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Billigmodekette Primark: Arbeiter nähen Hilferufe in Kleidung ein
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Eine Kundin der britischen Billigmode-Kette Primark hat in ihrer neuen Hose einen Zettel mit asiatischen Schriftzeichen gefunden - der Hilferuf einer Arbeitskraft, angeblich aus einem chinesischen Gefängnis. Es ist bereits der dritte Vorfall innerhalb weniger Tage.

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dalir 26.06.2014, 07:15
1. So was stört die Jungend von heute nicht mehr.

Ich fahre täglich zur Arbeit nach Ffm und sehe täglich auf dem Heimweg strahlend Jugendliche mi ihren fett gefüllten Primarktüten, für die ist das ein Event sich 1 Stunden auf den weg zu machen um bei diesem Tempel für ihr Taschengeld eine dicke Tüte Billigware zu ergattern. Ich höre immer wieder "oh die musst du aber vorher waschen die stinken so" aber nie die Diskussion warum das Zeugs so günstig ist. Im übrigen sollte SPON mal eine Luftqualitätsmessung in dem Markt machen, ich mach schon einen Bogen um den Eingang auf der Zeil weil ich diesen Geruch von Klebstoff nicht ertragen kann der da aus dem Laden wabert. Wie kann es sein das auch die Angestellten hier vergiftet werden und wie bitte ist die Lösungsmittelkonzetration dann erst in den Herstellungsstätten?

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alju24 26.06.2014, 07:23
2.

Das ist keine Überraschung. Bei diesen billigen Preisen ist es klar das die Arbeiter darunter leiden. Und hier zu Lande freuen sich die Leute mit vollen Taschen von Primark nach Hause zu kommen. Eine Schande !!!

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oli h 26.06.2014, 07:28
3. Was da wohl untersucht wird?

Leider steht nicht im Artikel, was Primark untersuchen will: Wie es sein kann, dass die Kleider von Arbeitssklaven in Gefängnissen genäht werden oder wie es sein kann, dass einer dieser Sklaven die Möglichkeit hat, einen Hilferuf einzunähen.

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Altesocke 26.06.2014, 07:28
4. 7328

Die (in Bangladesh) produzieren uebrigens auch fuer den asiatischen Markt.
In Thailand wird damit sehr 'differenziert' umgegangen, z.B.!
Es gibt eine Kette, '71 Export' ist eine der Outlets dieser Kette, da ist das 'Made in Bangladesh' mit Kugelschreiber durchgestrichen.
Jetzt waere natuerlich die Frage zu klaeren, ob die schon mit europaeischen Preisschildern ausgestatteten Shirts von daher ihren Weg inb diese Kette fanden, oder ob die Kette den Herstellungsort 'ausblendet.
Solange es Shirts fuer 2-3 Euro gibt, irgendwo auf der Welt, wird irgendwo jemand wenig bezahlt werden, fuer die arbeit. Die niedrige Bezahlung ist Laendersache, illegale (nach dem Landesrecht) Praktiken bei der Beschaeftigung, zuallererst auch.
Fair trade ist 'for show', um das Endprodukt teurer zu machen. Nicht um wirklich fair zu sein.
Sehen wir es so: Kauft keiner diese Billigware, werden die Billignaeher der Gefahr der Arbeitslosigkeit ausgesetzt. Und bei Arbeitsplaetzen in Gefahr spricht sich doch Deutschland ueblicherweise gegen Lohnerhoehungen aus. Oder?

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salmo-nelli 26.06.2014, 07:31
5. Worum finden die immer noch Käufer?

Ich möchte keine Kleidung tragen, die mit Blut und Tränen ausgebeuteter Textilarbeiter genäht wurde.

Zwar sind die anderen Hersteller leider auch nicht soo viel besser, aber Primark ist wirklich das Letzte. Da versucht man nicht einmal, die Profitmaximierung zu kaschieren.
Man muss Kleidung wieder mehr wertschätzen statt als Wegwerfartikel zu sehen, also lieber drei Shirts für je 30 Euro statt 10 Shirts für je 3.
Entlastet auch den Kleiderschrank...

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M. Michaelis 26.06.2014, 07:33
6.

Ein Primark Sprecher kündigte an man werde die Vorfälle untersuchen und sicherstellen dass die Kunden zukünftig nicht mehr mit solchen Nachrichten verunsichert werden. Offenbar seien die Kontrollen bei den chinesischen Zulieferern zu nachlässig.

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kris82 26.06.2014, 07:33
7. Egal

Hauptsache ich bekomme Schuhe für 8€, Shirts für 3€ und Hosen für 10€!

Hoch lebe die Geiz ist geil Gesellschaft die angeblich so kaufkräftig wie seit Jahrzehnten nicht mehr ist!!


Was erwarte ihr bei diesen Preisen ihr Primark und Kik Kunden??

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cjs77 26.06.2014, 07:41
8. Wer da einkauft...

... findet Sklavenhaltung auch gut!

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ketzer2000 26.06.2014, 07:42
9. Nichts neues - ohne Konsequenzen

Zitat von sysop
Eine Kundin der britischen Billigmode-Kette Primark hat in ihrer neuen Hose einen Zettel mit asiatischen Schriftzeichen gefunden - der Hilferuf einer Arbeitskraft, angeblich aus einem chinesischen Gefängnis. Es ist bereits der dritte Vorfall innerhalb weniger Tage.
Man könnte sich durch Berichte gelangweilt fühlen, die auf die miserablen Bedingungen hinweisen, unter denen Kleidung produziert wird. wirklich was ändern - da habe ich die Hoffnung fast aufgegeben.

PRIMARK ist die neueste Entwicklung bei der Kleidung zu Preisen verschleudert wird, die man mit humanen Produktionsbedingungen nicht erreichen kann.

Es wird letztendlich wieder zu einem Boykott durch einzelner Verbraucher kommen, die Masse wird aber weiter dort einkaufen gehen, weil es billig ist und man lieber nicht darüber nachdenken will oder sich auf das wenige Geld im eigenen Portemonnaie berufen!

Verantwortlich sind die Staaten, die solche Produktionsbedingungen zulassen, sein es Pakistan, Bangladesch, Indien, Vietnam, Mexiko, Puerto Rico, ... oder hier China. Das hier auch noch in einem Gefängnis produziert wird, erinnert an Zustande in der DDR oder an Zwangsarbeit in Konzentrationslagern. Solange sich die Welt und die Uno nicht wirklich mit der Bekämpfung von Armut und Menschenrechten beschäftigen, sondern wie der Büttel der Kapital agiert, wird sich daran nichts ändern.

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