Forum: Wirtschaft
Bevölkerung, Arbeitslose, Miete: Boomt Ihr Landkreis auch?
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Deutschlands Großstädte wachsen, das Land fällt zurück - stimmt doch, oder? Tatsächlich entwickeln sich manche Landkreise besser als Hamburg oder Berlin. Hier sehen Sie, wie es um Ihre Region bestellt ist.

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karl-felix 21.10.2017, 11:23
50. Da

Zitat von mstoever
Die Karte mit dem Ausländeranteil ist von 2015, also von vor der Einwanderungswelle. Sie vermittelt ein völlig falsches Bild. Damit sollen sich dann alle wieder wundern warum die "abgehängten" Ostdeutschen so ein seltsames Wahlverhalten zeigen wo sie doch eigentlich gar keine Grund dafür haben. Sachverhalte totschweigen und vertuschen ist keine Lösung.
haben Sie recht. Jeder Dösbaddel schreit : 890.000 Flüchtlinge kamen 2015 nach Deutschland ! Einwanderungswelle !

Haben Sie einen von diesen Dösbaddeln schon einmal angesichts der 840.000 Auswanderer in 2015 mit ausländischen Wurzeln schreien hören : Auswanderungswelle !

Nein? , sehen Sie einmal wie man Sachverhalte totschweigt und glaubt das sei eine Lösung .

Nein , ist es nicht denn ohne Zuwanderung verelenden wir und sterben aus . Jedes Jahr werden ca. 200.000 Menschen in Deutschland weniger geboren und die deutsche Frau ist im Durchschnitt 46 Jahre alt und 5 Frauen bekommen in Deutschland nur noch 3 Töchter.
Nie wieder werden diese 3 Frauen 5 Töchter gebären , es sei denn wir holen junge Ausländerinnen nach Deutschland .

Die können zwar unsere Probleme nicht lösen , aber die Verelendung stoppen und die Folgen der demographischen Entwicklung abmildern .

Das Problem ist nicht das seltsame Wahlverhalten der Ostdeutschen sondern die Totschläger und Brandstifter die von dem Mob bejubelt werden wie z.B. in Rostock Lichtenhagen .
Was glauben Sie , welche Partei die wählen ? .

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Atömchen 21.10.2017, 11:24
51.

Wählt man die Ansichten "Arbeitslose" und "Ausländer", wird eine Karte angezeigt, die sehr an die Zeit vor der Wiedervereinigung erinnert. Die Umrisse vom früheren West- und Ostdeutschland sind klar zu erkennen. Wobei die Arbeitslosigkeit im Osten im Kontrast sichtbar hoch ist, der Ausländeranteil dagegen überaus niedrig.

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flux71 21.10.2017, 11:26
52.

Zitat von ekel-alfred
Googeln Sie mal das Wort "Präventiv"
Wenn ich Sie richtig verstehe, möchten Sie im Nahen Osten Deutschlands AgD wählen, um "präventiv" zu bewirken, dass nicht mehr Ausländer "in Sie hinein strömen". Richtig?

Nun, dann mache ich mal ein Beispiel auf:

Der Erzgebirgskreis hat laut Erhebung mit 2% Ausländeranteil "zu kämpfen". Die Stadt Bonn mit 14,6%. Der Erzgebirgskreis und die Stadt Bonn verfügen in etwa über dieselbe Anzahl Einwohner, sagen wir der Einfachheit halber mal 350.000. Das macht für den Erzgebirgskreis 7.000, für die Stadt Bonn 51.000.

Um auf dieselbe Menge an Ausländern zu kommen, wie Bonn sie jetzt schon hat, hieße das für den Erzgebirgskreis, dass 44.100 Ausländer dort aufgenommen werden müssten.

Gehen wir weiterhin davon aus, dass alle Kreise und Städte in Deutschland bei der Verteilung der Ausländer gleichermaßen beteiligt werden, es also zu einer gleichmäßigen Verteilung der Ausländer käme, die da zu uns strömen sollen, dann hieße das, dass Deutschland in seiner Gesamtheit 16.080.000 Ausländer aufnehmen müsste.

Erst dann hätte der Erzgebirgskreis so viele Ausländer aufgenommen, wie sie die Stadt Bonn jetzt schon hat!

Ihre "Prävention" ist also völlig absurd!

Und nur nochmal zur Erinnerung:

Erzgebirgskreis: AgD-Wahlergebnis 2017: 30,2%
Stadt Bonn: AgD-Wahlergebnis 2017: 6,1%

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karl-felix 21.10.2017, 11:29
53. Nun

Zitat von notbehelf
Naja. Ich finde solche Pauschalbeleidigungen als Nicht-AfD-Wähler auch nicht gerade bemittelt.
ich denke nicht, dass der Forist das beleidigend meinte sondern als Tatsachenbeschreibung . Oder haben Sie eine Erklärung dafür, dass ein AfD Wähler klug wählte ausser er wollte die Fortsetzung der grossen Koalition unter Merkel ?
Oder haben Sie nur aus Dummheit nicht AfD gewählt ?

