Forum: Wirtschaft
Bitcoin-Experte: "Das Bitcoin-System verbraucht mehr Strom, als die Schweizer Volkswi
REUTERS

Bei der Produktion eines Bitcoins geht so viel Strom darauf, wie eine Familie in zwölf Jahren verbraucht - Tendenz steigend. Ökonom Alex de Vries über die verheerenden Folgen der Kryptowährung für das Klima.

Seite 10 von 10
mostly_harmless 23.05.2018, 09:07
90.

Zitat von Spiegelleserin57
jetzt wird mal wieder eine neue Sau durchs Dorf getrieben...ohje ): Raubbau der Natur findet wohl in ganz anderen Gebieten statt und man kann aus jedem Fakt auch galant ein Problem schmieden. Langsam wird es wirklich lächerlich!
Klasische Nerd-Antwort auf eine absolut korrekte Darstellung der Situation. Bitcoin verbraucht - ohne jeden objektiven Benefit - immense Mengen Energie. Das ganze System ist ein Zeichen der Degeneration des Westens. Verantwortungslosigkeit als Lebensprinzip.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
costi 23.05.2018, 09:09
91. Reine Panikmache

Da ich schon seid langem Erfahrung damit habe, sind hier einige Punkte klar für reine Panikmache aufgeführt.
Die Miner werden dort eingesetzt, wo der Strom billig und meistens aus erneuerbaren Energien, ansonsten wäre er viel zu teuer und bei der Schürf-Schwierigkeit nicht lohnenswert. Die Wärme, die diese Geräte erzeugen werden in einigen Fällen zurückgeführt zum Heizen von Gebäuden.
Die Kryptowährung allgemein und Bitcoin spezifisch sind m.E. die einzige Möglichkeit der Menschheit sich die eigene Macht zurückzuholen, und selbst über sein Geld zu bestimmen.
Beispiel 1: bargeldlose Zahlung, die schon lange von den Banken geplant ist. Die letzte Freiheit kann durch eine einfache , ev. auch unbegründeten Kartensperrung genommen werden.
Man wäre einfach machtlos den Banken ausgeliefert. Keine Möglichkeit mehr ein Stück Brot zu kaufen, denn Bargeld gibt es nicht mehr. Und die Kreditkarte ist gesperrt.
Einfach mal vorstellen...
Oder das beispiel Griechenland, als die Menschen dort nur 40 Euro am Tag abheben durften.
Kannst Du Dir vorstellen, dass Dir die Banken vorschreiben, wieviel Du besitzen darfst ? Würdest Du mitmachen ?
Mit Cryptowährung ist das anders. Die Bezahlung erfolgt von Mensch zu Mensch (P2P - peer to peer).
Keine Banken, keine Sperrungen und Minimalstkosten.
Die Kosten sind sog. Transaktionskosten, die o.g. Miner (Schürfgeräte) bestätigen müssen, damit eine Cryptowährung nicht doppelt ausgegeben wird. Nur wenn die Miner schürfen, kann eine Währung (in diesem Fall Bitcoin) existieren und die Transaktion durchgeführt werden.
Nun ein Vergleich:
Wieviele Bankautomaten gibt es auf der Welt, die nonstop 24/7/365 laufen ? Wieviel Strom verbrauchen diese ?
Wieviel Strom wird durch die riesigen Datacenter der Banken / Versicherungen und den damit verbundenen Infrastrukturen verbraucht ?
Was ist ist mit der Herstellung der Plastikkarten, Automaten, POS Systemen bei den Händlern ?
Und ich weiss, es ist vielleicht ein wenig vom Thema abweichend, aber wenn ich denke, was es für Energie braucht, um das Metall zu schmelzen, damit ein Panzer hergestellt wird, der Menschen tötet, oder vielviel Wärme in die Umwelt abgegeben wird, wenn eine Rakete gezündet wird, wird's mir ganz anders...
Abgesehen davon, werden die Hardware-Miner in einigen Jahren obsolet durch andere Verfahren, wie PoS (Proof of Stake). Im Internet gibt es genügend Informationen darüber.
Da sind die 0.5/ des weltweiten Verbrauchs der Mininggeräte eine Lachnummer.
Wir befinden uns an einem Wendepunkt in der Menschheitsgeschichte. Selbstbestimmung und finanzielle Unabhängigkeit sind sehr eng mit der Kryptowährung verflochten. Das Potential ist unvorstellbar, revolutionär und einmalig.
Man muss nun mal investieren, damit man in der Zukunft etwas davon hat.
Und eine Geburt ist nun mal mit Schmerzen verbunden.
Man darf einem Kind nicht einfach die Beine amputieren, weil es laufen gelernt hat.
Das wird zur Zeit um jeden Preis versucht, denn das Kind hätte Potential alle Weltrekorde im Rennen zu brechen. Und manche haben Angst davor...
Ich unterstütze dieses Kind und sehe, was es für Wunder in die Welt bringen kann.
Und darin investiere ich. Und Du ?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Aberlour A ' Bunadh 23.05.2018, 09:43
92. Der wahre Wert von Bitcoin

