Forum: Wirtschaft
Bioladen für Geringverdiener: "Manche werden aggressiv"
Hendrik Rauch

Vor vier Jahren eröffnete Marion Ziehrer einen Bioladen, in dem Geringverdiener Rabatt bekommen. Seitdem wird die Gründerin von vielen Kunden geliebt - und von einigen beschimpft.

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Freiberufler 03.08.2014, 09:10
1. Ich möcht nur dem SPIEGEl mitteilen

dass die Frustration gross ist, wenn sogar über einen Bioladen für Arme berichtet wird, es aber nicht möglich ist, wenigstens einmal einen Kontakt zum SPIEGEL zu bekommen, wenn man Grundlegendes über Bewegung herausgefunden hat. Seit mehr als zehn Jahren helfen wir den Leuten, aber wir kommen nicht weiter, weil uns unter anderem Publiziät fehlt. Trotz mehrfacher Anfrage haben wir seit etwa fünf Jahren niemals eine Antwort bekommen ----------- Gruss vom Freiberufler

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boingdil 03.08.2014, 09:11
2. Nochmal 4 schafft der Laden kaum

Denn es zeigt sich ja jetzt schon, dass es zunehmend ausgenutzt wird. Entweder die verschärfen die Regeln (nur ALG II, BAFöG-Studenten, Rentenbescheide und Einkommenssteuererklärung) oder sie werden durch die Trittbrettfahrer in den Bankrott getrieben. Ist leider so, denn gerade bei einer solchen Minimalprüfung kann sich fast jeder armrechnen. Mein Tipp: etwas intensiver prüfen und dann Kundenkarte mit einjähriger Gültigkeit ausgeben. Dann gibt es keine Pseudo-Prüfung im laufenden Betrieb und die Trittbrettfahrer werden weniger.

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Ballonmütze 03.08.2014, 09:12
3. Leider typisch

Es gibt eben auch im Biosegment viele Kunden, denen es nur um ihr eigenes Wohl geht. Die auch lieber die einfache Bioschokolade kaufen, als die ein paar Cent teurere Bioschokolade mit Fairtrade Kakao. Und die eben solche Ermäßigungen ausnutzen.
Ich hab ähnliches in einem Mitgliederladen erlebt, in dem mehrere Familien auf eine Mitgliedsnummer einkaufen gegangen sind.

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chronos-kronos 03.08.2014, 09:36
4. "Stadtpass"

In vielen Städten und Gemeinden gibt es für Sozialhilfeempfämger, Hartz4-Empfänger und Aufstocker einen sogenannten "Stadtpass". Damit können Sie verbilligt öffentliche Einrichtung, wie Bibliotheken, Theater, Zoos,... oder öffentliche Verkehrsmittel kostengünstiger nutzen, so wie sich in den Einrichtungen der "Tafel" durch vorzeigen des Stadtpass versorgen.

Gibt es sowas in Berlin nicht? "Pass" vorzeigen - fertig.

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pepe_sargnagel 03.08.2014, 09:39
5.

Und da sprechen die "weltfremden" Ökonomen doch tatsächlich vom "weltfremden" Free-Rider Problem. Interessant, dass die Ökonomen nicht immer so falsch liegen, wenn sie menschliches Verhalten zu erklären versuchen.

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RandomName 03.08.2014, 09:43
6. Gute Idee!

Ein klassisches Beispiel wie man statt nur zu lamentieren, selbst etwas verändern kann. Die Beschwerden über die Nachweise finde ich unverständlich: Es zwingt einen ja keiner da (verbilligt) einzukaufen.
Studentenausweis ist allerdings definitiv nicht genug. Kannn schnell passieren, dass der "arme" Student gleich darauf in einen schicken BWM steigt. Ich würde einen Bafög Nachweis verlangen.

...

P.S: Natürlich wäre es noch besser, wenn durch geschicktes Angebot und gute Buchführung niedrigere Preise für Alle erreicht werden könnten. Das wäre auch ein Fingerzeig an all jene, die argumentieren, dass ein Unternehmen nur dann überlebensfähig ist, wenn es wirklich den maximalst möglichen Gewinn rauspresst.

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erlenstein 03.08.2014, 10:00
7. mit Foto

Zitat von boingdil
Denn es zeigt sich ja jetzt schon, dass es zunehmend ausgenutzt wird. Entweder die verschärfen die Regeln (nur ALG II, BAFöG-Studenten, Rentenbescheide und Einkommenssteuererklärung) oder sie werden durch die Trittbrettfahrer in den Bankrott getrieben. Ist leider so, denn gerade bei einer solchen Minimalprüfung kann sich fast jeder armrechnen. Mein Tipp: etwas intensiver prüfen und dann Kundenkarte mit einjähriger Gültigkeit ausgeben. Dann gibt es keine Pseudo-Prüfung im laufenden Betrieb und die Trittbrettfahrer werden weniger.
Da stimme ich Ihnen zu: aber dann schon Kundenkarte mit Foto, sonst klappt das auch nicht.

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stevie76 03.08.2014, 10:06
8.

Zitat von Ballonmütze
Es gibt eben auch im Biosegment viele Kunden, denen es nur um ihr eigenes Wohl geht. Die auch lieber die einfache Bioschokolade kaufen, als die ein paar Cent teurere Bioschokolade mit Fairtrade Kakao. Und die eben solche Ermäßigungen ausnutzen. Ich hab ähnliches in einem Mitgliederladen erlebt, in dem mehrere Familien auf eine Mitgliedsnummer einkaufen gegangen sind.
kürzlich kam ein bericht über fairtrade, mitnichten bekommen bauern da mehr.
wie mans macht ists falsch.

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HeisseLuft 03.08.2014, 10:06
9. Nachfrage

Zitat von RandomName
P.S: Natürlich wäre es noch besser, wenn durch geschicktes Angebot und gute Buchführung niedrigere Preise für Alle erreicht werden könnten. Das wäre auch ein Fingerzeig an all jene, die argumentieren, dass ein Unternehmen nur dann überlebensfähig ist, wenn es wirklich den maximalst möglichen Gewinn rauspresst.
Ähh: Wo diagnostizieren sie denn auf Grund welcher Befunde ein "ungeschicktes" Angebot? Bei dem angesprochenen Laden? Bei den anderen Bioläsen? Bei den Discountern?

Und was bitte verstehen sie unter "guter Buchführung"? Steuerhinterziehung?

Können sie mal bitte genauer sagen, was sie meinen und wo sie konkret Mängel sehen?

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