Was also wollte/konnte ein AfD Wähler erreichen ausser Merkel als Kanzlerin einer zukünftigen grossen Koalition ?

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karl-felix 21.10.2017, 11:36
54. Sie

Zitat von echoanswer
und Mietsteigerungen als Boom zu bezeichnen, die lediglich eine Spekulationsblase sind, ist krank. Wo ist die Lohnstruktur im Bezug zu den Lebenshaltungskosten? Nur das zählt für den Bürger. Diese Statistiken sind schlichter Nonsens von Leuten, die den ganzen Tag sinnlos vor ihrem Excel sitzen. Dazu kommt die tendenziöse Wahl der erhobenen Werte und der Zeitraum. Die wichtigste Info fehlt: wer hat für diese Ergebnisse wen bezahlt?
irren , denn hohe Mieten korrelieren häufig mit hohen Löhnen und Mieten sind Einkommen häufig neben den hohen Löhnenn . Das geht nach dem Prinzip: Der Teufel sch.... immer auf den grossen Haufen . Und die Korrelation zwischen Ausländeranteil und hohem Wohlstand ist auffallend. Trotz Billionentransfer von Geldern nach Ostdeutschland .

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lostcontinent 21.10.2017, 11:38
55. @ 16: olli0816

Zitat von olli0816
...Leider ist die ostdeutsche Industrie nach der Wende zusammengebrochen und von daher hat man sehr weit unten anfangen müssen. ...Warum sollte z.B. BMW seinen Hauptsitz von München nach Ostdeutschland verlegen, wenn sehr viele Abteilungen im Hauptsitz in einer Stadt sitzen, wo die Mitarbeiter ungern wegwollen? Ich finde, dass sich Ostdeutschland in Teilen sehr gut entwickelt. Leipzig finde ich toll, Dresden ist eine ganz besondere Stadt und selbst die kleineren wie z.B. Jena und andere in der zweiten Reihe sind innovativ und haben neben einem guten Lebenswert positive wirtschaftliche Ansätze.....,.
grundsätzlich korrekte Darstellung, BIS AUF EINEN PUNKT:
Im Gegensatz zur gerne gepflegten Folklore in der Ostzone gab es zum Zeitpunkt des Zusammenbruchs der DDR (Ich schreibe bewusst NICHT: "zur Wiedervereinigung") KEINE FUNKTIONIERENDE WIRTSCHAFT mehr! Alles was 1989 "erwirtschaftet" wurde, war kreditfinanziert. Seit der Wiedervereinigung sind NETTO - also im Osten erwirtschaftete Güter gegengerechnet - (Schätzungen variieren, ich nehme einen Mittelwert) ca. 1500 MILLIARDEN EUR von West nach Ost geflossen.

Wenn ich jetzt durch die Ostzone fahre (zuletzt im April diesen Jahres) ist es leider immer noch so, daß keiner zu Hause etwas erreichen/aufbauen möchte und lukrative Geschäftsfelder von westdeutschen Firmen besetzt werden.

Schade, grade z.B. Dresden wäre ein guter Standort für eine internationale Firma mit attraktiven Freizeitmöglichkeiten in der Umgebung für die Mitarbeiter, die im Vergleich z.B. mit München in nichts nachstehen.

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spmc-12355639674612 21.10.2017, 11:39
56. Statistiken zu verstehen

Zitat von dr.joe.66
Vielen Dank für diese statistischen Daten und die platte, oberflächliche Auswertung! Danke, Spiegel. Danke, dass sich da jetzt wieder viele Menschen ein ganz einfaches Weltbild stricken können. /IRONIE AUS/ Beispiel Ausländer-Anteil: so rund um die 12% haben Kreise wie Delmenhorst (Bremen) oder Fürstenfeldbruck (München) oder die Region Hannover, wo Städte und viel Industrie zusammenkommen. Aber auch Uni-Städte wie Tübingen, Osnabrück haben den gleichen Ausländer-Anteil. Und grenznahe Gebiete wie rund um den Bodensee (Lindau, Bodenseekreis, etc.). Und wenn man dann noch sieht, dass "Ruhrpott"-Städte wie Bochum, Bottrop, Recklinghausen weniger Ausländeranteil haben, dann sieht man, dass diese Statistik nicht das geringste Wert ist und keine Aussagen erlaubt! Denn ausländische Studenten oder Bewohner aus den Nachbarländern F, CH, A, NL, etc. werden sicher anders wahrgenommen, als Mitbürger aus Südosteuropa oder Afrika. Und wie ein Mitforist vollkommen richtig angemerkt hat: Viele, die oft als "Ausländer" tituliert werden, leben in der dritten Generation hier und sind längst Deutsche. Hier wäre viel interessanter zu sehen, welcher Anteil der Bevölkerung ein subjektiv empfundenes "Ausländer"-Problem hat - und warum! Beispiel BIP: Auch das haben Mitforisten längst richtig erkannt. Was nützt dem arbeitslosen Hausmeister in Wolfsburg die Anwesenheit des VW-Konzerns? Nix! Viel entscheidender für den Wohlstand der Bevölkerung ist die Kaufkraft und deren Verteilung über die Altersstruktur. Beispiel Alter: Was nützt mir das Durchschnittsalter? Oder wollen Sie mir jetzt ernsthaft weismachen, dass Bochum und der Kreis Lindau eine ähnliche Struktur haben???? Sorry, aber diese undifferenzierten statistischen Daten taugen eigentlich nur als "Beweis" für beliebig konstruierte Fake News. Nochmals: Vielen Dank, lieber Spiegel, dass Ihr den Idioten (sorry!) auch noch Munition gebt...
Statistiken zu verstehen will natürlich gelernt sein.
Das Durchschnittsalter sagt z. B. etwas über Bevölkerungswachstum aus - muss man halt wissen.
Und natürlich hat der arbeitslose Hausmeister u. U. eine höhere Chance, in Wolfsburg einen neuen Job zu bekommen als z. B. in Gelsenkirchen.
Natürlich steigt mit steigendem Pro-Kopf-BIP auch die durchschnittliche Kaufkraft pro Kopf an - und natürlich ist diese ungleich verteilt.
Aber ich kann Sie beruhigen: Die meisten Mitforisten haben kein Problem mit der Interpretation der Daten.

