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Bertelsmann-Studie: Euro-Aus in Südeuropa könnte 17 Billionen kosten
AP

Ein Austritt von Griechenland und Portugal wäre verkraftbar. Doch wehe, wenn auch Spanien oder Italien die Euro-Zone verlassen. Eine neue Studie, die SPIEGEL ONLINE vorab vorliegt, sagt für diesen Fall massive Verluste vorher. Der mit Abstand größte Verlierer wäre Frankreich.

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Neinsowas 17.10.2012, 09:28
70. wieso schon wieder Euroaustritt?

gestern war doch noch Friedensnobelpreis für Euroland, Frau Merkel mit "wir bleiben zusammen" und Herr Schäuble mit neuen Euro-Ideen?
Dieses Hin-und Her macht einen richtig wahnsinnig, liebe Redaktion!

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alpenkraut 17.10.2012, 09:28
71.

Zitat von daskänguru
.... 2. Selbst der Austritt(Rauswurf geht nicht) der 4 wäre auch nicht teurer als die Wiedervereinigung, also warum nicht.
Die Wiedervereinigung war bestimmt erheblich teurer als 17 Billionen.

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trackerdog 17.10.2012, 09:29
72. merkwürdig

Sind das nicht die gleichen "Fachleute", die uns vor 12 Jahren mit dem Euro das Paradies auf Erden versprochen haben?
Haben die "Forscher" vielleicht auch berechnet, was es uns kostet, wenn wir den Euro behalten?
Dann möglicherweise nur 16 Billionen!
Ob 17 Billionen oder 100 Billionen spielt doch gar keine Rolle mehr - Pleite ist Pleite!

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faistmeister 17.10.2012, 09:29
73. 17 Billionen !

Zitat von sysop
Ein Austritt von Griechenland und Portugal wäre verkraftbar. Doch wehe, wenn auch Spanien oder Italien die Euro-Zone verlassen. Eine neue Studie, die SPIEGEL ONLINE vorab vorliegt, sagt für diesen Fall massive Verluste vorher. Der mit Abstand größte Verlierer wäre Frankreich.
Na, mit diesem Pfund lässt sich doch wuchern:
1) DE muss nicht mehr den Großteil der Last tragen, denn ALLE auf dieser Planeten hängen mit drin.
2) Frankreichs und GBs Weigerungshaltung lässt sich ebenso aufweichen.
3) Nun müsste DE nur mal endlich seine Export-Fixiertheit aufgeben. Mit Einführung der DM gelänge dies sogar leichter.

Danke für die Studie.

Ich freue mich aber auch auf zukünftige Studien, die die nächste Finanz- und Weltwirtschaftskrise verlässlich voraussagen.
:-)

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mallorcafan 17.10.2012, 09:29
74. Ich

Zitat von sysop
Ein Austritt von Griechenland und Portugal wäre verkraftbar. Doch wehe, wenn auch Spanien oder Italien die Euro-Zone verlassen. Eine neue Studie, die SPIEGEL ONLINE vorab vorliegt, sagt für diesen Fall massive Verluste vorher. Der mit Abstand größte Verlierer wäre Frankreich.
nehme jetzt seit Anfang der Eurokrise an diesen Diskussionen teil.
Klinke mich jetzt aber aus, weil ich der Meinung bin, dass die finanzielle Situation und die zunehmenden Widerstände in den südlichen Ländern sehr bald zu dem grossen Knall führen wird.
Mal sehen, was dann noch von Deutschland übrig bleibt.

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daskänguru 17.10.2012, 09:30
75. Optional keine Null vergessen

Zitat von Markus M.
Ähhm.. die Gesamtkosten der deutschen Einheit lagen 2009 zw. 1,3 und 1,6 Billionen EUR und stiegen seitdem um 100 Mrd. EUR jährlich. Dagegen liegen die Kosten für den Austritt der vier Ländern bei 17 Billionen EUR. Scheinbar haben Sie da eine Null übersehen!
Kosten für Deutschland sind mit 1,7 Billionen angegeben, Kosten für alle Staaten sind mit 17 Billionen angegeben. Was geht mich der Verlust anderer Staaten an.


Grafikstrecke: Die Folgen eines Euro-Austritts in Südeuropa - SPIEGEL ONLINE - Wirtschaft

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curti 17.10.2012, 09:35
76. Und zwar in die........

Zitat von Maya2003
BERTELSMANN Stiftung - noch Fragen ? Propaganda, yes we can. Den Menschen Angst machen ist immer noch das beste Mittel sie in die gewünschte Richtung zu lenken.
...Richtung von Peer Steinbrück, den man als souveränen Macher propagiert, der all diese Szenarien managen kann.

Entgegen dem Forumstrend bin ich überzeugt, daß Institutionen wie z.B. die BM-Stiftung gegenwärtig nicht zu Gunsten von Angela operieren, sondern mit Steinbrück den verlässlichen Umsetzer ihrer Linie erhalten. Ohne Schröder wäre z.B. nicht die Agenda-Politik realisierbar gewesen, die in den Grundzügen ebenfalls von der BM-Stiftung auf Kiel gelegt worden ist. Für solche Projekte bedarf es Politiker, deren Ego alles andere zu überstrahlen versucht, kombiniert mit Hang zur Raffgier.

