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Bieterkampf um Klinikkette: Zwei Milliardäre ringen um Paracelsus
DPA

Im Bieterkampf um die insolventen Paracelsus-Kliniken steht der Verkauf kurz bevor. Der Asklepios-Konzern und ein Industriellensohn liefern sich ein Rennen. Mitarbeiter haben einen klaren Favoriten.

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marcaurel1957 19.04.2018, 11:38
20.

Zitat von tombadil1
Deshalb gehören sie auch in öffentliche Hand. Zur Not sollte der Staat dann Kliniken unterstützen, wenn sie nicht genug Einnahmen generieren um ihre .....
Die öffentliche Hand hat immer wieder bewiesen, dass sie nichts besser aber vieles teuerer macht als Privatbesitzer.
Mir ist lieber, wenn eine Klinik effzient arbeitet und der Eigentümer einen Teil dieser Effizienz als Gewinn einstreicht.

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oloh 19.04.2018, 11:46
21. suum cuique

Zitat von be_winkler
Mit herrlich "deutsch" meine ich, dass man vollkommen undifferenziert argumentiert und den vermeintlich Schuldigen einfach benennt: es ist der gierige Unternehmer. Wenn sich die Schreiberlinge die Welt ohne Unternehmer wünschen, dann hätten man die DDR niemals aufgeben dürfen. Für mich als Unternehmer ist ganz klar: ich wünschte mir......
Ihre Meinung ist nicht minder "deutsch", da sie sich manichäisch in Schwarzweißmalerei ergeht. Hätten Sie aufmerkasam gelesen statt undifferenziert, wäre Ihnen aufgefallen, dass der Tenor kluger Foristen dahin geht, hoheitliche Aufgaben im öffentlichen Interesse nicht der Privatisierung anheim zu stellen bzw. zum Fraß vorzuwerfen. Dazu gehören Wasserversorgung, Gesundheit, Bildung, Justiz und Innere Sicherheit.
Verheerungen einschlägiger Privatisierungen mit Todesfällen aufgrund von kostensparendem Pfusch sind hinlänglich bekannt, die Beweisführung liegt offen zutage. Oder schmutziges Wasser für den doppelten Preis...
Für Marktwirtschaft bleibt immer noch genug übrig, und da können Sie gerne gegen Bürokratie und überbordendes Beamtentum ablästern. Im Bereich Gesundheit gehen Ihre Allgemeinplätze fehl, und das sage ich Ihnen als Unternehmer.

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Freidenker10 19.04.2018, 11:48
22.

Zitat von liany
Und sollten nicht zum Spekulationsobjekt verkommen.
Sehe ich genauso! Ist doch Wahnsinn wenn normale Kliniken Shareholder Value betreiben, denn Gewinne/Renditen können nur auf Kosten des Personals und der Patienten erzielt werden! Das können dann gerne irgendwelche Luxussanatorien machen, die können ihre Luxuspatienten entsprechend melken, aber die Grundversorgung gehört in die öffentliche Hand! Was kommt als nächstes? Ein Schulsystem das auf reiche Kinder ausgelegt ist? Man sollte einfach nicht alles den Raffzähnen des s.g. Marktes überlassen, denn der Markt hinterlässt doch i.d.R. nur Verwüstung und ein paar noch reichere Säcke!

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marcaurel1957 19.04.2018, 11:50
23.

Zitat von sven2016
Private Gesundheitskonzerne widersprechen der öffentlichen Aufgabe der Versorgung im Krankheitsfall. Es ist eine Schande, dass eine Gesellschaft, die derzeit in vielen Bereichen riesige Überschüsse erwirtschaften kann, solche Aufgaben an profitorientierte Anleger auslagert. Ich warte noch auf private Polizei und Gerichte. Danach können wir die Parlamente auch noch privatisieren. Den Rest, der noch nicht der Lobby gehört.
Medizin ist keine hohheitliche Aufgabe, sondern eine Leistungserbrinung die multimilliarden Euro kostet. Ich bin sehr dafür, das diese Leistungserbringung effient erledigt wird, sonst wird es unbezahlbar.
Bislang ist es aber so, das private Anbieter das Geschäft erheblich besser beherschen, deshalb möchte ich im Zweifel nicht auf den Staat angewiesen sein. Ein gesunder Wettbewerb muss sein!

