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Bessere Förderung: Die Misere mit den Langzeitarbeitslosen
DPA

Mehr als eine Million Menschen in Deutschland sind ein Jahr oder länger ohne Job. Zu viel, sagen die Sozialverbände und fordern Ministerin Nahles auf, wirksam gegen die Langzeitarbeitslosigkeit vorzugehen. Die SPD-Politikerin stellt ihre Pläne jetzt vor.

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pittiken 05.11.2014, 07:45
1.

Das mit den Lohnkostenzuschüssen gab es doch schon öfters und wurde nur von den Arbeitgebern mißbraucht, denn wenn der Lohnkostenzuschuss wegfällt, dann gehts dann wieder in die Arbeitslosigkeit.

Und das Gejammere der Sozialverbände ist auch nicht auszuhalten, sie können doch Arbeitsstellen anbieten, aber bitte nicht nur die 450-€-Jobs, sondern wirklich nach Tarif und sozialversicherungspflichtig, warum macht Ihr Sozialverbände das nicht?

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nochnbier 05.11.2014, 07:49
2. Das Problem sind ...

Langzeitarbeitslose mit einem Partner, der einen Arbeitsplatz hat. Denn, diese erhalten nach einem Jahr keine ALG 1 mehr, können auch kein ALG 2/Hartz IV beantragen. Weil ihr Lebensunterhalt ja gesichert ist, werden sie dazu genötigt sich bei der ARGE abzumelden. Folge: es finden weder Vermittlung, noch Beratung oder Förderung statt.

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Niehen 05.11.2014, 07:50
3.

Öffentlicher Sektor ist in dem Falle wirklich die richtige Lösung. Dort werden bereits ausreichend weniger leistungswillige mitgezogen - da würden ein paar Langzeitarbeitslose sicher gut tun.

Denn die dürften von der Perspektive auf einen normal bezahlten, halbwegs dauerhaften Job sicherlich mehr als motiviert sein.

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spon-facebook-10000713284 05.11.2014, 07:54
4. das muß man sich mal vorstellen.

da will die bis zu 100 % Lohnzuschuß an Firmen zahlen um die in Arbeit zu bringen. Alter nee nee, was ist hier bloß los.

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Motorkopf 05.11.2014, 07:58
5. Pauschalisierungen, Statistiken, Simplifizierungen

Ja Fr. Nahles. Es liegt und lag noch nie an der Konjunktur, dass es immer ein paar Mio. Menschen gibt, die viele Monate Arbeitslos/ suchend sind. Dafür wurde von den Vorgängerregierungen gesorgt! Neben den tatsächlichen Faulenzern, haben die meisten einfach eine Ausgangsposition für ihre Behörde. Und das diese "Arbeitslosenstatistik" mehr einer Fälschung als einer konkreten Aussagekraft gleicht, ist wohl bekannt. Ein Ü50 jährige(r) wird von ihren Kollegen im Jobcenter erst mal gaaanz unten abgelegt (Kategorie 3). Somit muss sich der Sachbearbeiter nicht jede Woche um ihn kümmern. Da ist ein Jahr schnell mal vorbei.
Einem ungelernten werden zumeist sinnfreie "Weiterbildungen" aufgezwungen, die lediglich Geld kosten statt Bildung zu vermitteln. Und da selbst das Personal im Jobcenter meist "ungelernt" im Bereich Beruf und Karriere ist, sollten miese Vermittlungszahlen nicht wundern. Fast keiner ihrer Beamtem und Angestellten hat überhaupt einen blassen Schimmer von Berufen in der freien Wirtschaft. Das überlassen sie mittlerweile privaten Vermittlungsunternehmen. Eigentlich kann man sagen: Die Jobcenter gibt es mittlerweile nur noch, um Zahlen zu fälschen und Statistiken zu schönen. Wer einen Job will, bewirbt sich besser allein!

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merapi22 05.11.2014, 08:02
6. Nein zum Arbeitszwang im Niedriglohnsektor für Langzeitarbeitslose!

Die Soziale Marktwirtschaft nach Ludwig Erhard ist eine Zugewinnwirtschaft für alle - darum ist es Bürgerplicht jede Niedriglohnarbeit abzulehnen.
Um den Wirtschaftsstandort Deutschland auch für die Zukunft im Zeitalter von Information und Robotik wettbewerbsfähig zu erhalten bedarf es die Einführung des bedingungslosen Grundeinkommen wie Herr Dieter Althaus und Herr Götz W. Werner seit lagen vorschlagen.

