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Bertelsmann-Studie: Euro-Aus in Südeuropa könnte 17 Billionen kosten
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Ein Austritt von Griechenland und Portugal wäre verkraftbar. Doch wehe, wenn auch Spanien oder Italien die Euro-Zone verlassen. Eine neue Studie, die SPIEGEL ONLINE vorab vorliegt, sagt für diesen Fall massive Verluste vorher. Der mit Abstand größte Verlierer wäre Frankreich.

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c++ 17.10.2012, 22:11
560.

Zitat von der buntspecht
Wie kommt man dann auf die Milchmädchenrechnung von 17 Billionen?
Das ist angeblich der kumulierte Schaden der gesamten Weltwirtschaft bei einem Austritt.
Da frage ich mich natürlich, warum die großen Länder der Welt sich nicht an der Rettung der Krisenstaaten beteiligen und dies faktisch nur Deutschland und einigen anderen Eurostaaten überlassen.
Es wird höchste Zeit, dass eine internationale Geberkonferenz für überschuldete Südstaaten in der Eurozone veranstaltet wird, bei der mal die von riesigen Verlusten bedrohten Staaten einige Billionen springen lassen und dies nicht Deutschland überlassen. Warum soll der Steuerzahler in D Staaten wie China oder den USA große Verluste ersparen? Entweder die bezahlen mit, oder sie tragen den Schaden mit.

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Emil Peisker 17.10.2012, 22:31
561. man kann dran fühlen

Zitat von voltaire
17 Billionen, glaubt kein Mensch,
Der Autor dieses Artikels ist auf Wirkung bei seinen Lesern aus.
Herr Böcking hat Politik und Psychologie studiert, das sind anscheinend bessere Voraussetzungen in der Schuldenkrise Gehör zu finden, als sie ein Volkswirtschaftler vorweisen kann.

17 Billionen sind eine frei geschätzte Zahl, die keine andere Grundlage hat, als die, dass der Autor einen drastischen Schock auslösen möchte.

Ob das nun berechtigt ist, oder nicht, kann ich nicht sagen, aber man kann dran fühlen, an den Zielen, die den Autor antreiben.

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jugendmauer 17.10.2012, 22:42
562. Geld an Bankkunden statt Geld für Staat/Bank

Zitat von Olaf
Ich denke Südeuropa wird 17 Billionen kosten. Bei einem Euroaustritt werden die Kosten nur direkt sichtbar, bleiben sie drinnen ist es eben ein schleichender Prozess, den man politisch auch besser kaschieren kann.
Ja so ist es doch, für 17 Billionen € oder DM , könnte man quasi die ganze Infrastruktur von Südeuropa kaufen! Wenn die Südländer solche Schulden haben die nur in Utopischen Vorstellungen jemals zurück gezahlt werden können, dann ist es doch vollkommen egal!! Wir zahlen doch so oder so, die Schulden werden nicht mehr oder weniger nur die Finanzmärke freuen sich weiterhin ihr Geld zu bekommen.
Statt die Überschuldeten Südländer und Banken zu retten sollte man gleich das Geld von der Zentralbank einsetzen um die Kunden der Banden auszuzahlen die beim Euroaustritt ihr Geld verlieren! BASTA

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Melmex 17.10.2012, 22:53
563. Luft

Als würde sich alles in Luft auflösen. Die einzigen die was zu verlieren haben sind die die was zu verlieren haben also die Reichen. Wer nichts hat, hat auch nichts zu verlieren. Aber genau darum geht es. Die, die niochts haben, sollen als Sklaven für die 17 Millionen Millionen herhalten.

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Lutz Richter 17.10.2012, 22:55
564. Das ganze ist ja nur ein Worst Case Szenario ...

Vielleicht wird es danach aber auch alles besser? Wenn sie alles so genau berechnen können, warum haben sie das ganze nicht schon viel früher berechnet? Dann wäre es erst gar nicht dazu gekommen :-)

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walter_rsr 17.10.2012, 22:57
565. Wirklich lustig!

Zitat von sysop
Ein Austritt von Griechenland und Portugal wäre verkraftbar. Doch wehe, wenn auch Spanien oder Italien die Euro-Zone verlassen. Eine neue Studie, die SPIEGEL ONLINE vorab vorliegt, sagt für diesen Fall massive Verluste vorher. Der mit Abstand größte Verlierer wäre Frankreich.
Klingt freundlicher, als wenn ich "lächerlich" schreiben würde. Lächerlich sind nämlich die ach so ernsthaften Argumentationen der Wirtschaftsexperten hier über diese Studie.
Was hier aber zählt, und für mich "nur" zählt, ist die Tatsache, dass diese Studie von der Bertelsmannstiftung beauftragt wurde.
Das Für und Wider kann man sich deshalb sparen, hier stehen ausschließlich die Interessen dieser neoliberalen Vordenker dahinter. Welche dies sind, darüber kann man sich ausführlich ohne große Anstrengungen informieren.

