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Berufsunfähigkeit: Worauf Sie bei der Versicherung achten sollten
DPA

Was passiert, wenn Sie nicht mehr arbeiten können? Gegen Berufsunfähigkeit sollte jeder versichert sein. Doch die Verträge sind teuer - und haben große Tücken. Was für Kunden wichtig ist.

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hotgorn 28.10.2017, 18:19
20.

Zitat von B. Hoffrich
Im Rahmen der Agenda 2010 wurde zum 1.1.2001 die gesetzliche Berufsunfähigkeitsversicherung abgeschafft und die Berufstätigen, auf die das zutraf, auf Hartz 4 verwiesen und deren Altersvorsorge und Vermögen eingezogen. Vorher hatten die 30 Jahre ihre Beiträge gezahlt, um die nun alte, chronisch Kranken betrogen wurden. Vom Staat. Alles nur, um der Versicherungswirtschaft neue Verträge über Berufsunfähigkeitsversicherungen zuzutreiben. Man weiss ja, wer damals Arbeitsminister war: ein typischer Genosse der Bosse, ein Lobbyist der Versicherungswirtschaft, der nach seiner Amtszeit dort unverschämt abkassierte. Riester wird in der Hölle schmoren und jeder schon gestorbene Kranke darf das Feuer anfachen. Gleichzeitig wurden die Kriterien für die volle Erwerbsunfähigkeitsrente so verschärft, dass die chronisch Kranken die noch nicht einmal bekam, wenn sie im Rollstuhl sassen. Schliesslich kann man auch im Rollstuhl noch eine Computermaus bedienen oder Elefanten füttern. Dazu kam, dass die begutachtenden Ärzte (heute nur noch Schlechtachter, kurz: Schlächter genannt) von den gesetzlichen Versicherungen nur weiter beschäftigt werden, wenn ihre Quote der Ablehnung brutal hoch ist. Das hiess für den Kranken: ein Arbeitsleben Beiträge gezahlt, keine Versicherungs-Leistungen erhalten, vom Staat auch noch ausgeplündert und -weil man ja in Familienverbünden lebt- wurden die Familienangehörige dazu verpflichtet, die Sozialhilfe zurückzuzahlen. Wer noch eine Berufstätige Frau hatte, bekam nüscht. So wurde auch noch die Frau in die Haftung für die Krankheit des Partners genommen. Obwohl auch sie die Beiträge zur gesetzlichen Berufsunfähigkeitsversicherung gezahlt hatte. SPD- Sozialstaat ade. Sozialstaat ade- SPD ade. Wer das in seiner Familie erlebt hat, wählt nie wieder diese Partei der Menschenschinder. q.e.d.
Der lernresistente SPD um Schulz und Scholz sowie Nahles wird von mir auch nie wieder gewählt.

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meier12 28.10.2017, 19:10
21.

Für die Versicherungen geht es um Gewinn. Maximalen Gewinn kann man nur erzielen, wenn man die Ausgaben niedrig hält. Es wäre doch nun so einfach, wenn der Staat die Berufsunfähigkeitsversicherung wieder in die Hand nehmen würde. Wer den Schutz will, muss dann eben einen angemessenen Anteil seines Einkommens zusätzlich in die Kasse einzahlen. Das es eine ordentliche Prüfung des Einzelfalles geben muss und dies auch nach Jahren der Rentengewährung, sehe ich an einem Beispiel in der Nachbarschaft. Dieser fiel offenbar noch in die geschützten Jahrgänge und ist seit vielen Jahren BU-Rentner. Er hat dieses Jahr mit eigenen Händen eine große Gartenanlage mit Überdachung über einem Grillplatz gebaut. Angeblich kann er seinem Handwerk nicht mehr nachgehen, kaputter Rücken, kaputte Knie. Er konnte aber stundenlang auf den Knien Fliesen auf dem Grillplatz verlegen und auch das Dach für die Überdachung selbst decken. Ja, ein bedauernswerter Mensch. Ich ärgere mich auch ständig, dass diese Menschen auf meine Kosten angenehme Renten bekommen und für den Fall meiner Berufsunfähigkeit in der Kasse, die ich fülle, nichts da sein soll. Der Staat sollte also konsequenterweise diese seit 15 Jahren systemfremde Leistung aus der gesetzlichen Versicherung nehmen und aus dem Staatshaushalt finanzieren oder aber die Versicherungsleistung eben wieder für alle ermöglichen.

