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Bertelsmann-Studie: Euro-Aus in Südeuropa könnte 17 Billionen kosten
AP

Ein Austritt von Griechenland und Portugal wäre verkraftbar. Doch wehe, wenn auch Spanien oder Italien die Euro-Zone verlassen. Eine neue Studie, die SPIEGEL ONLINE vorab vorliegt, sagt für diesen Fall massive Verluste vorher. Der mit Abstand größte Verlierer wäre Frankreich.

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bunterepublik 17.10.2012, 08:55
30. Unfug

Zitat von toroa
Die Berechnung geht offenbar von einem chaotischen Szenario aus. Warum soll nicht ein geordnetes Verfahren möglich sein. Der Euro wurde schließlich auch nicht über Nacht und huxflux eingeführt.
Das Auseinanderdividieren einer Währung ist ein chaotisches Verfahren und geht nicht geordnet. Das liegt daran, dass man bei einem Auseinandersetzungsbeschluss gleichzeitig strengste Kapitalverkehrsbeschränkungen und -kontrollen an den Außengrenzen der jeweiligen Euro-Staaten einführen müsste, was wiederum dazu führt, dass der Warenverkehr extrem gedrosselt würde.

Ansonsten würde es zu massivsten Kapitalfluchtszenarien kommen.

Es ist schlicht nicht zu lenken.

Neue Währungen müssten streng geheim und quasi über Nacht eingeführt werden.

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hxk 17.10.2012, 08:55
31. Bange machen gilt nicht!

Das ist absichtliche Angstmacherei. Als nächstes wirs uns dann eingeredet, wir könnten diese Billionenverluste verhindern, wenn wir noch ein.paar zusätzliche Milliarden locker machen.

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republica_banana 17.10.2012, 08:59
32.

Zitat von elwu
diese Experten auch berechnet, was die Folgen eines Austritts Deutschlands aus der Währungsunion wären?
Langfristig gesehen aber die billigere Lösung.

Mit einem System eigener, nationaler Währungen, verbunden durch eine Wechselkursunion, wie sie Europa hatte, ließen sich Europas kulturelle und durch das Produktivitätsgefälle bedingte Unterschiede weit wirksamer überbrücken. Das beweist die Zeit vor dem Euro. Keine Währung musste „gerettet“ werden. Sie konnte (und musste) im nationalen Interesse abgewertet werden. Kein Staat musste für die Sünden anderer haften. Die Lehre liegt auf der Hand: Für nationale Währungen mit realistischen („atmenden“) Wechselkursen und ebenso realistischen (von Produktivität und Risiko abhängigen) Zinsen gibt es keinen Ersatz. Sparen und Investieren (die beiden Aspekte der Kapitalbildung und -verwertung) müssen sich lohnen. Nur so lassen sich Kapitalfehlleitungen (Immobilienblasen) und Kapitalverschwendungen (wie das Stopfen von Haushaltslöchern) vermeiden. Eine Politik, die glaubt, ökonomische Gesetze ignorieren zu können, ist zum Scheitern verurteilt. Die Eurokrise (oder was man als solche ausgibt) beweist es.

Nicht der Euro wird gerettet, sondern die Schuldenstaaten.

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magnum_p_i 17.10.2012, 08:59
33. Die Krisenländer

nehmen mit was geht, so lange bis es uns schlecht geht, wenn nichts mehr geht, gehen sie

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Pinin 17.10.2012, 09:00
34. Der Nicht-Austritt wird aber insgesamt noch VIEL teurer

Der Nicht-Austritt wird aber insgesamt noch VIEL teurer:
ALLE wissen doch dass die Süd-Staaten und die Süd-Banken NIEMALS ihre Schulden zurückzahlen werden / können / wollen.
Wenn man daher von "Garantien geben" oder "Haftung übernehmen" redet heißt das in Realität, dass das Geld das Deutschland hier "im Feuer" hat in jedem Fall schon unwiederbringlich weg ist!

Die Drohung dass Deutschland beim Euro-Austritt von irgend jemandem viel Geld verlieren würde ist also Volksverdummung, denn das Geld um das es geht IST IN JEDEM FALL VERLOREN.
Es geht also nur darum schlechtem Geld nicht noch gutes Geld hinterher zu werfen.

