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BGH-Urteil: Richter verbieten Extra-Gebühren für Pfändungskonten
dpa

Kunden mit Finanzschwierigkeiten dürfen von Banken nicht extra abkassiert werden. Der Bundesgerichtshof hat übertrieben hohe Gebühren für sogenannte Pfändungsschutzkonten verboten. Die betroffenen Inhaber würden unangemessen benachteiligt.

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Scorpio2002 14.11.2012, 10:02
20. optional

Man kann bei dem Beitrag nur wieder den Kopf schütteln. Warum fragen Journalisten bevor sie anfangen über ein Urteil oder Gesetz zu schreiben nicht mal einen Juristen ob sie es richtig verstanden haben? So wie es SPON darstellt hat es der BGH nicht ausgeurteilt. Und nur neben bei, die Konten heißen nicht Pfändungskonten sondern Pfändungsschutzkonten.

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SirLurchi 14.11.2012, 10:32
21. Nicht ganz

Zitat von weltbetrachter
Bankkunden, die von Pfändungen betroffen oder bedroht sind, haben keine wirkliche Lobby. Die werden weder zum Neujahrsempfang eingeladen, noch werden Ihnen "lukrative Kontenführungen" angeboten. Die schwächsten werden ausgenommen. Wenn die Bank aber in Schieflage gerät, dann sind die schwächsten beim Rettungsfond mit dabei. Da sollte man den Leuten im eigenen Land auch helfen und nicht nur denen in Südeuropa.
Das ist m. M. nach nicht ganz richtig: Nicht die Schwächsten werden ausgenommen, sondern die, die sich selbst und andere bereits ausgenommen haben und nun mit den Konsequenzen leben müssen.

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SirLurchi 14.11.2012, 10:36
22. Schwarzer Peter

Zitat von kuhmann
Das BGH sollte auch mal ein deutliches Wort gegen Doppelpfändungen verlieren! Es ist eine Sauerei, dass ein bereits gepfändetes Gehalt nochmal durch eine Kontopfändung reduziert werden kann, und alle sich gegenseitig den schwarzen Peter zuschieben. Wer nicht die zeit oder die Kraft hat, sich dagegen zu wehren, muss hilflos mitansehen, wie er trotz Arbeiten bis zur Armutsgrenze gepfändet wird. Situation kenne ich leider sehr gut aus dem Bekanntenkreis.
M. M. nach ist der "Schwarze Peter" beim Schuldner selbst, der es überhaupt so weit hat kommen lassen. Desweiteren kann man sich mit wenig Zeit auch gegen solch eine Doppelpfändung wehren.

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doncarlos! 14.11.2012, 10:36
23. Was soll das?

Pfändung ist kein Unrecht, sondern begründet. Wer mit seinem Geld nicht umgehen kann, muß dafür geradestehen, mit allen Konsequenzen. WIeder werden Mehrkosten, die eindeutig von solchen "mir doch egal"-Menschen verursacht werden, erfolgreich der Alllgemeinheit, sprich dem "solventen" Bankkunden aufgebürdet. Ich seh´s einfach nicht ein!

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nicolo1782 14.11.2012, 10:39
24.

Wo war die denn bei der Bankenrettung ?

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SirLurchi 14.11.2012, 10:45
25. Glückwunsch

Zitat von berlinfelix
Persönliche Verschuldung, private Insolvenzen, miserable Zahlungsmoral - den schwarzen Schafen in unserer Gesellschaft wird es viel zu einfach gemacht, für Verpflichtungen nicht einzustehen. Ich finde es nur gerechtfertigt, wenn Banken für .....
Ihrer Wortmeldung nach scheint es ja ein echter Glückfall zu sein, dass Sie Schuldnerberaten waren.

