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Beteiligung an Hilfsprogramm: Großbritannien lehnt Finanzhilfen für Griechenland ab
AP/dpa

Das geplante Hilfsprogramm für Griechenland könnte Großbritannien eine Milliarde Euro kosten. Doch die Regierung in London wehrt sich gegen eine Beteiligung. Aus dem Finanzministerium heißt es: "Das ist ein Rohrkrepierer."

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karlsiegfried 14.07.2015, 09:20
200. Vollkommen richtig

Hut ab, Mr. Cameron. Sie sprechen das aus, was die restlichen Duckmäuser in der EU nicht auszusprechen wagen. Griechenalnd war, ist und bleibt ein Rohrkrepierer. Die EU wird daran noch kaputt gehen.

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katzenheld1 14.07.2015, 09:20
201.

Zitat von TS_Alien
Während Griechenland medial durchs Dorf getrieben wird, vergessen viele, wie viele Schulden die anderen Staaten haben. Diese Staaten sind ständig auf neue Kredite angewiesen, um ihre Altschulden "zurückzuzahlen". Teilweise sind Kredite mit kürzesten Laufzeiten (einige Wochen) notwendig, um die täglichen Ausgaben von Staaten, Städten oder Ländern leisten zu können. Ohne die neuen Kredite wären diese Staaten genauso pleite wie Griechenland. Man kann diese Tatsache natürlich kaschieren, indem man behauptet, dass die Schuldenlast bei vielen Staaten relativ zu deren BIP nicht so hoch ist (als ob das BIP etwas mit der Schuldentilgung zu tun hätte) oder dass viele Staaten weiterhin kreditwürdig sind (warum auch immer), aber das ändert an den Problemen nichts: (1) Ohne ständige Neukredite wären viele Staaten pleite. (2) Die Kredite kosten sehr viele Zinsen. (3) Die heutigen und nachfolgenden Generationen werden unter der Zinslast enorm leiden. (4) Eine Schuldentilgung ist niemals möglich. Aber bei Griechenland wollen manche ein Exempel statuieren. Die sehen vor lauter Bäumen den Wald nicht.
Und das ist Ihr Argument dafür, dass die nichtgriechischen EUR-Länder die Schulden Griechenlands freudig-großzügig übernehmen UND den Staat Griechenland finanzieren sollen, statt für ihre eigenen Bürger und ihre eigenen Sozialsysteme zu sorgen – weil sie ja sowieso auch zu viele Schulden haben?

Nach dem „Nein“-Referendum überwiesen die Griechen 300 Mio. Steuern, aus Angst, ihre EUR-Einlagen bei griechischen Banken zu verlieren. Jetzt schulden sie ihrem Staat nur noch 69,7 Mrd. EUR. Quelle: http://blogs.faz.net/adhoc/2015/07/13/griechen-zahlen-ploetzlich-steuern-1059/

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bs2509 14.07.2015, 09:20
202. Die Briten . . .

. . . als Volk sollen entscheiden, ob sie in der EU bleiben wollen.
Die Regierung sollte schnellst möglich die Zelte auf dem Alten Kontinent abbrechen und sich auf die Insel zurückziehen . . . .ein "friedliches Dünkirchen sozusagen!"

Mir wäre es lieb, wenn sich die Briten für einen Verbleib entscheiden würden. Sie werden als eine Art Regulativ gebraucht. Aber jede britische Regierung bisher versucht die EU zu erpressen und so etwas braucht niemand.
Großbritannien hat Jahrzehnte lang gut von Brüssel und der EU profitiert.
Auch hier hat Kanzler Kohl das deutsche Volk hinter die Hecke geführt und Lady Thatcher Milliardengeschenke auf Kosten der deutschen Steuerzahler gemacht.
Da hat niemand auch nur ein Sterbenswort drüber verloren.
Aber jetzt, da die Briten ca. 1 Milliarde für Griechenland aufbringen müssten - Geld, das in der Steueroase London gut zu beschaffen wäre - da regt sich Widerstand.

Es wäre gut, wenn Cameron der Vorschlag gemacht würde, Großbritannien sollte für " eine gewissen Zeit"
über einen Austritt aus der EU nachdenken.

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babbelnet 14.07.2015, 09:21
203. Wenn sowas von...

Merkel oder Schäuble kommen würde dann wäre in der Presse aber was los. Ungerechte Welt.

