Forum: Wirtschaft
Betriebsräte: "Wieso wählen Arbeiter so häufig rechts?"
DPA

Vor den Betriebsratswahlen profilieren sich explizit rechte Listen. Doch die größere Gefahr droht Gewerkschaften von innen, sagt der Soziologe Klaus Dörre - und erklärt, weshalb sie gerade deshalb wichtig sind.

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staplerfahrer_klaus 27.02.2018, 11:45
10. Was ist rechts?

Ich wundere mich immer wieder über die Art der Berichterstattung. Ich fühle mich nicht als rechts und wähle auch nicht so. Trotzdem gibt es meiner Ansicht nach gute sachliche Argumente die gegen Zuwanderung und weitere eurpäische Haftung sprechen. Solange diese Themen nicht diskutiert werden sondern als populistisch abgetan werden braucht man sich nicht wundern wenn immer mehr Menschen "rechts" wählen.

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marthaimschnee 27.02.2018, 11:46
11. ganz recht bemerkt

die Gewerkschaften sind Teil des Problems. Denn ich wage mal zu behaupten, viele ihrer Mitglieder sind nur noch Mitglied, weil ihnen bewußt ist, daß mit Gewerkschaft möglicherweise nichts positives für sie passiert, ohne Gewerkschaft aber ganz sicher nichts. Das Bisschen positives jedoch ist kaum noch was, wofür man kämpfen will.

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Malto Cortese 27.02.2018, 11:47
12.

Vielleicht sind Arbeiter zu sehr "Erlebende der Wirklichkeit" (also dessen, was nicht weggeht, auch wenn man sich weigert daran zu glauben), um in den Sozialdemokraten oder ihren schwarzen Geistesverwandten noch Vertreter ihrer Interessen zu erkennen. Vielleicht ist dieses Deutschland am Ende gar nicht "das beste Deutschland, das wir je hatten".

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unimog_andi 27.02.2018, 11:48
13. Ich glaube eher, es ist das Verdienst von Leuten

einer Art wie zardoz77, die sich in Politik und Gewerkschaften breit gemacht haben.
"Dazu kommt häufig auch noch fehlende Bildung in den "weichen Fächern". Ein Arbeiter kann Kabel ziehen, Mauern bauen, löten und schustern, aber sobald Themen wie Politik, Soziologie, Staatskunde oder gar Geschichte angesprochen werden, wirds zappenduster."

Absurder und abwertender kann es einfach nicht werden.

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rm9 27.02.2018, 11:49
14.

Zitat von zardoz77
Ganz einfach, weil der Arbeiter das Rückgrat des Stammtisches schon immer gebildet hat und sie somit im Online-Zeitalter das perfekte Opfer sind für Internet-Propaganda. Dazu kommt häufig auch noch fehlende Bildung in den "weichen Fächern". Ein Arbeiter kann Kabel ziehen, Mauern bauen, löten und schustern, aber sobald Themen wie Politik, Soziologie, Staatskunde oder gar Geschichte angesprochen werden, wirds zappenduster.
Was für eine arrogante Sicht auf den "Arbeiter" Sie doch besitzen. Funktional zu gebrauchen, aber die Welt muss man ihm erklären? Wirkt fast schon schizophren, die Rechte des Arbeiters stärken, aber bloß nicht zu Wort kommen lassen.

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JerryKraut 27.02.2018, 11:50
15. @zardoz77

Da kenne ich aber ganz andere Arbeiter. Sie werden es nicht glauben, die haben lesen gelernt und tun es sogar - und nicht nur BILD. Vermute, sie sind ein höheres Söhnchen mit Akademikereltern, die höchstens mal mit dem Klempner reden, wenn es sich garnicht vermeiden lässt. Ich kann mwroer nur zustimmen. Sie wählen Rechts weil Links sie verallerwertester hat.

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ID Fake 27.02.2018, 11:52
16.

