Forum: Wirtschaft
Bis zu zehntausend Stellen: E.on erwägt radikalen Job-Kahlschlag

Der Stellenabbau könnte weitaus drastischer ausfallen als befürchtet: Der Stromkonzern E.on erwägt laut der "Süddeutschen Zeitung", bis zu zehntausend Arbeitsplätze zu streichen. Gewerkschaft und Betriebsrat sind entsetzt - etwa ein Drittel der Jobs könnte in Deutschland wegfallen.

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frnzwltr 06.08.2011, 08:57
10. Wie wär's mal mit Kundenorientierung?

Um einzuschätzen, wie gesund ein Unternehmen ist, hilft es ja manchmal, die Kunden zu fragen. Die antworten im Fall von e.on zum Beispiel

"Vorsicht bei Vorrauszahlung"
"Zu blöde der Sauhaufen, Stur und nicht zu Empfehlen"
"Lizenz zum Gelddrucken"
"Ein unkompetenter Saftladen"

Nachzulesen unter:
http://www.brandigg.de/brand/E.ON

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mi_scha_hamburg 06.08.2011, 09:00
11. Titel? pfft..

Zitat von Quatschtuete
Das wird ja einige blauäugige Zeitgenossen , wie z.B. Gewerkschafter, richtig überrascht haben, dass stillgelegte Atomkraftwerke nur noch Personal für die Notbesetzung/Abwicklung benötigen.
Was für ein Blödsinn.
Ein Drittel der 10000 abzubauenden Arbeitsplätze
werden hier in Deutschland befürchtet.

Als wenn die paar Atomschleudern hier in Deutschland
so viel Personal benötigt hätten.

Ich frage mich bei der Meldung vielmehr,
welche politische Erpressung EON hiermit vorbereitet.

Schade eigentlich, dass ich keinen Vertrag
mit EON habe - sonst wäre jetzt eine sofortige
Kündigung fällig.

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Haraxa 06.08.2011, 09:00
12. Arbeitsplätze

Es ist zwar nur eine Information am Rand, aber da schon wieder gegen regenerative Energien gewettert wurde:

In der Branche sind schon 300.000 Jobs entstanden. Die dort geschaffenen Jobs übertreffen die Menschen, die in der Atomwirtschaft arbeiten deutlich.

Atomjobs sind subventionierte Stellen, die an der Zukunft vorbei gefördert wurden und zwar mit erhöhten Kosten der Konsumenten.

E.on ist ein Konzern, der durch Kartellbildung Reibach gemacht hat. Jetzt stehen sie stärker im Wettbewerb. Wer nicht gern draufzahlt für seinen Strom sollte sich davon nicht schocken lassen.

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Bauer_Lindemann 06.08.2011, 09:00
13. .

Zitat von Andreas Heil
Wenigstens wird dann endlich mal klar, was für eine gigantische Subvention allein die paar maroden Atombüchsen waren. Derweil liefert die "irrelevante" PV Mittags schon ein Drittel der Gesamtstromverbrauchs und passt auch noch wunderbar zur Lastkurve.
Dann sind sie sicher bereit, ihren Strom AUSSCHLIESSLICH aus PV zu beziehen (passt ja so wundervoll...) und natürlich auch zu bezahlen. Das passt noch viel besser...
Zitat von
Dass einem Energiekonzern, dessen Geschäftsmodell über Jahrzehnte nur war, den Steuerzahler bestmöglich via geschmierter Politik, und den Kunden via Oligpolmacht zu plündern, jetzt nix besseres einfällt, als einen erheblichen Teil seiner Leute einfach über Bord zu kippen, verwundert wohl kaum.
Sie werden sich wundern, wie sie erst geplündert werden, wenn pösen Oligopole verschwunden sind... 30ct-40ct oder 50ct die kWh, darfs ein bisschen mehr sein?

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Jonny_C 06.08.2011, 09:01
14. Normal !

Wenn ich keine Atomkraftwerke mehr habe, brauche ich auch keine Atomkraftwerker, Leitstandfahrer, Sicherheitsexperten, Techniker und Verwalter mehr.
E.ON ist gezwungen durch den vorgezogenen Atomkonsens Personal abzubauen.
Auch Büroimmobilien muss man nicht besitzen.
Das Leasen von Büroraum ist steuerlich günstiger und man kann flexibler reagieren.
(Ich hänge mir für meine kleine Klitsche doch auch keine Immobilie für unser Büro um den Hals, wird gemietet und steuerlich abgesetzt - fertig !)

Außerdem bei der 100% Integration der Ruhrgas AG in den E.ON Konzern sind sowieso synergie Effekte zu erwarten. Wie ich die Ruhrgas AG kenne, ist dass ein Bürokratiemonster, steht einer Behörde in nichts nach. Da musst dringend aufgeräumt werden. (Es wird ja auch immer der schlanke Staat gefordert !)
Jetzt gibt es für E.ON einen Anlass das auch zu tun.

Also alles nichts neues, wird von hunderten Unternehmen in Deutschland und Europa so gemacht.
Warum sich Verdi und meine Gewerkschaft die IGBCE jetzt so aufregt ist mir unverständlich.....
"There's no such thing as a free lunch" !

War das der Bundesregierung beim Beschluss des Atomausstieggesetzes etwa nicht klar ?!
Bei RWE wird es demnächst vergleichbares geben - so what.

Das Einzige worüber man wirklich diskutieren kann ist die Informationspolitik des E.ON Vorstandes gegenüber den Mitarbeitern und dem Betriebsrat !

