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Bilderberg-Konferenz: Mächtig überschätzt
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Die Bilderberg-Konferenz ist ein Beispiel dafür, wie Geheimhaltung Argwohn weckt. Sollte sie deshalb abgeschafft werden? Nein. Aber ignorieren dürfen wir sie gerne - wenn wir sonst genau hinschauen.

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thomas.slowhand 11.06.2015, 08:06
20. Alles nur Wichtigtuerei

Die Teilnehmerliste liest sich überwiegend als gemeinsame Beweihräucherung irgendwelcher Firmenlenker, die hier mal schön per Spesenkonto einen draufmachen und sich damit gehohnepiepelt fühlen können. Aber auch unsere "Stellvertretende Verteidigungsministerin" Frau Katrin Suder (ist das etwa auch so eine Egozentrikerin wie ihre "Chefin" UvdL?) ist dabei. ich wusste allerdings nicht, dass wir jetzt schon eine "Stellvertretende Verteidigungsministerin" haben.

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romankasperski 11.06.2015, 08:16
21. Steuergeld

Wenn alles doch so privat und unbefangen ist, stellt sich die Frage, warum der Bürger für diesen "Freizeitspaß" zahlen soll. Bei dem G 7 Gipfel wurde haarklein vorgerechnet wie die Kosten sind. Hier gibt es keine einzige Zahl...

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zynik 11.06.2015, 08:19
22. Bitte weitergehen...

hier gibt es nichts zu sehen.

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carlheinzmeisterburg 11.06.2015, 08:19
23. Sind die ausgemachten mächtigen Verlagsleiter...

...Journalisten?

In meinem sehr langen Berufsleben als Journalist sind mir eine Handvoll Verlagschefs begegnet, die wenigstens behaupteten, Journalisten zu sein.

Der Kwasniewski-Kommentar sieht sehr abgewogen aus. Und abgewogen wird er vermutlich auch sein - der Kommentator ist ein junger Mann, seine Karriere liegt vor, nicht hinter ihm.

Es ist keine Schande, wenn Journalisten wie alle anderen Menschen 'zu Brote gehen'. Mit der Meinungsfreiheit ist es wie mit der Freiheit der Kunst:
Wer zahlt, schafft an.

Kwasniewski macht nach meinem Dafürhalten nur einen kleinen, aber wesentlichen Fehler: Er bemüht - ohne Not - die unzählbaren Verschwörungstheore- tiker. Wozu? In diesem Fall - und in den anderen von
ihm genannten Beispielen - gibt es doch in der Tat intransparente Geheimtreffen der Inhaber von Macht unter dem Schutz der Staatsgewalt.

Womit ich nicht behaupten möchte, dass eine G-7-Veranstaltung eine durchsichtige sei. Schließlich hocken da nicht sieben Staatschefs im trauten Kreis zum Gedankenaustausch vor dem Kaminfeuer. Da sind schon erlauchte Heerscharen mit am Tisch; und jeder Söldner hat wenigstens einen Lobbyisten im Gepäck.

Gut, ich halte nichts von Verschwörungstheorien. Aber ich weiß immerhin, dass auch ein Paranoiker durchaus realiter verfolgt werden kann. Nur würde ihm das eben niemand mehr glauben. Sie kennen vermutlich die Analogie von dem Irren, der fünfmal sein ganzes Dorf aufschreckt, indem er 'Feurio!' brüllt. Beim sechsten Mal brennt das ganze Dorf ab,
weil das Brüllen des Irren zum Hintergrundrauschen gehört.

Dem Kommentator Kwasniewski gibt das nicht zu denken? Wenn doch, dann hält er es hinter dem Berg.

"Was Konzernchefs, Ex-Politiker oder Intellektuelle tun, bleibt allerdings ihnen selbst überlassen." Das ist sehr zutreffend. Aber halt nur die Hälfte der Wahrheit - wer sich berufen fühlt, gesellschaftlich Macht auszuüben, hat lebenslang Rechenschaftspflicht.

Dass das funktionieren kann, dafür haben wir viele Beispiele in unserer jüngeren Geschichte: Helmut Schmidt, Gerhard Baum, Hans-Dietrich Genscher, Frau Süßmuth - sie und tausend andere halten sich an diese ungeschriebene Regel.

