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BIZ-Anayse: Oberste Zentralbank sieht Parallelen zu letztem Crash
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Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich warnt vor den Folgen der Niedrigzinsen. Demnach gehen die Anleger weltweit große Risiken ein - wie vor der Finanzkrise 2008.

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Becks0815 04.12.2017, 16:07
20.

Nun ja,

ein paar Punkte aber sollte Ihnen doch auch auffallen:

Da wäre die Flutung der Märkte mit Euros Made by Draghi, welche die Zinsen drücken und gleichzeitig dazu führen, daß Leute auf der Suche nach Gewinn riskantere Anlegemethoden wählen müssen.

Die gleiche Euroflut erlaubt es zudem, günstige Kredite für solche Spekulationen aufzunehmen.

Nächstes Jaht tritt Draghi ab und auch sein Nachfolger wird irgendwann beim Schuldenkauf vom Gas runter gehen müssen. Selbst bei wohltuendster Auslegung agiert die EZB hier schon in der dunkelgrauen Zone des Rechts und irgenwann ist der Markt eben auch mal leergekauft.

Die Zinsen werden also wieder steigen. Wenn dann im System etwas wackelt. z.B. Italien seine Schulden nicht mehr bedienen kann, dann könnte das durchaus zu ordentlichen Verwerfungen wie anno 2008 führen. Am Anfang von 08 stand auch nur der Bankrott einer Firma.

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muellerthomas 04.12.2017, 16:10
21.

Zitat von gruenertee
Der Sparer wird durch die EZB enteignet und
Ab welchem Zinssatz endet denn die Enteignung? Und gibt es auch zu hohe Zinssätze, die dann so eine Art Geschenk sind, also als Gegenstück zur "Enteignung" bei niedrigen Zinsen?

Und wie hoch müssten Ihrer Meinung nach die Zinsen in der Eurozone sein und weshalb?

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supergrobi123 04.12.2017, 16:11
22. @der.tommy

Zitat von der.tommy
Andererseits sollte auch jedem klar sein, dass der Trend der Börsen (immer nur noch höhere Kurse) die Wirklichkeit in keinster Weise widerspiegelt. Seit Januar hat der DAX um 20% zugelegt, nachzulesen praktisch auf jeder die längere Entwicklung wiedergebenden Wirtschaftsseite. Nennen Sie mir bitte 5 der 30 DAX-Konzerne, die Umsatz oder Gewinn verglichen mit dem Vorjahr um den selben wert steigern konnten.
Sie verstehen nicht, wie der DAX berechnet wird. Der DAX ist ein sog. "Performanceindex", in dem alle gezahlten Dividenden (und somit unterm Strich alle erwirtschafteten Gewinne) enthalten bleiben.
Ein Unternehmen, das - bezogen auf den Aktienkurs - zum Beispiel 7% Gewinn erwirtschaftet, wird - da dieser Gewinn ja das Unernehmen nicht verlässt - nach DAX-Brechnungsmethode Jahr für Jahr um diese 7% wertvoller.
Und zwar ganz ohne jede Steigerung von Umsatz oder Gewinn.
Solange die DAX-Unterehmen zusammen am Ende einen noch so kleinen Gewinn erwirtschaften, würde der DAX auf alle Ewigkeit steigen, wenn keinerlei andere Faktoren den Kurs beeinflussten.
Leider gibt es immer wieder Menschen wie Sie, die diese Zusammenhänge nicht verstehen und die DAX-Performance mit der Gewinnentwicklung, ja teilweise sogar mit dem deutschen Wirtschaftswachstum gleichsetzen wollen.
Immerhin zeigen Sie Ansätze vernunftigen Denkens, indem Sie die Aktienkurse im Zusammenhang mit Umsatz und Gewinn sehen wollen.
Also. Der nächste Schritt wäre, sich schlau zu machen, wie das Verhältnis von Gewinnen zu Aktienkursen im historischen Vergleich zu heute so ausschaut. Recherchieren Sie mal und melden Sie sich dann wieder!

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muellerthomas 04.12.2017, 16:12
23.

Zitat von karl-ecker
Früher saßen Leute mit Verstand in den Vorständen der Zentralbanken
Meinen Sie die Leute, die Anfang der 1990er Jahre in der Bundesbank wegen 4% Inflation den Wiedervereinigungsboom abgewürgt und die bis dahin größte Rezession der Nachkriegsgeschichte verursacht haben?

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Spiegelleserin57 04.12.2017, 16:14
24. vor den Folgen der Niedrigzinsen wurden schon lange gewarnt!

Unsere Regierung wie auch die EZB haben nicht darauf reagiert.
Wie viele Warnungen sollen noch ergehen bis sich endlich etwas tut?

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muellerthomas 04.12.2017, 16:18
25.

