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Billigmodekette Primark: Arbeiter nähen Hilferufe in Kleidung ein
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Eine Kundin der britischen Billigmode-Kette Primark hat in ihrer neuen Hose einen Zettel mit asiatischen Schriftzeichen gefunden - der Hilferuf einer Arbeitskraft, angeblich aus einem chinesischen Gefängnis. Es ist bereits der dritte Vorfall innerhalb weniger Tage.

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Ratzbär 26.06.2014, 10:29
70.

Zitat von zerozero123
Die Leute die da einkaufen sind direkt für das Leid der Arbeiter verantwortlich. Ohne Wenn und Aber. Es ist offensichtlich, das solche Preise nur durch Kinderarbeit und schlechteste Bezahlung möglich sind. Wer da kauft macht sich schuldig.
Ihr Beitrag ist sehr vielschichtig polemisch aus m. E. nach folgenden Gründen:

a) Das hiesige Lohnniveau kann nicht mit anderen Ländern und schon gar nicht mit Schwellenländern verglichen werden.
b) Das Einkommen einiger Menschen hier in Dtld. lässt den Einkauf hochpreisiger Ware nicht zu.
c) Selbst hochpreisige Markenware wird meist unter ähnlichen Bedingungen hergestellt.
d) Was machen die Menschen in den Entwicklungs- oder Schwellenländern, wenn die Produktion wegen der super "gut gemeinten" (also der kleine Bruder von Scheisse) Aktionen eingestellt wird und sie keine Arbeit mehr haben und das bisschen Geld auch wegfällt?

Aber Hauptsache, Sie haben mal einen auf Moral gemacht und Ihre vermeintlich geistige Überlegenheit zur Schau gestellt. - Wiederlich ...

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die80er 26.06.2014, 10:30
71. wo kann man denn

noch Kleidung kaufen welche nicht aus Asien kommt? Alle Markenprodukte werden unter unterirdischen Bedingungen hergestellt (obwohl es bei den Preisen auch möglich wäre das diese sogar in Deutschland hergestellt werden könnten) ..

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naklar? 26.06.2014, 10:45
72. Was soll die Schellte der Bessergestellten auf die Armen auch in unserem Land ...

... ohne billigen Elektronikschrott und Billigklamotten aus Asien könnten ca. 40% unserer Bevölkerung gar nicht mehr am Konsum teilnehmen. Von 7,50€/Std oder weniger können die Billiglohnsklaven in Deutschland keine großen Schritte machen.

Wer die Menschen deswegen verurteilt, nur weil sie billig einkaufen wollen, der muß dann auch der Politik gehörig druck machen mehr Gerechtigkeit in der Gesellschaft herzustellen. Mein Tipp an die Gutgläubigen: Nicht zu oft die Gehirnwäschesender ARD_ZDF schauen, die sind nämlich speziell für den Systemerhalt gedacht; und anfangen zu denken.

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micromiller 26.06.2014, 10:46
73. unser scheinbarer konsumwohlstand ruht im wesentlichen

auf die ausbeutung der hilflosen und rechtlosen in aller welt. die verantwortungslose bevoelkerungsexplosion und das politische dogma .. wachstum um jeden preis..
sind die ideologische rechtfertigung fuer diese menschenfeindliche entwicklung

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hajoschneider 26.06.2014, 10:47
74. Ich bin genauso bestürzt wie die meisten hier,

ich bin sogar der Meinung, dass die Arbeitsbedingungen in den besagten Ländern oft noch schlimmer sind, als wir uns das vorstellen können. Aber wenn ich mir die beiden Aufnäher anschaue, kommen mir Zweifel, ob sie wirklich von Näherinnen in die Kleidung eingenäht worden sind. Sie sind sehr ordentlich geschrieben, exakte Zeilenanfänge, exakte Zeilenabstände, gut lesbar, mit Stiften, die schneinbar durch Waschen nicht verblassen, korrekte englische Anführungszeichen. Da steckt meines Erachtens eine andere Gruppierung dahinter, die wohl auch auf die Missstände aufmerksam machen will, die aber in Kauf nimmt, dass, wenn die Geschichte auffliegt, das Ganze als Fake abgetan wird und somit schnell wieder in Vergessenheit gerät.