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sitiwati 06.08.2011, 09:03
15. unverständlcih

was dei Rummaulerei soll, Personalabbau bei den EVUs , heute heisst ja fast alle E.on, hat doch schon vor 20 Jahren angefangen, damals schickte man alles über 55 heim, der Abbau ging kontinuierlich weiter ( ein E.on Betriebsrat nannte das mal kalte Entlassung ) Abbau der Wartungs-Schaltpersonal, die Betriebsgebiete sind vergrössert worden, die Belegschaft verkleinert, jetzt wos in der zeitung steht, dass nochmal abgebaut wird, schreit Ihr rum was seit Ihr doch für Kinder!

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Herr Hold 06.08.2011, 09:08
16. Grundsatz

Zitat von mr1978
...kommt doch nicht wirklich überraschend. Diejenigen, die sich so ereifernd über Atomausstieg und Schädigung der Energieriesen gefreut haben, dürfen dann jetzt ihre Alternativen benennen.
Grundsätzlich ja richtig.Was mich aber noch mehr wundert: die Laufzeitverlängerung wurde doch sowieso erst im Oktober 2010 beschlossen.Da müssen doch schon längst Szenarien von E.On geplant gewesen sein.Wieso wird so getan, als hätte der Konzern diese Probleme mit Schuldenbergen, Stilllegungen etc. mit der " neuen Energiewende"?
Da wird doch nur die Gunst der Stunde genutzt um der Bevölkerung und der Arbeitnehmerschaft eine massive Restrukturierung zu " verkaufen" ohne dass man das auf eigene Fehler im Management zurückführen muss. Man kann ja nix dafür, kommt alles vom Atomausstieg- und den wollt ihr ja alle.

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b.o.ss80 06.08.2011, 09:08
17. War doch klar...

Zitat von Andreas Heil
.... Derweil liefert die "irrelevante" PV Mittags schon ein Drittel der Gesamtstromverbrauchs und passt auch noch wunderbar zur Lastkurve.
Schön, dass bei PV immer nur Mittags geschaut wird...Aber denken Sie mal drüber nach, ob Ihr Post, um diese Uhrzeit, auch ohne konventionelle Grosskraftwerke geschrieben werden könnte, weil aktuell liefert die PV-Anlage auf dem Dach nur minim Strom...

Generell geht es jedem Börsendotierten Konzernen nur um Gewinn. Bricht dieser ein, müssen Mittel und Wege gefunden werden dies zu kompensieren, da die Aktionäre ja Gewinn machen wollen.
Die einfachste Art und Weise, genau -> Stellenabbau

Also, es muss keiner Überrascht oder Empört sein, das war absehbar...Ihr Rentenfonds hängen ja vllt. auch dran;)

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Spezlmagnat 06.08.2011, 09:09
18. Der Personalabbau läuft schon....

...seit Jahren. Alleine am Standort Landshut sind - ohne Reaktion der Bundes-,Länder- und Lokalpolitik - ca. 80% (5xx MA) der dort Beschäftigten als Leiharbeiter beschäftigt. Diese Auslegung des Instrumentes Zeitarbeit über einen Zeitraum von ca. 10 Jahren und der damit bewirkte Personalabbau verdient eine besondere Anerkennung. Hier kann von Spitzenabdeckung nicht die Rede sein, da seit Jahren a. immenses Arbeitsvolumen anliegt und b. die Prozentzahl und der Zeitraum selbsterklärend ist. Allerdings werden nun immer mehr an Arbeitsaufgaben an andere Firmen ausgelagert.

Dann wird auch mittelfristig die hässliche Bürocontaineransammlung verschwinden, die man für die vielen Leiharbeiter anschaffen musste da das eigentlich geleaste Gebäude für die große Anzahl der geliehenen Menschen nicht mehr ausreichte.

Mitarbeitern wurde durch verantwortliche Führungskräfte in einer großen Runde deutlich gesagt, dass sie froh sein können überhaupt einen Job (als Geringstverdiener) zu haben und es definitiv für sie keine Festeinstellung durch EON geben wird. Viele dieser Angestellten leben alleinig von der monatlichen Fahrgeldpauschale da der Rest des kärglichen Gehaltes für die unvermeidlichen Fixkosten aufgewendet werden muss.

Niemand aus der Politik reagiert und niemand wird aus der Politik für diese Leute eintreten. Wobei: In Anbetracht der guten Beziehungen zur Lokalpolitik wurde die anliegende Straße in EON Allee umbenannt.

Meldungen des Bundestages werden durch die Beschäftigten nicht mehr ernst genommen denn in der Realität - fern von Diäten und Theorie - sieht die Welt ganz anders aus.

http://www.bundestag.de/presse/hib/2...11_127/01.html

Die Leute sind enttäuscht vom Unternehmen EON und der Politik.

So sieht es bei EON und in Deutschland aus...

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Der_Franke 06.08.2011, 09:10
19. Egal

Zitat von Benjowi
Da kann man nur hoffen, dass unsere Ökostromreformer ganz schnell 10000 Arbeitsplätze aus dem Hut zaubern......
Den Ökostromreformern ist das egal. Die sind in der Regel sebst verbeamtet. Jammern aber 5 Minuten später wieder wegen zu wenig Kindern und damit später zu wenigen Fachkräften. Da sieht man die ganze Verlogenheit. Um es zynisch zu sagen: Der Stellenabbau ist gut für andere Unternehmen, die ja ach so sehr unter dem Fachkräftemangel leiden.

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