Zitat von Becks0815
Da wäre die Flutung der Märkte mit Euros Made by Draghi, Nächstes Jaht tritt Draghi ab und auch sein Nachfolger wird irgendwann beim Schuldenkauf vom Gas runter gehen müssen. Selbst bei .....
Also das Geldmengenwachstum der letzten Jahre war historisch niedrig.
Die Zinsen auf die derzeit ausstehenden italienischen Staatsanleihen stehen aktuell bei knapp 3,9%. Der Marktzins für italienische Staatsanleihen liegt je nach Laufzeit zwischen -0,62% und +2,9%. Die Zinsen könnten also zunächst einmal um ca. 250 Basispunkte steigen, eher der Durchschnittszins der ausstehenden Anleihen steigen würde.

Zudem erwirtschaftet Italien seit Anfang der 1990er Jahre Primärüberschüsse. Das hohe Schuldenniveau ist Ergebnis der 1970er und 1980er Jahre, nicht der Politik der letzten 25 Jahre.

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pom_muc 04.12.2017, 16:19
26.

Zitat von muellerthomas
Das ist die gleiche "Bank", die seit vielen Jahren vor hoher Inflation warnt... Oder um es mal anders zu sagen: Das Renommee der BIZ in Sachen volkswirtschaftlicher Prognosen ist ungefähr so gut wie FInanzmarktprognosen der Bild-Zeitung.
Ich wäre mir da nicht so sicher.

Eine Fed-Chefin die behauptet dass wir zu Lebzeiten keine Krise mehr sehen werden weil sie beliebig Währung drucken kann ist da nicht wesentlich unglaubwürdiger.

Und Statistiker die Aktien und Hauspreise nicht in die Inflation einrechnen sondern sich fast nach belieben die Güter heraus suchen die für die Verbraucher "relevant" sind darf man auch nicht nach der Inflationsrate fragen.

Ich habe Ihnen ja schon mal vor ein paar Monaten anhand der Print-Ausgabe des Spiegels vorgerechnet dass dieser seit 1999 durchschnittlich 3.9% pro Jahr teurer wurde. Egal was die Statistiker über die Inflation in D schwafeln.
Wenn die IG Metall jetzt 6% fordert und sich wie bisher in der Mitte mit den AG trifft dann kommen 3% Lohnerhöhung heraus von der der Staat bei immer mehr Menschen 45% einbehält. Und mit den 1.6% realer Lohnerhöhung kann man keine Erhöhung des Spiegel-Preises über 1.5% pro Jahr akzeptieren.

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propagare 04.12.2017, 16:20
27. Alternativlosigkeit³

Wieder der übliche Irrtum.

Bedankt euch gefälligst bei der Neosozialistischen Weltwährungs Ordnung mit seinem immer schneller devaluierenden und allokierenden FIAT Geld aus dem Nichts plus Steuern.

Wenn (pseudo) Geld immer schneller weniger Wert ist und ein Brandbeschleuniger für ALLE Resourcen dieses Planeten darstellt, kommt genau so etwas dabei heraus.

Wer das letztinstanzlich zu verantworten hat? Die private BIZ in Basel als Mutter alller Zentralbanken mit einer höheren Immunität als die FED/ECB.

Diese hat auch schon die nächste pseudo (Welt-)Währung vorbereitet.

Freut euch auf den SDR/SZR!
Ein "Fest" steht uns bevor! Natürlich erst als Lösung einer furchtbaren Katastrophe ausgelöst durch Deinen vertrauenswürdigen und alternativlosen FIAT Geldmonopolisten.

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der.tommy 04.12.2017, 16:26
28. @supergrobi123

Selbst wenn sie recht hätten, und gewinne im Unternehmen verbleiben würden, was sie nicht tun, da investiert wird, andere Firmen gekauft werden etc., erklärt das dennoch nicht, warum der DAX in einem Jahr um 20% steigt. Da ist nämlich relativ unerheblich, ob der Verlauf des DAX der letzten Jahre sich daraus ergibt, dass Gewinne jedes Jahr im Unternehmen verbleiben oder nicht. Mich interessiert speziell 20-7. und kommen sie nicht mit „Aktien muss man auf lange Sicht beurteilen“. Dann könnten wir nämlich den hochfrequenzhandel mit Aktien abschaffen.

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rudi_ralala 04.12.2017, 16:28
29.

Zitat von muellerthomas
Das ist die gleiche "Bank", die seit vielen Jahren vor hoher Inflation warnt... Oder um es mal anders zu sagen: Das Renommee der BIZ in Sachen volkswirtschaftlicher Prognosen ist ungefähr so gut wie FInanzmarktprognosen der Bild-Zeitung.
Das mag durchaus so sein.
Allerdings haben auch Schweizer Politiker und die SNB schon seit geraumer Zeit ähnliche Befürchtungen. Das sind Leute denen man nun wirklich nicht finanzpolitische Unkenntnis bescheinigen sollte.
Die haben ein sehr ungutes Gefühl, gerade angesichts der Subprimekrise in den USA, dass in der Schweiz 80 % aller Kredite Immobilienkredite sind. Die gilt es jetzt auf Normalmaß zurückzuführen und dafür ziehen jetzt Politiker und SNB an einem Strang.

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