Forum: Wirtschaft
Besuch in Athen: Schäuble stemmt sich gegen Schuldenschnitt für Griechenland
DPA

Der Finanzminister gibt sich unnachgiebig: Ein weiterer Schuldenschnitt für Griechenland komme nicht in Frage, sagte Wolfgang Schäuble vor seiner Reise nach Athen. Experten halten einen erneuten Verzicht der Gläubiger jedoch für unvermeidbar.

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Klaus100 18.07.2013, 10:04
1. Und er kommt doch

...der Schuldenschnitt.Schäuble spielt wie immer auf Zeit. Vielleicht ist das auch gut so. Wenn die Griechen den Eindruck haben, dass es auch einfach geht, tun sie überhaupt nichts.

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Watschn 18.07.2013, 10:05
2. Deutschland gerät immer mehr in den €-Haftungssumpf...

Das einfache griechische Volk ist nicht schuldig, und wir Deutsche haben keine Zahlknechte zu sein!
Es ist der €uro der Schuld hat, denn er wurde zu unbedacht, zu wenig nachhaltig durch fachlich ausgewiesene Wirtschaftsfachleute auf alle ökonomischen Details (Wirtschaftskraft, Produktivität, Homogenität der Wirtschaftsräume, wie auch die menschlichen Faktoren, Mentalitäten, Arbeitslosigkeit, Lebenskultur uam.) geprüft.

Die kerneuropäische Vorantreiber des €uro, wie die EU-Politik ist im Brennpunkt der Schuld....,
denn vor allem die Regierungen von D+F haben für dieses "€uro-Projekt" die Südländer euphorisiert und damit angestiftet....

Es ist menschlich und nachvollziehbar, das die Südeuropäer verführt durch den Rückgang der Zinslast durch die €uroeinführung von ca. 10% auf 3%, begeistert ausgegeben & konsumiert haben (Bauwirtschaft, Hypotheken, Privatkonsum, erhöh. der staatl. Löhne).

Dies hat natürlich die Fehlentwicklung genährt.
Wir Nordländer in der gleichen Situation kaum anders handeln.
Daher ist die Einheitswährung €uro - solch unterschiedliche Wirtschaftsräume und Mentalitäten in kurzer Zeit in einem Währungsraum zu verschmelzen - absolut ungeeignet, und erzeugt statt Frieden und Wohlstand - Unfrieden, Spannungen, Hass - und schliesslich Konflikte.

Es ist bald nicht mehr auszuschliessen, dass diese Konflikte in Umstürze, Bürgerkriege, Sezessionen und südeuropäische Militärdiktaturen münden werden.
Die Ursache dieser kolossalen Jahrhundert-Fehleinschätzung liegt nicht zuletzt bei solchen unverbesserlichen, €urobesoffenen (Alt)-Politikern wie Kohl, Genscher, Waigel, Schäuble & Konsorten...
Unbedachte €urophile, die unter oberflächlich-schludrigen €uro-Konzeption darauf hinarbeiteten, mit ihren "europapolitischen Visionen" prestigeträchtig in den Geschichtsbüchern zu landen...
Landen werden sie in den Büchern schon....aber mehr in Schimpf und Schande..

Dieser €-Wahnwitz liegt heute darin, das
der €uro sehr wohl eine Frage von Krieg und Frieden werden könnte......,
aber ganz anders, als sich das Kohl ausgemalt hat......

Die einzig richtige Schlussfolgerung ist der €-Austritt der gesamten €-Südländer welche nicht mit dem €uro zurechtkommen.
Länder welche früher (vor der €urozeit) ihr Produktivitätsdefizit mit Abwertung der eigenen Währung meistern konnten.
Und dies sind nun alle €-PFIGZSS-Länder südlich u. westlich des Alpenkamms..!
(Portugal, Frankreich, Italien, Griechenland, Zypern, Spanien, Slowenien).
Alles andere.........(€-Transferunion / pampern des €-Süden mit €uros bis zum St. Nimmerleinstag) wird die €urozone in eine soziale und wirtschaftliche Sahelzone verwandeln...