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kado1 14.07.2015, 09:21
204. Sie Quatschkopf

Zitat von mregge
ob England in der EU bleiben darf. Schon Thatcher hatte sich gedrückt, Englands Anteil zu zahlen und kam damit durch. England hat jahrelang weitaus weniger in die EU-Kasse eingezahlt, als sie anteilsmäßig sollte. Nun ist für mich Schluss: England raus aus der EU!
UK ist einer der wenigen EU-Nettozahler.
Das Fehlkonstrukt zerbricht immer schneller.
Genau das Gegenteil erreichte man, sogar der Hass nimmt auf den Zahlmeister zu.
Wie in GR überall endlich Volksentscheide, wenn das gemacht wird, was die Mehrheit nicht will, ist es keine Demokratie mehr.
Die EU wurde eine Diktatur des Geldes von nichtgewählten "Oberflaschen".
Die Deutschen sollte man fragen, ob sie in der EU bleiben wollen und zahlen, zahlen, zahlen

F und I sind sich bei GR schon einig, aber nur weil sie selber bitter nötige Reformen befürchten, sie sind die neuen EU-Sorgenländer.

Die Agenda 2010 von Rot / Grün war der Sargnagel
des Euros womit die Steuern der Superreichen gesenkt, die Kleinen in D belastet wurden, damit wurde D zwar wieder fit, ABER, alle anderen brauchen so eine Art, um wieder wettbewerbsfähig zu werden, die lassen sich das nicht gefallen, dann gibt es eher Bürgerkriege.

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percystuart 14.07.2015, 09:22
205. Völlig nachvollziehbar...

.....von den Briten. In punkto Demokratie haben sie uns halt einiges voraus, oder besser gesagt: Wer ist schon so blöd, Kredite in dieser Größenordnung zu vergeben, wenn er von vorneherein weiß, dass sie niemals zurückgezahlt werden.
mfg

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jorei1 14.07.2015, 09:22
206. bei allen vorbehalten gegenüber den briten -

hier hat cameron recht! das sog. hilfspaket für griechenland ist sogar noch mehr als ein rohrkrepierer - so es überhaupt zustande kommt!
es ist der todesstoß für die griechische ökonomie, es ist der finale kopfschuß für das griechische volk!
und 'zahlen' tun es nicht schäuble und merkel, nicht hollande und juncker, zahlen tun es alle euroland-steuersklaven. und kassieren tun nicht die bösen griechen, sondern die banken und spekulanten.

das ist bankensozialismus pur! gerettet werden immer die banken, verlieren tut immer der steuersklave.

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Peter Bernhard 14.07.2015, 09:23
207. Zu

Zu "Rohrkrepierer" als vielleicht doch pazifistisch gemeint, fällt mir Ghandis Spinnrad und die Heilige Kuh der EG ein. Mit einigem Aufand nur konnte ich in einer Versorgung der Inder mit englischem Tweed und der Erzeugung von Butterbergen noch durch die Thatcher-EG logisch-strukturell "Dasselbe" erkennen. In beiden Fällen gibt es keinen fairen "Preis", in beiden Fällen herrscht "Gratis": die Nachfrage wird kostenlos für die Bedarfhabenden befriedigt, Indien, das Angebot wird ohne Erfolg (Absatz der Butter) finanziert. Intuitiv könnte also das England des Common Wealth meinen, was in Indien aufgegeben worden, kann in Europa nicht neu aufgezäumt werden.

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rudig 14.07.2015, 09:24
208. wieso?

Zitat von oasis_reloaded
Nun gilt abzuwarten, ob diese Ablehnung Großbritanniens zu einem zumindest vergleichbaren Shitstorm (besonders in den "sozialen" Netzwerken), führt wie Schäubles Vorschlag des Grexits auf Zeit. Mich würde besonders interessieren, wie die Iren darüber denken.
GB gehört nicht zum Euro-Raum, und wollte auch keinen
Grexit. Was soll Ihre Frage??

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dliblegeips 14.07.2015, 09:24
209.

Zitat von kenterziege
Es gibt ja drei Arten von EU-Ländern - Länder im Euroverbund - Länder, die NOCH NICHT nicht im Euro sind - Länder, die eine Regelung haben, nicht im € zu sein
Nicht vergessen die Schweiz. die zwar kein EU Land ist aber mittels zig Abkommen defakto EU recht übernimmt.
Die SNB hat in Januar 2015 die feste Bindung des Schweizer Franken zum Euro aufgegeben. Auch wenn die Auswirkungen auf die Schweizer Industrie hart sind zu recht wie es jetzt scheint.
Wenn die Schweiz aber in ein paar Jahren gut damit wegkommt, kann das sicher ein Beispiel für Euroausteiger sein.

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