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schüttelkugel 28.10.2017, 19:38
22.

Zitat von audiotom
Risikoprüfer bei einer der größten deutsche Versicherer dreht sich bei diesem tendenziösen Artikel wahrlich der Magen um. Heutzutage kann offensichtlich jeder - auch mit dem größten Halbwissen - eine "seriöse" Finanzzeitung herausgeben. Die tatsächliche Ablehnungsquote liegt bei den von mir geprüften Anträgen bei unter 5%. Alle anderen kann man entweder Normal annehmen, mit Beitragszuschlag oder Ausschlussklausel(n) versichern. Wenn ein Fliesenleger beispielsweise rezidivierende Beschwerden im Wirbelsäulenbereich hat, muss man doch darauf reagieren können, ohne dass ein Herr Tenhagen die moralische Keule schwingt. Hier gehts im Zweifelsfall um hunderttausende Euro die man zu prüfen hat. Ein Fliesenleger würde doch seine Fliesen auch nicht in einem Raum legen der unter Wasser steht.... Wenn jemand stark Übergewichtig ist und Bluthochdruck hat, kann diese Person nun mal nicht "normal" versichert werden, es ist einfach ein versicherungsmedizinisch erhöhtes Risiko.
Und mir dreht sich der Magen um, wenn Leute wie Sie Artikel entweder nicht richtig lesen können oder schlichtweg die Fakten ignorieren! Die von Ihnen genannten 5 % betreffen in der Tat die Ablehnungsquote - aber bei Antragstellung, um überhaupt in die Versicherung aufgenommen zu werden. Die von Herrn Tenhagen genannte Zahl bezieht sich auf die Ablehnungen, wenn der Versicherungsfall eintritt, die Versicherung also zahlen soll. Im Übrigen stammen die Zahlen allesamt aus der Branche selbst. Ein Link ist im Text zu finden.

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ludwig49 28.10.2017, 19:54
23. Es sind nicht die Versicherer...

...sondern der Staat, der die Freiräume zum Betrug am Versicherten frei lässt. Kein Wunder, der Bundestag ist eine Domäne der Juristen, und diese sorgen schon dafür, daß ausreichend prozessiert werden muß. Die BU-Versicherung, sofern der Betroffene zunächst alle Hürden der ärztlichen Inkompetenz genommen hat, ist indes das Sprungbrett zu Hartz 4. Liebe abgestürzte Sozialdemokraten, das ist die Welt, aus der ihr euch entfernt habt!

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steingärtner 28.10.2017, 20:32
24. 8 von 10

Zitat von tlssng
Herr Tenhangen verschweigt der geneigten Leserschaft - wissentlich oder nicht - , dass 8 von 10 Leistungsanträge im Bereich der privaten Berufsunfähigkeitsversicherung positiv beschieden werden.
Und das ist für sie eine akzeptable Quote ? Für mich heisst das, die Versicherungen kassieren von zwanzig Prozent ihrer BU-Kunden leistungslos Beiträge. Das ist mal ein einträgliches Geschäftsmodell.

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pracz 28.10.2017, 21:25
25. Versicherungen haben das Ziel...