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Worldwatch 17.10.2012, 09:37
77. Sie wissen was solche "Abschreibungen" kosten!?

Zitat von Silversurfer2000
... Klar ist aber jetzt schon, dass dann die Kredite nicht "platzen" würden sondern bilanziell abgeschrieben. Das ist ein Strich auf dem Papier und eine Anerkenntnis der Realität.
Alle Zwangs-Glaeubiger, also alle Guthaben, Renten, Versicherungen aller Buerger und (vor allem) KMU'en, werden die Zeche zahlen (muessen).

Zitat von Silversurfer2000
Oder glaubt irgendjemand, dass die Kredite von Griechenland zurückbezahlt werden? Wohl kaum.
Nun, Sie glauben dazu doch hoffentlich und selbst nicht, dass diesbgl. die Bundesrepublik die Kraft habe, oder auch nur den Willen besaesse, "die Summe der Kredite zurueckzuzahlen", bzw. voellig unrealistischerweise zu koennen?

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Klopsdrops 17.10.2012, 09:39
78.

Zitat von klarwort
Auch das Märchen von der Aufwertung der DM ist ein Märchen. Die Schweiz und China zeigen uns wie man das mit der staatlichen Festsetzung der Umrechnungskurse händelt.
Ich glaube, Sie haben nicht ganz verstanden, wie die Schweiz und China das machen und was für diese Länder der Preis ist, den sie dafür zu zahlen haben.

Die Schweiz hat ihre Währung nämlich quasi an den Euro gebunden mit einem festen Wechselkurs 1:1,2. Damit hat die Schweiz den Euro quasi eingeführt, auch wenn sie diese Währungsbindung wieder aufheben kann, aber jetzt gibt es sie erst mal. Die Schweizer Nationalbank muss bereit sein, unbegrenzt europäische Anleihen und vor allem Euro-Devisen zu kaufen, um diesen festen Wechselkurs zu halten. Das heißt, die Schweiz zahlt für die gesamte Euro-Krise mit, denn die Schweiz hat für diese Anleihen und Devisen das gleiche Ausfallrisiko wie jeder andere Investor.
Und an welche Währung möchten Sie die neue D-Mark dann koppeln? Etwa an den Dollar, der auch auf tönernen Füßen steht? Oder an das butterweiche britische Pfund oder eine neue italienische oder spanische Währung oder an eine neue griechische? Woran?

Und was ist mit der chinesischen Währung? Die Chinesen halten ihre Währung künstlich billig, allerdings auf etwas anderem Wege als die Schweiz. Witzigerweise ist die heutige Situation Chinas dabei sehr gut mit der deutschen zu vergleichen. Denn auch für Deutschland ist der Euro objektiv unterbewertet. Deswegen ist Deutschland massiv international konkurrenzfähig, allerdings für den Preis einer chronisch unausgeglichenen Handelsbilanz und dass Deutschland riesige Vermögen im Ausland hat, die es womöglich nie wieder sehen wird, vor allem in Europa und in den USA.
China geht es genauso. Es hat - genau wie Deutschland - chronische massive Exportüberschüsse und baut riesige Devisenreserven auf, die es hauptsächlich in den USA unterbringt bzw. unterbringen muss. Und auch ob China dieses Geld jemals wieder sehen wird, ist fraglich. Sollte die USA zahlungsunfähig werden (und es ist abzusehen, dass auch die USA ihre Schulden nie mehr werden zurückzahlen können), dann verliert China auf einen Schlag seine gesamten Ersparnisse und Reserven in den USA. Das sind Billionen von Dollar (und ich meine wirklich Billionen). Denn genau das ist das Risiko bei einer dauerhaft unterbewerteten Währung

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lucutus 17.10.2012, 09:40
79.

Zitat von meistro
Solche Horrorszenarien haben ja den "Zweck", dass man die Leute beeinflussen will. Ich denke, wenn es nicht mehr geht, wenn keiner mehr kann, dann sollte man dieses Projekt Euro auch versenken.
Und das verspricht auch der Ersteller der "Studie": Bertelsmann. Noch Fragen?

Zitat von observerd
sind mit mehr als grosser Vorsicht zu geniessen. Die Wirtschaftswissenschaft ist bis heute nicht in der Lage verlässliche Prognosen über die Wirtschaftsentwicklung im nächsten Jahr abzugeben ... hier füttert man in ein ökonometrisches Modell irgendwelche Parameter und Annahmen und erwartet dann verlässliche Aussagen. Modellrechnungen halt ... Nimmt man die Zahlen aber einfach mal hin, dann kann man eines sagen : was ist das für eine Währung deren Scheitern bis zu 17 Billionen EURO kosten könnte. Glaubt irgendjemand dass solche katastrophale Verwerfungen ohne den EURO jemals möglich gewesen wären ? Die Einführung des EURO ohne den nötigen Unterbau (Details kann ich mir sparen ...) war die katastrophalste Entscheidung die die Politik im Nachkriegseuropa treffen konnte. Die hier genannten Zahlen belegen dies nur einmal mehr ...
Das ist genau der Punkt. "Könnte". Diese gesamte Pseudo-Wirtschaftswissenschaft kennt keine andere Form als den Konjunktiv.

Meine Frage an den Bertelsmann: Wie sieht die Best-Case Zahl aus? Wohl nur wenige Millarden...

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