Forum: Wirtschaft
Billigmodekette Primark: Arbeiter nähen Hilferufe in Kleidung ein
REUTERS

Eine Kundin der britischen Billigmode-Kette Primark hat in ihrer neuen Hose einen Zettel mit asiatischen Schriftzeichen gefunden - der Hilferuf einer Arbeitskraft, angeblich aus einem chinesischen Gefängnis. Es ist bereits der dritte Vorfall innerhalb weniger Tage.

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pillepop 26.06.2014, 08:58
30. Dann werden Konsequenzen gezogen …..

…. und ein paar Leute eingestellt die die Ware auf eingenähte Zettel kontrollieren…. und alles ist wieder "gut"

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richardson-dutch 26.06.2014, 09:03
31.

Zitat von privado
...denken die fleissigen Primark-Käufer nun einmal darüber nach, wie ein Sommerkleidchen bei Primark nur 9,50 EUR kosten kann? Wenn man bei youtube mal nach Modeblog sucht, findet man die vielen dummen Mädchen, die stolz über ihre wöchentlichen Primark-Hauls berichten, in denen sie 25 Kleidungsstücke für insgesamt 39,- EUR erstanden haben. Der Kapitalismus kennt eben nicht nur Gewinner (Käufer billiger Waren), sondern auch jene, die für die Zeche bezahlen müssen (Billiglöhner, die die Waren herstellen).
Es ist absoluter Unsinn, vom Artikelpreis auf die Arbeitsbedingungen zu schließen. Alle möglichen bekannten Modemarken (auch hochpreisige Sportmodemarken) lassen dort produzieren. Der Unterschied liegt in der Gewinnspanne des Importeurs. Hochpreisige Ware mit viel Marge mit weniger Volumen/ billige Ware > weniger Marge> Hohes Volumen.

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alexxa2 26.06.2014, 09:04
32. Klaro..

"Primark kündigte der BBC gegenüber eine Untersuchung der Vorfälle an." -und werden sorgen dass Hilferufen die Kunden nicht mehr erreichen .

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senfreicher 26.06.2014, 09:15
33. wer einmal in sonem primark-laden war,

den wundert da nichts mehr. am eingang typen in billigen anzügen.was tun die? keine ahnung. jeans für 5euro.und. der ganze laden stinkt bestialisch nach chemie. aber leider wohl was für kids mit wenig kohle.

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liberalerfr 26.06.2014, 09:25
34. Alternative: Nehmt den Leuten die Arbeit weg?

Was den gesättigten Gutmenschen immer wieder ausblenden oder wahrscheinlich wirklich nicht wissen ist, dass diese Näherinnen und Näher in ihrem Land einen vergleichsweisen guten Job haben, der auch vergleichsweise gut bezahlt wird. Wer von unseren Gutmenschen kennt die Situation vor Ort? Wer weiß wie hart das Leben dort ist, wo man um sein tägliches Brot kämpfen muss und wo das Vieh besser behandelt wird als ein Mensch? Wem die Preise zu niedrig sind, soll bitte woanders einkaufen. Aber Rufe, diesen Leuten die Arbeit wegzunehmen, indem man Mindestlöhne nach europäischen Standards einführt sind menschenverachtend.

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postman pat 26.06.2014, 09:28
35. Preis kein Kriterium

Ich möchte auch keine Kleidung tragen oder sonstige Artikel, die unter ausbeuterischen Bedingungen hergestellt wurden. Bei Billigprodukten liegt die Ausbeutung nahe, aber wer stellt den sicher, dass bei den teureren Produkten (Adidas, Nike, Gap etc) nicht doch die Hersteller in die eigene Tasche wirtschaften? Es gibt CSR (corporate Social Responsibility), aber nur wenige Firmen verpflichten sich zu diesen Standards. Solange es keine verbindlichen Regelungen geht, besteht die Gefahr, dass man sich als Verbraucher auch bei teureren Produkten in der Sicherheit wiegt, ein ethisch einwandfreies Produkt zu kaufen, während die Arbeiter nachwievor ausgebeutet werden und letztlich der Mehrwert in die Tasche der Produzenten fliesst (z.B. Apple-Foxconn Skandal)