Es stellt sich heute vielen die Frage: Wie soll das heutige bestehende System weiterfinanziert werden? Wie das Paradox-um lösen: Immer mehr Wirtschaftswachstum, immer höhere Produktivität durch Automation, bei gleichzeitigen Reallohnverlusten und steigender Arbeitslosigkeit?
Dem Über-Angebot steht schon heute viel zu wenig Nachfrage, Kaufkraft gegenüber. Überangebote die man auch mit noch so aggressiver Werbung nicht losbekommt. Die Überproduktion wird heute vernichtet, statt gerecht verteilt, sogar 50% aller frischen Lebensmittel landen im Müll!


Die regulierende Hand die für Balance zwischen Angebot und Nachfrage sorgt wird das BGE sein!
Denn es hat schon heute genug für alle, es fehlt nur der Schlüssel für die gerechte Verteilung, das BGE ist der Schlüssel! Das BGE überwindet den Kreislauf der zyklischen Wirtschaftskrisen, die durch fehlende Nachfrage und der Politik des knappen Geldes entstehen.

Um das BGE von 1500 Euro sofort umzusetzen, erfolgt die Finanzierung:

1.)Über gestaffelte Verbrauchssteuern nach gesund - schädlich für Umwelt und Mensch.

2.)Über Finanztransaktion-Gebühren von 1% für alle.

3.)Über Dividenden, Miet- und Zinsabschlagsteuer, heutige Spekulationsteuer.

4.)Über Einsparungen bei Behörden, Subventionen, Abschreibungen ec.

5.)Mehreinnahmen durch Wegfall aller Steuervergünstigungen, Mogeleien.

Das BGE ist die Lösung des Problems des demographischen Wandels, Sicherheit der Renten trotz immer mehr Rentner und immer weniger Beitragszahler: dies führt nicht mehr in die Altersarmut.

Mehr Technik führt zu mehr Wohlstand für alle! Robotik und Automatisierung, Wegfall von Arbeitsplätzen, Ende der menschlichen Erwerbsarbeit stellen kein Problem dar, sondern sind besonders positiv. Durch das BGE kann jeder ein selbst bestimmtes wirklich freies Leben führen, seine besonderen Fähigkeiten in Wirtschaft und Gesellschaft einbringen. Wir verdanken unseren heutigen Wohlstand allein unseren Wissen und den technischen Möglichkeiten. Mit BGE wird es 10 mal so vielen Menschen möglich sein, in Wissenschaft, Forschung und Unternehmensgründer tätig zu werden.

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siegerländer79 05.11.2014, 08:07
7.

Lohnkostenzuschuss von 100%? Also eine 100%ige Subventionierung von Arbeit. Da freut sich aber der Arbeitgeber. Und der Beitragszahler ärgert sich. Bin mal gespannt, ob sich jetzt auch von Arbeitgeber- und Medienseite über diese Form der Geldverschwendung beschwert wird.

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kimmberlie67 05.11.2014, 08:08
8. was sind das denn für

Taschenspielertricks?

Zuschuß bis 100% ein schlechter Witz.

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GemachGemach 05.11.2014, 08:16
9. Ohne Pflichten keine Ergebnisse

Als langjähriger Fallmanager weiß ich aus der Tagespraxis, dass alle Förderungen und Geldreize die Schwachstelle "Mensch" nicht beseitigen können. Der Begriff des "Forderns" existiert im Behördenalltag des Jobcenters kaum bis gar nicht. Und die Streitwütigkeit vieler Langzeitarbeitsloser vor dem Sozialgericht erfreut keinen Geschäftsführer eines Jobcenters.
Wer als Arbeitsvermittler im Jobcenter einen befristeten Arbeitsvertrag hat oder - wie so oft - zurück in seine Kommunalverwaltung will (da ist es ja viel schöner), der will keine Beschwerden, Widersprüche oder Klageschriften bearbeiten bzw. sich rechtfertigen wollen. Und quer durch alle Bundestagsfraktionen lässt ein großes Harmoniebedürfnis mit "Berufsarbeitslosen" ahnen, das auch diese Millionen des beabsichtigten Förderprogrammes - wie schon so oft - verbrannt werden.
Was hilft? "Training on the Job" mit sozialpädagogischer Betreuung zu Beginn (auch bei sozialen Trägern etc.) und dann der "Echtfall". Aber bereits ab erstem Trainingstag bitte nicht mehr beim x-ten Zuspätkommen den Sozialarbeiter beauftragen, nette und verständnisvolle Mitleidsgespräche zu führen.
Hier hilft nur der Blick in's Sozialgesetzbuch. Denn wer kann, aber nicht will, für den existiert bei Arbeitsverweigerung das zu selten genutzte Instrument der Sanktion. Es gibt viel zu tun - Frau Nahles, packen Sie es am richtigen Ende an und vergessen Sie die Pflichten des Langzeitarbeitslosen nicht!

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