Zitat von wanderer777
Natürlich hat der Bitcoin einen Wert - genauso wie das Stück Papier, auf dem "20 EUR" steht. Der Geldschein selbst ist nur einige Cent wert, sein Geldwert ist das Vertrauen des Empfängers, der diesen Schein in Empfang nimmt. So funktioniert Geld nun einmal. Und so funktioniert auch der Bitcoin. Und wie der Bitcoin wird auch der Euro künstlich geschaffen - und zwar durch die Kreditvergaben der Banken, was die meisten Euro-User anscheinend gar nicht wissen. Es ist ein alter Aberglaube, daß hinter jedem Euro irgendwo ein entsprechender Gegenwert in Gold bereit liegt. Auch der Euro ist deshalb im Grunde nur eine virtuelle Währung. Und er lebt, wie der Bitcoin auch, allein und ausschliesslich vom Vertrauen der Anwender, daß man mit ihm bezahlen kann. Geht dieses Vertrauen verloren, ist er nur noch das Papier wert, auf dem er gedruckt wird.
Den wichtigsten unterschied haben Sie natürlich vergessen. Der Euro ist GESETZLICHES ZAHLUNGSMITTEL. Und was gesetzliches Zahlungsmittel ist und was nicht, bestimmen Staaten mittels einer Währungsverfassung. Der Euro (Noten) ist in Deutschland das einzige unbeschränkte gesetzliche Zahlungsmittel. Bei Euro- und Centmünzen ist der gesetzlich vorgeschriebene ANNAHMEZWANG auf 50 Münzen beschränkt. Kein Gläubiger muss bei einer einzelnen Transaktion mehr Münzen annehmen.
Beim Lesen des Artikels ist mir allerdings ein ganz anderer Gedanke gekommen. In der "normalen" Wirtschaft" ist man ja immer bestrebt, die Transaktionskosten zu senken. Und Wettbewerber, die das nicht schaffen, verschwinden in der Regel vom Markt schneller als ihnen lieb ist. Nun haben wir ja mit Bitcoin ein System, das seltsamerweise darauf angelegt ist, die Transaktionskosten im Zeitablauf zu erhöhen. Wesentlicher Bestandteil dieser Transaktionskosten sind die Energiekosten. Die Erfinder von Bitcoin haben sich ja so einen komischen japanischen Namen gegeben, der bis heute nicht entschlüsselt ist. Vielleicht steht ja dahinter der langfristig ausgeheckte Plan eines internationalen Energie-Kartells, das die Gewinne unter sich aufteilt. Sinnloser Energieverbrauch, da leuchten doch die Augen in der Branche. Bei Verbrechen sagt ja der Kommissar auch immer erst: "wer hat ein Motiv?" Ironie off.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
adal_ 23.05.2018, 11:06
93. Bitcoin droht Totalverlust

Der Hype um die Kryptowährungen ist nicht nur "reine" Spekulation ohne jegliche reale Basis, er beinhaltet durchaus auch eine Wette auf die Zukunft: Dass die Blockchain-Technologie bei fortschreitender Verbesserung der Computertechnik irgendwann alltagstauglich sein wird.
Dumm nur, dass spätestens dann auch die Notenbanken auf den Zug aufspringen werden und sich die Frage stellt: Vertraue ich meine Moneten lieber dem Kryptodollar oder dem hochvolatilen Bitcoin an? Die Frage beantwortet sich dann wohl von selbst.

Die einzigen, die am Ende am Bitcoin-Mining verdient haben werden, sind diejenigen, die sich rechtzeitig vom Acker gemacht haben und die Firmen, die anderen Beteiligungen am Schürfen angedreht haben. :-)

Beitrag melden Antworten / Zitieren
st.esser 23.05.2018, 11:24
94. Einfache Abschätzung

Bitcoins werden nur dann geschürft, wenn die laufenden Kosten dafür den Gewinn nicht übersteigen. Und diese Kosten sind im Wesentlichen der Strombedarf für ihre Berechnung.

Wenn 1 Bitcoin ca. 10.000 Dollar wert ist (bzw. für diesen Preis gehandelt wird), dann lohnt es bei Stromkosten von deutlich unter 10.000 Dollar pro Bitcoin in zusätzliche Rechenleistung zu investieren und zusätzlichen Gewinn zu machen.

