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Berufsunfähigkeit: Wenn die wichtige Versicherung plötzlich drastisch teurer wird
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Gegen Berufsunfähigkeit sollte jeder versichert sein. Doch die Verträge sind teuer - und gerade haben einige Anbieter die Beiträge drastisch erhöht, um bis zu 40 Prozent. Was Betroffene tun sollten.

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joey2312 06.01.2018, 08:59
10. BU-Versicherung? Eigentum!

Was nützt mir eine Versicherung, die unverschämt teuer ist und dann im Schadensfall doch nicht zahlt? Es ist sicher wirtschaftlich sinnvoller, sich frühzeitig um Wohneigentum zu kümmern (muss nicht in Boomregionen sein) in das man im Falle einer Berufsunfähigkeit ziehen kann, um die monatlichen Mietkosten zu sparen.

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equigen 06.01.2018, 08:59
11. Fadenscheinige Begründungen

Wenn die WWK das Geld der Kunden nicht gerade auf Tagesgeld oder Festgeld anlegt bieten sich mit Aktien oder anderen Geldmarktanlageformen immer noch fantastische Renditen. Man muss eher davon ausgehen, dass da mit Lockangeboten gearbeitet wurde und von Anfang an geplant war die Kunden später abzuzocken. Denn wie beschrieben ist das Wechseln wenn man etwas älter wird schwierig und eher noch teurer.

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sametime 06.01.2018, 09:05
12. Bloß nicht abschließen

Der Artikel beschreibt es ja sehr gut. Im Kassieren sind die Versicherungen groß. Wenn der Versicherungsfall eintritt, muss man klagen. Versichert werden nur sehr gesunde Menschen. Also Finger weg von derartigen Versicherungen.

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NoBrainNoPain 06.01.2018, 09:08
13. Zweifelsfrei sinnvoll?

Das halte ich bei den oben aufgeführten Widrigkeiten für mehr als fragwürdig. Wer mehr als 1000 Euro für so eine windige Versicherung übrig hat, hätte sich noch vor 10 Jahren besser eine Wohnung gekauft oder wenigstens das Geld einfach gespart. Das wären dann selbst ohne Zinsen heute 120.000 ?. Eine Beratung kann eigentlich nur dazu führen abzuraten.

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inecht 06.01.2018, 09:09
14. die „wichtigste“ Versicherung? - Ja, wenn es um Provisionen geht!

Wer behauptet denn, die BU- Versicherung sei die „wichtigste“?
Jeder Vermittler, der damit richtig Geld verdient. Bei einem brutto- Monatsbeitrag von 100€ verdient man fast 2.500€ . Nach dem Rückgang der privaten Krankenversicherung ist die BU die neue Kuh, die man schamlos melkt.
Hoher Beitrag für einen begrenzten Versicherungsschutz. Eine ausgewogene Beratung findet wegen der Provisionsgier leider kaum statt. Pech.

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großwolke 06.01.2018, 09:23
15. Das eigene Risiko nüchtern abwägen

"Gegen Berufsunfähigkeit sollte jeder versichert sein." NEIN! Ganz klar, nein, bei weitem nicht jeder. Es gibt nämlich eine staatliche BU-Versicherung, die heißt "Sozialhilfe" und ist völlig ausreichend für sämtliche Niedrig- und Mindestlohnbezieher, da diese mit ihrem geringen finanziellen Spielraum sowieso keine höhere Abdeckung erreichen können. Dann gibt es da noch eine ganze Menge Berufe z.B. alle möglichen Bürojobs, die von sich aus ein extrem geringes Risiko für irgendwelche den Beruf verhindernden Leiden haben (Querschnittslähmung, Hand ab, psychisch nicht belastbar - irgendein Schon-Arbeitsplatz findet sich immer). Dazu kommen Jobs, wie z.B. in der Chemiebranche, die zwar prinzipiell höhere Gefahren beinhalten, wo aber durch das Zusammenspiel von Arbeitssicherheit und Absicherung über die Berufsgenossenschaften ebenfalls ein ziemlich hohes Schutz- und Vorsorge-Niveau besteht. Für diese beiden Gruppen lohnt es möglicherweise, nur indivduelle Risiken, wie z.B. einen gefährlichen Sport, separat abzusichern. Wenn man mal so darüber nachdenkt, was einem im Leben so alles passieren kann und wie unwahrscheinlich es ist, sich ein Leiden oder eine Verletzung zuzuziehen, von denen man sich nie wieder so erholt, dass ein Weiterarbeiten möglich wäre (denn die Versicherung sichert ja nicht dauerhaften Jobverlust durch Krankheit ab, sondern nur für die Zeit der medizinisch bestätigten Arbeitsunfähigkeit), dann bleibt da ein Restrisiko übrig, dass für die Meisten vermutlich nicht allzu hoch ist.

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skilliard 06.01.2018, 09:27
16.

