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Billiges Öl, teures Benzin: Wer an den hohen Spritpreisen verdient
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Die Kurse an den internationalen Rohölmärkten stürzen ab. Aber die Preise an deutschen Tankstellen sind so hoch wie seit Jahren nicht mehr. Machen die Mineralölkonzerne jetzt den großen Reibach?

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malcom1 23.11.2018, 12:41
40. Freier Markt

Dies sind Folgen einer Neolineralen Marktwirtschaft. Soziale Marktwirtschaft gibt es nicht mehr. Trotz der Lippenbekenntniisse. Das es auch anders geht zeigen viele europäische Staaten. Renten siehe Österreich, Sozialer Wohnungsbau siehe Wien, Benzinpreise siehe Luxenburg, DB siehe Schweiz. Diese Liste ließe sich beliebig fortsetzen.

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Rentnerlobbyist 23.11.2018, 12:42
41. Überfluss in Belgien

Habe gerade in Belgien direkt hinter der Grenze nach Aachen für 1,30 € Benzin getankt. Auf Deutscher Seite wo das Benzin sicherlich auch mit einem LKW aus Rotterdam kommt, kostet es 1,50€. Die Belgier haben, denke ich ,auch die Marktwirtschaft.

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ginorossi 23.11.2018, 12:43
42. Schwachsinn

Ein Boykott wäre es eventuell, wenn der Aufruf dahin ginge, das Auto für einige Zeit nicht zu benutzen. Was hier vorgeschlagen wird, ist doch nur heiße Luft. Es zeigt sich einmal mehr, daß wer die Sprache nicht beherrscht, auch nicht richtig denken kann. Und zur Überschrift: wenn die Schere zwischen Einkaufspreis und Verkaufspreis bei sonst unveränderten Bedingungen sich immer weiter öffnet, wer wird ann wohl daran verdienen??? Der Kunde, der Hersteller, der Verkäufer oder wohl doch der Weihnachtsmann??? Das sind wieder intellektuelle Höchstleistungen ...

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whgreiner 23.11.2018, 12:45
43. Auto-Streik

Da ein Tank-Boykott das Tanken nur verschiebt und somit wirkungslos verpufft, wäre die einzig wirksame Abwehrmaßnahme ein Auto-Streik: mal bundesweit eine Woche lang konsequent das Auto stehen lassen und stattdessen Öffis nehmen. Wo das nicht funktioniert, eben zu spät oder gar nicht ans Ziel kommen. In den Auswirkungen käme das zweifellos einem Generalstreik nahe, weil der ÖPV zusammenbrechen würde und die Mehrzahl der Leute folglich gar nicht mehr zur Arbeit kämen. Der Adressat eines solchen Streiks wäre übrigens auch der richtige: denn der weitaus größte Preistreiber sind ja gar nicht die Mineralkonzerne: das ist der Staat - und nicht nur beim Benzin.

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trader_07 23.11.2018, 12:47
44.

Zitat von chk_23
Würden sonst so viele Kurz- und Kürzest-Strecken gefahren? Zum Bäcker, zur Kita oder zum Supermarkt um die Ecke? Fazit: Typisch deutsches Gejammer.
Genau so ist es. Zumal die Benzinpreise jetzt gerade einmal auf dem Niveau von 2013 angekommen sind. Ich halte die Aufregung darüber für lachhaft.

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bstendig 23.11.2018, 12:47
45. Ach, die Mineralölindustrie

Zitat von schnubbeldu
.... durch die Mineralölfirmen. Der letzte Satz im Beitrag bringt meinen ersten Gedanken auf den Punkt. Wer weiß, wer von so einem Boykottaufruf profitiert. Sinnvoller wäre es, wenn mal wieder "autofreie" Tage, ich sage nicht Sonntage da auch Krankenpersonal arbeitet, eingeführt werden. Jeder Autofahrer nimmt sich einfach bewusst vor, für einen Tag in der Woche, wo es am Besten passt, auf das Auto zu verzichten und legt die Strecken zum Bäcker, Metzger oder auch dem naheliegendem Supermarkt zu Fuß oder mit dem Rad zurück. Somit wäre ein Boykott wirksamer, und insbesondere jeder für sich unabhängig, sodass die Mineralölindustrie nicht bemerkt, dass wer wo "boykottiert". Wenn im Grunde über 1/7 Sprit eingespart wird, dann merken dies die Konzerne.
darf sehr wohl merken, wer sie boykottiert.

Ich würde vorschlagen, dass der Boykott besser organisiert wird - z.B. durch den ADAC. Der hat über 15 Millionen Mitglieder und die entsprechende Reichweite.

