Forum: Wirtschaft
Beschwerde bei Merkel: Länder kritisieren Standort für Batterieforschung
DPA

Deutschland will vom Batteriezellenboom profitieren. Ein teures Forschungsprogramm soll ausgerechnet nahe des Wahlkreises von Ministerin Karliczek starten. Dabei waren in der Auswahlkommission offenbar viele dagegen.

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robbie.mcguire 02.07.2019, 10:16
50. Hier wäre eine gute Gelegenheit gewesen,....

die Vergabe in die neuen Bundesländer zu platzieren. Leider hat Frau Karliczek sich gegen die Voten der Auswahlkommission gestellt. Wundert mich das, nach dem bisherig "erfolgreichen" Agieren der Ministerin? --- Nein. Von einem Kommentator aus dem nördlichen Münsterland

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poetnix 02.07.2019, 10:21
51.

Zitat von matbhmx
... der Osten bedacht werden! Es kann nicht sein, dass permanent die Tortenstücke in den Westen gehen und die Brosamen - alt und trocken - in den Osten! Die Bundespolitik will einfach nicht lernen!
Wenn der politische Wortbrei geflossen ist, kann man sich wieder dem Westen zuwenden und seine Klientel bedienen.
Politische Verantwortung für die Stärkung der NB sieht wirklich anders aus.

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Ehrlicher1 02.07.2019, 10:26
52.

Ich sehe einen anderen wichtigen Punkt, der gegen Münster spricht. Und das ist der unfassbar schlechte Fernverkehr der Deutschen Bahn in Münster. Es gibt wohl deutschlandweit nirgends so einen schlechten Fernverkehr. Die Verbindung Münster - Dortmund ist schon seit Jahren kaputt. Aktuell geht dort nichts mehr. Münster - Bochum wurde vor Jahren auch kaputt gemacht. Auf der Strecke Münster - Dortmund - Bochum liegen drei der größten Universitäten Deutschland. Mit Münster und bald hochwahrscheinlich auch Bochum sogar zwei Elite-Universitäten. Sollen die Forscher, die hier kooperieren, Tagungen besuchen, etc. alle mit dem Auto fahren? Das ist doch peinlich. Eine Zukunftstechnologie wie die Batterieforschung und realisierbar nur mit dem Autoverkehr, da die Bahn dort einfach nur kaputt ist. Das hat mit Zukunft nichts zu tun. Welche Forscher von internationalem Renomme möchten sich das antun?

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aschu0959 02.07.2019, 10:54
53. Die Folgen falscher polititischer Entscheidungen

müssen jetzt ausgebadet werden.
Nicht nur das Deutschlands Politiker u. Automobilmanager jahrelang die Antriebsforschung zugunsten kurzfristiger 'Gewinne" mittels Software u. ähnlichen Ablenkungsmanövern Vernachlässigt haben, wird nun versucht den Vorsprung der anderen in diesem Segment aufzuholen.
Innovativ und zukunftweisend geht anders.

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varlex 02.07.2019, 10:57
54.

Zitat von MisterD
Sie wissen aber schon, dass in Norwegen schon Wasserstofftankstellen existieren und die deutsche Marine U-Boote hat, die von einer Brennstoffzelle versorgt werden? Welche unlösbaren Probleme soll Wasserstoff denn haben? Tunneleffekt? Ganz ehrlich, wenn es Wasserstoff nicht wird, dann können wir alle einpacken. Es ist unmöglich die Menschheit in 30 Jahren ausschließlich mit erneuerbaren Energien zu versorgen, die wir in Batteriebergen speichern, so hoch wie der Himalaya. Wird nicht funktionieren...
Ganz einfach, der Gesamtwirkungsgrad vom Wasserstoffkreislauf (Energie-->Wasser-->Wasserstoff-->Brennstoffzelle-->Wasser/Energie) ist derart miserabel, dass es sich nur lohnt, wenn Energie im Überfluss vorhanden ist.
Dazu kommt, dass man zur Lagerung (Verdichtung auf 200bar und mehr) nochmals Energie verbraucht.

Wasserstoff ist aktuell nur so günstig, weil es ein Abfallprodukt der chemischen (Erdgas/Erdöl) Industrie ist. (Stichwort Synthesegas).

Alles in allem gibt es weitaus effizientere Energiespeichermethoden, die erforscht werden sollten.

