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BGH-Prozess zu Eigenbedarfskündigungen : Junge Familie und kranke Seniorin kämpfen um
DPA

Bei Eigenbedarf hat der Mieter normalerweise wenig Chancen. Es sei denn, es ist ein Härtefall. Muss eine demente Berliner Seniorin für eine junge Familie die Wohnung räumen? Das höchste deutsche Zivilgericht soll entscheiden.

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jjcamera 17.04.2019, 17:09
20.

Zitat von max-mustermann
Wenn jetzt alleine schon die allgemeine Wohnungsnot als Grund ausreicht um im Zweifelsfall eine Eigenbedarfskündigung zu verhindern sollte mann sich als privater Vermieter gleich dreimal überlegen ob mann noch Wohnraum zur Verfügung stellt und die Bude nicht lieber leerstehen lässt bis mann sie selber benötigt.
Tatsächlich ist genau das bei der Mehrzahl leerstehender Immobilien der Fall.

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Dr.T 17.04.2019, 17:10
21. Ganz klar:

Wer eine vermietete Immobilie kauft um die Mieter mittels Eigenbedarfs zu kündigen, ist ein schlechter Mensch!

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pit.duerr 17.04.2019, 17:15
22.

Zitat von jjcamera
Tatsächlich ist genau das bei der Mehrzahl leerstehender Immobilien der Fall.
Oder nicht selbst benötigter Wohnraum verkaufen. Am besten an den Staat, der kümmert sich dann liebevoll um die etwas anstrengenden Bewohner, mit ihren Rechten. Viel Spaß dabei kann ich nur sagen.

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diefans 17.04.2019, 17:20
23.

Zitat von dasfred
In dem Fall sollte dann vielleicht dem Mieter eine Abfindung in Höhe der Differenz zum Wert einer leeren Wohnung erhalten.
Der Mieter soll also noch dafür bezahlt werden, daß er die Mietsache wieder rausrückt?

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der_anonyme_schreiber 17.04.2019, 17:21
24.

Ich stehe normalerweise auf der "Vermieter" Seite. Aber ich denke, dass eine Härtefallregelung wichtig und richtig ist und eine klare Definition, was ein Härtefall ist, existieren muss und dann entsprechend halt auch angewandt wird.
Wenn hier Klarheit geschaffen wird ist das für alle Seiten zu begrüßen.
Ansonsten sehe ich es schon, dass ein Vermieter das Recht haben muss, bei Bedarf in sein Eigentum einzuziehen, und dass er sich dafür dann halt den rennitentesten und unangenehmsten Mieter aussucht, sollte eher nicht verwundern und hat dann auch eher meine Sympathie.

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la.kl 17.04.2019, 17:25
25.

Zitat von Dr.T
Wer eine vermietete Immobilie kauft um die Mieter mittels Eigenbedarfs zu kündigen, ist ein schlechter Mensch!
Hahaha selten so gelacht. Und woran Bewerten Sie noch so den Charakter von Menschen?

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Kurt-C. Hose 17.04.2019, 17:31
26. Wenn das so weitergeht

werden immer weniger Vermieter noch Lust auf den Unfug haben und ihre Wohnungen lieber verkaufen, wenn sie leer werden, anstatt sie neu zu vermieten.

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kolenya 17.04.2019, 17:32
27.

Hätte dort ein Angehöriger des Vermieters einziehen sollen, wär ich voll auf der Seite der alten Frau. Aber wenn einem selbst die Wohnung gehört, sollte man auch das Recht bekommen, dort zu wohnen. Sicherlich nicht schön für die alte Frau, aber sie hat ja Hilfe von ihren beiden Söhnen.
Um dem entgegen zu wirken, dass das Ganze nur gemacht wird, um Menschen aus Wohnungen zu bekommen, könnte man ja eine Mindestzeit festlegen, die die Wohnung dann selbst genutzt werden müsste.

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heissSPOrN 17.04.2019, 17:39
28.

In dem Alter und dement wird sich die Mieterin wohl kaum in einer fremden Umgebung zurechtfinden. Und wenn sie dann deswegen ins für sie sicherlich unbezahlbare Heim muss, dann zahlt die Allgemeinheit, damit eine offenbar recht solvente junge Familie, die sich in Berlin heutzutage noch Eigentum leisten kann, auf die Tour in ihren Wunschkiez ziehen kann?

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widower+2 17.04.2019, 17:39
29. Wenn Sie sich das leisten können....

Zitat von max-mustermann
Wenn jetzt alleine schon die allgemeine Wohnungsnot als Grund ausreicht um im Zweifelsfall eine Eigenbedarfskündigung zu verhindern sollte mann sich als privater Vermieter gleich dreimal überlegen ob mann noch Wohnraum zur Verfügung stellt und die Bude nicht lieber leerstehen lässt bis mann sie selber benötigt.
Bei zunehmender Wohnungsnot könnte man Sie in diesem Fall aber grundgesetzkonform und auch völlig zurecht enteignen.

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