Unsere politische Jungfrau Angela Merkel hat ihre christliche Unschuld allerdings spätestens bei ihrem Frühstück mit dem Charmeur Josef Ackermann einge-
büßt. Zur Erinnerung: Josef Ackermann war mal Chef der Deutschen Bank, einem Geldinstitut, dem institutionelle Geldwäsche, Devisenbetrug, Verstöße gegen das Außenwirtschaftsgesetz, aktive Korruption,
Anstiftung zum Prozessbetrug nicht nur vorgeworfen, sondern beweiskräftig zu mehr als fünfzig Verurtei-lungen geführt hat.

Helmut Kohl, der Kanzler der deutschen Einheit, auf dessen Schoß die Angela wohl all das gelernt hat, was sie heute ausmacht, hatte neben Bargeldkoffern und Märchenstunden im Bundestag über Parteienfinanzier-ung auch noch einen zum 'Unternehmer des Jahres' geadelten Windhund aus Ostwestfalen am Bein. Aktuell suchen den jungen Mann vier Staatsanwalt-schaften.

Die Polen haben für diese Mischpokerei eine simple, wenn auch brutale Volksweisheit anzubieten: 'Wer sich mit Hunden ins Bett legt, sollte sich nicht über Flöhe beschweren!'

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competa1 11.06.2015, 08:24
24. Lobbyisten...

..mögen ja gern vor den Türen des Parlament sitzen.Bedenkliche ist jedoch,dass unter den Teilnehmern Journalisten und "mächtige Verlagsleiter'"sitzen und in vielen amerikanischen Thing Tanks Mitglied sind.Ich zweifle somit mehr und mehr an ausgewogener,unabhängiger Berichterstattung.Unerlässlich für eine funktionierende Demokratie.

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Hörbört 11.06.2015, 08:26
25. Schönheitsfehler

Es werden nicht nur +2.000 Polizisten aufgeboten, sondern auch der Luftraum für mehrere Tage gesperrt. Ganz schön viel für eine private Veranstaltung.

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agua 11.06.2015, 08:30
26.

Die Lobby mischt in Brüssel mit und die derzeitige Finanzpoltik dreht sich um die Banken.Aus diesem Grund macht,wenn man die Teilnehmerliste und die Themen einsieht,das Treffen misstrauisch.
Viel Gemauschel und Geheimniskrämerei in Themen ,die den Bürger angehen und dieser letztendlich auch die Konsequenzen trägt.Wo. bleibt die Demokratie?

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guenther2009 11.06.2015, 08:37
27. Die Konferenz

findet heuer in Tirol statt. Natürlich müssen österr. "gewählte" Politiker daran teilnehmen. Statt sich um die hohe Arbeitsloskeit zu kümmern, überall wo blauer Dunst aufsteigt, dabei sein. So kann man ermessen was in den Köpfen dieser "Demokraten" vorgeht.

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multimölli 11.06.2015, 08:40
28. Es gibt auch Verschwörungen

Papperlapap. Der Autor versäumt ganz einfach zu erwähnen, welchen Sinn das Treffen denn sonst macht, wenn nicht Absprachen.
Nicht alle Verschwörungstheorien sind eigentliche Wahrheiten - aber immer mehr von dem Dreck, den die Mächtigen machen, fliegt auf. So kann man wohl kaum noch Vertrauen erwarten.

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retourenpaket 11.06.2015, 08:41
29. Beschwichtigen, herunterspielen, ablenken...

danke für diesen tollen Artikel. Das bringt uns echt weiter in Sachen Demokratie und Transparenz.

Danke, dass auch keine Namen nennen. Warum eigentlich nicht? Es dürften alles Personen öffentlichen Interesses sein.

Neben den genannten Veranstaltungen sollte man auch das Augenmerk auf die kleinen Geschwister dieser Runden verweisen, die Service Clubs. Lions, Rotary usw. hier kungeln die lokalen Fürsten in Deutschland in netter Atmosphäre abseits des Pöbels und steuern das Land.

Gefährlicher sollen also die Lobbyisten sein...

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