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prophet46 18.07.2013, 10:06
3. Kein Schuldenschnitt

Zitat von sysop
Der Finanzminister gibt sich unnachgiebig: Ein weiterer Schuldenschnitt für Griechenland komme nicht in Frage, sagte Wolfgang Schäuble vor seiner Reise nach Athen. Experten halten einen erneuten Verzicht der Gläubiger jedoch für unvermeidbar.
Schäuble hat ganz entschieden recht. Keinen weiteren Schuldenschnitt für Griechenland, man würde wieder in den alten Schlampermodus fallen. Erst wenn der griechische Staat sich auf eine nachhaltige, langfristig tragfähig Basis reformiert bzw. geschrumpft hat,vielleicht in 10 Jahren, könnte man über einen Schuldenschnitt reden. Zinserleichterungen ja, aber auf keinen Fall ein Schuldenschnitt.

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zynik 18.07.2013, 10:07
4.

Zitat von sysop
Der Finanzminister gibt sich unnachgiebig: Ein weiterer Schuldenschnitt für Griechenland komme nicht in Frage, sagte Wolfgang Schäuble vor seiner Reise nach Athen. Experten halten einen erneuten Verzicht der Gläubiger jedoch für unvermeidbar.
Ach Wolfgang, die privaten Gläubiger haben doch längst ihre Schulden auf die Schultern der Steuerzahler umverteilt. Und wer, wie gestern in den Tagesthemen, die Steuerflucht der Absahner mit einem Schulterzucken quittiert, scheint da auch keine großen Probleme mit zu haben.

Jetzt einen auf Held der Steuerzahler zu machen, ist ungefähr so glaubhaft, wie die Tacheles-Ansprache des Innenminister in den USA.

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mps58 18.07.2013, 10:09
5. Hart bleiben!

Deutschland muss hier konsequent hart bleiben, ansonsten wird sich in dem Land nie etwas ändern. Solidaritätsgeschwafel ist bei einem von Korruption gequälten Land völlig fehl am Platz. Deutsche Steuerzahler dürfen nicht für die Versäumnisse griechischer Milliardäre und die eklatanten Fehlentscheidungen der rot-grünen Regierung von Schröder einstehen.

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prikker 18.07.2013, 10:09
6. tja

Es kommt noch Schlimmeres auf uns zu,
Griechenland ist Kinderspiel.
Wieviele Male wollt ihr euer Grössenwahn
wiedergutmachen
Wenn das hier zusammenbricht
und in 100 Jahre wiederaufgebaut,
sind schon wieder 1000 neue Halbgötter
geboren worden.
Liebe Grüsse aus Amsterdam

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zynik 18.07.2013, 10:11
7.

Zitat von prophet46
Schäuble hat ganz entschieden recht. Keinen weiteren Schuldenschnitt für Griechenland, man würde wieder in den alten Schlampermodus fallen. Erst wenn der griechische Staat sich auf eine nachhaltige, langfristig tragfähig Basis reformiert bzw. geschrumpft hat,vielleicht in 10 Jahren, könnte man über einen Schuldenschnitt reden. Zinserleichterungen ja, aber auf keinen Fall ein Schuldenschnitt.
Wie soll sich Griechenland bitte reformieren, wenn alles nachhaltige und tragfähige weggespart bzw. auf die Straße gesetzt wird? Die Abwärtsspirale ist doch jetzt schon mehr als deutlich erkennbar.

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Klaus100 18.07.2013, 10:12
8. Schön wäre es

Zitat von mps58
Deutschland muss hier konsequent hart bleiben, ansonsten wird sich in dem Land nie etwas ändern. Solidaritätsgeschwafel ist bei einem von Korruption gequälten Land völlig fehl am Platz. Deutsche Steuerzahler dürfen nicht für die Versäumnisse griechischer Milliardäre und die eklatanten Fehlentscheidungen der rot-grünen Regierung von Schröder einstehen.
Aber niemand bleibt hart. Es kommt wie immer. Man rettet Banken und deren Großkunden.

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leondor 18.07.2013, 10:12
9.

Wenn es zu einem Schuldenschnitt für öffentliche Gläubiger käme, dürften diese Griechenland künftig keine Kredite mehr geben, auch das Ankaufsprogramm für Staatsanleihen der EZB dürfte nicht zur Anwendung kommen -- ist das den Leuten, die den "öffentlichen" Schuldenschnitt befürworten, klar? Griechenland müsste sich hinfort ausschließlich auf den Finanzmärkten finanzieren mit einem Zinsfuß von vermutlich 13 oder 15 %; das ginge nicht lange gut. Am Ende müsste wohl die Drachme wieder eingeführt werden, was gleichbedeutend mit einer weiteren Absenkung des Lebensstandards wäre...

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