Allerdings wird die Schwierigkeit der Berechnung an die installierte Rechenleistung angepasst - wenn die eingesetzte Rechenleistung sich verdoppelt, dann wird auch der Rechenaufwand pro Bitcoin verdoppelt.

Dieser Mechanismus führt dazu, dass pro Bitcoin soviel Strom verbraucht wird, dass das Schürfen gerade noch lohnt, also für etwas unter 10.000 Dollar pro Bitcoin.

Deutsche Privatkundenpreise für die Kilowattstunde (ca. 30 ct/KWh) liegen beim fast 10fachen der günstigsten Preise in manchen Weltregionen, deshalb ist das Bitcoin-Schürfen hier völlig unsinnig, man könnte nur auf 10% der eingesetzten Energiekosten als Bitcoin-Ertrag hoffen.

Bei Stromkosten von 10 ct/KWh lohnt das Schürfen also gerade noch bei einem Verbrauch von knapp unter 100.000 KWh pro Bitcoin im Wert von 10.000 Dollar.

Da nicht alle Schürfer die jeweils effizienteste Technologie einsetzen und den günstigsten Strompreis bekommen scheint mir das eine vernünftige Abschätzung des Energiebedarfs zu sein, mit dem wir (abhängig vom Wert eines Bitcoin) dauerhaft rechnen müssen. Nur ein extremer Preisverfall des Bitcoin könnte den Energiebedarf noch einmal senken, das ist ein Grundprinzip der Konstruktion des PoW (Proof of Work) der dem Bitcoin zugrunde liegt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
adal_ 23.05.2018, 12:47
95. Die Geburt

Zitat von costi
....eine Geburt ist nun mal mit Schmerzen verbunden...
Ja sicher. Aber wer in den Bitcoin investiert, investiert leider nicht in die zukunftsträchtige Idee der Blockchain bezw. Distributed-Ledger-Technologien, sondern bloß in den Bitcoin. :-)
Die Kryptowährung der Zukunft: Notenbank-Garantie bloß Blockchain, ein unschlagbares Gespann.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
duke_van_hudde 23.05.2018, 19:41
96. Es geht doch im Prinzip um das Geldsystem

Bei unseren jetzigne Geldsystem kann man neues Geld aus den Nichts "ohne" Kosten herstellen und "ohne" Kosten zum bezahlen nutzen.
Im Prinzip ist das natürlich eine gute Sachen, den die Kosten die bei der Herstellung gebraucht werden sind im Prinzip verloren und erhöhen nicht den Wohlstand. Das war ja auch einer der Gründe warum man das Edelmetallgeld im 19 Jahrhundert kritisiert hat.
Die Nachteile des jetzigen Geldsystem ist aber das man etwas was man ohne Kosten herstellen kann eigentlich kein Wert haben kann. Man muss also irgendwie die Produktion von neuen Geld einschränken. Nur man hat ja gesehen wie der Staat sich an Regeln hält die das verhindern sollen wenn es aus seiner Sicht dadrauf ankommt. Deutschland hätte z.b. die beiden Weltkriege mit Sicherheit massiv viel früher verloren, wenn er Geld nicht aus den Nichts erschaffen hätte können. Man könnte sich sogar die Frage stellen hätte man diese Kriege überhaupt geführt.

Ein Geldsystem was neues Geld aus dem Nichts und ohne Kosten erstellt wird daher irgendwann von irgendwen ausgenützt.

Bitcoin hat eine grosse schwäche und das sind nicht die Kosten die entstehen für ein neuen Bitcoin sondern die Energiekosten die entstehen für eine Tranaktion. Das heisst das ganze lohnt sich eher für grosse Transaktionen, wenn z.b. ein Haus verkauft wird und nicht für den Kauf eines Burger.

Die begrenzte Anzahl ist dagegen sehr gut, da nicht irgendwann jemand neue Bitcoins nach dne 21 Mio herstellen kann.
Das grösste Problem was ich aber sehe ist das der Bitcoinerfinder wohl einen rieisgen Anteil an den 21 Mio besitzt.
Von daher sollte man hoffen das jemand eine Kryptowährung erfindet die die Probleme beseitigt.

