Forum: Wirtschaft
Berufung gescheitert: Dumping-Pizzabäcker muss Tausende Euro an Staat zahlen

Sozialstaat absurd: Der Besitzer einer Pizzeria*zahlte Langzeitarbeitslosen Löhne zwischen 1,76 und 2,67 Euro pro Stunde. Weil die Arge die Mini-Gehälter aufstocken musste, zog das Amt vor Gericht. Auch in der zweiten Instanz bekam es*nun Recht.

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baloo55 03.11.2010, 08:01
50. So habe ich

Zitat von kein Ideologe
vergessen Sie Gewerkschaften. Dern Geschäftsmodell sind Massenbelegschaften, wenn möglich in hochproduktiven Kernbereichen. Erbärmlich ausgebeutete Pizzafahrer interessieren.....
das noch nicht gesehen, erscheint mir aber, zumindest bei so manchem Arbeitsverhältnis, möglich zu sein.

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jokl 03.11.2010, 08:10
51. Skandal

Alleine das sowas möglich ist macht mich schon wütend.
Aber egal wer hier wenn verklagt, die zich tausend Kleinunternehmer die ähnlich vorgehen bleiben unerkannt, das System ist also bullshit.
Aber fragen wir vielleicht mal bei Frau von der Leiharbeit nach, die sagt dann sicher "wir haben unter 3 Millionen AL, das sind Einzelfälle" ........
Bei den Franzosen würden schon die ersten Autos brennen .....
Wir diskutieren in D lieber wer an sowas Schuld hat, ob das nicht evtl. doch nötig ist solche Arbeit anzubieten, oder ob man evtl. doch mal über Mindestlohn in bestimmten Branchen nachdenken sollte.
Mit unserer abnickenden Bücklingsart werden wir wohl eher noch weiter geknechtet werden, bis das Mass wirklich übervoll ist, aber dann ists vllt schon zu spät.

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Bre-Men 03.11.2010, 08:23
52. Ach so!

Zitat von sysop
Sozialstaat absurd: Der Besitzer einer Pizzeria*zahlte Langzeitarbeitslosen Löhne zwischen 1,76 und 2,67 Euro pro Stunde. Weil die Arge die Mini-Gehälter aufstocken musste, zog das Amt vor Gericht. Auch in der zweiten Instanz bekam es*nun Recht.
Jetzt weiß ich endlich wie das Jobwunder aussieht.

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mcmercy 03.11.2010, 08:24
53. Titel

Zitat von kdshp
Hallo, ein lohn von 1,76 euro? Wir überholen bald china auch bei den löhnen!
Na immerhin kann er sich dann nach 8 Stunden Arbeit eine Pizza und eine Cola leisten, der "Unternehmer" hat sicher auch noch einen Schlafplatz im Keller wo der Lohnsklave dann nächtigen kann. Wo jetzt der Unterschied zu den schwarzen Sklaven im 19. Jahrhundert liegt? Keine Ahnung, die hatten auch Kost un Logis frei.

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elbröwer 03.11.2010, 08:35
54. Rechtsstaat

Nach dem verschwinden der sozialistischen Staaten hat der Kapitalismus seine Maske der sozialen Verantwortung fallen gelassen. Da die derzeitige Koalition ihrer Lobby, also den Extremausbeutern, hörig ist brauchen die Bürger nicht erwarten von ihrem Staat Hilfe zu bekommen. Mindestlohn so der Tenor ist Untergang des Abendlandes und so zahlt der Steuerzahler Subventionen an Unternehmer die Aufstocker beschäftigen.

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dhanz 03.11.2010, 08:50
55. ...

Zitat von elbröwer
Nach dem verschwinden der sozialistischen Staaten hat der Kapitalismus seine Maske der sozialen Verantwortung fallen gelassen.
Würden Sie lieber in einem sozialistischen Staat leben wollen?
Der hier beschriebene Sachverhalt ist sicherlich ein Skandal. Dennoch gibt es hier in Deutschland sehr viele Unternehmen, die sich ihrer sozialen Verantwortung durchaus bewußt sind.

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Ruhrpottjunge 03.11.2010, 09:14
56. ...

Zitat von kein Ideologe
vergessen Sie Gewerkschaften. Dern Geschäftsmodell sind Massenbelegschaften, wenn möglich in hochproduktiven Kernbereichen. Erbärmlich ausgebeutete Pizzafahrer interessieren dort kein Schwein.
100% Zustimmung. Die Gewerkschaften sind mittlerweile so unnötig wie ein Kropf. Bestes Beispiel: diese verwöhnte VW Belegschaft - für jeden Minischeiß wird mit voller medialer Unterstützung und Gewerkschaftstamtam gestreikt bis der Arzt kommt. Aber das selbst Wohlfahrtsverbände mittlerweile versuchen Tarifverträge zu umgehen um asoziale Löhne zahlen zu können geht den Gewerkschaften offensichtlich am Arsch vorbei. Das ein Pizzabudenbesitzer da verklagt wird und die Medien so etwas aufhypen ist im Vergleich zu den Zuständen die bei vielen größeren Arbeitgebern ein zynischer Witz. Ich glaube es war mal Arbeitgeberpräsi Hundt der mal behauptete, dass es halt Arbeiten gibt die so wenig wert sind, dass sie nicht einmal 5€ die Stunde erwirtschaften - das ist für mich zutiefst asozial.