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klabautermeier 14.11.2012, 10:48
26. @widower 2

Das Konto heißt Pfändungsschutzkonto. Es bedeutet nicht, dass es gar nicht gepfändet werden kann. EIn Gläubiger, der eine Kontenpfändung erreicht, weiß nicht, ob Pfändbares drauf ist oder nicht. Die Bank muss nach § 850k ZPO recht viel und aufwändig prüfen, was nun drauf ist, was pfändbar ist, was eingehen wird/kann, was eine Sozialleistung ist, muss die Freigabefristen prüfen und einhalten, also eine ganze Menge Zeug. Der Sache nach muss die Bank dem Schuldner, dem Vollstreckungsgericht und dem Gläubiger Arbeit abnehmen, weil eigentlich bei einer Pfändung der Schuldner Rechtsmittel einlegen und begründen muss, was warum pfändungsfrei sein soll. Und diese Arbeit unterscheidet sich deutlich von einer normalen Kontoführung. Lesen Sie doch einfach mal § 850k ZPO, dort die Absätze 5 und 6.

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dkoedo 14.11.2012, 11:09
27. Diese

oder können ihren Job nicht richtig machen.

Es ist doch schon denkwürdig, wie da gearbeitet wird. Am 1.11. (ges. Feiertag) zihe ich mir einen Kontoauszug am Automaten (das das überhaupt machbar ist ...) und sehe folgendes:
Kontoführungsgebühren, Wertstellung 01.11., Buchungsdatum 02.11. ! Kohle, die die Bank einzieht, wird also am Feiertag Wert gestellt, obwohl die Buchung noch gar nicht erfolgt ist.
Aber Kohle, die mir gutzuschreiben ist, wird fast immer spät gebucht und noch später Wert gestellt.
Haltet ihr uns alle für so blöd, dass wir da nicht merken?

Und für diese Glanzleistungen werden vermutlich auch noch sogenannte Boni gezahlt.

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schnulli602 14.11.2012, 11:28
28. @doncarlos!

finden sie nicht, dass ihr kommentar etwas kleingeistig ist? stellen sie sich vor: es gibt menschen, die durch äußere lebensumstände wie arbeitslosigkeit, scheidung, hohe unterhaltsverpflichtungen usw. in diese lage gekommen sind. und stellen sie sich vor: die banken verdienen eigentlich mit den p-konten. es sind nämlich reine guthabenkonten. und mit den guthaben auf den girokonten arbeiten die banken bekanntlich ganz gut. auch dort angelegtes geld erreicht locker 50% rendite, dürfen die banken doch bei ihnen deponiertes geld gleich 12,5 mal weiterverleihen. der kunde wird mit mageren sagen wir 2% abgespeist. das angelegte geld aber zu beispielsweise 6% gleich 12,5 bis max. 18 mal weiter verliehen. nun dürfen sie mal rechnen... das können sie gern mal bei google nachlesen. das nennt sich giralgeld und ist eines der meistgehüteten geheimnisse der banken. vor diesem hintergrund betrachten sie bitte nochmals ihren beitrag. dieter nuhr hat es ganz gut auf den punkt gebracht: wenn man keine ahnung hat, einfach mal die fresse halten... ;-)

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ego_me_absolvo 14.11.2012, 11:29
29.

Zitat von doncarlos!
Pfändung ist kein Unrecht, sondern begründet. Wer mit seinem Geld nicht umgehen kann, muß dafür geradestehen, mit allen Konsequenzen. WIeder werden Mehrkosten, die eindeutig von solchen "mir doch egal"-Menschen verursacht werden, erfolgreich der Alllgemeinheit, sprich dem "solventen" Bankkunden aufgebürdet. Ich seh´s einfach nicht ein!
Dummerweise ist aber die Kahlpfändung verboten. Und damit eben nicht kahlgepfändet wird, beläßt man dem Schuldner das, was zum Leben gebraucht wird, und zwar ohne großes Brimborium wie Freigabe durch das Gericht, ZPO und was nicht noch alles. Einfach, wenig bürokratisch und für die Banken billiger als die alte Praxis. Und für diese Einsparungen wollen die Banken jetzt auch noch Geld haben? ROFL

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