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birka12 02.07.2019, 10:59
55. Der übliche Werdegang

Als erstes müsste einmal begründet werden weshalb die Autoindustrie bei der Batterieforschung subventioniert werden muss. Milliarden und aber Milliarden haben die Konzerne verdient. Dass jetzt z.B. Bayern meckert über den Standort der Anlage war zu erwarten. Bayern war ein Agrarland dass durch massive Steuersubventionen und viel Geschick zum Industrieland wurde. Um das Gefälle zwischen den Bundesländern nicht noch grösser werden zu lassen wäre der Osten die natürliche Wahl gewesen. 500 Millionen € bringen ohnehin nichts, die Konkurrenz ist weit entschwunden. 90% der benötigten Batterien werden schon aus Asien geliefert. Auch in Europa werden die kommenden Fabriken von den Asiaten kontrolliert. Wie ist der Slogen von Audi doch so schön und falsch: "Vorsprung durch Technik".

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mmpuck 02.07.2019, 11:12
56. Dieses Ländergezänk

ist eine Katastrophe. Der Föderalismus wird immer mehr zum Hemmschuh der Entwicklung. Das schlimmste Beispiel ist doch die von allen Ländern unterschiedlich betriebene Schulpolitik. Aber alle in den Länderverwaltungen gut versorgten Beamten und Angestellten wollen sich natürlich nicht selbst abschaffen. Und so beweisen sie denn ihre Daseinsberechtigung ständig, indem sie untereinander die Kuchenverteilung streitig machen. Deutschland ist erkennbar auf dem absterbenden Ast.

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wolfgangselig 02.07.2019, 11:18
57. Das hat für mich ein "Geschmäckle"

Das hat für mich ein Geschmäckle, wie der Schwabe sagen würde. Eine Standortentscheidung zugunsten des eigenen Wahlkreises entgegen der Empfehlung der Fachleute? Und dann noch nicht einmal als bewusste Stukturförderung in einem ostdeutschen Bundesland oder wenigstens im Saarland, in der Pfalz oder in Nordhessen? Das ist weder das eine noch das andere, sondern einfach nur ein Wahlgeschenk für die eigenen Leute. Ich rate hier zu einem Untersuchungsausschuss des Bundestages bzw. des Bundesrechnungshofes.

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World goes crazy 02.07.2019, 11:29
58.

Zitat von martin_schiller
Sollten sich die Vorwürfe bestätigen, so hat Fr. Karliczek nicht die Kompetenz für eine Forschungsministerin und sollte zurücktreten.
Haha der war gut. Mangelnde Kompetenz hat einer (Unions-)Politikerin noch nie geschadet xD Frau Karliczek weiß bis heute nicht, wie sie an den Posten kam. Vermutlich ein Schreibfehler im Kanzleramt oder so...das was am meisten wurmt ist doch, dass sie trotz hinzugezogener "Experten"meinung (was auch immer das für welche sind...eventuell können sie einfach nur einer Deutschlandkarte lesen) aus vermutlich persönlichen Gründen so entschieden hat. Man muss halt sagen: Die Zielindustrie des Ganzen ist primär in Süddeutschland. Stuttgart, München, Ingolstadt, Neckarsulm...weiterhin hat man mit dem KIT, der TU München und einigen Frauenhofer-Instituten auch ordentlich "Forschungswille" nd Know-How im Süden. Da bietet sich bspw. Ulm sehr gut an. Man ist innerhalb einer Stunde / von 1.5 h in Stuttgart, Karlsruhe oder München. Sonst fährt man eventuell als Industriepartner durch halb Dland, das widerspricht ja auch dem ökologischen Sinne der Sache ;)

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Frederik72 02.07.2019, 11:37
59. Nein

Zitat von matbhmx
... der Osten bedacht werden! Es kann nicht sein, dass permanent die Tortenstücke in den Westen gehen und die Brosamen - alt und trocken - in den Osten! Die Bundespolitik will einfach nicht lernen!
denn das wäre dann die gleiche Begründung wie für Münster:
"Es ist ein fatales Signal, Standortentscheidungen von solcher Tragweite überwiegend nach strukturpolitischen Erwägungen zu treffen."

Wenn es um die Fertigung geht, dann kann das natürlich auch im Osten stattfinden, aber bei Forschung und Entwicklung ist es effektiver, bereits vorhandene Strukturen zu nutzen und verbessern.

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