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marks & spencer 03.11.2010, 09:20
57. re

Zitat von dhanz
Würden Sie lieber in einem sozialistischen Staat leben wollen? Der hier beschriebene Sachverhalt ist sicherlich ein Skandal. Dennoch gibt es hier in Deutschland sehr viele Unternehmen, die sich ihrer sozialen Verantwortung durchaus bewußt sind.
Das ganze Aufstockersystem ist schlecht. Wie kommt es zu einem solchen Auswuchs wie in diesem Fall? Der Unternehmer sagt sich: Ob ich dem Mitarbeiter 6, 4 oder 2 Euro zahle, ist egal, da er in keinem Fall von diesem Lohn leben kann; er muss immer zum Amt rennen. Also wählt er die Variante mit 2 Euro, weil das für ihn die geringsten Kosten verursacht. Für den Mitarbeiter ist es egal, er bekommt den Lohn sowieso auf Hartz IV aufgestockt.

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susi_sonicht 03.11.2010, 09:32
58. Das fällt Ihnen jetzt erst auf

Zitat von Bre-Men
Jetzt weiß ich endlich wie das Jobwunder aussieht.
Im Bekanntenkreis von uns ist eine 50jährige Frau die Hartz IV bekommt. Sie bekam von der Gemeinde einen Job den sie annehmen MUSS. Essenausgabe für Schulkinder - samt den Vorbereitungen, das Essen wird fertig gekocht ausgeliefert, ausgeben, Ordnung machen und die Räume sauber halten. Wochenstunden etwa 35 - 30. Arbeitslohn 120 Euro im MONAT. Nimmtn sie den Job nicht an dann wird ihr das Hartz IV gestrichen. Ganz einfach. Und DAS nennt sich dann Job-Wunder! Sie verstehen?

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Silosis 03.11.2010, 09:46
59. Gruss aus der Lausitz

Zitat von jokl
Alleine das sowas möglich ist macht mich schon wütend. Aber egal wer hier wenn verklagt, die zich tausend Kleinunternehmer die ähnlich vorgehen bleiben unerkannt, das System ist also bullshit. Aber fragen wir vielleicht mal bei Frau von der.....
....Sie deuten an, das es dann vielleicht zu spät sein könnte ? ....es ist bereits zu spät, die Grenze ist bereits überschritten und ein Zurück geht auch nicht mehr:
Die Römer hatten dazu den Begriff: Der Rubikon ist überschritten ( der Grenzfluss welcher die beiden röömischen Reiche trennte: Wurde dieser überschritten, war der Krieg nicht mehr aufzuhallten.

Was wir aber hier gerade erleben mit Grenzüberschreitung : Stellen Sie sich vor, Sie gehen mit 100 Liter Wasser auf die Reise um die Wüste zu durchqueren - und stellen Sie sich vor, diese Strecke hat nicht die Länge von 100 Ltr Wasser - sondern von 200 Litern...

dann kommen Sie nach dem Verbrauch des Liters Nummero 51 in die missliche Lage, weder am Zielanzukommen Dieses wäre noch 149 Liter entfernt und zurück können Sie auch nicht mehr, denn dieses Ziel wäre 51 Liter entfernt und Sie haben nur noch 49 Liter.


....und genau in dieser Situation befinden wir uns : Selbst wenn wir nun erkennen würden, das wir im Irrtum sind (unterstellen wir mal GutenWillens - selbst dann haben wir die rein physikalisch bedingten Probleme ( Überheblichkeit,Dummheit,Gier und Geiz, sogar mal aussen vor )- Wir bekommen die unabdingbaren Bedingungen, welche der DaSEINS-Erhaltungsprozess diszipliniert nicht mehr realisiert, damit die Gemeinschaft als solche den DaSEINS-Erhaltungsprozess für die Gesamtheit im Ganzen realiseren könnte.
Wir fressen heute bereits schon die DaSEINS Gegebenheiten von individuellen Gruppierungen auf - und wenn gesagt wird, wir würden auf Kosten unserer Enkel "leben" so ist dies ein wenig beschönigt ausgedrückt : Wir morden sie sogar schon : Denn wo ist der Unterschied: Wir lassen bereits lebende verhungern ( täglich sterben 100 000 Menschen an Hunger und/oder den Filgen davon ) - oder wir entziehen der Nachhaltigkeit deren Saatgut und unsedre Enkel haben nichts mehr zu fressen dann ?
Das Game is over. Nicht "eventuell", auch nicht "vielleicht"

Und es sind zu wenige, um wenigstens noch einen Teil zu retten : Denn diejenigen welche den Boden für einige noch erhalten könnten ...sind diejenigen, welche sich verhalten wie die angebliche Mutter bei König Salomo : Dann teile das Kind.....und gebe jedem eine Hälfte

Gruss aus der Lausitz

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