Forum: Wirtschaft
Bilanz 2013: Krankenkassen machen Milliardendefizit
DPA

Die gesetzlichen Krankenkassen haben das vergangene Jahr offenbar zum ersten Mal seit Jahren mit einem Minus abgeschlossen. Einem Zeitungsbericht zufolge belief sich das Defizit auf insgesamt eine Milliarde Euro.

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andib81 25.02.2015, 20:54
1. Vielleicht..

.. kann man diesen Lobbyisten endlich mal Einhalt gebieten damit die Preise für Medikamente nicht noch weiter explodieren.. wenn der Gesetzgeber jetzt noch die massiven Beitragsrückstände bei freiwilliger Versicherter bekämpfen würde, könnte man die Kassen weiter stabilisieren..

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thunderstorm305 25.02.2015, 21:06
2. Das darf es nicht geben!

Es ist wohl wieder an der Zeit eine neue Sparrunde anzufangen. Es kann nicht sein dass trotz steigender Beschäftigung und steigenden Einnahmen es plötzlich zu Verlusten im Gesundheitssystem kommt. Und wenn das so weiter geht, dann muss eben wieder 10€ pro Quartal und Arztbesuch bezahlt werden.

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wahlmüde 25.02.2015, 21:27
3. 320....

Es gibt sage und Schreibe 320 Rechenzentren... Könnte man zusammenfassen, für den Kunden. Auch wird akzeptiert, das wenn Überschuss da ist, gleich neue Schulden in Form von Glitzerbauten erzeugt werden.
das ist aber leider der Gesetzgebung geschuldet, das geld muss zum Jahresende weg sein .... Man könnte viel Einsparen, tut es aber nicht. Schade drum...

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mk-maui 25.02.2015, 21:36
4. Ausgabensteigerung

Sehr bedeutsam ist die Tatsache, welche leider nicht so gern veröffentlicht wird, dass die Zahl der Mitglieder stetig steigt, aber nicht die Zahl der Beitragszahler. Der prozentuale Anteil von Beitragzahlern nimmt stetig ab, die Zahl der Versicherten zu. Gründe: Niedriglöhne und "Aufstocker", ALG2; zu alimentierende Flüchlinge aus EU und Nicht-EU,

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bold_ 25.02.2015, 21:59
5. Jammern gehört zum

Es wäre von großem Interesse, folgende Informationen lesen zu dürfen:

1. Wer sind die größten Kostentreiber?

2. Wer profitiert wie viel?

3. Brauchen wir wirklich sooo viele Krankenkassen?

4. Wie effizient & gerecht sind die Abrechnungssysteme?

5. Was kann zusammengefaßt / vereinheitlicht werden?

6. Wie viele Stunden/Monat verbringen Ärzte mit Pharmavertretern?

7. Wie viel Prozent der "neuen" - patentierbaren - Pillen sind völlig überflüssig, weil es kostengünstigere, bestehende Alternativen gibt?

8. Welchen Anteil hat die Zuckerindustrie an der abnehmenden Volksgesundheit?

9. Wie kann Fettleibigkeit im Kindesalter vermieden werden?

Merke: Wer gesund lebt, braucht weder Ärzte noch Pillen!

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Hajojunge 25.02.2015, 22:07
6. Legt die Kassen zusammen

Jede Krankenkasse hat ihre eigenen Verwaltungsgebäude samt Fürsten, Hofstaat und -schranzen, Fuhrpark und Rechenzentren. Es ist höchste Zeit, dass die reichlich vorhandenen Synergieffekte genutzt werden. Es reichen 4...8 überregionale Kassen. Die teuren KVen sollten auch geschrumpft werden.
Aber Deutschland ist bekanntlich auch auf anderen Gebieten (z.B. Zweiklassen-Altersversorgung) reformunfähig, warum sollten ausgerechnet die gesetzlichen Krankenkassen mit gutem Beispiel vorangehen?

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mulli3105 25.02.2015, 22:23
7. In Spanien

kosten die Medikamente zwischen 30 und 70% weniger als hier. Und SP ist nicht das einzige "Billigland" in der EU. Aber kaum eine Nation dürfte eine solch gewaltige Pharmalobby haben wie wir. Dazu kommen die Aufschläge der Apotheken - die "meine" erklärte mir vor kurzem, die von meinem Arzt verschriebenen Blutdrucksenker "nicht mehr auf dem Markt seien" und gab mir ein Ersatzmedikament. Und das ist exakt dreimal so teuer.

Mein Arzt rief bei meinem nächsten Besuch in meinem Beisein die Apothekerin an ind machte die wirklich frisch. Und wie durch ein Wunder gab es mein billiges Medikament doch wieder...

Ich möchte nicht wissen, wie hoch die Berge der zuviel verschriebenen und gar nicht genommenen Medica in Wahrheit sind. Und wieviele "Kranken" in Wahrheit gar keinen Arzt bräuchten...

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j.vantast 25.02.2015, 22:34
8. Verschmerzbar

Bei Rücklagen von 16 Milliarden ist eine Milliarde ja nun wirklich verschmerzbar. Aber natürlich wird gleich wieder geheult weil sich die Krankenkassen an die satten Überschüsse in der Vergangenheit gewöhnt haben. Und als Argument für Beitragserhöhungen taugt es allemal. Vielleicht aber könnten sich die Kassen einmal auf Ihre eigentliche Aufgabe zurückbesinnen und für die Mitglieder da sein als sich weiterhin Paläste aus Chrom, Marmor und Glas an den teuersten Adressen zu bauen.
Dazu die Pharma- und Apothekerlobby mit der Lizenz zum Geld drucken......
Wo bleibt da eigentlich mal die Harmonisierung in der EU?

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VPolitologeV 25.02.2015, 22:39
9. Merkwürdigkeiten

Mal abgesehen davon, daß ich den Zahlen der F.A.Z. hier nicht ganz traue (Prämienzahlungen eingerechnet, Gewinn der AOK rausgerechnet?):

Soweit ich weiß, wurde den Krankenkassen vor nicht langer Zeit angekreidet, daß sie die Obergrenze der Reserven erreicht haben. Da nutzen sie anscheinend das Geld politisch und machen "Kassengeschenke".

Kein Wort in der Presse, damit unser Sozialsystem privatisiert werden kann?

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