Forum: Wirtschaft
Bevölkerungsentwicklung: So schrumpft Deutschland bis 2060
DPA

Deutschland verliert Einwohner, je nach Region gibt es aber Unterschiede: Vor allem Berlin und Hamburg wachsen auch in den nächsten Jahrzehnten. Aus den Flächenländern ziehen die Menschen dagegen weg.

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Robert Redlich 07.09.2015, 16:29
60. wozu diese Information ?

Gibt es einen Zusammenhang zwischen der Berichterstattung zur Prognose der schrumpfenden Bevölkerung und der Zuwanderung? Man könnte ja meinen, das soll die Vorbehalte senken. Aber wer Angst vor einer "Überfremdung" hat, ist wohl kaum mit der Angst um der Abnahme der Bevölkerung zu überzeugen. Eher fühlt sich so jemand manipuliert. Es ist ja eh die Frage, ob das politische Ziel ist, die Zahl von 80 Millionen unbedingt zu halten oder eine homogene Bevölkerung. Die Wirtschaft freut sich über viele Zuwanderer, die CSU und Pegida ist die Anzahl der Deutschen weniger wichtig als die "Leitkultur".

Nachdem die Medien, auch SPON, 14 Jahre lang über islamischen Terrorismus ausgiebig berichteten und damit (statistisch unverhältnismäßige) Ängste schürten, wirkt die "Welcome Refugees" Kampagne der deutschen Medien derzeit gerade etwas befremdlich. Die Islam-Skeptiker sind ja nicht vom Himmel gefallen, sondern in 14 Jahren medial geprägt worden.

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igolamos 07.09.2015, 16:32
61.

Zitat von MeckerSeb
Da genug Einheimische (ja, auch Deutsche können blöde sein) diese Attribute bereits vertreten, brauchen sie keine Angst haben, dass unsere RTL2-Gesellschaft ernsthaft verwässert wird.
Ändert aber nichts daran, dass M. Brunner Recht hat. Potenziert hat dann halt die heutigen Probleme. Wenn Sie das wollen, bitteschön...

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wetzo 07.09.2015, 16:34
62. Derzeit

steigt die Einwohnerzahl Deutschlands - so wie jedes einzeln Jahr seit 1945. Warum sich das ändern sollte, wo eine historisch einmalige Flüchtlingswelle auf Europa zurollt? Müssen Demographen natürlich nicht wissen...

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curiosus_ 07.09.2015, 16:38
63. Nun raten Sie mal ....

Zitat von tomrobert
Ich kann es nur immer wiederholen: die Produktivität ist durch die Technik soweit gediehen, das eine materielle Einschränkung überhaupt nicht das Problem sein wird und jetzt auch nicht ist! Wenn es hier Probleme gibt, dann sind sie durch das Versagen der Politik oder von den Politikern gewollt verursacht. Wir sind am Anfang des Postindustriellen Zeitalters. Das Materielle wird nicht mehr den Unterschied zwischen Ober und Unterschicht kennzeichnen, sondern der Intellekt!
.... wo diese Produktivitätszuwächse landen? Schon mal was von weiter ansteigenden Vermögens-Ungleichgewichten gehört?

Beim letzten "Post" -Zeitalter gab es z.B. die Weber-Aufstände. Trotz, oder gerade wegen der "Produktivitätssteigerungen".

Schöne neue Welt ….

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japhet 07.09.2015, 16:38
64. Adenauer und die Bevölkerunsentwicklung

Wie Deutschland im Jahr 2060 aussehen wird - also in 45 Jahren! - kann wohl keiner sagen und jede Prognose ist eher ein Blick in die Kristalkugel (welcher bekannterweise nicht funktioniert). Als man etwa Ende der 50er Jahre des letzten Jahrhunderts die Eckpunkte unseres heutigen Rentensystems festzurrte, soll Konrad Adenauer zum Bestand dieses auf einem Generationenvertrag beruhenden Sytems gesagt haben, dass die Deutschen immer Kinder bekommen würden. 45 Jahre später, also kurz nach der Jahrtausendwende, sprach man aber längst vom demographischen Wandel und einem Rückgang der deutschen Bevölkerung, welcher diesen Generationenvertrag in Frage stellt. Dabei ist es vor allem der Umstand, dass sich die sog. geburtenstarken Jahrgänge der frühen 60er Jahre der Fortpflanzung geradezu verweigert haben der Hauptgrund für den aktuellen Zustand. Wer dann überlegt, wann diese zwischen 1958 und 1965 Geborenen eigentlich hätten Kinder bekommen sollten, so kommt man in die Regierungszeit von Helmut Kohl, unter dem zahlreiche sozialer Errungenschaften der sozial-liberalen Koalition zurück gedreht wurden und zugleich die Job-Situation deutlich schlechter wurde. Auch Akademiker waren damals sehr häufig von Arbeitslosigkeit betroffen und hatten kaum "Lust" auf Nachwuchs.
Wenn heute konsequent Maßnahmen ergriffen würden, den Deutschen wieder Lust auf Kinder zu machen, könnte es 2060 schon wieder ganz andes aussehen. Wenn allerdings nur noch aus das "Pferd" Zuwanderung gesetzt wrd und heute mehr Geld in Flüchtlingshilfe und Integration von Migranten gesteckt wird, warden diese Mittel bei der Familienförderung der Deutschen fehlen.

