24.07.2015, 13:00
4. nur schwache Kunden...

... suchen sich schwache Firmen über diese Portale. Gute Firmen werden nicht über solche Internetportale Aufträge annehmen müssen. Vielmehr wird ein haun und stechen in naher Zukunft um die guten Firmen beginnen, die jedoch auf Grund von Facharbeitermangel immer mehr sich auf ihre besondere und zuverlässige Kundenclientel konzentrieren werden....
Der Einzelkämpfer, oder der max 3 Mann Betrieb ohne Vollzeitauslastung wird sich jedoch sicherlich das eine oder andere "Loch" so füllen können.

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Schwabbelbacke 24.07.2015, 13:10
5. Förderung des Lohndumpings

Die Konsequenz wird Lohnduming sein, der den "Fachkräftemangel" verschärfen wird (sofern es ihn gibt)
Hier verdienen wie bei einer Zeitarbeit / Personaldienstleister dritte für's Nichtstun!
Insolvenzen werden kommen,und eine Pleitewelle auslösen.
Jeder sollte selbst entscheiden, ob er dieses will...den wer billig "Einkauft" muss wissen, das nicht der "Chef" auf seine Gewinnmarge verzichtet, sondern wohl eher den Lohn bei den Beschäftigten kürzen wird.

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Poco Loco 24.07.2015, 16:05
6. Die Handwerksmisere

Zitat von DDR20
In England sind die Preise für Handwerksleistungen drastisch gefallen, viel einheimische Handwerker sind pleite oder stehen vor der Insolenz. Der EU sei Dank. Zumindest die Bürger können sich freuen, jetzt wieder normale Preise zu bezahlen und nicht weiter hohe Hanwerksrechnungen zu bekommen. Die Pleitewelle des Handwerks in Deutschland wird weiter dafür sorgen, dass sich die EU endlich nach und nach abschafft.
Stellt sich die Frage, was Sie unter "normalen Preisen" verstehen. Sie würden sich wundern, wieviel einem Handwerksbetrieb von den hohen Stundensätzen (ca. 40,00-45,00 €) tatsächlich als Gewinn übrig bleiben.
In den Sätzen stecken jede Menge Nebenkosten, für Strom, Heizung, Miete, Grundsteuer, Werkzeug, Löhne, Sozialleistungen, Gebühren für Berufsgenossenschaft, Handwerkskammer, Transportfahrzeug, Telefon, Werbung usw. usw. Für 10,00-20,00 € die Stunde können Sie selbst einen kleinen Handwerksbetrieb nicht mehr am laufen halten. Wegen dem Bauboom bei "Betongold" geht es den deutschen Betrieben derzeit nicht so schlecht, vorausgesetzt sie brauchen keine große Werkstatt und keine teuren Maschinen, sowie z.B. Elektriker oder Installateure. Als Tischler mit Meisterprüfung (Ausbildungszeit ca. 5-6 Jahre) können Sie kaum mehr in der Stunde verlangen, müssen aber große Werkstattflächen und extrem teure Maschinen finanzieren, von den Löhnen für Angestellte gar nicht zu reden. Da stimme ich Ihnen zu, für Handwerker wird es immer schwieriger zu überleben, wenn immer mehr ehemalige Kunden zu Heimwerkern werden und ungelernte Billiganbieter über solche Plattformen, die Preise zunehmend unterbieten werden. Denn auch dort wird meistens der billigste das Rennen machen, und leider nicht der qualitativ Beste.

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ludwighuber1 25.07.2015, 09:34
7. Ohne FESTPREIS heisst es Abflug für den Anbieter

Wenn ein Architekt, Handwerker oder Gebisspfleger nicht in der Lage ist einen Preis zu nennen, der ohne wenn und aber für die komplett verlangte Leistung gilt, fliegt der bei mir raus aus der Vergabe. Habe selbst einen Handwerksbetrieb und jedes Angebot ist ein "Festpreis incl. Material, Lohn und sonstigen Ferzchen".

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