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Berufsunfähigkeit: Worauf Sie bei der Versicherung achten sollten
DPA

Was passiert, wenn Sie nicht mehr arbeiten können? Gegen Berufsunfähigkeit sollte jeder versichert sein. Doch die Verträge sind teuer - und haben große Tücken. Was für Kunden wichtig ist.

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dingstabumsta 28.10.2017, 15:38
1. Systematisch für ...

..Berufsunfähigkeitsversicherung ist doch die, dass die nur für noch für wenige reiche Arbeitnehmer bezahlbar ist.
Dazu kommt noch, dass viel geübte Praxis wie die Policen nicht auszuzahlen, oder andere Hürden einzubauen Versicherer gerade bei der Berufsunfähigkeits - Versicherung nicht zu trauen ist.
Und mit 50 Jahren einen Vertrag zu bekommen, der auch bezahlbar ist, steht in einem anderen Buch...den nichts in Deutschland ist Diskriminierender als die Versicherungsbranche!
Jemand der den Mindestlohn bekommt, oder in einem gnadenlosen prekären Niedriglohnsektor Arbeitet oder bei Zeitarbeit fällt da raus!
Ich belasse es bei meiner Hausrat und Haftpflicht, und werde mich wenn es denn so kommen soll, auf die soziale Grundsicherung verlassen müssen...wie bei der Rente auch!
Zitat: ..das Sozialhilfe-Niveau, krank und arm wie eine Kirchenmaus... ist absolut stimmig....aber Zitat: Die Versicherungswirtschaft sollte einspringen und eine private Vorsorge die staatliche Leistung ergänzen...funktioniert leider nicht, und gehört zugunsten der Verbraucher Reformiert!

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marthaimschnee 28.10.2017, 15:51
2. der Gesetzgeber hat nicht das geringste begriffen

er treibt mit der Rente ja praktisch das selbe erneut .. und wieder funktioniert es nicht! Und jetzt sind die am Ruder, die den Staat am liebsten auf das nötige Minimum, nämlich auf den maximalen Schutz des wie auch immer erbeuteten Privatvermögens vor einer wütenden Masse, schleifen wollen. Insofern ist in dieser und jeder anderen Frage des Schutzes der Allgemeinheit vor der Rendite rein gar nichts vom Gesetzgeber zu erwarten.

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Ein_denkender_Querulant 28.10.2017, 15:54
3. Unwissenheit schützt vor Strafe nicht

Diese Art Grsundheitsprüfung wird bei vielen Versicherungen verlangt. So ist es, wenn wir die soziale Marktwirtschaft begraben und schierem Kapitalismus das Zepter übergeben. Alle wollen es, bezahlen tun es Schwache und Kranke.

Ansonsten hilft Aufklärung. Warum sagen Eltern ihren Kindern nicht, dass sie mit 17 wegen jeder Beziehungskiste nicht sofort zum Psychologen rennen sollen, sondern zuerst Versicherungen wie gegen Befrfsunfähigkeit oder Krankheit abschließen sollten? Danach kann man dann auch notwendige Behandlungen machen, oder man muss fünf Jahre warten. Bei bestimmten Berufen, wie Musikern, ist es ebenso möglich, bestimmte Risiken, wie Taubheit, auszuschließen.

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issernichsüss 28.10.2017, 15:56
4. Man sollte sich auch bei den BU-Versicherungen nicht der Illusion

hingeben, dass einem die Versicherung im Ernstfall ehrlich und fair behandeln wird. Versicherte sind gut beraten, wenn sie sich gleich von Anfang an, durch einen fachlich guten Anwalt beraten lassen.
Denn wer erst dann einen Fachanwalt hinzu zieht, wenn Probleme durch die eigene Unbedarftheit entstanden sind, der ist schon deutlich im Nachteil. Und der Versicherungsnehmer sollte auch immer bedenken, dass ihm selbstverständlich erfahrene Profis gegenüber stehen, deren oberstes Ziel es ist, die Ablehnung/Abweisung von Ansprüchen durchzuboxen.

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MPS 28.10.2017, 16:26
5. Und wenn man es braucht, dann ...

.... dann kämpft die Krankentagegeld-Versicherung gegen die Berufsunfähigkeit-Versicherung.
Die Erstere sagt nach Einforderungen etlicher Gutachten: der wird nie wieder arbeiten können.
Die Zweitere ist durchaus der Meinung, dass dies nicht stimmt.
Also ist niemand dafür zuständig.

Der beste Tipp im Artikel:
3 Monate vor Abschluss eine Rechtsschutzversicherung abschließen, dann selber sparen - aber wer kann das schon. Bitter, bitter, bitter.

Und immer diese unangekündigten "Hausbesuche", weil man ja telefonisch nicht zu erreichen war ... das war den Hausbesuchern selber peinlich.
Und Selbstständige sollten aufpassen, wenn sie so eine Versicherung in jungen Jahren abschließen, bitte nicht irgendwann 20 Jahre später als Geschäftsführer arbeiten, ohne das zu melden. Das gilt dann nicht. Oder auch, dass der Verdienst der letzten 2 Jahre als Grundlage angerechnet wird.

