Forum: Wirtschaft
Berufsunfähigkeit: Worauf Sie bei der Versicherung achten sollten
DPA

Was passiert, wenn Sie nicht mehr arbeiten können? Gegen Berufsunfähigkeit sollte jeder versichert sein. Doch die Verträge sind teuer - und haben große Tücken. Was für Kunden wichtig ist.

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fabulosus 28.10.2017, 23:05
30. Notrettung: Ombudsmann

Das wurde in dem Artikel leider nicht erwähnt,warum aus welchen Gründen auch immer (mangelhaft): Bei bestimmten Fällen kann bei der BU der Versicherungs-Ombudsmann durchaus helfen. Kostenlos und unkompliziert.

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schwabenstreich 29.10.2017, 01:34
31. Nicht die Versicherung selbst ist das Problem...

...sondern deren Rückversicherer als Leistungsverweigerer bzw. Prozeßtreiber... kann unr bei jedem Versicherungsvertrage jedem leser raten, ob seiner Versicherungung mit dem amerikanischen Rückversicherer "Genre" Sitzt in Köln zusammenarbeitet... welche eine Netzwerk von med. Gefälligkeitsgutachtern betreibt..

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Ashurnasirapli 29.10.2017, 05:39
32.

Zunächst danke an Gerhard Schröder und der SPD, dass eine der ersten Amtshandlungen war, das Problem von der Gesellschaft auf das Individuum abzuwälzen. Und wenn das Privatsache ist, da fangen die Probleme erst an. KEINE Versicherung zahlt problemlos über Jahrzehnte Zehntausende Euro im Jahr an den Versicherungsnehmer. In diesem Fall wird die Versicherung erst zahlen, wenn der Anspruch rechtskräftig auf dem Rechtsweg festgestellt wurde. D.h. Sie müssen klagen. D.h. ohne Rechtsschutzversicherung ist es gleich vorbei mit der Aussicht auf Geld. Und dazu müssen alle Rechtsmittel ausgeschöpft werden, durch beide Seiten. D.h. die Parteien bombardieren sich über Jahre mit Gutachten über die Arbeitsfähigkeit. Wenn Sie glauben, das Bild ist zu schwarz: eigene Anschauung, Operationsschwester, Treppensturz, die Knie kaputt, eigentlich klar, trotzdem über Jahre beim Anwalt.

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Alm Öhi 29.10.2017, 07:50
33. Die Beamten sind versichert

Der Staat muss seine Beamtenversorgung finanziell sicherstellen
und kann sich nicht um das Volk kümmern.
Das Volk soll arbeiten !

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apfeldroid 29.10.2017, 07:58
34. Komischer Beitrag

liest sich wie Werbung aus der Branche - die Beiträge sind horrend, dazu noch die Erniedrigung, die Summe nicht bekommen zu können, dazu noch systematischer Missbrauch mit Modekrankheiten - der depressve Metzger hätte sonst die Depression gar nicht bekommen, Sachen wie Burn out etc. sind nicht fassbar. Die Versicherer täten sich gut daran, die Psychische Achse aus dem Vertrag zu schmeißen, dafür aber günstigere Preise anzubieten. Stattdessen hat man das Gefühl, man zahlt für die Gewinnmaximierung der Branche und den depressiven Metzger. Letzlich gilt auch der Spruch: "was mein Vater nicht hatte - brauche ich auch nicht!"

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peterw 29.10.2017, 08:28
35. Fdp

Mit der FDP in der neuen Regierung kann Herr Tenhagen seinen Traum von mehr Kundenfreundlichkeit abschreiben. Umgekehrt wird es sein.

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olli0816 29.10.2017, 08:59
36. Ich habe mich gegen eine BU entschieden

In meinen 20ern war die Frage natürlich auch aktuell, trotz dass der Staat damals bei Berufsunfähigkeit eingesprungen ist. Ich stell mir aber die Situation so vor, dass ich in vielen Fällen zusätzliche Kosten habe durch Einschränkungen bei meiner Krankheit, die zur BU führt. Mit einem Mickerbeitrag leben zu müssen ist definitiv lebensverkürzend. Da sich der Staat weitestgehend zurückgezogen hat, ist diese Frage natürlich brisanter als in den 90ern.

