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Bitcoin-Experte: "Das Bitcoin-System verbraucht mehr Strom, als die Schweizer Volkswi
REUTERS

Bei der Produktion eines Bitcoins geht so viel Strom darauf, wie eine Familie in zwölf Jahren verbraucht - Tendenz steigend. Ökonom Alex de Vries über die verheerenden Folgen der Kryptowährung für das Klima.

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lollopa1 22.05.2018, 12:33
10. die Zahlen möchte ich mal sehen

Wie kommt der zu seiner Berechnung? Hat er den Stromverbrauch aller weltweiten Rechenzentren zusammenaddiert? Denkt er dass dort nur geschürft wird? Ich halte diese Zahlen so nicht für belegbar, ich warte mal auf ein echtes Beispiel

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Cluedo 22.05.2018, 12:33
11. Typisches Ablenkungsmanöver .....

Zitat von Ein_denkender_Querulant
Und wieviel Energie wird verbraucht und welche sonstigen ökologischen Schäden werden angerichtet, um den Gegenwert eines Bitcoins in Gold zu schürfen? Einfach mal drüber nachdenken. Vielleicht solten wir doch wieder Kaurimuscheln einsetzen :)
.... der Whataboutisten: immer, wenn ein Problem benannt und beziffert wird, schnell irgendein andres Stichwort auf den Markt werfen (" .. und was ist mit Tee?"), um es zu relativieren, dann muss man für sich keine Konsequenzen ziehen und kann noch schnell einen altklug klingenden Schnack loswerden.

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till_aßmann 22.05.2018, 12:33
12.

ja, bezogen auf Bitcoin steht der Energieverbrauch in keinem sinnvollen Verhältnis.
Es wäre aber grundsätzlich immer hilfreich, bevor hier die Klischeedauerschleife beginnt, sich zumindest als Autor und kommentierende Person ein wenig mit der Materie Kryptowährungen ( wovon es ingesamt ca. 1600 verschiedene gibt) und dem Thema Blockchain/ Tangle ( Industrie und Wirtschaft richten das Augenmerk verstärkt in diese Richtung) auseinanderzusetzen.
Bitcoin von allen 1600 Kryptowährungen akutell die einzige die einen solchen Energieverbrauch in Anspruch nimmt und nicht alle dieser Währungen sind "mineable".
Ja, es gibt inzwischen bessere und effektivere Kryptowährungen als Bitcoin.
Über diese sollte bitte dann auch berichtet werden, da die breite Öffentlichkeit bis dato Bitcoin mit Kryptowährungen gleichsetzt, dieser aber nur einen marginal Anteil der Vielfalt in der "Kryptowelt" einnimmt.

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bimberle84 22.05.2018, 12:35
13.

Ich sehe das Problem nicht. Niemand regt sich mehr auf, wenn beim goldschürfen unmengen Quecksilber die Umwelt verpesten oder gigantische Löcher gegraben werden. Niemand interessiert es, wenn der Regenwald für Palmöl oder Edelholz gerodet wird. Jedes Jahr ein neues Handy, hergestellt mit reichlich seltenen Erden oder fracking für den günstigen Fahrspass im 3t-USV - alles normal. Meist sogar gewünscht. Wirtschaft muss wachsen, also muss mehr gekauft werden. Kürzere Produktlebenszyklen sind da ein ultimatives Mittel. Und jetzt soll man empört sein, weil das Produkt nur virtuell Existiert? Meine alten Handy existieren auch nur noch in meiner Erinnerung. Trotzdem haben die Dinger den Planeten kräftig bluten lassen. Wer ein System bevorzugt, dass Gier und Produktivität als Gradmesser für Erfolg betrachtet sollte sich nicht aufregen wenn Menschen eben dies mit aller Macht anstreben. Ungeachtet der langfristigen Konsequenzen. Der Besitz von über zehn paar Schuhen ist sicherlich auch keiner nachhaltigen, ökologischen Gesisteshaltung entsprungen. Da fragt trotzdem niemand ob das richtig oder nützlich war. Am Ende wandern die auch nur in den Müll. Bitcoins bleiben theoretisch wenigstens für die Ewigkeit erhalten. Das Geld muss zirkulieren - das bringt Wohlstand für alle. Für was, ist doch vollkommen egal. Den Stromanbieter von solchen Minen und dessen Aktionären wirds sicherlich freuen. Keine Sorge, irgendjemand macht damit schon Kasse. Don´t hate the player, hate the game

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Ein_denkender_Querulant 22.05.2018, 12:38
14. Andersherum

Zitat von Bob Hund
Brauchen wir also zusätzlich zu den Umweltschäden vom traditionellen Banking, Goldschürfen, PayPal, Western Union, ... also noch ein weiteres Finanztransaktionssystem, daß ohne Ende CO2 in die Atmosphäre bläst? Einfach mal drüber nachdenken ;-)
Der Bitcoin könnte vieles ersetzen, denn wer in Bitcoins investiert, kann es nicht in Gold. Der Goldpreis sinkt gerade wieder, erste unrentabele Minen werden geschlossen werden.
Welchen "Gegenwert" hat übrigens Gold, abgesehen von minimalem Einsatz in der Elektronik. Der Rest liegt als wertloser Schmuck in der Gegend herum, da kann man auch einen USB-Stick mit zehn Bitcoins drauf am Ohr tragen.