Also nix mit, im hab vor 25 Jahren mal eine Versicherung abgeschlossen, zahle jeden Monat meinen Beitrag und will im Fall des Falles eine Leistung.

Der Artikel und das Thema haben noch Luft nach oben!

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audiotom 28.10.2017, 16:33
6. Also mir, als

Risikoprüfer bei einer der größten deutsche Versicherer dreht sich bei diesem tendenziösen Artikel wahrlich der Magen um. Heutzutage kann offensichtlich jeder - auch mit dem größten Halbwissen - eine "seriöse" Finanzzeitung herausgeben.

Die tatsächliche Ablehnungsquote liegt bei den von mir geprüften Anträgen bei unter 5%. Alle anderen kann man entweder Normal annehmen, mit Beitragszuschlag oder Ausschlussklausel(n) versichern.
Wenn ein Fliesenleger beispielsweise rezidivierende Beschwerden im Wirbelsäulenbereich hat, muss man doch darauf reagieren können, ohne dass ein Herr Tenhagen die moralische Keule schwingt. Hier gehts im Zweifelsfall um hunderttausende Euro die man zu prüfen hat. Ein Fliesenleger würde doch seine Fliesen auch nicht in einem Raum legen der unter Wasser steht....
Wenn jemand stark Übergewichtig ist und Bluthochdruck hat, kann diese Person nun mal nicht "normal" versichert werden, es ist einfach ein versicherungsmedizinisch erhöhtes Risiko.

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butzibart13 28.10.2017, 16:43
7. Eine "hinterfotzige" Versicherung

In meiner Jugendzeit hatte ich oft mit Rückenproblemen und ungeklärten Fieberschüben zu kämpfen, hätte also nach diesen Vorgaben gar nicht in eine zu dieser Zeit noch nicht existierenden BU eintreten können. Heute bin ich in diesem Sinne beschwerdefrei, mein Arbeitsleben ist abgeschlossen und bin heilfroh, dass ich mit einer BU nichts zu tun habe. Man fragt sich wirklich, ob nicht der Staat in diese geldgierige, diskriminierende Versicherungsbranche eingreifen sollte.

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B. Hoheneck 28.10.2017, 16:54
8. Warum...

wird diese Versicherungsart seit ein paar Jahren so aggressiv beworben (z.T. eben als Artikel getarnt)??? Außer für ganz wenige Berufzweige halte ich die BU für absolut überflüssig. Gerade für Bürojobler sollte es mich wundern, wenn man da im Sinne der BU komplett berufsunfähig wird. Man sollte sich auch von dem Gedanken verabschieden, dass man sich gegen alle Gemeinheiten des Schicksals versichern könnte...

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B. Hoffrich 28.10.2017, 17:10
9. Die grösste Schweinerei bleibt unerwähnt.

Im Rahmen der Agenda 2010 wurde zum 1.1.2001 die gesetzliche Berufsunfähigkeitsversicherung abgeschafft und die Berufstätigen, auf die das zutraf, auf Hartz 4 verwiesen und deren Altersvorsorge und Vermögen eingezogen. Vorher hatten die 30 Jahre ihre Beiträge gezahlt, um die nun alte, chronisch Kranken betrogen wurden. Vom Staat.

Alles nur, um der Versicherungswirtschaft neue Verträge über Berufsunfähigkeitsversicherungen zuzutreiben. Man weiss ja, wer damals Arbeitsminister war: ein typischer Genosse der Bosse, ein Lobbyist der Versicherungswirtschaft, der nach seiner Amtszeit dort unverschämt abkassierte. Riester wird in der Hölle schmoren und jeder schon gestorbene Kranke darf das Feuer anfachen.

Gleichzeitig wurden die Kriterien für die volle Erwerbsunfähigkeitsrente so verschärft, dass die chronisch Kranken die noch nicht einmal bekam, wenn sie im Rollstuhl sassen. Schliesslich kann man auch im Rollstuhl noch eine Computermaus bedienen oder Elefanten füttern. Dazu kam, dass die begutachtenden Ärzte (heute nur noch Schlechtachter, kurz: Schlächter genannt) von den gesetzlichen Versicherungen nur weiter beschäftigt werden, wenn ihre Quote der Ablehnung brutal hoch ist.

Das hiess für den Kranken: ein Arbeitsleben Beiträge gezahlt, keine Versicherungs-Leistungen erhalten, vom Staat auch noch ausgeplündert und -weil man ja in Familienverbünden lebt- wurden die Familienangehörige dazu verpflichtet, die Sozialhilfe zurückzuzahlen. Wer noch eine Berufstätige Frau hatte, bekam nüscht. So wurde auch noch die Frau in die Haftung für die Krankheit des Partners genommen. Obwohl auch sie die Beiträge zur gesetzlichen Berufsunfähigkeitsversicherung gezahlt hatte.

SPD-
Sozialstaat ade.
Sozialstaat ade-
SPD ade.

Wer das in seiner Familie erlebt hat, wählt nie wieder diese Partei der Menschenschinder. q.e.d.

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