Was haben Sie gegen Lobbys? Keine Demokratie funktioniert ohne Lobbys!

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oloh 19.04.2018, 11:51
24. Falsche Frage

Zitat von marcaurel1957
Was macht die öffentliche Hand denn besser oder billiger? Außer natürlich öffentliche Steuergelder verbrennen?
Sie verstehen offenbar den Punkt nicht. Es geht nicht darum, staatliche Kliniken von Beamten führen zu lassen. Es geht darum, Kliniken vom Renditedruck zu befreien. Sin ánimo de lucro, wie es so schön heißt. Damit genug Pflegekräfte für die Siechen und Elenden da sind, und jene Pfleger und -innen nicht alle auf dem Zahnfleisch gehen. Und damit Ärzte nicht nach 24h Bereitschaft im OP vor lauter Stress nicht mehr exakt das Skalpell führen - wenn Ihnen sowas mal passiert, stellen Sie die Frage gar nicht mehr.
Deutsche Pfleger und Krankenschwestern bewerben sich um Jobs in Skandinavien - warum wohl? Und genau dort sind Kliniken keine Himmerlfahrtskommandos für Kranke.

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jojack 19.04.2018, 11:54
25. Das Wichtigste vergessen

Wen interessiert’s was Gewerkschafter in der Sache von sich geben? Entscheidend ist bei den Verkaufsgesprächen doch wohl immer noch, welcher potenzielle Investor für die Paracelsus-Eigner die besten Konditionen bietet. Die Befindlichkeiten des Personals sind zwar verständlich, aber trotzdem nebensächlich. Schließlich ist Paracelsus ein gewinnorientiertes Unternehmen, dessen alleiniger Zweck darin besteht, für die Eigentümer eine ordentliche Rendite zu erwirtschaften.

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471148 19.04.2018, 12:07
26.

