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Bilderberg-Konferenz: Mächtig überschätzt
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Die Bilderberg-Konferenz ist ein Beispiel dafür, wie Geheimhaltung Argwohn weckt. Sollte sie deshalb abgeschafft werden? Nein. Aber ignorieren dürfen wir sie gerne - wenn wir sonst genau hinschauen.

Seite 16 von 20
muellerthomas 11.06.2015, 16:02
150.

Zitat von hellomisssunshine
es tut mir leid, dann habe ich mich ungeschickt ausgedrückt. Ich streite nicht ab, dass es Verschwörungstheorien gibt und sehr alberne, unreflektierte noch dazu. Der Begriff des VTlers ist aber an sich schon diffamierend und wird so als eine Art Label für „Spinner" gebraucht. Zur Zeit beobachte ich viele Situationen und Entwicklungen, die durchaus mit Skepsis.....
Natürlich kann man drüber streiten, ob solche informellen Treffen mit Teilnahme von gewählten Politikern ohne offizielle Protokolle und Beschlüsse sinnvoll, moralisch korrekt, verdächtig oder was auch immer sind.

Genau dies ist doch aber allenfalls ein winziger Aspekt der Behauptungen von den Leuten, die im Allgemeinen als VTler bezeichnet werden. Man muss sich doch nur mal Foren wie bei den DWN, Kopp, hartgeld, mmnews usw. ansehen. Da sind die Bilderberger wahlweise die Weltregierung oder die von den wahren Machthabern eingesetzten Statthalter, dort und nirgends anders wird über alle wichtigen Themen entschieden. Es wird ferner unterstellt, dass diese Treffen geheim wären, obwohl SpOn und andere Jahr für Jahr darüber berichten, es werden wildeste Spekulationen angestellt, wer da für welchen Posten eingesetzt/gekürt wird etc.

Wo sind denn die ernnsthaften Diskussionen eben der Leute, die asls VTler bezeichnet werden?

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adal_ 11.06.2015, 16:17
151. Das Truther-Syndrom

Zitat von hellomisssunshine
wenn Ihnen das zu "Groß" ist. Ich finde es eigentlich recht passend und Ihre Reaktion schlägt voll in diese Kerbe.
Sie sind das Gegenteil eins Skeptikers und glauben unumwunden jeden Blödsinn, wenn er ihnen nur das Gefühl gibt, zu einem erlauchten Kreis von Eingeweihten gehören zu dürfen.

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Gaussen 11.06.2015, 16:19
152. Offenbar nicht unterschätzt.

Wenn die sich schon einen eigenen Blogger beim Spiegel leisten können.

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Celestine 11.06.2015, 16:21
153.

Zitat von medienhoppel
Wenn man etwas überhaupt nicht kennt außer dem Namen der Veranstaltung, wie kann man dann zu der "fundierten" Erkenntnis gelangen, das werde völlig überschätzt und sei unwichtig?
Genau so sehe ich das auch: "Wir" können nicht beurteilen, wie wichtig oder unwichtig diese Veranstaltung ist, weil "wir" weder Zugang zu den Netzwerken haben, welche sich dort austauschen noch zu den kommunizierten Inhalten und können daher keinerlei Schlüsse über möglichen politischen oder gesellschaftlichen Einfluss ziehen.

Denn offenbar dürfen Journalisten nachher über die Inhalte nicht berichten, so verstehe ich das jedenfalls. Alle Informationen, die an die Öffentlichkeit gelangen, sind also Leaks, und das macht die Sache eben dubios. Immerhin tagen dort z.B. Vertreter der größten Finanzinstitute der Welt, Banken mit dem alternativlosen Prädikat "too big to fail", denen die Steuerzahler der Euro-Länder schon mal gerne unter die Arme greifen dürfen, wenn mal die Gier zu einer fahrlässigen Unterschätzung der Risiken geführt haben soll, wie in Griechenland ...

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Celestine 11.06.2015, 16:22
154.

Zitat von uschikoslowsky
Interessant, wie intensiv SPON sich plötzlich an den Bilderbergern bzw seinen Kritikern abarbeitet und diese allesamt in die Verschwörungsecke stellt. Schaut man mal im SPON Archiv nach "Bilderberger" sucht, findet man 2010, 2013 und 2014 je einen Artikel - und 2015 gleich zwei.
Diesmal ist der heutige schon der dritte.

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hellomisssunshine 11.06.2015, 16:23
155.