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imZweifel-richtig 26.06.2014, 10:47
75. Habe ich es richtig verstanden?

Zitat von sysop
Eine Kundin der britischen Billigmode-Kette Primark hat in ihrer neuen Hose einen Zettel mit asiatischen Schriftzeichen gefunden - der Hilferuf einer Arbeitskraft, angeblich aus einem chinesischen Gefängnis. Es ist bereits der dritte Vorfall innerhalb weniger Tage.
In einem Kleidungsstück fand sich ein chinesischer Gefangenenausweis+Nachricht? Erinnert ein wenig an eine (Magnum?) Folge, in der in der Schlußszene ein Zettel in einem Glückskeks der Gag war: "Hilfe, werde in einer Glückskeksfabrik gefangengehalten".
Das zeitlich massierte Auftreten solcher Botschaften macht mich stutzig. Nicht, dass ich an schlechten Arbeitsbedingungen zweifeln möchte. Für mich sieht das Ganze aber mehr nach einer Aktion von "Aktivisten" aus.

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maledicto 26.06.2014, 10:50
76.

Zitat von Ratzbär
Es scheint Ihnen offensichtlich auch recht egal zu sein, was mit diesem Menschen dort passiert, nachdem die Produktion der Textilien eingestellt wurde.
Würden wir nicht mehr bei diesen Ausbeuter- Billigläden einkaufen, hätten diese Halsabschneider die Wahl, entweder mehr Geld für die Produktion zu bezahlen oder ihre Geschäfte zu schließen.
Für welche Option sich diese Gierhälse entscheiden würden, ist vollkommen klar.

Daraus folgt, die Menschen in den produzierenden Ländern hätten mehr Geld. Das würde mit ihnen passieren.

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Karl_Lauer 26.06.2014, 10:51
77.

Naja, es muss wirklich nicht sein.
Ich verstehe das bei den Kids, denn als ich so alt war wollte ich auch neue Sachen, konnte es mir aber weder leisten, noch waren meine Eltern bereit mir mehr als 2-3 mal im Jahr ein neues, nicht-essentielles, Teil zu kaufen (da wollten wir noch alle die sehr teuren Marken von Benetton bis Carhartt etc., und es gab, m.E. weniger Billigkram).

Jetzt kaufe ich fast alles second-hand. Wenn man etwas Geduld hat geht das mehr als locker und zu einem Zehntel der Preise.

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realewelt 26.06.2014, 10:52
78. Wie naiv viele Foristen doch sind...

zu glauben am Preis der Ware kann man die Arbeitsbedingungen feststellen!
1.Gerade auch große teuere Markenhersteller lassen zu katastrophalen Bedingungen ihre Ware herstellen. Diese sind oft noch mit allen möglichen Giftstoffen verseucht. Und der *Pieps* Kunde läuft noch mit dem dick aufgedruckten Logo stolz kostenlos Werbung für sie.
2.Es gibt genug arme Menschen in diesem Land, die auf Discounterpreise bei Kleidung angewiesen sind.

Meckern können sie alle gut, aber ihren eigenen Konsum überdenken...nein..es muss ja immer das neuste Handy, die 20ste Jeans etc. sein...

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maledicto 26.06.2014, 10:54
79.

Zitat von sysop
Eine Kundin der britischen Billigmode-Kette Primark hat in ihrer neuen Hose einen Zettel mit asiatischen Schriftzeichen gefunden - der Hilferuf einer Arbeitskraft, angeblich aus einem chinesischen Gefängnis. Es ist bereits der dritte Vorfall innerhalb weniger Tage.
Ich habe gelesen, eine britische Kundin sei schockiert gewesen, als sie einen eingenähten Hilferuf fand. Sie hätte sich vorher keine Gedanken zu den Arbeitsbedingungen gemacht und würde nun nicht mehr bei Primark einkaufen.
Da frage ich mich doch, wie naiv und unwissend kann und darf man eigentlich sein?

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