Forum: Wirtschaft
Billigkonkurrenz aus der EU: Frankreichs Winzer sehen rot
AFP

Französischer Rotwein ist Genussmittel und höchstes Kulturgut zugleich. Doch die Weinbauern sehen sich von der EU nicht genügend gegen Billig-Konkurrenz aus Spanien geschützt - und gehen auf die Barrikaden.

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tkedm 07.08.2016, 17:07
100.

Wein muss schmecken und ich will am nächsten Tag keinen Brummschädel haben. Das ist das einzige, was für mich zählt. Mir doch egal, wo er dann her kommt. Das können die sogenannten (unerträglichen) "Weinkenner" eh nicht unterscheiden :D

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tradepro 07.08.2016, 17:11
101. 32 EUR für 100 Liter

halte ich für absoluten Schwachsinn. Guter Wein muss nicht teuer sein, aber dieses Hertellungspreis halte ich für Blödsinn. Da kostet ja die abgefüllte Wasserflasche mehr.

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bhensler 07.08.2016, 17:11
102.

das war irgendwie absehbar, wenn man die Preisentwicklung der letzten Jahrzehnte betrachtet. Die teueren Bordeaux wurden von Asiaten leergekauft, als Geldanlage in den Keller gepackt, das Preisniveau insgesamt nach oben getrieben.

Wo Geld verdient werden kann, ist die Konkurrenz halt besonders hoch, mittel- bis langfristig profitiert der Verbraucher. Solange eine EU nicht reguliert, ist alles gut. Und die Nischen mit besonders hochwertigen Produkten wird es auch weithin geben, vielleicht ein bisschen günstiger.

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epigone 07.08.2016, 17:13
103. Leider Quatsch!

Zitat von rubikon2016
Immer wieder müssen uns die Franzosen zeigen, wie man sich gegen diesen verdammten, angeblich alternativlosen freien Markt wehren sollte. Das einzige, was ein unregulierter Markt erzeugt, sind Monopole, ein Absenken von Umweltschutzstandards, Arbeitslosigkeit, ein Anwachsen des Niedriglohnsektors, Korruption und Vetternwirtschaft. Für den Durchschnittsbürger und kleine Unternehmen bringt er keine Vorteile, außer, daß wir nur noch Kleidung und Unterhaltungselektronik Made in Fernost kaufen können!
Die Franzosen lieben offene Märkte, denn sonst könnten sie ihren Wein ja gar nicht in solchen Mengen produzieren und absetzen!

Aber sie lieben es nicht, wenn sie mit Preisen von Spaniern mithalten müssen, die nicht nach 35 Stunden und im Alter von 60 bereits die Rebschere aus der Hand fallen lassen.

Merke: Rosinenpicken geht in freien Märkten nicht, nicht einmal für verwöhnte und subventionsbesoffene Landwirte!

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tangentiale 07.08.2016, 17:16
104. Sie verwechseln da etwas

Zitat von vukoff
Französischer Wein ist: 1. Völlig überbewertet 2. Völlig überteuert. Nicht, dass er nicht lecker wäre aber Mondpreise sind in Zeiten der globalen.. bzw. hier freien EU Marktwirtschaft nicht mehr einforderbar.
Freie globale oder EU Marktwirtschaft gibt es nicht und hat es nie gegeben.Das man z.B. Konstrukte wie TTIP,CETA auch noch als Freihandel deklariert ist schon an sich eine Farce.
Das wird zwar den Leuten immer erzählt,speziell um die Löhne niedrig zu halten,macht die Sache aber nicht besser.Der billig Mist(sorry,mehr ist es nicht),angefangen bei Bekleidung,Schuhen,Elektrogeräte,Lebensmittel und andere industrielle Produkte,ist nur Leuten zu anzudrehen die zu wenig verdienen und manchmal auch meinen,sie würden dadurch dazugehören.
Insgesamt läuft da Vieles in die falsche Richtung,leider durch korrupte Politik und ebensolche Medien immer wieder befördert.
So lange sich die Menschen nicht klar werden was Leben wirklich bedeutet und auch danach handeln,so lange wird es auch keine freie Marktwirtschaft geben,egal ob global oder eben in Europa.

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bligen 07.08.2016, 17:17
105. Merken hier eigentlich einige wie inkonsequent sie sind?

