Forum: Wirtschaft
Billiges Öl, teures Benzin: Wer an den hohen Spritpreisen verdient
Getty Images

Die Kurse an den internationalen Rohölmärkten stürzen ab. Aber die Preise an deutschen Tankstellen sind so hoch wie seit Jahren nicht mehr. Machen die Mineralölkonzerne jetzt den großen Reibach?

Seite 1 von 16
newliberal 23.11.2018, 11:25
1. Nicht nur die Mineralölindustrie verdient prächtig

jemand verdient noch prächtiger...

Produktpreis: 45,49 Cent pro Liter.
Deckungsbeitrag: +12,85 Cent pro Liter.
Mineralölsteuer: +64,45 Cent pro Liter.
Mehrwertsteuer: +23,52 Cent pro Liter.
Endpreis: 147,31 Cent pro Liter davon sind 88,97 Cent Steuer

Beitrag melden Antworten / Zitieren
lalito 23.11.2018, 11:30
2. Konzerne

Sobald es eng wird, wird plötzlich bemerkt, dass man sich bei der Energieversorgung in den Händen weniger Konzerne befindet. Läuft alles rund, juckt's niemanden.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
danubius 23.11.2018, 11:32
3. Gier & Proftmaximierung

Die beiden, wirklich großen Profiteure sind: Hersteller mit ihren Raffinerien sowie Vater Staat mit seiner Mineralölsteuer. Und seit heute profitiert davon auch die Transportwirtschaft, deren Tankfahrzeuge in einem Bundesland - testen wir es doch in NRW mal aus :-)) - bis ins Frühjahr 2019 auch am Wochenende fahren dürfen ...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
schnubbeldu 23.11.2018, 11:37
4. Es ist vielleicht ein selbst initalisierter Boykottaufruf ...

.... durch die Mineralölfirmen. Der letzte Satz im Beitrag bringt meinen ersten Gedanken auf den Punkt. Wer weiß, wer von so einem Boykottaufruf profitiert. Sinnvoller wäre es, wenn mal wieder "autofreie" Tage, ich sage nicht Sonntage da auch Krankenpersonal arbeitet, eingeführt werden. Jeder Autofahrer nimmt sich einfach bewusst vor, für einen Tag in der Woche, wo es am Besten passt, auf das Auto zu verzichten und legt die Strecken zum Bäcker, Metzger oder auch dem naheliegendem Supermarkt zu Fuß oder mit dem Rad zurück. Somit wäre ein Boykott wirksamer, und insbesondere jeder für sich unabhängig, sodass die Mineralölindustrie nicht bemerkt, dass wer wo "boykottiert". Wenn im Grunde über 1/7 Sprit eingespart wird, dann merken dies die Konzerne.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
taste-of-ink 23.11.2018, 11:37
5.

Man kann sich sicherlich fragen, ob marktwirtschaftliche Grundsätze hier noch richtig funktionieren. Fest steht aber auch, dass die Benzin- und Dieselpreise angesichts der globalen CO2-Emissionen noch viel zu billig sind. Solange sich SUV-Straßenpanzer und Fahrzeuge mit Leistungswerten auf Sportwagenniveau immer noch wie geschnitten Brot verkaufen, viele mit ihrer Fahrweise sinnlos Sprit verblasen und selbst kurze Wege lieber mit dem Fahrzeug zurückgelegt werden, anstatt zu Fuß oder mit dem Rad, ist die Schmerzgrenze bei den Spritpreisen wohl noch lange nicht erreicht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
hohnspiegel 23.11.2018, 11:39
6. Geschäftemacherei

im direkt angrenzenden Luxemburg sind die Benzin und Dieselpreise generell immer günstiger aber jetzt wo in Deutschland mit Lieferengpässen begründet die Preise steigen. senkt Luxemburg das dritte mal in Folge die Preise.
Mittlerweile ist der Preisunterschied bei etwa 45 Cent pro Liter, blöd wer da noch in Deutschland tankt und die Begründung für die hohen Preise ist mit Hinblick auf die Preisgestaltung auf dem Weltmarkt und in Luxemburg unglaubwürdig.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
guema 23.11.2018, 11:45
7. Transalpine Pipeline

Ich kann das für Süddeutschland nicht verstehen. Das ist Verar***ung. Die Raffinerien hängen an Pipelines und nicht am Schiffsverkehr. Sonst wäre es im Winter bei Eis auf den Flüssen auch so gewesen. Danke Spiegel für die Thematisierung.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Remannzipation 23.11.2018, 11:46
8. Krötenwanderung

der NRW Verkehrsminister Herr Wüst hat jüngst das Fahrverbot für Tanklaster an Samstagen und Sonntagen bis Mitte Mai2019 aufgehoben. Ich denke, dies ist eine sinnvolle Massnahme, den Mineralöllieferanten einmal Beine (bzw. Reifen) zu machen, die Versorgung nun auch während des Wochenendes sicherzustellen und deren Krötenwanderung zu beenden. Es ist schon schamlos, wie jeder halbwegs widrige Umstand (bspw. Flusspegel) genutzt seitens der "Versorger" genutzt wird, "über Gebühr" Kasse zu machen. Ich hoffe, den Petro-Multis geht es irgendwann so wie den Stromversorgern, ende mit Vermögensbildung... Klasse, Herr Wüst, gut gemacht !

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Chrlie 23.11.2018, 11:47
9. Ein Aspekt wird völlig vergessen.

Nämlich das gut 1/3 des Kraftstoffs in Süddeutschland normalerweise aus der Bayernoil-Raffinerie in Vohburg stammt - und eben die ist im September explodiert und abgebrannt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 16