Nur und das befürchte ich die Staaten werden alles machen damit es nicht zu einer solchen guten Lösung kommt. Den dann ist Schluss mit der immer höheren Staatsverschuldung.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
curiosus_ 06.11.2018, 21:41
97. Der Energieeinsatz, der benötigt wird um…

Zitat von lupo62
Ist schon klar. Computer, oder hier genauer gesagt die Prozessoren von Grafikkarten werden immer leistungsfähiger. Andererseits wird der Rechnungsprozess mit jedem erfolgreich errechneten Bitcoin immer aufwändiger. Wenn man wüsste, wie hoch die Stromkosten und die Kosten der Hardwareinstallation "vor Ort" ist, könnte man sagen, wie lange das noch gut geht. Leider kommt als als dritter Faktor der aktuelle Handelswert des Bitcoins hinzu. So lange der kräftig steigt, wird sich die Sache noch sehr lange lohnen. Geht der Kurs für längere Zeit in die Knie, ist von einem Tag auf den anderen Feierabend. Wie schon geschrieben: man wird das sehr schnell an einem Überangebot gebrauchter Grafikkarten erkennen.
Zitat von Bananenschale
Sie wissen aber auch, daß der Energie-Bedarf von Bitcoin nahezu ins Unendliche steigt.
…neue Bitcoins zu schürfen steigt sicher nicht ins Unendliche und wird auch nicht zwangsläufig immer aufwändiger.

Der heute real nötige gigantische Aufwand kommt daher, dass die Prüfsummenberechnung von der Bitcoin-Software so eingestellt wird (künstlich erschwert), dass im Mittel alle 10 Minuten ein neuer Block errechnet wird. Alle 14 Tage (2016 Blöcke) überprüft die Software ob das mit den 10 Minuten pro Block noch stimmt. Wurden mehr als 2016 Blöcke errechnet wird der Schwierigkeitsgrad erhöht, wurden weniger als 2016 Blocks errechnet wird er reduziert.

Als Privatperson mit eigenem Rechner stand-alone in das Mining einzusteigen macht keinen Sinn, da gilt "the winner takes it all". Der, der als erster einen neuen Block erzeugen konnte bekommt die geschürften Bitcoins alleine (derzeit 12,5 Bitcoins). Alle anderen gehen leer aus, obwohl sie natürlich auch mehr oder weniger viel Strom verbraucht (und entsprechende Ausgaben) haben.
Das System justiert sich (und damit auch den Stromverbrauch) also selbst. 2009, zu den Anfangszeiten des Bitcoin, hätten Sie einen Bitcoin noch mit Papier und Bleistift errechnen können (gut, hätte vermutlich etwas gedauert).

Und wenn der Wert der Bitcoin sinkt sind natürlich auch weniger bereit zu Schürfen. Wodurch weniger als 1 Block pro 10 Minuten erzeugt werden. Wodurch die Bitcoin-Software den Schwierigkeitsgrad (und damit den Energiebedarf und Aufwand) so lange reduziert bis wieder genügend bereit sind zu schürfen. Im Extremfall landet man dann wieder da wo man schon 2009 war. Also (fast) bei Papier und Bleistift.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Gerd Taddicken 07.06.2019, 13:23
98. Der Bitcoin-Stromvergleich hinkt

:
Moin
.
Der Bitcoin-Vergleich mit einer normalen Überweisung hinkt. Und zwar mehr als man denkt.
Wenn man eine Transaktion des Kryptogeldes von PC zu PC (kann auch ein Smartphone oder Laptop pp. sein), so benötige ich nur je ein 'Sendegerät' und ein 'Empfangsgerät'. Keine weitere
größere Infrastruktur.
Bei einer normalen Überweisung sind aber mindestens zwei Geldinstitute erforderlich, die die Konten führen.
.
Um vergleichen zu können, benötigen wir "Bitcoin versus weltweite Banküberweisungen" auf der Kostenseite die Ausgaben für alle Gebäude der Banken, Sparkassen etc. Weiterhin Löhne und Gehälter aller Angestellten, Ausgabe für Geldtransporte, ja selbst für das Drucken aller Geldscheine und Prägen der Münzen und was es sonst noch gibt.
.
Und diese Ausgaben, welche auch in Teilen als Stromverbrauch zu berücksichtigen sind, müssten dem Bitcoin-Stromverbrauch gegenüber gestellt werden.
Im übrigen dürften nach dem Schürfen/Minen des letzten BTC rein theoretisch nicht mehr so viel Elektrizität verbraucht werden. Denn danach ginge es nur noch um Kauf/Verkauf von Produkten, Dienstleistungen etc.
.
Dieser Kommentar wird*) vorab bei Facebook veröffentlicht. [*) wurde um 13:16 h veröffentlicht / tadd]
URL hier beim Spiegel/Spon = https://m.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/bitcoin-energieverbrauch-fuer-produktion-und-verwaltung-a-1208635.html#sp.goto.blogcomment=13649.5
.
Mit freundlichen Grüßen
Gerd Taddicken
.
TSFx07Jun19_Fr.13:23_h
.
+++

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 10 von 10