Wenn es um den billigen Stahl geht (die bösen Chinesen), befürwortet man hohe Zölle zum Schutz der eigenen Wirtschaft. Wenn es um Milch (die dämlichen Afrikaner mit ihrer teuren Milch) oder Wein (die dämlichen Franzosen mit ihrem teuren Wein) geht, dann sollen die alle billiger produzieren. Entscheidet euch endlich ob ihr für die alternativlose Globalisierung seid und dann akzeptiert auch, dass eventuell billigere Produzenten die D-Wirtschaft zerpflücken oder seid dagegen. Das einmal ja und einmal nein wird auf Dauer nicht funktionieren. Wenn ihr euch entscheidet, denkt immer daran, dass durch die Lohn- und Grundstückskosten D eigentlich nur ein Absatzland ist. Innovation geht hier zurück, aber anderswo steigt sie rasant.

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Hamberliner 07.08.2016, 17:19
106. Wein-LKW belädt man mit dem Gabelstapler. Nicht mit der Pumpe.

Überfälle auf spanische LKW mit Agrarpodukten, das Verprügeln spanischer Fernfahrer hat doch in Südfrankreich Tradition. Das war doch schon en vogue als Spanien noch gar nicht in der EU war. Warum versuchen denn die Spediteure nicht, die Transporte zu tarnen?

Mich macht auch stutzig, dass der angeblich spanische Wein in Tank-LKW transportiert wird. Wie Benzin, Jauche und Chemikalien. Ich dachte, ein edler Tropfen wie z.B. ein Federico Paternina oder ein Marqués de Riscal wird vor Ort in Flaschen abgefüllt. Werden die nicht außerdem versiegelt? Mit diesen Tanklastern ist etwas faul.

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NauMax 07.08.2016, 17:20
107.

Zitat von rubikon2016
Immer wieder müssen uns die Franzosen zeigen, wie man sich gegen diesen verdammten, angeblich alternativlosen freien Markt wehren sollte. Das einzige, was ein unregulierter Markt erzeugt, sind Monopole, ein Absenken von Umweltschutzstandards, Arbeitslosigkeit, ein Anwachsen des Niedriglohnsektors, Korruption und Vetternwirtschaft. Für den Durchschnittsbürger und kleine Unternehmen bringt er keine Vorteile, außer, daß wir nur noch Kleidung und Unterhaltungselektronik Made in Fernost kaufen können!
Keine Vorteile? Der war echt gut! Es ist der Konsument, der sich beharrlich weigert, für z.B. seine Kleidung faire Preise zu zahlen. Der Konsument will immer nur billiger, billiger, billiger! Und es ist ihm egal, dass er durch dieses Verhalten Arbeitsplätze vernichtet. Übrigens: wie konkurrenzfähig waren die VEBs der DDR? Wie war deren Produktivität? Wie sah es qualitativ aus? Da kommt man hin, wenn sich die Supernanny (AKA der Staat) um alles kümmern soll...

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schlaueralsschlau 07.08.2016, 17:22
108. Liebe Franzosen,

Domitian befahl die Hälfte aller Weinanbaugebiete außerhalb Italiens zu roden um den Preis zu stützen;)

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udo l 07.08.2016, 17:24
109. Was mir immer auffällt

an Kommentaren zu Berichten die über einen ruinösen Preis bei bestimmten Berufsgruppen berichten, egel welche es auch sind, Winzer, Milchbauern, Landwirtschaft im allgemeinen oder Gesundheitswesen usw. usw. Immer gibt es eine unglaubliche Menge Menschen die sich anmaßen beurteilen zu können was ein angemessener Preis für dies oder jenes ist. Gibt es wirklich so viele Betriebswirtschaftler mit speziellen Kenntnissen der einzelnen Fächer?, oder werden doch eher die eigenen finanziellen Möglichkeiten in die Waagschale geworfen. Eine Aussage wie z.B. dies will oder kann ich mir nicht Leisten, oder dies ist mir persölich zu teuer, wäre ja völlig i.O. , aber zu behaupten zu wissen was ein angemessener Preis ist, dazu werden wohl die wenigsten in der Lage sein. Ich jedenfalls könnte es nicht, und ich bin selbstständig in einem produzierenden Gewerbe, und in diesem einen Fall kann ich es.

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