Zitat von muellerthomas
Natürlich kann man drüber streiten, ob solche informellen Treffen mit Teilnahme von gewählten Politikern ohne offizielle Protokolle und Beschlüsse sinnvoll, moralisch korrekt, verdächtig oder was auch immer sind. Genau dies ist doch aber allenfalls ein winziger Aspekt der Behauptungen von den Leuten, die im Allgemeinen als VTler bezeichnet werden. Man muss sich doch nur mal Foren wie bei den DWN, Kopp, hartgeld, mmnews usw. ansehen. Da sind die Bilderberger wahlweise die Weltregierung oder die von den wahren Machthabern eingesetzten Statthalter, dort und nirgends anders wird über alle wichtigen Themen entschieden. Es wird ferner unterstellt, dass diese Treffen geheim wären, obwohl SpOn und andere Jahr für Jahr darüber berichten, es werden wildeste Spekulationen angestellt, wer da für welchen Posten eingesetzt/gekürt wird etc. Wo sind denn die ernnsthaften Diskussionen eben der Leute, die asls VTler bezeichnet werden?
Mein Argument bzgl. dieses Kommentars habe ich ja bereits dargelegt. Offensichtlich scheint das „Geheimnisvolle" ja auch irgendwie ein Thema zu sein. Warum sonst würde SPON diesen Kommentar mit derartiger Argumentation überhaupt erst veröffentlichen. Bin ich jetzt für Sie ein VTler? ... Die Diskussionen finden überall statt. Digital und Analog. Aber versuchen Sie doch mal bsplw den Ukraine Konflikt etwas differenzierter betrachten zu wollen ohne als VTler, Anti-Amerikanist, Putin-Versteher, Nestbeschmutzer oder was auch immer beschimpft zu werden. Niemand weiss was genaues aber jeder scheint zu wissen, was auf keinen Fall sein kann.

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hellomisssunshine 11.06.2015, 16:24
156.

Zitat von adal_
Sie sind das Gegenteil eins Skeptikers und glauben unumwunden jeden Blödsinn, wenn er ihnen nur das Gefühl gibt, zu einem erlauchten Kreis von Eingeweihten gehören zu dürfen.
Ich finde Sie lustig. :)

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Jana Kladoch 11.06.2015, 17:38
157. WER KANN DIESE FRAGE BEANTWORTEN: Weshalb wird eine private Konferenz aus Steuergeldern teilfinanziert? (Reisekosten + Sicherheitspersonal)

Kommentatoren, die nichts Verwerfliches an den Bilderberg-Treffen erkennen können, sind das typische Beispiel für einen falsch aufgeklärten – also verklärten – Online-Foristen, der großspurig annimmt, die Wahrheit längst gepachtet zu haben und diese nun den achso-verrückten Kritikern in aller Erhabenheit veräußern zu können.

Der Steuerzahler muss nämlich für einen Teil der Kosten dieser vorgeblich privaten Veranstaltung aufkommen. Der deutsche Bundestag bspw. übernimmt die geltend gemachten Reisekosten ihrer dort geladenen MdB-Abgeordneten (Quelle: http://www.abgeordnetenwatch.de/eckart_von_klaeden-650-5605–f115466.html , der auch sonst recht interessante Einblicke aus seiner Teilnahme an diesem Konferenzformat gibt, z.B.: “Auf der Konferenz können sie [in einer nahezu einzigartigen Gesprächsatmosphäre] ungehindert und offen über aktuelle Probleme der Weltpolitik und –wirtschaft diskutieren.“) Aber auch die Sicherheitskosten des extra abgestellten Polizeipersonals wurden offiziell mind. im Jahre 2011 in der Schweiz zur Hälfte durch den Bund getragen. (Quelle: Wikipedia http://de.wikipedia.org/wiki/Bilderberg-Konferenz#Finanzierung unter Bezugnahme auf schweizerische Medien). Und da stehen dann auch nicht ein paar, nicht weiter ins Gewicht fallende Polizisten mehr rum, sondern es fallen Kosten an, die man dieses Jahr in Österreich auf ca. 2,8 Millionen Euro beziffert! (Quelle: http://diepresse.com/home/politik/innenpolitik/4741463/BilderbergTreffen_Gegner-setzen-auf-Protestmarsch )

Es stellt sich also zunächst schon die Frage, weshalb vorgeblich rein private, apolitische Konferenzen aus öffentlichen Geldern finanziert werden (müssen)? Und als zweites stellt sich die Frage, weshalb hier viele der Foristen ihr Nichtwissen so selbstsicher wie unkritisch herausposen (müssen) in der falschen Annahme, sie wären von diesem Privattreffen nicht betroffen - sind sie doch, als Teilfinancier.

Wieso schreibt der Spiegel nicht über diese Ungeheuerlichkeit? Ach, ihr findet gar nicht ungeheuerlich? Dann werde ich meine privaten Konferenzreisen in Zukunft auch vom Bundestag bezahlen lassen.

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derHamlet 11.06.2015, 17:51
158.

Zitat von Thomas Schnitzer
Dieses Institut ist bekannt für seine Personalprobleme und methodische Schwächen: https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsches_Institut_für_Wirtschaftsforschung#Kontro versen
Guten Tag Thomas Schnitzer,

dafür ist die Bundesregierung auch bekannt.

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derHamlet 11.06.2015, 18:02
159.

Zitat von muellerthomas
ja? Und was lesen Sie dort? Wie bringen Sie nun den Rückgang der Mittelschicht mit einer Enteignung zusammen? Ist eine Steuererhöhung für Sie auch eine Enteignung?
Guten Tag muellerthomas,

im Grunde, wenn diese Menschen monetär nicht gut aufgestellt sind, schon.

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