Zitat von 84erstudent
Arbeiter wählen meiner Ansicht nach häufig rechts da die Linken Parteien inklusive SPD schon seit mehreren Jahren versäumen, auf die wirklichen Probleme der Arbeiter einzugehen. Vereinfacht gesagt, was interessiert den Kumpel in der Zeche im Ruhrpott der Familiennachzug für Flüchtlinge? Der hat ganz andere Probleme, die werden aber von den linken Parteien nicht thematisiert.
Exakt so ist es. Dazu kommt auch, dass gerade solch linken Pseudo-Leuchtturmprojekt wie Gender die Arbeiterschaft eher noch abstossen.

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radetop 27.02.2018, 11:52
17. Ganz einfach

Zitat von zardoz77
Ganz einfach, weil der Arbeiter das Rückgrat des Stammtisches schon immer gebildet hat und sie somit im Online-Zeitalter das perfekte Opfer sind für Internet-Propaganda. Dazu kommt häufig auch noch fehlende Bildung in den "weichen Fächern". Ein Arbeiter kann Kabel ziehen, Mauern bauen, löten und schustern, aber sobald Themen wie Politik, Soziologie, Staatskunde oder gar Geschichte angesprochen werden, wirds zappenduster.
"Ein Arbeiter kann Kabel ziehen, Mauern bauen, löten und schustern, aber sobald Themen wie Politik, Soziologie, Staatskunde oder gar Geschichte angesprochen werden, wirds zappenduster."

- mit anderen Worten: der Arbeiter leistet die Schwerstarbeit, weiß nicht mehr wie er seine Miete zahlen soll, muss sich auf den schlechtbezahlten Arbeitsplätzen noch mit neuhinzugekommener Konkurenz abfinden und muss sich dann vom Soziologen erzählen lassen: "uns geht es doch gut?".
Abgehobenes Volk!

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Max Super-Powers 27.02.2018, 11:53
18.

Zitat von zardoz77
Ganz einfach, weil der Arbeiter das Rückgrat des Stammtisches schon immer gebildet hat und sie somit im Online-Zeitalter das perfekte Opfer sind für Internet-Propaganda. Dazu kommt häufig auch noch fehlende Bildung in den "weichen Fächern". Ein Arbeiter kann Kabel ziehen, Mauern bauen, löten und schustern, aber sobald Themen wie Politik, Soziologie, Staatskunde oder gar Geschichte angesprochen werden, wirds zappenduster.
Es ist genau diese Arroganz, die daran Schuld ist: Der Arbeiter als dummer, leicht zu beeinflussender Prolet. Das linke politische Spektrum hat sich Ende der 70er dazu entschlossen, den Arbeiter als sein wichtigstes "Publikum" durch Intelektuelle zu ersetzen. Alles, was danach noch kam, waren Brosamen für die Arbeiterschaft - wobei sich u.a. die SPD nicht entblödete, weiter einen auf Arbeitersolidarität zu machen. Welche Meinung viele Linke gegenüber der Arbeiterschaft haben, zeigt sich in dem von mir hier zitierten Kommentar.

Der Gipfel wurde und wird durch das weitere Verhalten der linken Parteien im Umgang mit Flüchtlingen, der EU und Steuern erreicht. Denn sowohl die Forderungen a la "nehmt noch mehr auf" über "noch mehr Geld für die EU" bis hin zu "Steuererleichterungen bringen niemandem etwas" sind alle gegen die Realität des Arbeiters. Dass dieser sich nun in Massen nach rechts wendet, ist also ein logisches und vor allem hausgemachtes Problem.

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podracer 27.02.2018, 11:55
19.

Zitat von zardoz77
Ganz einfach, weil der Arbeiter das Rückgrat des Stammtisches schon immer gebildet hat und sie somit im Online-Zeitalter das perfekte Opfer sind für Internet-Propaganda. Dazu kommt häufig auch noch fehlende Bildung in den "weichen Fächern". Ein Arbeiter kann Kabel ziehen, Mauern bauen, löten und schustern, aber sobald Themen wie Politik, Soziologie, Staatskunde oder gar Geschichte angesprochen werden, wirds zappenduster.
Genau so sieht´s aus! Gut auf den Punkt gebracht!
Funktioniert auch überall in der Welt - Dummheit siegt - so wie bei Trump in den USA oder bei unseren "Pegidas".

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