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gula19 07.09.2015, 16:38
65. Super

Na und -etwas Besseres kann uns doch gar nicht passieren:
Weniger Verkehr
Weniger Arbeitslosigkeit
Weniger Umweltverschmutzung
Genügend Wohnungen

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xaka 07.09.2015, 16:40
66. Ein Dilemma?

Zitat von Inselbewohner
Sie vergessen dabei, dass DL immer mehr Bewohner für immer mehr Wachstum braucht. Geht die Einwohnerzahl zurück schmilzt auch das Wachstum also die Binnennachfrage. Ein Dilemma.
Das Problem mit dem Wirtschaftswachstum... Wenn D für immer mehr Einwohner eine (analog) wachsende Wirtschaft braucht, braucht es für weniger Einwohner ... ???

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rieberger 07.09.2015, 16:41
67. Und weiter . . .

Deutschland schrumpft . . . so what?
Deutschlands Erwachsene haben beschlossen, sich nicht mehr wie bisher zu reproduzieren.
Natürlich wird das Auswirkungen auf die Rente haben. Aber selbstgewählt und deshalb für mich auch ok.
Es ist die Wirtschaft, die jammert: keine billigen Arbeitskräfte, keine Konsumenten im Inland. Deshalb Zuwanderung. Nur - bei den daraus resultierenden Integrationsproblemen hält sich die Wirtschaft zurück. Diese Probleme werden sozialisiert, während die Hauptsitze der deutschen Wirtschaft aus fiskalischen Gründen ins Ausland gehen.
Fazit: die Welt wird den Rückgang von 80 Mio Deutschen auf 60 Mio verkraften; es wird ihr sogar guttun.

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petra.blick 07.09.2015, 16:43
68. 1950 waren es 68Mio und Zahl steigt stetig....

wie viel Millionen braucht man um glücklich zu sein. Deutschland liegt in der Statistik im Bezug auf die Bevölkerungsdichte direkt hinter Pakistan und Indien auf Platz 16, die USA z.B. auf Platz 60. Und wenn ich mir den Kinderreichtum von zugereisten Gruppen ansehe , kann ich da keine Dramatik erkennen. Über das gesellschaftliche Miteinander in 40 Jahren mach ich mir schon eher Gedanken, wenn ich dann im Rentenalter liebevoll von Menschen gepflegt die in diesem Land nicht wirklich heimisch wurden.

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tommit 07.09.2015, 16:43
69. Und doch liegt die Erhaltungsrate

Zitat von andreas.mueller
Das ist korrekt. Manche früheren Hochrechnungen nahmen an, dass Frauen über 40 Jahren gar keine Kinder mehr bekommen. Diese Annahme wird aber ständig falscher. So hat meine Partnerin unser erstes gemeinsames Kind mit 42 bekommen, das zweite mit 46. Beide Kinder waren also statistisch nicht vorgesehen. Aus jedem Modell bekommt man durch Mathematik das heraus, was man an Annahmen hineingesteckt hat. Auf die Annahmen kommt es also an und diese sind oft nicht korrekt (zu pessimistisch). Horrorprognosen sollte man deshalb sehr vorsichtig konsumieren.
immer noch bei 2,4 mit eingerechneter Kindersterblichkeit..
Und es schrumpft doch. Und ausserdem Zuwanderer sind woanders Abwanderer...
Hier muss man simpelste Mathematik erklären...

Ausserdem bitte ich doch mal endlich zwischen der Bevölkerung Deutschlands und der Bevölkerung mit deutscher Staatsangehörigekit zu unterscheiden. Ein Drittklässlerfehler den ich schon in hunderten Artikeln so vorgefunden habe....

Zuwanderer tragen zwar zur Bevölkerungszahl Deutschlands etwas bei, wegen Wohnsitz, aber nicht Bevölkerung mit deutscher Staatsangehörigkeit, sofern sie nicht die Staatsbürgerschaft erlangen...

Deshalb ist Integration ja eben ein Thema..

Und für die Sozialsysteme zählen ohnehin ganz andere Kenngrössen, nämlich die Anzahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten und selbst dann kommt es darauf an, wenn erst einmal Ansprüche erworben wurden, wo derjenige seinen Lebensabend verbringt... Wenn 10% der Deutschen Rentner ihr Geld in den italienischen Bergen verleben.. dann nutzt das nur im europäischen Rahmen..

Es nimmt auf jeden Fall der Anteil der Wahlberechtigten an der Bevölkerung ab.. SInd die 1,4 Kinder nun bezogen auf die Bevölkerung mit deutscher STaatsangehörigekit oder bezogen auf die Bevölkerung Deutschlands...

Im zweiten Fall würde das bedeuten, dass die Zuwanderer ihre Geburtenrate doch recht schnell adaptieren...

Übrigens Deutschland war 2014 6. Letzter in der STatistik der Geburtenrate

Spanien9,88197
Lettland9,79198
Tschechische Republik9,79199
Polen9,77200
Kroatien9,49201
Portugal9,42202
Ukraine9,41203
Hongkong9,38204
Litauen9,36205
Rumänien9,27206
Ungarn9,26207
Serbien9,13208
Macau8,98209
Bulgarien8,92210
Bosnien und Herzegowina8,89211
Italien8,84212
Griechenland8,80213
Österreich8,76214
San Marino8,70215
Taiwan8,55216
Slowenien8,54217
Andorra8,48218
Deutschland8,42219
Korea, Republik8,26220
Singapur8,10221
Japan8,07222
St. Pierre und Miquelon7,70223
Monaco6,72224

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