Und da gibt es immer noch "Experten", die uns die Abschaffung der gesetzlichen Rentenversicherung zu Gunsten privater Versicherungen schmackhaft machen wollen.

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steingärtner 06.01.2018, 09:29
17. Gleicher Trend, bei mir im Supermarkt

Zitat von Spiegelleserin57
dass besonders Berufsunfähigkeitsversicherungen teuer sind ist hinreichend bekannt, dass der Trend berufsunfähig zu werden zunimmt auch. Sicher müssen die Vertragsdetails genau geprüft werden und auch ob die Tätigkeit überhaupt als Beruf anerkannt ist. Es gilt da wie bei allen Versicherungsverträgen die Details zu prüfen. Auch sollte jeder prüfen ob er diese Versicherung unbedingt braucht. Dass man mit 50 keine Versicherung mehr so leicht bekommt sollte doch auch selbstverständlich klar sein und auch für den Laien verständlich. Das sollte aber kein Problem sein und keine Verpflichtung zur Preisstabilität bei dieser Art von Versicherung. Es ist wie so oft, fallen verstärkt Versichungsfälle an erhöhen sich die Preise. Das ist wohl auch Herrn Tenhagen sicher bekannt und auch dass es im Trend liegt mit allen Mitteln die Leistungen zu erhalten. Das da die Versicherungen reagieren ist sollte nachvollziehbar sein. Man sollte sich schon für das Versicherungswesen interessieren und nicht gleich Verträge abschließen in der Meinung...da bekomme ich Geld. Eigentlich sollten die genannten Parameter im Artikel jedem bekannt sein und auch dass man Verträge vor der Unterschrift genau prüfen muss. Wen also will Herr Tenhabgen da belehren?
Zitat: ''....dass es im Trend liegt mit allen Mitteln die Leistungen zu erhalten. ''
Bei mir im Supermarkt, herrscht auch det Trend vor, für das hingeben von Geld, Leistung in Form von Waren zu verlangen.
Was ist bloße aus unserem Land geworden ?

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Hamberliner 06.01.2018, 09:29
18. Man kann es auch übertreiben.

Muss man sich denn gegen alles und jedes versichern? Wir Kopfarbeiter bleiben doch nach einem Gliedmaßenverlust oder einer Querschnittslähmung voll einsatzufähig. Die Wahrscheinlichkeit einer Hirnverletzung (wie Michael Schumacher) halte ich für vernachlässigbar gering. Ein nennenswertes Risiko wär höchstens der Schlaganfall, aber wenn man sich gut merkt was uns die Mediziner dauernd einbläuen - die Symptome und dass jede Sekunde zählt - kann man bei richtiger Reaktion im Ernstfall auch dieses Risiko minimieren.
Wenn es ums Geld geht - sich versichern, Steuern sparen, zwischen Hausbesitz und Mietwohnung entscheiden, zwischen Motorrad und Auto entscheiden, billig urlauben - scheinen viele den Fehler zu machen nur die Kosten zu sehen und den Aufwand fürs Selbstmanagement völllig aus den Augen zu verlieren. Ich habe anspruchsvolle Jahrzehnte als Ingenieurwissenschaftler hinter mir und kenne abgesehen von Urlaub nur ein Leben fast ohne Freizeit. Man hat doch gar nicht den Kopf frei um sich mit tausenderlei Kleinsch... zu beschäftigen und dauernd halbe Doktorarbeiten zu schreiben um sein Leben zu organisieren. Das schaffen höchstens Feierabendmacher, die sich fachlich nichts abverlangen und die nicht wissen wie das ist wenn man bis spätabends höchstkonzentriert an Berechnungsverfahren und dem Quellcode der Programme getüftelt hat und Stunden braucht, um einschlafen zu können - Stunden, in denen man nicht das Kleingedruckte von Versicherungs-AGBs durchkauen kann.
Was macht denn mehr Spaß: ein einfach strukturiertes Berufsleben und ein kompliziertes Privatleben oder umgekehrt?

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butzibart13 06.01.2018, 09:33
19. zu viele Hindernisse

Zu wenige Arbeitnehmer nehmen diesen Schutz in Anspruch, weil er an Absurdität kaum zu überbieten ist. Da wären als erstes die teuren Prämien zu nennen, aber auch die im Ernstfall zu erwartenden Streitigkeiten mit der Versicherung. Der Höhepunkt liegt aber bei den Ausschlussmöglichkeiten infolge von Krankheitsfällen, die dem geplanten Eintritt vorausgegangen sind. Insbesondere psychotherapeutische Beratungen, die in unserer Lebenswelt im Steigen begriffen sind, schlagen hier voll zu Buche. Ich sehe da wenig Möglichkeiten, dass diese, mag sein sinnvolle Versicherung, an Bedeutung gewinnt. Und das ganze statt in privatwirtschaftliche in staatliche Hand zu geben, dürfte ein schwer zu überschauendes Unterfangen werden, aber man sollte sich darüber mal ernsthaftGedanken machen.

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