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competa1 21.10.2017, 11:49
57. Hier in Duisburg..

Zitat von karl-felix
haben Sie recht. Jeder Dösbaddel schreit : 890.000 Flüchtlinge kamen 2015 nach Deutschland ! Einwanderungswelle ! Haben Sie einen von diesen Dösbaddeln schon einmal angesichts der 840.000 Auswanderer in 2015 mit ausländischen Wurzeln schreien hören : Auswanderungswelle ! Nein? , sehen Sie einmal wie man Sachverhalte totschweigt und glaubt das sei eine Lösung . Nein , ist es nicht denn ohne Zuwanderung verelenden wir und sterben aus . Jedes Jahr werden ca. 200.000 Menschen in Deutschland weniger geboren und die deutsche Frau ist im Durchschnitt 46 Jahre alt und 5 Frauen bekommen in Deutschland nur noch 3 Töchter. Nie wieder werden diese 3 Frauen 5 Töchter gebären , es sei denn wir holen junge Ausländerinnen nach Deutschland . Die können zwar unsere Probleme nicht lösen , aber die Verelendung stoppen und die Folgen der demographischen Entwicklung abmildern . Das Problem ist nicht das seltsame Wahlverhalten der Ostdeutschen sondern die Totschläger und Brandstifter die von dem Mob bejubelt werden wie z.B. in Rostock Lichtenhagen . Was glauben Sie , welche Partei die wählen ? .
..haben wir ca. 10.000 Zuwanderer aus Rumänien und Bulgarien.Meist Sinti und Roma.Deren Frauen und Kinder lösen die Probleme der Verelendung nicht,sie erschaffen sie!

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karl-felix 21.10.2017, 11:51
58. Das

Zitat von Isegrim1949
Die Wähler der AfD sind eben nicht alle "einfach gestrikt" und sind eben auch nicht alle "dümmste Bauern". Ich kenne eine ganze Anzahl Menschen, die die AfD gewählt haben weil sie politisch interessiert sind und keine andere Möglichkeit sahen unseren Politikern so laut ins Ohr zu schreien, dass sie endlich gehört werden. Was glauben Sie, warum man plötzlich über eine Änderung in der Flüchtpolitik spricht, über die Altersarmut ( auch da hat die AfD auf ihren Flyern einen Vorschlag) oder über eine Stärkung unserer Polizeikräfte ?
wäre aber der endgültige Beweis der politischen Dummheit , denn das einzige real erreichbare Ziel einer AfD über 5% wäre eine Fortsetzung der grossen Koalition unter Merkel gewesen .
Das war aber nach meiner Einschätzung ur das Motiv der zugegeben wenigen klugen AfD Wähler.

Wie blind kann man eigentlich sein , nicht zu sehen dass Hartz IV und die Rentenkürzungen und Migrationsbewegungen das politische Deutschland veränderten lange bevor es überhaupt eine Sammelbewegung AfD gab ? Für diese Themen ist eine rechte Splittergruppe so überflüssig wie ein Kropf . Und das haben halt vernünftigerweise 88% der Wähler so gesehen , in Niedersachen 94% .

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ditor 21.10.2017, 11:51
59. Schon begründet

Zitat von gourmet_hh
Hohes Durchschnittsalter, hohe Abwanderung, geringes BIP, kaum Ausländer. Warum geht der Osten aber ausgerechnet wegen Letzterer auf die Straße?
Wenn man in einem Gebiet lebt das von wirtschaftlich bedingter Abwanderung mitgeprägt wird, ist es logisch sich gegen eine Zuwanderung von außen zu wenden. Insbesonders wenn es eine ist die den Kuchen nicht vergrößert sondern eher deren Stücke verkleinert. Wenn man Probleme hat und es deuten sich zusätzliche an, dann ist es idR effektiver die neuen zu verhindern.

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