Forum: Wirtschaft
BGH-Urteil: Sparkassen-Kundin muss sich Kunde nennen lassen
DPA

Eine Frau wollte durchsetzen, dass sie von ihrer Sparkasse als Kundin angesprochen wird - nicht als Kunde. Doch der Bundesgerichtshof hat ihr Gesuch abgelehnt.

Seite 19 von 29
mwroer 13.03.2018, 11:19
180.

Zitat von Crom
Wir sollten schlicht auf alle weiblichen Formen verzichten, wo dies möglich ist. Dann gibt's eben "der Kunde" und "die Kunde", damit wäre das Problem für alle Zeit gelöst.
und wie übersetzen sie dann 'the client' oder 'the customer' in die deutsche Sprache? Generell einfach als 'der Klient/der Kunde' oder nehmen Sie die weibliche Form wenn es nicht aus dem Kontex hervorgeht?
Deutschland ist keine Insel - kommt mal wieder auf den Teppich da drüben im Osten. Mittlerweile ist es echt grausam mit Euch.

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hornisse.04 13.03.2018, 11:19
181.

Alles, was ich mir von den Sparkassen wünsche, sind faire Zinsen, wie ich angespochen werde, ist zweitrangig.

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HamWirGelacht 13.03.2018, 11:19
182. Ich frage mich ernsthaft...

ob dieses sinnfreie Rechtsverfahren von dieser Personin selber bezahlt wird und ob bei endgültiger Rechtssprechung vor der letzten Instanz den ganzen Käse wieder der Steuerzahlerin blechen muss. Wenn man es wirklich ernst meint, müsste nunmehr auch für das dritte Geschlecht eine weitere Anredeform geschaffen werden, um diese nicht auch noch zusätzlich zu diskriminiern. Problem über Probleme !

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Spiegelleserin57 13.03.2018, 11:20
183. eben...

Zitat von Listkaefer
Die Dame darf klagen, keine Frage. Nun kann sie noch zum Bundesvefassungsgericht und dann noch zum Europäischen Gerichtshof. Aber was treibt sie an? Eigentlich ist sie zu bedauern.
mir ist es egal ob ich als die Kundin angesprochen oder erwähnt werden. So viel Selbstbewußtsein habe ich als Frau dass ich da gelassen drüber hinweg sehe. Viel entscheidender ist doch ob ich meine Ziele durchsetzen kann.
der Respekt kommt dann automatisch :)

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oidahund 13.03.2018, 11:21
184.

Zitat von Cascara LF
Damit wird sie sich wohl nicht zufrieden geben. Warum auch? Nur weil es immer so war? Und nein, Kunde ist nicht zwingend geschlechtsneutral, auch wenn es sich seit fast 2000 Jahren so anfühlen mag. Ich bin kein Freund dieses Genderwahns und der Gleichberechtigungshysterie, die schon manchmal wirre bis lächerliche Züge annimmt, jedoch gibt es Fälle .....
Formulare im Privatkundenverkehr müssen immer als Kundenexemplar ausgedruckt werden! - Nebenbei verkompliziert die Nennung der männlichen und weiblichen Form die Lesbarkeit. Die Verbraucherschutzregeln besagen, dass man Bedingungen und diese stehen auch bei Konntoeröffnung usw. mit auf dem Formular (Schufa-Klausel, "mir ist bekannnt"-Formeln usw., so einfach und übersichtlich als möglich halten soll.
Im übrigen begrüße ich das Urteil der Richter.

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voneisenstein 13.03.2018, 11:22
185. Geschäftsidee?

Das könnte doch die Geschäftsidee und ein Alleinstellungsmerkmal für Unternehmen der angeblich darbenden Bankenbranche sein: 100%ig durchgegenderte Geschäftsbriefe und Vertragsdokumente, die auf jede Befindlichkeit Rücksicht nehmen.
Es könnte aber auch sein, dass 99% der Kundinnen auf Gender-Gaga-Gedöns überhaupt keinen Wert legen.

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deviance 13.03.2018, 11:23
186.

Zitat von pia-maria
Ich bin schon verwundert ob der vielen einfältigen Kommentare hier (wenigstens hat hier noch einer - der BGH - Vernunft, etc.). Ich finde es gut und anerkennenswert, dass die Klägerin diesen Weg auf sich nimmt. Sprache prägt sehr wohl das Bewustsein und ich halte es ebenfalls für einen geringen technischen Aufwand, diese Formulierungen anzupassen. Als.....
"Genderwahnsinn" soll vermitteln, dass wir mittlerweile eine butterweiche, Kuschelgesellschaft sind, die ihr Selbstwertgefühl anscheinend nur noch aus der vermeintlich korrekten Anrede zieht.

Meine Frau bezeichnet sich selbst als Patient, Kunde von XY. Auch ihre Berufsbezeichnung endet in ihrem Sprachgebrauch auf *er und nicht auf *erin. Und nein, wir sind keine 100 sondern beide Mitte Dreißig.
Sprache dient dem Zwecke der Kommunikation. Desto einfacher und kürzer, desto zielführender. Aber Sie haben Recht: Sprache prägt sehr wohl das Bewustsein. Deshalb taumelt dieses Land mit dem verstümmeln der Sprache in die Debilität.

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ruhepuls 13.03.2018, 11:23
187. Unsere Probleme möcht ich gerne haben...

Wie schön, dass bei uns jeder und jede für oder gegen jedes und alles klagen kann. Man sieht, es gibt selbst im Alter noch wichtige Dinge, die unbedingt geregelt werden müssen. Ehemalige Lehrerin?

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twistie-at 13.03.2018, 11:24
188.

Zitat von heinrich.juergens
Ich komme aus Norddeutschland und lebe seit 7 Jahren in Österreich. Hier hat der Genderwahn unerträgliche Formen angenommen. In den Leserbriefen .....
ich finde auch manches schwierig, auch weil es ja heißt, dass es mit "Kunde/Kundin" nicht getan sei, sondern z.B. Formen wie _in, oder * oder x genutzt werden sollten.

Auch finde ich dann bestimmte Texte schwer lesbar.
"Unser(e) Kund_in findet seine/ihre Dokumente in seiner/ihrer Mappe, die wir ihm/ihr bei Eröffnung seines/ihres Kontos von seinem/r/ihrem Sachbearbeiter_in erhält..."
Dann lieber "Bei Kontoeröffnung erhalten Sie eine Mappe mit all Ihren Dokumenten".

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rstevens 13.03.2018, 11:24
189.

Zitat von Sibylle1969
Die deutsche Bezeichnung Mensch ist ja noch einigermaßen neutral. Es gibt zahlreiche Sprachen, in denen die Wörter für Mensch und Mann identisch sind, angefangen mit dem Lateinischen (homo) zieht sich das durch die romanischen Sprachen.....
Wo werden Frauen denn mit der männlichen Form angeredet? Das ist mir noch nie untergekommen.
Und wenn das doch mal passiert, Lieber Herr Annegret Musterfrau, dann ist das meistens einfach nur ein Fehler in den gespeicherten Daten und kann einfach korrigiert werden lassen.

Wen in Formularen jedoch von Kunde, Antragsteller etc. die Rede ist, dann bedeutet das lediglich, dass in das Feld der Name der Kundin oder des Kunden rein soll.
Derartiges ist einfach nur lächerlich.

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