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berlin-steffen 26.06.2014, 09:33
36. geiz ist geil und der Mensch ist nicht besser als ein Tier

Hier auch eine treffende Kolumne (http://www.berliner-zeitung.de/berlin/kolumne-offen-gesagt-billig--billiger--primark-am-alex,10809148,27147548.html)

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Kritiker1887 26.06.2014, 09:34
37. Ein Perversum

Und schon wieder hören wir von unmenschlichen Arbeitsbedingungen und schon wieder ist der Aufschrei groß - für 2 Tage. Es liegt in der Natur des Menschen, das wir sagen "Oh, wie schlimm!" uns dann aber umdrehen und trotzdem dort kaufen. Finde ich das gut? Nein, überhaupt nicht! Dennoch liegt das Problem viel tiefer. Es muss ein gesamtgesellschaftliches Umdenken stattfinden. Und das nicht nur in Deutschland. Wir müssen wieder lernen, andere Menschen zu respektieren und ihre Arbeit wertzuschätzen. Denn niemand von uns will unter diesen Bedingungen arbeiten, aber wir tolerieren diese Bedingungen, solange wir günstig an Kleidung, oder andere Waren, kommen. Werden als Lösung aber alle Fabriken, bzw. dubiosen Bekleidungsunternehmen geschlossen, verlieren sehr viele Menschen ihre Arbeitsplätze, nicht nur in Deutschland. So pervers es auch ist, aber ohne uns Ausbeuter, können auch die Ausgebeuteten nicht leben. Das ist aber in keinster Weise ein Appell: "Weiter so!" Es ist ein Appell, vielleicht 10 Cent oder gar 50 Cent die Stunde mehr zu bezahlen, was für die betreffenden Personen verdammt viel ist und den Bekleidungsunternehmen hierzulande wirklich nicht weh tun sollte. Und angesichts mancher Preise, sind die Gewinnmargen eh ein Schlag ins Gesicht für alle die, die diese Kleidung produzieren müssen. Also liebe Bekleidungsindustrie: Ein bisschen mehr Wertschätzung bitte und die Arbeitslöhne um 50 Cent rauf.

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christiewarwel 26.06.2014, 09:35
38. Gerne ...

würde ich deutlich mehr Geld für meine Kleidung auf den Tisch legen, wenn ich dafür sauber produzierte, gefallende und passende Kleidung bekäme. Dazu gehört allerdings auch, daß die Kleidung nicht nach 2xWaschen aussieht, wie ein Schrubbtuch, sondern 20 Jahre hält! Mein ältestes noch in Benutzung befindliches Kleidungsstück ist über 70 Jahre alt, in den letzten vielleicht 15 Jahren ist die Halbwertszeit der Kleidungsstücke jedoch derart rasant verfallen, daß man gezwungen ist, ständig neuen Müll zu kaufen, weil selbst "teure" Kleidungsstücke aus dem gleichen Billigmaterial produziert werden, wie Standardkleidung. Alleine das "Design" macht den Preis. Daß die meisten Leute nicht einsehen, für solch einen "Mehrwert" mehr zu bezahlen, ist nur vernünftig.

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crazy.diamond 26.06.2014, 09:37
39. optional

Für das große Geschrei hier, dass man solche Ware selbst nicht kauft fristen die wirklich fair gehandelten Textilmarken wahrhaftig noch ein ganz schönes Nischendasein! Hier scheinen Einige zu glauben, dass ein Teil das man hierzulande für vielleicht 50,- oder 100,- Euro erwirbt aufgrund des hohen Verlaufspreises unter besseren Arbeitsbedingungen produziert wird als die böse böse "Billigware". Dem ist leider in den allermeisten Fällen nicht so!

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