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Bevorstehende Bilanz: Bahn-Chef Lutz kündigt sinkenden Gewinn an
Soeren Stache / DPA

Die Bahn investiert - das macht sich bemerkbar: Vorstandschef Richard Lutz wird auf der Bilanzpressekonferenz in zwei Wochen nach SPIEGEL-Informationen keine guten Zahlen vorlegen.

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burlei 12.07.2019, 18:38
1. Ja und?

Als vor Jahren die Gewinne der Bahn nach oben gepuscht wurden (schließlich sollte sie an die Börse), hat man sie zerstört. Bahnhöfe geschlossen, Weichen raus gerissen, Wartungsintervalle bis ins Unermessliche gedehnt. Die Folge waren enorme Verspätungen durch fehlende Überholungsmöglichkeiten, Schäden am festen und rollendem Material, die wiederum die Verspätungen vergrößerten, Werkstätten wurden geschlossen, ein gravierender Personalmangel führte dazu, dass manche Bahnhöfe erst gar nicht angefahren werden konnten und Züge massenhaft ausfielen. Viel geändert hat man bis jetzt immer noch nicht, nur am Prinzip Hoffnung wird eisern festgehalten. Wenn "[...] wir mehr Geld in die Schiene investieren als je zuvor" gepredigt wird, dann sind es absolut notwendige Gelder, um die noch vorhandenen Reste wenigstens in einem befahrbaren Zustand zu halten. Der ehemalige Vorstandsvorsitzende Johannes Ludewig war der Ansicht, dass das Material so lange genutzt werden muss, bis ein Austausch notwendig wird. Reparaturen waren nicht vorgesehen. Mehdorn wandelte den Austausch in einen Abriss um und Rüdiger Grube hatte zwar wunderschöne Ansichten, aber kein Rezept, das ruinierte Unternehmen Deutsche Bahn AG wieder auf die Beine zu bekommen. Durfte wahrscheinlich auch nicht, denn immerhin hatte und hat das BMVI wohl andere Prioritäten als ausgerechnet die Bahn. Richard Lutz kennt die Bahn seit 25 Jahren, er kommt sogar aus einer Eisenbahnerfamilie. Aber das alles wird nichts nutzen, denn das Interesse für die Bahn innerhalb der Politik ist völlig unterentwickelt. Das könnte sich möglicherweise ändern, wenn die Grünen an der Regierung beteiligt werden, aber in einer Schwarz-Grünen Regierung, möglicherweise noch mit FDP-Beteiligung .... keine Chance.

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anchises 12.07.2019, 18:43
2. profitabel war die Bahn noch nie

und muss sie auch nicht sein. Jedes Jahr bekommt die ca. 6 Mrd. € aus dem Steuersäckel überwiesen, sonst gäbe es den Laden schon lang nicht mehr. Es wäre halt nur wünschenswert, dass damit etwas sinnvolles angestellt wird. S21 gehört nicht dazu.

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mullertomas989 12.07.2019, 18:43
3. Die Bahn investiert?

Das ist gut. Noch besser wäre, wenn endlich auch die Bundesrgierung im großen Stil ins Bahn-Netz investieren würde! Denn dazu ist sie verpflichtet!! Siehe GG Art. 87e, Abs. 4! 6 Milliarden jährlich sind für 83 Mio Deutsche ein großer Witz. Der Investitionsstau liegt laut Bahnangaben bei 52 Mrd. Euro!

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Nonvaio01 12.07.2019, 18:45
4. die zahlen sind sogar sehr gut

wenn investiert wird ist es kein verlust. Das sind investitionen in die Zukunft solange die Klug gemacht werden und nicht fuer irgendwelche hirnrissigen prestige objekte.

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bartsuisse 12.07.2019, 18:53
5. nicht die Bahn investiert

denn diese hat sie Schuldengrenze erreicht und verfügt über keinerlei Eigenmittel. Der Bund investiert. Und auch der nicht genug. um pro Schienen Kilometer gleich viel zu investieren wie das so gerne belachte Italien, müsste Deutschland 10 Jahre lang jedes Jahr 25 Milliarden investieren. Tut es aber nicht und dementsprechend desolat ist sie. Nach privatwirtschaftlichen Massstäben wäre sie längst pleite. Die italienische FS die profitabel ist steuert Jahr für Jahr 4.4 Milliarden aus Eigenmittel in die Investitionen. Aber dazu hört man in der deutschen Presse rein gar nichts

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NoPo2019 12.07.2019, 19:51
6.

Warum muss die Bahn überhaupt Gewinn machen? Wenn alle Kunden von A nach B kommen und das sicher und preisgünstig, wären der Gesellschaft und der Umwelt auch schon viel geholfen. Macht doch Eure Gewinne woanders. Zum Beispiel bei Internetkonzernen oder anderen Steuervermeidern wie IKEA.

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fortelkas 12.07.2019, 20:07
7. Die Politik hat

....jetzt die Chance, wenn sie es denn will, die Bahn attraktiv zu machen. Gerade in der Zeit, in der jetzt endlich die Klimadiskussion an Schärfe zunimmt. Investitionen bedeuten nicht sofort höhere Gewinnerwartungen. Die Bahn steht im Moment nicht so gut da, weil in der Vergangenheit der Indivdualverkehr, der Transportverkehr auf Landstraßen und Autobahnen einen völlig unverhältnismäßigen Vorrang hatte, in die Bahn (das wäre Aufgabe der Bundepolitik gewesen) ist nie investiert worden, jetzt rächen sich die Fehler der Vergangenheit. Jetzt scheint endlich der Zeitpunkt zum Umdenken gekommen zu sein. Nun brauchen wir nur noch eine Bundesregierung, die eine völlig neue Pro-Bahn-Politik einläutet. Letzte Bemerkung: Ich bin nur heilfroh, dass es nie zu einer Totalprivatisierung der Bahn gekommen ist.
Erwin Fortelka

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benhadschiomar 12.07.2019, 23:01
8. @ 6: Warum muss die Bahn überhaupt Gewinn machen?

Wer nur wenig Ahnung von BWL hat weiss, dass aus Gewinnen die Tilgung alter Schulden bezahlt wird und neue Investitionen finanziert werden. Ausserdem erhält der Eigentümer (eventuell) eine Dividende. Wo soll eine Unternehmen im Normalfall sonst das Geld hernehmen?

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TomTheViking 13.07.2019, 00:11
9. Sind denn jetzt alle verrückt?

Die Bahn frisst jedes Jahr ca. 40 Milliarden Subvention an Steuergeld.

Ca. 20 Milliarden nicht zurückgestellte Pensionslasten.
Ca. 8 Milliarden Infrastrukturzuschuß Bund
Ca. 6 Milliarden Infrastrukturzuschuß Kommunen.
Ca. 6 Milliarden Zuschuß Nahverkehr


Da von Gewinn zu reden ist einfach eine politische Perversität.

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