Zitat von Koana
... für Zahlenfreaks markiert. Ca. 375 Mrd. Euro werden von ca. 80 Mio. Menschen in unserem Land in dieses System gepumpt. Sprich vom Säugling bis zum Greis muss jeder erst einmal gut 4500 Euro p.a. erarbeiten, erdienen, damit er sein Scherflein beitragen kann. Die 50 Stunden 15,-- Euro Bruttofraktion trägt wohl die Hauptlast - sie ist auch meist mit 60 entsprechend ausgelaugt und darf wird dann nützlich als Behandlungsmasse. Gesunde Menschen haben den Haupttreffer in der Glückslotterie, erkennen es aber oft nicht - den eines ist in dieser Tributsklavengesellschaft unausweichlich - man muss den Sklavenhaltern mehr oder weniger seine Lebenskraft opfern, damit man Wohnung und Nahrung erhält! Es kann jeder selber seine Meinung über Empfänger der 374 Milliarden bilden, die Lohnsummen aufdröseln, die Gewinne der privaten Betreiber, die Gewinne der Pharmakonzerne, die Kosten für die Führungsstrukturen der vielen, vielen Krankenkassen und Privatversicherungen (dazu Marketing und Vertrieb.......). Eine geistig gesunde Gesellschaft würde wohl dafür plädieren, ein gut organisiertes und flächendeckend präsentes Top-Versorgungsnetz für alle Menschen bei gerechter Bezahlung für die bestens aus- und fortgebildeten Menschen die medizinische Dienstleistungen erbringen, bei transparenter, für alle Menschen einsehbarer Kostenstruktur, ohne Managementüberbau, ohne Honrareliten etc. etc.bereitzustellen und zu finanzieren - ich bin sicher, wir hätten weniger kranke Menschen, jene die der Hilfe bedürfen, würden sie meist besser als heute erhalten und es würde wohl bestenfalls die Hälfte an Kosten anfallen. Natürlich, es gäbe weniger Millionäre im Gesundheitsbusiness, es würden kaum mehr clevere, doch giergetriebene Menschen in den Beruf gehen, vielleicht haben die Pessimisten recht, wir bekämen einen großen Mangel an fähigen Medizinern, da die gütigen Menschen zu dumm für den Job sind - ich glaube eher das Gegenteil wäre der Fall, intelligente und empathische Menschen würden die Szene beherrschen, Menschen die nicht schon in der Schule als Kinder dem Leistungsprinzip bedingungslos nacheiferten, sondern Menschen die reflektiert ihre Leben empfinden und eine hohe soziale Intelligenz im positiven Sinne (nicht manipulativ und destruktiv, sondern offen, ehrlich und konstruktiv) mitbringen und uns schenken. Aber das gilt ja für alle Bereiche des Lebens........ - leider wird das exakte Gegenteil von der Mehrheit bevorzugt, zumindest lebt die Mehrheit so und sie wählt sich auch das politische Personal in dieser Zusammenstellung - gierig, korrupt,im Denken beschränkt auf den eigenen kümmerlichen materiell definierten Horizont. Entsprechend schließe ich - wer Gesund bleibt, der hat wenigstens sein Wohlbefinden noch für sich behalten und muss nur zahlen, muss sich nicht auch noch behandeln lassen und das Glück beanspruchen, das man braucht, sobald ein Arzt wirklich unumgänglich wird, um weiter am Leben zu bleiben. (So man das dann überhaupt noch möchte......)
Danke für Ihren ausgezeichneten Beitrag.
Deutschland eine Räte-Republik. Siehe den Verwaltungswahnsinn.
https://www.krankenkassenzentrale.de/liste/gesetzliche-krankenkassen#

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wolly21 19.04.2018, 12:11
27. Die öffentlichen Hände

Zitat von marcaurel1957
Was macht die öffentliche Hand denn besser oder billiger? Außer natürlich öffentliche Steuergelder verbrennen?
müssen nicht den Profit in den Vordergrund stellen, sondern die medizinisch notwendige Hilfe.
Es ist ja bekannt, daß in manchen Krankenhäusern mehr nach Rentabilität operiert wird (Hüften, Knie) als nach echter Notwendigkeit.
Die öffentlichen Hände können und sollten auch Krankenhäuser in "strukturschwachen" ländlichen Gegenden unterhalten, die weniger lukrative "Sportunfälle" zu versorgen haben. Könnten eben auch mal defizitär sein.

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rromijn 19.04.2018, 12:14
28. wie wärs mit dem Staat

wir wollen keine Gewinne mit der Behandlung von Patienten verdienen, sondern nur gesündere Menschen.
Dieses neoliberale Dogma von der Privatisierung als Heilsbringer ist ein x fach bewiesener Mythos, welcher fast nie das Allgemeinwohl, sehr wohl aber die Gewinnxsteigerung weniger Einzelner zum Resultat hatte

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471148 19.04.2018, 12:21
29.

@marcaurel1957-Ihr post # 19
Wegfall von Gewinnen und Shareholder Value. Das gibt es bei öffentlichen Trägern nicht.
Gesundheitsvorsorge ist eine Aufgabe die nur in die öffentliche Hand gehört.
Warum gibt es derzeit 110 Krankenkassen (Gesetzliche und Private).
Das ist Verwaltungswahnsinn pur und wer bezahlt es.

Und was heißt öffentliche Hand?
Es sind die Beitragszahler aus nicht selbstständiger Arbeit. Die sind es die bezahlen, denen dann aber vorgeschrieben wird welche Medikamente sie bekommen und was ggf. zuzahlen müßen während die Bessergestellten sich bei den Privaten bedienen können.

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