Mein Vorschlag: Der teuerste Anbieter in einer Region/Stadt oder was auch immer wird für 3 Monate komplett boykottiert. Es gibt schließlich genügend Tankstellen.
Eine Woche sehen wir uns in Ruhe die Preisgestaltung an. Der dann teuerste ist für 6 Monate dran.

Ich möchte die Schweinepriester nicht an einem halben Vormittag treffen, sondern nachhaltig schädigen. Es muss klar sein" Dont mess around with your customer.

Aber das kriegen wir ja nicht hin. Wir jammern eben über die 'preise und tanken trotzdem..

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vulcan 23.11.2018, 12:49
46.

Zitat von taste-of-ink
Man kann sich sicherlich fragen, ob marktwirtschaftliche Grundsätze hier noch richtig funktionieren. Fest steht aber auch, dass die Benzin- und Dieselpreise angesichts der globalen CO2-Emissionen noch viel zu billig sind. Solange sich SUV-Straßenpanzer und Fahrzeuge mit Leistungswerten auf Sportwagenniveau immer noch wie geschnitten Brot verkaufen, viele mit ihrer Fahrweise sinnlos Sprit verblasen und selbst kurze Wege lieber mit dem Fahrzeug zurückgelegt werden, anstatt zu Fuß oder mit dem Rad, ist die Schmerzgrenze bei den Spritpreisen wohl noch lange nicht erreicht.
Die Argumentation ist mal Unsinn.
Erstmal hat das mit der CO2 Belastung gar nichts zu tun. Was sollen denn hohe Spritpreise daran ändern? Verbraucht wird Kerosin, Diesel, etc. doch; und zwar solange, wie sich die Förderung lohnt.
Weiterhin können Sie nicht die Bereitschaft einiger, sich Autos mit relativ hohem Spritverbrauch zuzulegen, einfach auf den Gesamtbestand an PKW umlegen, sprich gleich alle an den Pranger zu stellen.
Hohe Spritpreise treffen immer die am meisten, die sich ohnehin nur gerade so ein Auto leisten können/müssen. Jemand, der 100000 für ein Auto ausgibt, schert das kaum.
Vergessen haben Sie übrigens auch das steuerbefreite Kerosin, welches u. a. zu den oft spottbilligen Flügen massiv beiträgt. Oder ist das für Sie i. O., weil Sie auch gern billig in den Urlaub fliegen?

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jo125 23.11.2018, 12:49
47. Guter Bürger!

Zitat von Mr Bounz
Ganz ehrlich, Ihre Rechnung gefällt mir Gut. 1. finde ich es okay das gesellschaftlich Negatives (also hoher Spritverbrauch) kräftig besteuert wird! 2. finde ich es Gut wenn unser Staat Geld verdient, denn in einem Pleitestaat möchte ich nicht leben. (Sie vielleicht?) 3. finde ich es immer wieder lächerlich wie hier für ein Branche getrommelt wird die Jahr für Jahr zweistellige Milliardenbeträge verdient! . Und weil die Steuern die Sie nennen fix sind steigt mit jeder Preiserhöhung nur der Profit der Mineralölindustrie und sonst gar nichts!
Nichts hinterfragen, lieber sich bücken und brav sein. Warum und wofür soll der Staat etwas "kräftig besteuern", das die Bürger offensichtlich brauchen - nicht zuletzt, um der Erwerbsarbeit nachzugehen und damit wieder Steuern zu zahlen? Und ich hoffe, Sie sind nicht so naiv zu glauben, dass die Steuereinnahmen sinnvoll verwendet werden. Falls doch, mal die Berichte des Bundes der Steuerzahler oder die diversen Berichte der Landes- und des Bundesrechnungshofes zur Hand nehmen. Da vergeht einem denkenden Menschen schnell die Lust am Steuerzahlen.

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knuty 23.11.2018, 12:50
48.

Zitat von gronkh
die Mehrwertsteuer ist nicht fix und mit jeder Preiserhöhung verdient der Staat mit ;-)
Die Mehrwertsteuer hat einen fixen Satz von 19%.
Und ja, der Staat erhält mehr Steuern bei einer Preiserhöhung. Trotzdem sind nicht die Steuern für eine Preiserhöhung ursächlich, sondern die Preiserhöhung der Raffinerien und des Vertriebs.

Und nimmt der Staat mehr Steuern über den Benzinpreis ein, dann nimmt er anderer Stelle weniger Steuern ein, denn das Geld kann nur ein Mal ausgegeben werden.

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gangnamstyle 23.11.2018, 12:52
49. Raffineriebrand in Bayern

Hängt der hohe Preis vielleicht mit dem Raffineriebrand in Bayern zusammen? Preis = f (Angebot, Nachfrage) ?

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