Trotzdem wird diese Studie sicher einiges in der gewünschten Richtung bewirken. Einige Foristen gehen ja schon konform mit diesem Angstszenario und bemühen sich zusätzlich eigene Argumente beizusteuern. Große Zahlen sind offensichtlich sehr beeindruckend. Nur vernebeln sie, wie hier, manchmal den Blick auf das Wesentliche.

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marcaurel1957 18.10.2012, 23:12
566.

Zitat von okokberlin
zum punkto wiedervereinigung - da gab es keine alternative und das war auch von der großen mehrheit der bevölkerungen so gewünscht. in der ddr hätte es massenausreise in den westen stattgefunden, wenn die vereinigung nicht gekommen wäre. im übrigen habe ich sogar gerne dafür gezahlt und es war noch einigermaßen finanzierbar. der moloch EU ist nicht mal mehr finanzierbar, selbst wenn man so ein naiver eruopa träumer ist , wie markaurel.
Hinsichtlich Wiedervereinigung haben Sie völlig recht, auch ich habe dafür im Prinzip gern bezahlt. Diese gilt aber auch für Europa, dessen Vereinigung deutlich wichtiger ist.
Hinzu kommt,mdaß die europäische Vereinigung deutlich billiger wird, sehr viel billiger sogar!
Es heißt übrigens "Marcaurel"!

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marcaurel1957 18.10.2012, 23:16
567.

Zitat von okokberlin
wie auch immer, selbst unter den viele jahre langen euro befürwortern dreht es . münchau schreibt heute seine kolumne von den 2. möglichkeiten die noch verbleiben. wobei die poltikundion völlig illusorisch ist, was er auch einräumt. bleibt nur noch die aufspaltung der eurozone , entweder in nord-süd oder direkt rückkehr zu den nationalen währungen. es wird langsam einsam um sie. die poltik , die kaum versteht worum es geht , wird das über kurz oder lang auch noch erkennen müssen.
Das glaube ich glaube ich eher nicht, ich sehe sogar eine gegenteilige Entwicklung!
Ich glaube daß die Politik, die von Menschen wie Merkel, Schäuble oder Draghi ihre Wirkung zeigen wird.

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marcaurel1957 18.10.2012, 23:24
568.

Zitat von PK2011
Erstens ist überhaupt nicht einzusehen, warum auch nur "ein geringer Teil" des Geldes "weg" sein sollte. Weil profitiert wurde? Ok, dann wird nicht profitiert und hinterher ist der Profit nicht weg. Man spare sich den ganzen Zirkus und komme aufs selbe Ergebnis. Zweitens ist die Berechnung eines globalen Szenarios - um das handelt es sich soweit ich das jetzt las - immer von grossen Unsicherheitsfaktoren belastet und daher wenig wahrscheinlich. Drittens ist die "Lösung der EUR-Krise" nur durch die Wiedereinführung nationaler Währungen möglich. Dann könnte Europa tatsächlich gestärkt hervor gehen. Die Fortsetzung der bisherigen Politik wird Verteilungs-Auseinandersetzungen provozieren.
Von den 480 Mrd des nationalen Rettungsschirms werden nach gegenwärtigen Stand ca. 9 Mrd fällig, dies sind 2 %! In Skandinavien wurden innen 90 Jahren ähnliche Erfahrungen gemacht.

Sie haben recht, die Studie ist mit großen prognostische Unsichefheiten verbunden. Wichtig ist aber die Grundtendenz, ob es nun 10 Billionen oder 17 Billionen sind, spielt keine Rolle
Die gegenwärtigen Maßnahmen werden die Schuldenkrise ohne Zweifel lösen. ein "Eurokrise" gibt es nicht!

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marcaurel1957 18.10.2012, 23:35
569.

Zitat von Traumschau
Sie labern hier herum, ohne auch nur die wesentlichen Daten zur Kenntnis zu nehmen. Die Handelsungleichgewichte zusammen mit der Austeritätspolitik wird die Staaten zur Aufgabe des Euro zwingen. Bevor die auch nur einen Millimeter.....
Die gegenwärtige Krise hat nicht mit Handelsungleichgewichten zu tun, sondern nur mit der Tatsache, daß Länder wie Griechenland zu viel konsumiert haben oder das Spanien zu viel Geld in Betonruinen vergraben hat. Die gegenwärtige Politik besteht zurecht darauf, daß Konsum und Verdienst wieder ins Gleichgewicht kommen, in unterstütze dies ausdrücklich.
Wenn sie sich die aktuellen Daten anschauen, werden Sie feststellen, daß die betroffenen Länder bereits an Wettbewerbsfähigkeit gewonnen haben. in 12 Monate wird dies sogar für ökonomisch Blinde nicht mehr zu übersehen sein.

Deutschland treibt sicher kein Lohndumping, sondern ist, gaz besonders im Export, ein ausgesprochenes Hochlohnland.
Um dies nachzuprüfen, brauchen Sie übrigens nur mal ihren Blick auf Destatis, Eurostat oder die monatlichen Publikationen der Bundesbank oder Der EZB zu richten
Auf Ihrem Ton will ich hier nicht eingehen, offensichtlich war ihre Kinderstube eher fragwürdig !

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