Der Stromverbrauch zum Mining ist doch nur ein weiteres Symbol unserer Verschwendung. Und solange Menschen mit 2t Auto 1km zum Einkaufen fahren, solange wir mehrmals im Jahr tausende kilometer fleigen, können wir an so vielen Stellen unglaublich sparen. Wieviel Energie z.B. stecken in einem 1kg Treibhaussalat und wieviel Prozent davon werden entsorgt, weil ein Blatt welk ist?
Jede Kritik an Bitcoins ist absolut gerechtfertigt, sie sollte aber sinnvollerweise auf jede unserer Handlungen angewendet werden. Von daher sehe ich Bitcoins als sehr positiv, weil es in vielen Regionen der Welt die Augen für maßlose Verschwendung öffnen könnten.
Wenn z.B. Krankenhäuser werden Strommangel einen Blackout haben, wird man hinterfragen, ob Mining, und es gibt viel mehr als Bitcoins, notwendig und sinnvoll ist und dann beginnt vielleicht, so meine naive Hoffnung, das gesamte Hinterfragen unserer menschlichen Verschwendung. Denn gerade das Mining zeigt in perverser Weise, was wir anrichten.

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mkaemmer 22.05.2018, 12:39
15. Kaurimuschel

Zitat von Ein_denkender_Querulant
Und wieviel Energie wird verbraucht und welche sonstigen ökologischen Schäden werden angerichtet, um den Gegenwert eines Bitcoins in Gold zu schürfen? Einfach mal drüber nachdenken. Vielleicht solten wir doch wieder Kaurimuscheln einsetzen :)
Bei Bitcoins verbrate ich nur Strom für ein Nichts. Gold wird immer einen Wert haben weil es u.a. auch als Werkstoff für die Elektroindustrie dient. Selbst die Kaurimuschel hat noch einen gewissen Wert. Ja, ich würde mein Geld ehr in Kaurimuscheln anlegen als in Bitcoins.

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alienscene 22.05.2018, 12:44
16. Bitcoin stellt fundamentale Fragen

Bitcoin stellt grundsätzliche Fragen zu unserem Geldsystem und das wird auch im beschriebenen Sachverhalt deutlich:
Der Energiepreis wird in beliebig vermehrbarem Fiat-Geld, also EUR, USD usw. dargestellt. Mining erlaubt es nun, mit diesem beliebig vermehrbaren Geld eine begrenzte Menge an Energie in Kilowattstunden zu kaufen, um es in eine Währung umzuwandeln, die in ihrer Gesamtmenge begrenzt und damit knapp ist.

Mit dem beliebig vermehrbaren Geld werden auf dieser Welt alle Arten von Energievebrauch und Verschwendung finanziert und der Planet ausgebeutet: Kriege, Massenproduktion, sinnloser Konsum, Wirtschaftswachstumszwang. All das ist möglich und systembeding notwendig, weil die Geldmengen exponentiell wachsen und wachsen müssen. Bitcoin ist durch seine Geldmengenbegrenzung anders und kann helfen solche Auswüchse der Moderne langfristig zu lindern oder zu vermeiden. Sollte es durch Crypotcurrencies wie Bitcoin gelingen auch nur einen Krieg zu vermeiden oder in seinen Ressourcen zu behindern oder das Sparen und den bewußten Konsum wieder salonfähig zu machen - hat sich der aktuell eingesetzte Energieverbrauch, der zudem zur Fälschungssicherung und Unabhängigkeit des Systems beiträgt, allemal gelohnt.

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hefe21 22.05.2018, 12:44
17. Die Wa(h)nne ist voll, juchuhu

Die Aufregung lohnt aber wohl kaum noch - da angeblich bereits 17 von 21 Mio von dem Zeugs '"geschürft" wurden. Lustig wirds allerdings werden, wenn auf den Serverfarmen das Chipsvieh "geschlachtet" werden muss - oder erzählt man dann der Öffentlichkeit einen neuen Schmäh? Z.B. dass "leider" inzwischen die Hälfte der Bitcoins im Digitalnirvana verschwunden sind und ersatzweise noch ein Weilchen weiterproduziert werden muss?
Denn spätestens mit dem "Produktionsstop", also dem Gravitationsabriss, wird es den künstlichen Währungstrabanten aus der Umlaufbahn schleudern und alle Letzthalter der Kostbarkeit können ihr "Vermögen" in den Mond schiessen.

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Cluedo 22.05.2018, 12:45
18. Und wo genau liegt jetzt der Erkenntnisgewinn ....

Zitat von makromizer
Und wie hoch ist der Ressourcenverbrauch bei der Gewinnung einer gleichwertigen Menge Gold? Auch dort erhöht die Gewinnung nich den global vorhandenen Wert sondern bewirkt nur eine Verschiebung hin zum Abbauer, dee wiederum von dem....
... in Bezug auf das Energieproblem einer "Kryptowährung" wie Bitcoin? Inwiefern "funktioniert" also jetzt Bitcoin - außer für hemmungslose Spekulation?

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d.mueller-toewe 22.05.2018, 12:50
19. Halbwissen?

Zitat von Kasob
Die größten Farmen stehen in Island. Zum ersten wird der Strom dort aus Erdwärme gewonnen und durch das kühle Klima spart man die Kühlung der Computer.
Island verbraucht ca. 100 MW/Jahr für das Mining. Das ist nicht mal 0.2% des weltweiten Energieverbrauchs für Bitcoins. Island spielt da als Player überhaupt keine Rolle.

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