Damals habe ich mich trotzdem dagegen entschieden, so etwas abzuschließen. Ich bin für viele wahrscheinlich unzureichend versichert mit einer Hausrat und einer Unfallversicherung. Das ist mir bewusst und ich bin das auch so eingegangen. Haftpflicht wäre noch eine Sache.

Würde ich BU werden, könnte ich wahrscheinlich die ersten 5 - 10 Jahre überstehen, da ich das Geld gespart habe. Die Zeitdauer ist abhängig von den Ausgaben, die ich durch meine Krankheit habe. Und hier kommt auch die Krux der BU: Bekomme ich, sagen wir mal 1.500 oder 2.000 EURO/Monat, brauche aber eine Pflegekraft, dann ist dieser Betrag sowieso zu niedrig. Habe ich das Pech, dass die Versicherung nicht zahlen will und ich muß prozessieren, dann habe ich bis zu einem Ergebnis genau die gleiche Situation, wie wenn ich nicht versichert wäre. Und ich möchte den sehen, der krank ist und das Durchhaltevermögen hat, sich gegen fiese Versicherungsanwälte jahrelang anzukämpfen und durchzusetzen.

Obwohl so eine Absicherung sinnvoll wäre, ist sie in dieser Form Murks. Für mich habe ich festgestellt, dass ich mich nicht gegen alle Risiken im Leben absichern kann. Das heißt, es besteht eine Möglichkeit, dass ich durch äußere unverschuldete Umstände in extrem schlechte Situationen kommen kann. Das habe ich akzeptiert, da die Werkzeuge dagegen unzureichend sind. Deshalb muß man auf manches verzichten. Eine BU gehört bei mir zum Verzicht. Zum Glück ist es bisher gut gegangen. Aber das würde ich auch sagen, wenn ich eine BU hätte. Warum, siehe vorheriger Absatz.

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ecdora 29.10.2017, 09:39
37. Wer es noch nicht durchschaut hat,

Versicherungen sind auch nur ein legales Mittel, von Millionen kleinst Beträge zahlenden Menschen, wenigen die Taschen zu füllen. Damit das reibungslos funktioniert, werden im Schadensfall alle Register der Regulierungsvermeidung gezogen. Ob dann ein Blitzschaden als hinnehmbare Überspannung klassifiziert wird, oder unverschämte Daten über Freunde und Verwandte erhoben werden, alles ist möglich. Unzutreffende, manipulierte Sachverhaltsdarstellung und wechselnde Sachbearbeiter, monatelage Verzögerungen gehören ebenso zum Repertuar, usw. , jedes Mittel zu Zahlungsvermeidung wird eingesetzt.

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kleinsteminderheit 29.10.2017, 11:13
38. Leistungsverweigerung unter Strafe stellen

Die Versicherer nutzen im Schadensfall offenkundig die Wehrlosigkeit ihrer Kunden aus. Wem gerade durch Unfall oder Krankheit der Boden unter den Füßen weggezogen wurde, hat weder Zeit noch Kraft einen Zivilprozess gegen den Versicherer durchzustehen. Leistungsverweigerung ist für den Versicherer risikofrei und verspricht große wirtschaftliche Vorteile. Somit brauchen die Versicherten den Schutz des Staates.
Die Verträge der Branche sollten für alle Berufsgruppen offen stehen und die Ausschlüsse gesetzlich festgelegt werden. Um die Schadensregulierung zu beschleunigen, sollte eine gesetzliche Frist gelten, die nur von der staatlichen Versicherungsaufsicht im Einzelfall verlängert werden kann. Um die Ungleichheit der Waffen auszugleichen sollten Leistungsverzögerung oder -Verweigerung Straftatbestände werden. Nutzt ein Versicherer die Notlage seines Kunden aus, sollten Strafen und Schmerzensgelder fällig werden. Leistungsverweigerung darf sich nicht mehr lohnen.

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sonnekind 29.10.2017, 12:01
39. Swisslife

Die Swisslife kann ich schon mal nicht empfehlen, wen es interessiert.... windige ausreden, trotz anwalt..... aber die 150 euro prämie pro monat wird natürlich gerne genommen

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