Und nach dem früher oder später in jedem Fall kommenden crash werden die Süd-Staaten unter Führung Frankreichs fordern, sofort beim Neustart mit einer finalen Transferunion zu beginnen.
Und SPON wird das wieder unterstützen.

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Klopsdrops 17.10.2012, 09:01
35.

Zitat von mxmx
Die interessanten Fragen wurden wieder mal nicht betrachtet: Was wäre bei einem Austritt Deutschlands aus dem Euro? Vielleicht wäre das ja für alle die billigste Variante?
Für alle die billigste, richtig. Aber für Deutschland die teuerste, denn Deutschland würde auf all seinen Schulden sitzenbleiben. Ein Austritt Deutschlands ginge mit einem sofortigen Zusammenbruch des Euros einher, d.h. 800 Milliarden € deutsche Target-2-Forderungen an das Euro-System wären komplett verloren. Dazu kommt der massive und mehrere Jahre andauernde Zusammenbruch der deutschen Exportmärkte in ganz Europa, die mehr als die Hälfte der deutschen Exporte ausmachen. Auch die anderen großen deutschen Exportmärkte USA und China würden stark schrumpfen. 15 Millionen deutsche Arbeitnehmer, die direkt und indirekt von Exportwirtschaft abhängen, wären betroffen. Dazu kommt noch die massive Währungsaufwertung, wenn Deutschland wieder eine eigene Währung einführen würde. Die deutsche Exportwirtschaft könnten wir dann erstmal abschreiben. Millionen Arbeitsplätze in dem Bereich würden verloren gehen und es ist fraglich, ob die nach einer gewissen Anpassung und Erholung jemals wieder nach Deutschland zurückkommen würden. Die Kosten für die Sozialsysteme und diejenigen, die diese finanzieren, sind noch nicht mal bezifferbar.

Könnte auch etwas anders kommen? Könnte sein, aber wir haben 2008 gesehen, was die Pleite einer einzigen Bank für das weltweite Finanzsystem und die Weltwirtschaft bedeuten kann. Vielleicht sollte man daran mal denken, wenn man quasi den Zusammenbruch nicht einer einzigen Bank, sondern einer gesamten, riesigen Währungszone fordert.

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macsoja 17.10.2012, 09:02
36. zu viele Nullen?

Interessant ist der Satz:
>>
Laut den Prognos-Berechnungen gingen in den 42 Ländern insgesamt 7,9 Billionen Euro verloren, davon allein 1,2 Milliarden in den Schwellenländern der sogenannten BRIC-Staaten.

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Klopsdrops 17.10.2012, 09:04
37.

Zitat von observerd
was ist das für eine Währung deren Scheitern bis zu 17 Billionen EURO kosten könnte. Glaubt irgendjemand dass solche katastrophale Verwerfungen ohne den EURO jemals möglich gewesen wären ?
Klar. Ein Zusammenbruch des Dollars oder der chinesischen Wirtschaft hätte sogar noch wesentlich gravierendere Folgen.

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akrisios 17.10.2012, 09:05
38. Privatinsolvenz auf Int. Ebene

Ist doch alles kein Problem. Hierzulande hebt mal jeder mal zwei Finger zum V und macht den OE. Die schönen Sachen die man auf Pump gekauft hat behält man und nach 7 Jahren schmaler Hans ist man entschuldet. In die Röhre schauen Lieferanten, Hersteller & Dienstleister.

Verantwortet wird dieser Skandal von Beamten die ohnehin in allen Bereichen risikolos mit dem Geld das andere verdient haben aasen und sich bedienen (Stchw. Pension).
Warum sollte so ein Unrechts-Ausbeutersystem nicht auch auf internationaler Ebene statfinden können? Was lacostet die Welt? Geld spielt keine Rolex.

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GSYBE 17.10.2012, 09:05
39. Klar

Zitat von elwu
Haben diese Experten auch berechnet, was die Folgen eines Austritts Deutschlands aus der Währungsunion wären?
Denke schon; wird aber nicht veröffentlicht, da für den Rest der Welt ein Gewinn.

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