... Gewinne zu erwirtschaften und nicht etwa Kunden schadenfrei zu halten oder gar soziale Aufgaben zu erledigen. Die einzige Möglichkeit dem ein Ende zu setzen ist, indem man möglichst keine Versicherungen abschließt. Im Schadensfall zahlen die Versicherer in der Regel nicht, wofür soll man dann die Prämie zahlen? Bis auf wenige, gut regulierte Pflichtversicherungen (z.B. Kfz Haftpflicht) sind alle "Versicherungsprodukte" gesamtwirtschaftlich überflüssig.
Sinnvoll wäre eine Non-Profit-Solidargemeinschaft. Aber leider kenne ich kein einziges Beispiel, wo eine Gesellschaft geschafft hat so eine Solidargemeinschaft langfristig aufrecht zu erhalten. Das ganze versandet immer in Bürokratie, Ineffizienz und ggf. sogar in Korruption. Es liegt vermutlich daran, dass wir Mensche so sind.

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fawlty 28.10.2017, 22:03
26.

Also, ich bin wirklich Finanzwirtschaftslegastheniker und kann auch meine Steuererklärung nicht selbst. Rechnen kann ich aber schon einigermaßen.
Hier sagt mir also der Autor, dass ich dringend ein Produkt haben MUSS, das aber mit diversen Risiken behaftet ist. Bei dem ich direkt eine Rechtsschutzversicherung brauche, um meine eventuellen Ansprüche einzuklagen. Bei dem ich von vorneherein weiß, dass die Versicherung versuchen wird, sich im Schadensfall herauszuwinden.
Hm.
Klingt für mich nach einem schlechten Geschäft mit einem Betrüger.
Niemand kann in die Zukunft schauen. Aber mir reicht Haftpflicht, Hausrat und sparen. Wenn ich krank bin, dann "is eh scheiße".
Interessanter wäre daher ein unabhängiger Bericht über gute und risikoarme Möglichkeiten der stetigen Geldanlage, z. B. in monatlicher Höhe einer nicht abgeschlossenen Berufsunfähigkeitsversicherung. Wie wärs damit, Herr Terhagen?

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audiotom 28.10.2017, 22:19
27.

Zitat von schüttelkugel
Und mir dreht sich der Magen um, wenn Leute wie Sie Artikel entweder nicht richtig lesen können oder schlichtweg die Fakten ignorieren! Die von Ihnen genannten 5 % betreffen in der Tat die Ablehnungsquote - aber bei Antragstellung, um überhaupt in die Versicherung aufgenommen zu werden. Die von Herrn Tenhagen genannte Zahl bezieht sich auf die Ablehnungen, wenn der Versicherungsfall eintritt, die Versicherung also zahlen soll. Im Übrigen stammen die Zahlen allesamt aus der Branche selbst. Ein Link ist im Text zu finden.
Harter Tobak, sind Sie es doch, der offensichtlich nicht richtig gelesen hat. Einfach nochmal den Abschnitt mit der Inquisition lesen und dann auch verstehen. Peinlich.

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gorontalo 28.10.2017, 22:45
28. Wichtigen Hinweis vergessen

Einen wichtigen Hinweis hat Hr. Tenhagen vergessen: Wird ein Antrag abgelehnt, kommt man auf eine schwarze Liste, die die Versicherer untereinander austauschen. Versucht man es also dann woanders, wird man auch abgewiesen. Häufig wird man in den Antragsformularen auch gefragt, ob man in letzter Zeit bei einem anderen Versicherer abgewiesen wurde.
Eine BU-Versicherung gehört zu den wenigen, die man unbedingt über einen Makler abschließen sollte. Dieser kann anonyme Voranfragen stellen und/oder mehrere Anträge gleichzeitig abschicken.

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tomymind 29.10.2017, 23:04
29.

Zitat von tlssng
Herr Tenhangen verschweigt der geneigten Leserschaft - wissentlich oder nicht - , dass 8 von 10 Leistungsanträge im Bereich der privaten Berufsunfähigkeitsversicherung positiv beschieden werden.
Das bedeutet, dass mindestens 20%(!) negativ bescieden werden. Aus welchen Gründen? Und stimmen ihre Zahlen? Ohne Androhung eines Anwaltes?

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